Forum: Platinen PCB keine Leiterbahn auf äußeren Lagen


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von Elektro (Gast)


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Hallo zusammen,


Ich habe eine Frage bzgl. dem Routing von PCBs.

Mir sind heute 2 komplexere Leiterkarten in die Hände gekommen, wo auf 
den äußeren Lagen weder Vias noch Leiterbahnen sichtbar waren. Auch 
keine Blind-, Micro- oder Burried-Vias.

Sowohl Top als auch Bottom war mit einer GND-Plane geflutet.

Weiss jemand warum sowas sinnvoll sein könnte? Hat das Gründe der EMV 
oder Schirmung?

Danke und VG
Jogi

: Verschoben durch Moderator
von HildeK (Gast)


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Elektro schrieb:
> Weiss jemand warum sowas sinnvoll sein könnte? Hat das Gründe der EMV
> oder Schirmung?

Ja, beides und ggf. auch noch Bezugslage für Z-Leitungen.

von Max M. (jens2001)


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Elektro schrieb:
> Sowohl Top als auch Bottom war mit einer GND-Plane geflutet.

Und wo sind die Bauteile bestückt? (kopfkratz)

von Elektro (Gast)


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Hi,

danke für die Antworten.

Die Bauteile waren sowohl auf Top als auch auf Bottom bestüclkt, 
allerdings scheinen die Vias bewusst in den Pads gewesen zu sein bei 
z.B. R´s und C´s, oder unter den Chips. Sichtbar waren keine Vias und 
keine Leiterbahnen.

Was sind Z-Leitungen? Impedanzangepasste Leitungen?

Welche Verbesserungen hat man dadurch bei der EMV?

Vg

von Elektro (Gast)


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Kurz noch:

Ich muss sagen, sowas sieht auch optisch sehr geil aus und kann auch das 
Reverseenginieering einer PCB unmöglich machen.

Bestückt waren übrigens eine iMX8, jede Menge Speicher, mehrere µCs und 
sehr viel Vogelfutter. Allein die Blocker-Kaps unter dem iMX8 sahen aus 
wie "gehäkelt" :-)

Grüsse

von Sven B. (scummos)


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Funktionieren die denn auch? Ich habe sowas auch schon gesehen, aber als 
funktionslose Tech-Demo, wo einfach nur die Bauteile bestückt waren :D

von Elektro (Gast)


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Die Leiterkarten funktionierten auch zu meinem erstaunen :-D

von georg (Gast)


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Elektro schrieb:
> Mir sind heute 2 komplexere Leiterkarten in die Hände gekommen, wo auf
> den äußeren Lagen weder Vias noch Leiterbahnen sichtbar waren

So etwas habe ich mal für einen Kunden gemacht, der bezüglich EMV 
ziemlich paranoid war (und bei dem Geld nur eine sehr untergeordnete 
Rolle spielt). Das Prinzip ist eigentlich recht einfach: alle Leitungen 
tauchen sofort auf die Innenlagen weg, entweder mit kurzen Stubs und 
Vias oder mit Vias in Pad.

Meiner Meinung nach hätte die Schaltung auch konventionell funktioniert, 
aber der Kunde ist ja bekanntlich König. Ausserdem ist meine Meinung:

Das hat nur begrenzten Wert, weil die Leitungen nur bis zum Pad 
geschirmt sind - die Leitungen innerhab der ICs sind es nicht, und bei 
hochpoligen ICs sind die auch ziemlich lang, u.U. länger als die auf der 
Leiterplatte. Dagegen kann man garnichts machen, höchstens die ICs in 
Metallkäfige einschliessen, aber das würde den Aufwand extrem hoch 
treiben.

Georg

von Wühlhase (Gast)


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Elektro schrieb:
> Was sind Z-Leitungen? Impedanzangepasste Leitungen?
Ja, das meinte er.

Reverse Engineering ist damit nicht unmöglich, Schliffbilder oder 
ordinär durchklingeln geht immer. Das geht sogar bei ICs, das hat man 
z.B. in der DDR zu einer gewissen Perfektion gebracht.
Aber es ist schon schwerer.

von eosangel (Gast)


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Auf jeden Fall ein gutes Mittel gegen Dendritenwachstum. :-)

Eosangel

von Scyte R. (scyte)


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Kassentastaturen von Windorf&Wixor die, die auch die Geldautomaten 
bauen, sind auch so aufgebaut.
Ich habe mal eine als alternatives Eingabe gerät umgebaut. Ich habe noch 
nie eine so sorgfältig gefertigte Platine gesehen.
Aber auch da beide Seiten Masse und keine Leiterbahnen zu sehen.
LG Scyte

von Dosenbier (Gast)


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georg schrieb:
> Dagegen kann man garnichts machen, höchstens die ICs in
> Metallkäfige einschliessen, aber das würde den Aufwand extrem hoch
> treiben.

So 'ne Blechdose kann auch automatisch bestückt werden..

von HildeK (Gast)


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Elektro schrieb:
> Was sind Z-Leitungen? Impedanzangepasste Leitungen?

Ja.

Noch was zum eigentlichen Thema: So extrem, wie beschrieben, würde ich 
es nicht machen. Es gibt genügend quasistatische Signale auf jedem 
Board. Warum sollen die nicht auch außen geführt werden? Innen 
versperren sie möglicherweise ein bessers Routing für die kritischen 
Signale bzw. führen zu einer erhöhten Lagenzahl.

von Zero V. (gnd)


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Jetzt will ich aber ein Bild sehen!

von ligfy (Gast)


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Ich ebenfalls.

von Kolja L. (kolja82)


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#metoo

von georg (Gast)


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D. C. schrieb:
> Jetzt will ich aber ein Bild sehen!

Leg ein paar SMD-Bauteile auf ein ungeätztes Stück Basismaterial, dann 
weisst du wie das aussieht. Eine Leiterplatte ohne Leiterbahnen, 
eigentlich ganz unspektakulär.

Georg

von Michael D. (sirs)


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Wühlhase schrieb:
> Reverse Engineering ist damit nicht unmöglich, Schliffbilder oder
> ordinär durchklingeln geht immer. Das geht sogar bei ICs, das hat man
> z.B. in der DDR zu einer gewissen Perfektion gebracht.
> Aber es ist schon schwerer.

Du hast Röntgen vergessen. Hilft auch oft, wird bei mehr als zwei Lagen 
aber evtl unübersichtlich. Aber es hilft, Busse und grobe 
Leitungsführung zu erkennen.

HildeK:
>Warum sollen die nicht auch außen geführt werden?
Störungen aussperren. Und mit mehr als zwei Lagen innen ist das Routing 
auch machbar. 6 Lagen sind zwar teuerer, aber wenn man Gründe hat.

Wo werden/wurden die Platinen denn eingesetzt?

von Mad (Gast)


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Wenn wirklich ein i.MX8 (z.B. QM) bestückt ist, wird er den wohl nicht 
einfach hier posten dürfen.

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