Forum: Offtopic Ionisator und Gewitterwarner


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von Daliman F. (Gast)


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Hallo.

Als kritischer und besorgter Anwender und Bastler würde ich gern 
hinterfragen, ob ein zu starker Ionisator, insbesondere in Verbindung 
mit einer defekten Dunstabzugshaube, ein Wohnzimmergewitter auslösen 
kann und mit dem damit verbundenem Niederschlag, empfindliche 
Unterhaltungselektronik beschädigen UND wie man sich davor schützen 
kann.

Ich dachte da den Ionisator mit einem Gewitterwarner über eine 
Schnittstelle zu koppeln und bei Blitzwarnung diesen auszuschalten bis 
sich die Lage entspannt hat. Ich habe aber überhaupt keine Ahnung wie 
man das bewerkstelligen könnte.

von K. S. (the_yrr)


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Max M. schrieb:
> empfindliche
> Unterhaltungselektronik beschädigen

wenn da ein Blitz bei dir einschlägt ist die sowieso hinüber, alles 
andere schreit förmlich nach heute ist Freitag.

zu dem rest kann man nur sagen nein, und wie zur Hölle kommst du auf 
diesen Mist?

wenn du wirlich Angst vor Gewitter hast besorg dir nen 
Überspannungsschutzt für deine Geräte, das ist eine berechtigte Sorge 
und hilft sogar.

von Stefan S. (chiefeinherjar)


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Max M. schrieb:
> ein Wohnzimmergewitter

Was zum Teufel soll das denn sein?

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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>> ein Wohnzimmergewitter
> Was zum Teufel soll das denn sein?
Passiert gelegentlich wenn die Ehefrau hereinkommt und feststellt, daß 
ihr Mann einen neuen 16K-75-Zoll-Flachbildfernseher samt zugehöriger 
Musikanlage gekauft hat und nun für den Rest des Monats kein Geld mehr 
fürs Essen da ist.

: Bearbeitet durch User
von Daliman F. (Gast)


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Bitte nur ernstgemeinte Kommentare

von Stephan N. (someone_like_you)


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Also ein Gewitter geschweige denn Niederschlag wird es dadurch definitiv 
nicht geben...

Ich bin mit allerdings nicht sicher wie das z.B. mit ESD aussieht. 
Spielt ionisierte Luft da irgendwie eine Rolle?!

von Michael B. (alter_mann)


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Max M. schrieb:
> Bitte nur ernstgemeinte Kommentare

Der war gut!

von Daliman F. (Gast)


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Stephan N. schrieb:
> Also ein Gewitter geschweige denn Niederschlag wird es dadurch definitiv
> nicht geben...
>
> Ich bin mit allerdings nicht sicher wie das z.B. mit ESD aussieht.
> Spielt ionisierte Luft da irgendwie eine Rolle?!

Ich glaube schon. Zumindest wenn ich mir die Artikel zu Gewitterwarnern 
durchlese. Da ist z.B. etwas von Mittelwelle und Langwelle die Rede, da 
wo die Sender anfangen zu knistern wenn sich ein Gewitter nähert. Sogar 
bis zu 40Km Entfernung. Leitfähige/ ionisierte Luft wird da scheinbar 
erkannt (ich weis aber nicht wie) und eine LED tut blinken und eine 
andere wenn es blitzen tut.

Und da kam mir die Idee damit einen Ionisator steuern zu können. Also 
ausschalten wenn zu viel Spannung in der Luft liegt. Aber so ein Bausatz 
ist mir für 29,90 Geld einfach zu teuer. Außerdem muß bestimmt etwas an 
der Empfindlichkeit gedreht werden.

von Stefan S. (chiefeinherjar)


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Max M. schrieb:
> Bitte nur ernstgemeinte Kommentare

Wieso? Du hast doch damit angefangen...

von John D. (drake)


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Stephan N. schrieb:
> Also ein Gewitter geschweige denn Niederschlag wird es dadurch definitiv
> nicht geben...

Wenn die Wohnzimmerdecke hoch genug ist, ist das durchaus möglich. Im 
VAB gab es Wolken und Regen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Vehicle_Assembly_Building

von K. S. (the_yrr)


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Max M. schrieb:
> Zumindest wenn ich mir die Artikel zu Gewitterwarnern
> durchlese. Da ist z.B. etwas von Mittelwelle und Langwelle die Rede, da
> wo die Sender anfangen zu knistern wenn sich ein Gewitter nähert.

das ist aber keine ionisierte Luft in deinem Haus. Laut wikipedia 
fließen in so einem Blitz im Mittel 20kA, bei dem Strom werden ein paar 
Magnetische(und im Fernfeld elektrische) Wellen entstehen. Sprich das 
ist ein breitbandiger Störsender, du hörst also nur vom Blitz 
"ausgesendete"  Radiowellen.

Der Gewitterwarner ist auch nur ein einfacher, breitbandiger 
"Radioempfänger"
zweiter link bei Google, Bausatz mit AM Radio IC (und Schaltplan soweit 
ich sehe)
http://www.elektronik-labor.de/Lernpakete/Gewitter.html

Stefan S. schrieb:
> Max M. schrieb:
>> Bitte nur ernstgemeinte Kommentare
>
> Wieso? Du hast doch damit angefangen...
da muss ich ihm rechtgeben, vergiss alles mit ionisierter Luft in deinem 
Haus und Gewitter solange da kein Blitz einschlägt und der Blitzableiter 
durch dein Wohnzimmer geht.

von Mani W. (e-doc)


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Max M. schrieb:
> Da ist z.B. etwas von Mittelwelle und Langwelle die Rede, da
> wo die Sender anfangen zu knistern wenn sich ein Gewitter nähert. Sogar
> bis zu 40Km Entfernung. Leitfähige/ ionisierte Luft wird da scheinbar
> erkannt (ich weis aber nicht wie) und eine LED tut blinken und eine
> andere wenn es blitzen tut.

Das sind dann HF-Störungen im Empfänger, und wenn man das gut
auslegt, "tut" es was oder auch nicht...

Tutanchamun, was hat der getut?


Gewöhn Dir eine andere Schreibweise in der Elektronik an, sonst
tut sich nichts...

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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> Tutanchamun, was hat der getut?
Getutet.

Aber zum Thema:
Je nach Empfindlichkeit des Gewitterwarner-Empfängers, Stärke der 
Korona-Entladung im Ionisator und dessen Abschirmung bekommt der 
Gewitterwarner das schon mit. Man könnte das mit einem alten LW/MW-Radio 
probieren. Eine Korona-Entladung klingt da wie ein erhöhtes 
Grundrauschen mit etwas Knistern, in etwa wie eine heiße fettige 
Bratwurst beim braten, je nach Stromversorgung auch mit 50 oder 100 Hz 
amplitudenmoduliert. Ein Gewitter erzeugt starke, zeitlich klar 
trennbare Spikes, die bei Annährung auch irgendwann die AGC (wenn 
vorhanden) stören können. Schwache Gewitter nur wenige Spikes in großen 
Abständen, heftige Gewitter(zellen) fast kontinuierlich mit variierender 
Stärke meit in kurz aufeinanderfolgenden Gruppen.

Ob Dein Gewitterwarner jetzt ein erhöhtes Grundrauschen bereits als 
Gewitter meldet oder nicht, hängt von dessen Intelligenz ab. Man könnte 
sowas ausfiltern bzw. die Empfindlichkeit senken, bei billigen Geräten 
manuell (meistens so, daß eine LED ohne Gewitter in der Umgebung dunkel 
bleibt), bei sehr intelligenten Geräten könnte man probieren, die 
Impulsfolge auszumessen und daraus auf ein Gewitter zu schließen.

Auf jeden Fall sinkt die Reichweite des Empfängers. Unter guten 
Bedingungen kann man ein starkes Gewitter mit Hausmitteln so 300..400km 
weit empfangen, kommerzielle Blitzortungssysteme schaffen noch deutlich 
mehr (teils 1000km und darüber). Ich habe sowas als Jugendlicher gebaut 
(ganz viel dünner Draht auf dem längsten Ferritstab, den ich finden 
konnte), das Teil war sehr von einem guten Standort abhängig. Man kann 
mit sowas alles mögliche empfangen... z.B. das Ein- und Ausschalten 
starker Verbraucher wie Herd/Boiler, Anlaufstrom-Impuls des Kühlschranks 
oder Eltako-Lichtrelais. Dimmer sind auch sehr beliebt oder schlecht 
entstörte Reihenschlussmotoren. Das alles kratzt an der Empfindlichkeit 
und damit an der Reichweite. Im Nahbereich ich sag mal von unter 50km 
ist ein Gewitter immer stark empfangbar, aber da ist es für eine 
effektive Vorwarnung schon zu nah dran. schnell ziehende Gewitterfronten 
brauchen für 50km vielleicht 15 Minuten, teilweise weniger weil sie vor 
den älteren Gewitterzellen ständig neue Zellen bilden. Die starken Winde 
vor einem Gewitter drücken die warmen Luftmassen in die Höhe und dadurch 
bildet sich eine neue Zelle. Dadurch kann ein Gewitter auch mal 10km 
weit "springen".

von Uhu U. (uhu)


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Stephan N. schrieb:
> Also ein Gewitter geschweige denn Niederschlag wird es dadurch definitiv
> nicht geben...

Kann es sein, dass du Niederschlag mit Tiefschlag verwechselst?

Ben B. schrieb:
> Passiert gelegentlich wenn die Ehefrau hereinkommt und feststellt, daß
> ihr Mann einen neuen 16K-75-Zoll-Flachbildfernseher samt zugehöriger
> Musikanlage gekauft hat und nun für den Rest des Monats kein Geld mehr
> fürs Essen da ist.

Dann gibts aber eher Tiefschläge, statt Niederschlägen…

von Uhu U. (uhu)


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Wohnzimmergewitter detektiert man am besten mit einem 
Schwefelwasserstoffsensor.

von Stefan S. (chiefeinherjar)


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Uhu U. schrieb:
> Ben B. schrieb:
>> Passiert gelegentlich wenn die Ehefrau hereinkommt und feststellt, daß
>> ihr Mann einen neuen 16K-75-Zoll-Flachbildfernseher samt zugehöriger
>> Musikanlage gekauft hat und nun für den Rest des Monats kein Geld mehr
>> fürs Essen da ist.
>
> Dann gibts aber eher Tiefschläge, statt Niederschlägen…

Du kannst aber nach einem Tiefschlag ganz schön niedergeschlagen sein...

von Daliman F. (Gast)


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Ben B. schrieb:
>> Tutanchamun, was hat der getut?
> Getutet.
>
> Aber zum Thema:
> Je nach Empfindlichkeit des Gewitterwarner-Empfängers, Stärke der
> Korona-Entladung im Ionisator und dessen Abschirmung bekommt der
> Gewitterwarner das schon mit
> ......
> ......
> ......
> Dadurch kann ein Gewitter auch mal 10km weit "springen".

Dann sind es also empfangbare E-Spikes, die man irgendwie auswerten muß. 
Ich könnte mir da vorstellen das man einen DSO138-Oszillator, eine 
Antenne, vielleicht Verstärker, Mikrokontroller/RPi, Relais und etwas 
Software kombinieren könnte und mittels eines ausgeklügelten Algorythmus 
einen Ionisator bei "gesättigter" Luft abzuschalten .... wird höchstens 
50€ kosten.

von Hp M. (nachtmix)


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Ben B. schrieb:
>>> ein Wohnzimmergewitter
>> Was zum Teufel soll das denn sein?
> Passiert gelegentlich wenn die Ehefrau hereinkommt und

.. das eine so genannte Gewitterziege ist.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Ein Oszi usw. wird Dir alles nicht so viel nutzen. Ein Gewitter erzeugt 
auch nur Störungen, es gibt keinen klar erkennbaren Träger wie bei einem 
Rundfunksender oder so. Ein starkes Gewitter in der Nähe stört 
charakteristisch (einzelne starke Spikes), aber wenn ich die anziehende 
Zelle sehen oder gar den Donner bereits hören kann, brauche ich keinen 
Gewitterwarner mehr.

Die Kunst ist hohe Reichweite, und die versaut man sich halt mit jedem 
zusätzlichen Störer im Nahfeld. Ich habe damals versucht, mit der 
"empfangenen Frequenz" möglichst weit runter zu kommen, unter die 
U-Boot-Kommunikation auf Längstwelle bei 17..20kHz. Daher die große 
Ferritantenne. Ich dachte so weit unten möchte nichts senden da die 
benötigten Sender riesengroß werden, also hab ich da "meine Ruhe".

Blitzortungssysteme mit mehreren räumlich getrennten Empfängern können 
weitere Tricks anwenden, die mit einem einzelnen Empfänger nicht 
realisierbar sind. Ich kann z.B. Störungen ausfiltern, die bei einem 
Empfänger relativ stark empfangen wurden, aber bei den anderen überhaupt 
nicht. Das wäre für einen Blitz ziemlich untypisch. Oder falls die 
Empfänger Peilungen zu relevanten Signalen liefern, kann man diese auf 
Plausibilität prüfen. Also wenn zwei/drei Empfänger ein Signal mit 
Peilung liefern kann man prüfen, ob sich die Peilungen auch tatsächlich 
irgendwo schneiden.

von Daliman F. (Gast)


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Ben B. schrieb:
> Ein Oszi usw. wird Dir alles nicht so viel nutzen. Ein Gewitter erzeugt
> ....
> .....
> Peilung liefern kann man prüfen, ob sich die Peilungen auch tatsächlich
> irgendwo schneiden.

Tendenziell geht es aber um ein "Wohnzimmergewitter". Die Entfernung 
beträgt hier nur ein paar wenige Meter und ist bestimmt ohne Antenne 
möglich. Falls es damit überhaupt möglich ist, positiv geladene Luft 
aufzuspüren, kann ich damit einen Ionisator steuern.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Sorry aber das ist Blödsinn. Das einzige was störend auffallen könnte, 
wäre ein zu hoher Ozongehalt der Luft. Das "riecht komisch" und ggf. 
vergilben Oberflächen schneller.

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