Habe gestern mit der Kleinen Ballwerfen und -Fangen geübt. Dabei fiel
mir auf, daß sie allein deshalb noch nicht so gut fangen kann, weil sie
nicht schnell genug die Arme schließen kann. Anschließend mal drauf
geachtet, beim Hammerspiel mit einem winzigen Hämmerchen KANN sie
ebenfalls nicht sehr schnell zuschlagen. Rückblickend auf ihre Babyzeit
ist mir nun aufgefallen, daß sie damals noch langsamer bei jeder
Bewegung war.
Man könnte nun meinen, die fehlende Motorik und so, aber das ist es doch
nicht wirklich. Das betrifft eher, ab wann sie krabbeln, laufen oder
Radfahren kann.
Hat jemand ne Idee, woran das liegen kann? Das Kind ist gesund und gut
entwickelt, mich interessieren nur generell die Dinge hinter den
Standardweisheiten.
Googeln bringt kaum was, Millionen Einträge zu ganz anderen Themen rund
um kranke Babys…
Horst schrieb:> Warum fragst Du sowas hier und nicht in einem Eltern-Forum wo die Leute> davon Ahnung haben könnten?> Willst Du keine sinnvollen Antworten?
Dort wird es auf falsche Globuli, dem Fernsehkonsum oder
Umweltverschmutzung geschoben.
Rationale Leute würden argumentieren, dass die Prioritäten und
Proportionen(*) andere sind:
- Schutz statt Schnelligkeit (Haut/Fett/Polster statt Muskeln)
- Wachstum statt Arbeit (die Mutter schafft Essen ran)
*) Witzig bei Proportionen: bei einem Körper gilt: doppelt so hoch =
8faches Volumen bei gleichen Proportionen. Also kubisch. Der BMI ist
quadratisch, daher völlig ungeeignet. Das wird offensichtlich, wenn er
für kleinere Längen (kinder) andere Sollwerte hat.
Ein 2m Mann mit 100kg ist schlank. Kubisch sind das 12.5 kg @1m und
2.7kg@60cn.
BMI: 25kg und 9, also völlig absurd
Für Erwachsene (ab etwa 1.5) ist cm-100 sogar näher dran, da die "-100"
zur kubischen Funktion quasi eine Ausgleichsgrade legen.
Die Datenübertragung im Körper basiert auf einem elektro/chemischen
System. Die Datenverarbeitung ist wiederum ein selbstlernendes System.
Beides zusammen muss erstmal lernen und wachsen und braucht Zeit bis es
immer schneller wird.
Wenn du etwas neues lernst (z.B. dein zitiertes Ballspiel) fängst du
zunächst langsam an und wirst erst mit der Übung schneller.
Walta
Danke Walta für die einzig sinnvolle Antwort.
Walta S. schrieb:> Wenn du etwas neues lernst (z.B. dein zitiertes Ballspiel) fängst du> zunächst langsam an und wirst erst mit der Übung schneller.
Nicht wirklich. Wenn ich als Erwachsener Auto fahren lerne, dann
verwechsle ich vielleicht Gas und Bremse, und fahre drei Fußgänger über
den Haufen. Aber ich kann die Karre genau so schnell bedienen, wie ein
routinierter Fahrer. Nur eben nicht richtig. Babys können aber nicht
eine schnelle Bewegung, auch keine Unkoordinierte.
Ich denke nicht, daß es mit Motorik zu tun hat. Als Erwachsener braucht
man keine Rückmeldung vom Arm, wenn man diesen schnell bewegen will.
Einem Baby/Kleinkind fehlt natürlich die Motorik, um beispielsweise eine
Fliege mit der Hand zu fangen. Aber wenn es das versuchen würde, würde
es nicht nur daneben greifen, sondern auch viel zu spät.
Interessierter schrieb:> Ich denke nicht, daß es mit Motorik zu tun hat. Als Erwachsener braucht> man keine Rückmeldung vom Arm, wenn man diesen schnell bewegen will.
Nimm dir einfach mal eine Violine und spiel den Kanon in D.
Du wirst es schon irgendwann hinkriegen etwas zu spielen was sich
irgendwie danach anhört.
Danach vergleichst du deine Interpretation mit der eines gelernten
Violisten mit 20 Jahren Übung.
Ich wette dieser wird das Stück sauberer und um den Faktor 5 schneller
hinkriegen als du.
https://de.wikipedia.org/wiki/Bewegungslernen
Interessierter schrieb:> Babys können aber nicht eine schnelle Bewegung, auch keine> Unkoordinierte.
Man sollte nicht von seinem eigenen Kind auf alle schließen. Auch wenn
vieles sehr ähnlich verläuft, gibt es auch große Unterschiede.
Meine konnten mir den Löffel voller Brei schneller aus der Hand
schlagen, als mir lieb war.
Nun ja, es war wohl wirklich Unsinn, das hier zu posten. Nicht weil es
hier generell niemand wüsste, aber dafür im Forum für Krabbelkäfer. Hier
sind viel intelligentere Leute, als dort.
Es klappt nicht, weil niemand die ganz offensichtlich korrekte Frage
auch nur akzeptieren kann.
Ich habe nicht damit gerechnet, daß hier reihenweise die korrekte
Antwort eintrifft, denn das Thema ist sicher gar nicht so einfach. Wenn
man es aber nicht weiß, muss man nicht automatisch die Frage
demontieren, nur um was vermeintlich Schlaues gesagt zu haben. Das ist
hier aber leider Standard.
Danke an alle, die es wenigstens versucht haben. Werde noch etwas
googeln.
Es ist immer schwer einen ziemlich komplizierten Vorgang möglicht
einfach zu erklären.
Erster Schritt beim Ball fangen: Das Bild wird kopfüber und
seitenverkehrt auf die Netzhaut projeziert. Die Zäpfchen und Stäbchen
erzeugen eine Spannung und geben diese chemisch weiter - und schon der
erste mögliche Einwand: Du hast vergessen zu sagen dass die einen für
das Farbsehen zuständig ist und das andere für das hell dunkelsehen.
Oder: hallo - die verschaltung der Sehzellen untereinander ist für das
Erkennen der Bewegung schon auch notwenig usw, usf.
Walta
Interessierter schrieb:> Hat jemand ne Idee, woran das liegen kann?
Fehlendes Training...Gehirn (Koordination)
und Muskeln (Reaktionschnelligkeit).
merciless
Walta S. schrieb:> Das Bild wird kopfüber und seitenverkehrt auf die Netzhaut projeziert.
Das denkst du nur, weil wir alle an der Erde hängen, wie Schrauben am
Magneten. Du bildest Dir aber ein, die Füße wären unten.
In Wirklichkeit machen es nur die Fledermäuse richtig. Warum wohl können
die ganz bequem so schlafen, wie es tun?
:-)
Stefanus F. schrieb:> In Wirklichkeit machen es nur die Fledermäuse richtig. Warum wohl können> die ganz bequem so schlafen, wie es tun?
Das liegt am kleineren Hirn. Wie aber willst du einschlafen, wenn dir
fortwährend die Gedanken in den Kopf strömen?
Interessierter schrieb:> Nicht wirklich. Wenn ich als Erwachsener Auto fahren lerne, dann> verwechsle ich vielleicht Gas und Bremse, und fahre drei Fußgänger über> den Haufen. Aber ich kann die Karre genau so schnell bedienen, wie ein> routinierter Fahrer. Nur eben nicht richtig.
Nö. Du kannst sie schön schnell überhaupt nicht bedienen, dafür aber
allegretto auf den Bedienelementen herumtanzen.
Ein routinierter Fahrer hat den Fuß längst vom Gas nach links gewechselt
und steht schon voll auf der Bremse, bevor ihm überhaupt bewusst wird,
dass Gefahr droht.
Schreibkräfte tippen auch schneller, als es "eigentlich" möglich ist.
Ich würde selbst im herrlichsten Tremor nicht einmal annähernd so
schnell auch nur Blindtext produzieren.
Interessierter schrieb:> Nun ja, es war wohl wirklich Unsinn, das hier zu posten. Nicht weil es> hier generell niemand wüsste, aber dafür im Forum für Krabbelkäfer. Hier> sind viel intelligentere Leute, als dort.>> Es klappt nicht, weil niemand die ganz offensichtlich korrekte Frage> auch nur akzeptieren kann.>> Ich habe nicht damit gerechnet, daß hier reihenweise die korrekte> Antwort eintrifft, denn das Thema ist sicher gar nicht so einfach. Wenn> man es aber nicht weiß, muss man nicht automatisch die Frage> demontieren, nur um was vermeintlich Schlaues gesagt zu haben. Das ist> hier aber leider Standard.>> Danke an alle, die es wenigstens versucht haben. Werde noch etwas> googeln.
Finde das auch sehr schade, dass solche nicht alltäglichen Fragen hier
nur lächerlich gemacht werden. Es ging mir auch schon so und der Thread
wurde sogar innerhalb kürzester Zeit nach /dev/null entsorgt.
Habe zwar auch keine Idee woran es liegen kann, dass Babies so langsam
sind, aber sicher ist, dass die Wissenschaft noch nicht herausgefunden
hat, wie Lernprozesse genau funktionieren. Daher gibt es auch noch keine
brauchbare künstliche Intelligenz.
Interessierter schrieb:> Babys können aber nicht> eine schnelle Bewegung, auch keine Unkoordinierte.
Das ist so schon nicht richtig. Sie können durchaus sehr schnelle
unkoordinierte Bewegungen machen: Wurde gerade eben im Gesicht gekratzt,
weil ich meinen Kopf schnell aber trotzdem zu langsam aus dem
"Aktionsradius" der Arme des Babys gezogen habe.