mikrocontroller.net

Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Heißklebepistole mit Temperaturregelung


Autor: Michael D. (sirs)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo!

Kennt jemand eine gute Heißklebepistole mit Temperaturregelung für den 
Hobbygebrauch? Wenn der Preis es hergibt würde ich mir sowas mal 
anschaffen.
Mich stört es, dass der Kleber manchmal super dünnflüssig ist und dann 
ewig zum Abkühlen braucht. Liegt vielleicht auch an den Sticks, aber die 
sind ja auch nicht so toll beschriftet mit Temperatur und so....

Alternativorschläge mit Dimmern und anderen externen Regelelementen sind 
auch willkommen, wenn sie sich in der Praxis bewährt haben.

Autor: Klaus Kleber (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Nicht direkt, aber ich nutze den Bosch Gluepen (technisch identisch zu 
Steinel NEO1) und habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht.

Die Temperatur scheint immer gleich zu sein. Zudem ist das Ding in 15s 
heiß ;-)

Hier gibts ein Teardown dazu: 
http://www.electrobob.com/bosch-glue-pen-teardown/
Und eine eventuell interessante Diskussion auf Hackaday dazu: 
https://hackaday.com/2017/11/23/glue-gun-teardown-reveals-microcontroller-mystery/

Autor: MWS (Gast)
Datum:

Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Michael D. schrieb:
> Kennt jemand eine gute Heißklebepistole mit Temperaturregelung für den
> Hobbygebrauch? Wenn der Preis es hergibt würde ich mir sowas mal
> anschaffen.

Man könnte fragen ob die Suche kaputt ist.

https://www.westfalia.de/shops/werkzeug/elektrowerkzeug/klebepistolen/heissluftpistolen_und_zubehoer/1387094-westfalia-heissklebepistole-125-watt-mit-digitaler-temperaturregelung.htm

Ob die jetzt in Deinem Sinne "gut" ist, sei dahingestellt.
Kennst Du schlechte?

Autor: Christoph (Gast)
Datum:

Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo,

Heißklebepistolen mit Temperaturregelung sind zumeist immer teurere 
Geräte für professionelle Einsatzbereiche.

Solche Geräte verfügen über Temperaturregelungen, da hier die 
Durchsatzmenge des Klebers beeinflusst werden muss. Diese Geräte sind 
nämlich in der Lage sehr große Mengen an Kleber in kurzer Zeit zu 
schmelzen. Brauchst du nur mal wenig Kleber für punktgenaues Kleben, 
dann wird die Temperatur heruntergeregelt, damit nicht so viel Kleber 
auf einmal geschmolzen wird.

Eine Auswahl findest du hier:

https://heissklebepistole-ratgeber.de/profi-heissklebepistole/

Ansonsten, wenn dir der Kleber zu dünnflüssig ist, empfiehlt sich unter 
anderem die schon oben erwähnte Bosch Gluepen. Diese arbeitet nur mit 
geringer Temperatur und kann auch nur kleine Mengen Kleber auf einmal 
schmelzen. Dies ist rein technisch bedingt, da der kleine Akku einfach 
nicht mehr hergibt.

Nur mal so ein Wert, profi Geräte schmelzen schon mal 37 g Kleber pro 
Minute, die Bosch Gluepen nur 2,7 g Kleber pro Minute.

Autor: Harald W. (wilhelms)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Michael D. schrieb:

> Kennt jemand eine gute Heißklebepistole mit Temperaturregelung für den
> Hobbygebrauch?

Ich dachte immer, die sind alle geregelt (über Kaltleiter).

Autor: Julian B. (julinho)
Datum:

Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Harald W. schrieb:
> Ich dachte immer, die sind alle geregelt (über Kaltleiter).

Ich denke, er will die Regelparameter ändern.

Wenns mir mal zu lange dauert mit dem Abkühlen nehme ich Eisspray, dann 
wird die Oberfläche hart und man kann die Klebeteile weglegen, ohne dass 
der Kleber verläuft.

Autor: L. H. (holzkopf)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Michael D. schrieb:
> Mich stört es, dass der Kleber manchmal super dünnflüssig ist und dann
> ewig zum Abkühlen braucht. Liegt vielleicht auch an den Sticks, aber die
> sind ja auch nicht so toll beschriftet mit Temperatur und so....

Der Sinn von Standard-HK-Pist. ist ja nun mal der, daß man einigermaßen 
zügig etwas damit verkleben kann.
Was natürlich voraussetzt, daß die Schmelz-T auch einigermaßen 
"gehalten" werden kann.
Ist natürlich vom Vorschub der Sticks abhängig, aber nicht nur davon.

Sondern auch vom D der Sticks (meist 7 od. 11mm).

Umgekehrt ist natürlich auch die Abkühlzeit dominant von der Menge des 
angebrachten HK abhängig.

Insoweit wäre es vielleicht besser, Du legtest Dir mal eine HK-Pist. für 
7mm-Sticks für "kleinere HK-Verklebungen" zu.

Die Schmelz-T der Sticks liegen so ziemlich bei allen Sticks "auf der 
selben Rille".
Kann ich Dir aber nicht genau sagen, und auch ich sah bisher auf Sticks 
keine Angaben dazu.

Was aber normalerweise angegeben ist, bezieht sich auf die Halte-Kraft 
der HK-Sticks.
Wobei die eher transparenten niedriger liegen als die milchig trüben.

> Alternativorschläge mit Dimmern und anderen externen Regelelementen sind
> auch willkommen, wenn sie sich in der Praxis bewährt haben.

Am variabelsten für den jeweiligen Einsatzzweck, sowie auch für andere 
Anwendungen, dürftest Du sein, wenn Du Dir einen Variac zulegst.

Bei Neukauf sind die "schweineteuer", Du kannst aber evtl. auch einen 
gebrauchten "aufgabeln".
Kaputt gehen kann an denen eigentlich gar nichts, da simpelste 
AC-Technik. ;)

Der größte meiner Variacs macht bei 230VAC 10A mit.
Damit kann ich dann auch mal z.B. "nervige" Flexen weniger nervig drehen 
lassen.
Das nur als Beispiel, daß es sich immer "lohnt", in Variacs zu 
investieren.

Damit hat man lebenslang nur Freude, weil nichts "abkacken" kann.

Grüße

Autor: Michael D. (sirs)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Danke für euere Antworten!

Ja, die Regelparameter ändern wäre manchmal ganz nett, damit man mal 
punktförmig kleben und mal massenhaft was "vergießen" kann.

Die Idee mit Eisspray ist gut. Angefeuchteter Finger ist zum modellieren 
manchmal nutzbar, aber nicht zum Abkühlen.

Ich werde mir mal einen variablen Trafo holen, am besten mit 
Netztrennung, wenn ich einen günstigen finde. Dann teste ich mal ob das 
geht. Wenn tatsächlich ein Kaltleiter drin ist, wird das Ding wohl 
durchgehend heizen.
Wenns nicht geht kann ich immer noch zu meiner großen Pistole den 
kleinen (und auch tragbaren) GluePen kaufen.

Autor: Thomas M. (langhaarrocker)
Datum:

Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Ich hatte mal für <20 EUR eine regelbare Heißleimpistole aus Fernost via 
Ebay angeschafft. Zwar kann man damit tatsächlich halbwegs passabel 
einstellen, wie heiß der Kleber wird und somit wie schnell er aushärtet. 
Aber so richtig empfehlen möchte ich die nicht, denn sie braucht einfach 
ewig zum Aufheizen - obwohl sie mit irrwitzigen Leistungsdaten (100W) 
angepriesen wurde.

Autor: ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Dimmer:
Staubsauger schlachten.
Die Teile kommen Dir auch regelrecht hinterher gerannt.

Dimmer-Platine in eine kleine Box einbauen, Steckdose ran, feddich.
Ich betreibe mit solch einer Box meine alte Flex,
die so alt ist, dass die nicht kaputt gehen will.
Und die hat eben keinen Einsteller

Da mag ich es nicht, wenn das Teil innerhalb einer Millisekunde
von Null auf 100% beschleunigt.

Autor: Stefan M. (derwisch)
Datum:

Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Michael D. schrieb:
> Kennt jemand eine gute Heißklebepistole mit Temperaturregelung für den
> Hobbygebrauch? Wenn der Preis es hergibt würde ich mir sowas mal
> anschaffen.

Die hier.

https://www.lefeld.de/steinel-heissklebepistole-gluepro-400-lcd.html

Präzision ist aber nunmal nicht billig zu haben.

Autor: Harald W. (wilhelms)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Michael D. schrieb:

> Ich werde mir mal einen variablen Trafo holen, am besten mit
> Netztrennung, wenn ich einen günstigen finde. Dann teste ich mal ob das
> geht. Wenn tatsächlich ein Kaltleiter drin ist, wird das Ding wohl
> durchgehend heizen.

...aber durch die Kaltleitervorregelung wird sich die Heizleistung
bei Spannungsänderung deutlich weniger ändern als erwartet. Unter-
schreitet man dann die Sprungtemperatur ist die Leistungsänderungs-
kurve anschliessend sehr steil.

Antwort schreiben

Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig. Wenn Sie automatisch per E-Mail über Antworten auf Ihren Beitrag informiert werden möchten, melden Sie sich bitte an.

Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten!

  • Groß- und Kleinschreibung verwenden
  • Längeren Sourcecode nicht im Text einfügen, sondern als Dateianhang

Formatierung (mehr Informationen...)

  • [c]C-Code[/c]
  • [avrasm]AVR-Assembler-Code[/avrasm]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] - Link zu Artikel
  • Verweis auf anderen Beitrag einfügen: Rechtsklick auf Beitragstitel,
    "Adresse kopieren", und in den Text einfügen




Bild automatisch verkleinern, falls nötig
Bitte das JPG-Format nur für Fotos und Scans verwenden!
Zeichnungen und Screenshots im PNG- oder
GIF-Format hochladen. Siehe Bildformate.

Mit dem Abschicken bestätigst du, die Nutzungsbedingungen anzuerkennen.