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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Einstieg in die Ingenieurwissenschaften (Elektro)


Autor: Fabian D. (fabian_d790)
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Ich gruesse euch liebe Community.
Ich bin 22 Jahre alt und absolviere aktuell eine Ausbildung zum 
Elektroniker - Betriebstechnik bei deutschlands 2. groessten 
Energieversorger.
Ich bin in der Mitte des 2. Lehrjahrs und habe die Ausbildung so 
verkuerzt, dass ich in einem 3/4 Jahr durch bin.
Das Einstiegsgehalt hier betraegt 2200 Euro Brutto.

Ich habe zuvor ein halbes Jahr Elektrotechnik an der RWTH in Aachen 
studiert, habe dann jedoch abgebgrochen da ich zu diesem Zeitpunkt wenig 
Zukunft in diesem Berufsfeld fuer mich sah.
In der gesamten Ausbildung konnte ich jedoch aufgrund meines Wissens 
welches ich im Studium gesammelt habe, trotz dieser kurzen Zeit, alle 
moeglichen Problemstellungen angehen, und mir so auch neue Sachverhalte 
schnell begreiflich machen.
Desweiteren fehlt mir auch die fachliche Tiefe in der Ausbildung, welche 
nun im Nachhinein im Studium genau richtig war, weshalb ich mich auch 
noch in der ganzen Ausbildung mit den Studieninhalten aus 1-2 Semester 
befasse um noch im Rechnen fit zu bleiben.

Nun stellt sich mir jedoch die Frage: Lohnt es sich die Ausbildung noch 
abzuschliessen, oder wuerdet ihr abbrechen, und dann direkt das Studium 
beginnen?


Bieten sich mir dadurch irgendwelche Vorteile nach Abschluss des 
Studiums, mit zusaetzlicher Ausbildung? Ist es sinvoll das Studium 
erneut in der RWTH in Aachen fortzusetzen, oder gibt es eventuell 
irgendwelche anderen Wege um sich weiterzuentwickeln?
Den Techniker bspw. oder Meister habe ich f. mich ausgeschlossen, da ich 
nicht immer der Typ sein will der Schlitze kloppt etc, und ich auch sehr 
viel Freude an komplexen Sachverhalten und an der Mathematik habe.

 Wie sind in diesem Bereich die Berufsperspektiven und Arbeitszeiten? 
(Aktuell 9h Arbeitszeit bei mir pro Tag)
Kann man mit einem reinen Bachelor ueberhaupt was anfangen? Da gibt es 
doch bestimmt ein Ueberangebot.

Ich hoffe jemand kann mir vielleicht seine Erfahrungen schildern ;)

: Bearbeitet durch User
Autor: Peter (Gast)
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Hör mal zu ..
Jetzt mach deine Ausbildung verkürzt fertig und wenn sie dich 
unterfordert paukst halt noch Stoff aus dem 4ten Semester.
Denn wenn Studium nicht packst, was anzunehmen ist, haste immerhin den 
Spatz in der Hand.

Und mit abgeschlossener Ausbildung kannst in Semesterferien gut Geld 
verdienen in Fachabteilung und nicht auf Erdbeerfeld buckel krumm 
machen.

Autor: Peter (Gast)
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3/4 Jahr... dann haben wir September 2019.
Wintersemester 2019 fangen in Oktober an.
Schreibe dich ein. Ob deine 1..2.. Semester anerkannt bekommst, mag 
sein, wenn Klausuren bestanden hattest.

Meister und techniker klopfen keine Schlitze.

Autor: chris (Gast)
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Fabian D. schrieb:
> Bieten sich mir dadurch irgendwelche Vorteile nach Abschluss des
> Studiums, mit zusaetzlicher Ausbildung?

Das Studium ist dann deine Zweitausbildung und somit sind die Kosten 
dafür (Wohnung, Fahrtkosten, Bücher, Studiengebühren, ...) als 
Werbungskosten steuerlich absetzbar.
Es lohnt sich also, die Ausbildung fertig zu machen ;)

Autor: Wühlhase (Gast)
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Ich würde dir auch raten, die Ausbildung erstmal fertig zu machen. 
Immerhin scheinst du schon fast durch zu sein. Weiterstudieren kannst du 
immer noch.

Ob ein BA dir was bringt...es gibt zwar viele mit BA-Abschluss, aber 
nicht jeder kann wirklich was. Und wenn du im Energiebereich bleiben 
willst ist es sehr gut, das zugehörige Handwerk zu beherschen. Je nach 
dem was genau du machst kann der Studienabschluss formal wichtig sein. 
Wenn du mit Mittel- oder Hochspannung zu tun hast sind auch die 
vermittelten Kenntnisse wichtig.

Das meiner Meinung nach Wichtigste: Wenn dich das Fach so interessiert 
daß du die entsprechende Fachliteratur auch in deiner Freizeit lesen 
würdest-dann studiere.

Autor: Harald W. (wilhelms)
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Wühlhase schrieb:

> Das meiner Meinung nach Wichtigste: Wenn dich das Fach so interessiert
> daß du die entsprechende Fachliteratur auch in deiner Freizeit lesen
> würdest-dann studiere.

Das halte ich für einen wirklich guten Rat!

Autor: Claus M. (energy)
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Fabian D. schrieb:
> der gesamten Ausbildung konnte ich jedoch aufgrund meines Wissens
> welches ich im Studium gesammelt habe, trotz dieser kurzen Zeit, alle
> moeglichen Problemstellungen angehen, und mir so auch neue Sachverhalte
> schnell begreiflich machen.

Halte ich für gelogen. War selber an der rwth, im ersten Semester kommt 
nichts, wirklich gar nichts, was man praktisch verwerten könnte in einer 
Ausbildung. Sogar einfache Wechselstromlehre kommt erst im 2ten 
Semester.

Autor: Stefanus F. (stefanus)
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Fabian D. schrieb:
> Lohnt es sich die Ausbildung noch abzuschliessen

Ein klares Ja. Leute mit abgeschlossener Ausbildung werden lieber 
angenommen, als ohne. Auch bei Akademikern wird danach gefragt 
(jedenfalls in meiner Firma).

> Kann man mit einem reinen Bachelor ueberhaupt was anfangen?

Der wird bei nur gering geschätzt, da sowohl die Praxis als auch die 
Theorie zu kurz gekommen sind. Zusammen mit einer abgeschlossenen 
Ausbildung würdest du aber wiederum viel besser da stehen.

: Bearbeitet durch User
Autor: Vladimir Veteran (Gast)
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Claus M. schrieb:
> Fabian D. schrieb:
>> der gesamten Ausbildung konnte ich jedoch aufgrund meines Wissens
>> welches ich im Studium gesammelt habe, trotz dieser kurzen Zeit, alle
>> moeglichen Problemstellungen angehen, und mir so auch neue Sachverhalte
>> schnell begreiflich machen.
>
> Halte ich für gelogen. War selber an der rwth, im ersten Semester kommt
> nichts, wirklich gar nichts, was man praktisch verwerten könnte in einer
> Ausbildung.

Sehe ich ähnlich, das "alle moeglichen Problemstellungen angehen" ist 
wohl in Wirklichkeit sehr punktuell.

Beispielsweise dürfte ein heutiger Absolvent so seine Probleme haben 
alle  Elemente eine Fernsehantenne zu bennenen (Direktor, Strahler, 
Reflektor), geschweige denn eine solche fachgerecht anzuschliessen und 
in Betrieb setzen, während das früher jeder Technikinteressierte "im 
Schlaf beherrschte".

Autor: Michael X. (Firma: vyuxc) (der-michl)
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Mach endlich irgendws fertig. Studium abbrechen um ne Lehre anzufangen 
nur um die abzubrechen um wieder zu Studieren...

Mit der abgeschlossenen Lehre hast du ein Netz das dich auffängt wenn 
das Studium später doch nicht so einfach wie gedacht wird.

Autor: 1337 (Gast)
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Michael X. schrieb:
> Mach endlich irgendws fertig. Studium abbrechen um ne Lehre anzufangen
> nur um die abzubrechen um wieder zu Studieren...

Das ist hier das große Risiko.

Autor: Hannes J. (pnuebergang)
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Are you a quitter or a finisher?

Autor: Qwertz (Gast)
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Michael X. schrieb:
> Mach endlich irgendws fertig. Studium abbrechen um ne Lehre anzufangen
> nur um die abzubrechen um wieder zu Studieren...

Das muss doch der Threadersteller selber merken, daß ist doch so 
offensichtlich. Oder ist das mal wieder nur ein Troll? Was sagt der 
Trolldetektor?

Autor: Ratgeber (Gast)
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Eine der wichtigsten Fragen, die ich mir bei Bewerbern immer stelle: Ist 
die Person in der Lage Dinge durchzuziehen? Wenn jemand eine Ausbildung 
(vor allem im Handwerk!) abgeschlossen hat und zudem nicht jedes Jahr 
den Job gewechselt hat ist das ein ganz fettes Plus.

Der schlaueste Mitarbeiter hilft mir nichts, wenn er beim ersten 
Problemchen gleich den Kopf in den Sand steckt oder gleich ganz davon 
läuft.

Also: Ausbildung durchziehen!

Autor: Zocker_54 (Gast)
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> Autor: Fabian D. (fabian_d790)
> Datum: 15.12.2018 17:17

> Nun stellt sich mir jedoch die Frage: Lohnt es sich die Ausbildung noch
> abzuschliessen, oder wuerdet ihr abbrechen, und dann direkt das Studium
> beginnen?

Spinnst du ?

Fertig machen.

Sonst bist du nachher 30 und hast nichts zu bieten außer flotten 
Sprüchen.

Autor: Dipl Ing ( FH ) (Gast)
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> Nun stellt sich mir jedoch die Frage: Lohnt es sich die Ausbildung noch
> abzuschliessen, oder wuerdet ihr abbrechen, und dann direkt das Studium
> beginnen?

Ausbildung abschliessen , vergiss den Studium , es gibt zui viele 
Absolventen , mindestens jeder zweite geht nach dem Studium leer aus !!!

Autor: Burgerbrater a.D. (Gast)
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Breche ab und beginne eine Krankenpflegerausbildung.

Autor: Zocker_54 (Gast)
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> Autor: Burgerbrater a.D. (Gast)
> Datum: 17.12.2018 19:15

> Breche ab und beginne eine Krankenpflegerausbildung.

Einen Kiosk mit Flaschenbierverkauf.

Gesoffen wird immer !

Autor: Egon N. (egon2321)
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Du hast schon mal ein Studium abgebrochen.

Denk mal darüber nach. Eine Ausbildung ist vollkommen anspruchslos, ein 
Studium hat etwas Anspruch. D.h. bei etwas Anspruch brichst du ab. Wieso 
also jetzt die Ausbildung abbrechen? Gerade nach IGM Tarif bekommst mit 
einem Gesellenbrief auch ein halbwegs passables Gehalt, notfalls einfach 
den Techniker machen.

Autor: Dirk K. (knobikocher)
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Peter schrieb:
> Hör mal zu ..

100% Zustimmung.

Studium mit vorheriger, fachlich passender, Ausbildung ist gerne 
gesehen.

Autor: robocash (Gast)
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Anbei habe ich wieder mal mein Zuse-Animated-GIF angehängt. Darin werden 
drei Sorten von Wellen gesendet:

- Elektron gibt seine überschüssige Anregung ab
- Elektron beschleunigt (Bremsstrahlung)
- Annihilation

Sie haben einen Skalarwellenanteil (Teilchenhaftigkeit in der Hochachse) 
der sich nur als Welle, nicht als Gleichfeld ausbreiten kann. Das 
Gleichfeld nimmt exponentiell ab und reicht nicht weit.

Die grünen Pfeile sind eigentliche Feldlinien, keine elektrischen 
Feldlinien. Eigentlich könnten sie "Robocash-Linien" heißen. Links und 
rechts des Elektrons drehen sie sich entgegengesetzt. Diese Drehung ist 
der Speicherort des magnetischen Ringfeldes (Projektion der 
Korkenzieher-Regel).

Die Robocash-Linien können im gesamten Raum auch mit einer gleichen 
Drehbewegung überlagert werden. Das erzeugt Lorenzkraft und bringt die 
Elektronen in andere Zustände die wie Quadrate oder Kreuze/ Sterne 
erscheinen. Es gibt Kink/Antikink (Mittelpunkt zeigt ins Papier oder 
heraus, Zusammenhang mit Spin) sowie - positive und negative Ladung 
(Robocash-Linien zweigen sternförmig oder kreuzförmig, z.B. senkrecht 
nach innen und waagerecht nach außen). Die Winkel sind somit 
kontinuierlich änderbar während die Ladung erhalten bleibt.

Ein Feld wird bei jedem Teilchen ausgesendet wobei sich der Winkel der 
Robocash-Linien bei einer Umkreisung (Umlaufintegral) pro Teilchen 
ebenfalls um 2PI dreht. Bei mehreren Teilchen innerhalb addieren sich 
die 2PIs.

Während das erste Teilchen den ganzen Raum mit seinem Feld 
(elektrostatisches Feld das sich in der Größenordnung der 
Lichtgeschwindigkeit ausbreitet) ausfüllt müssen die beiden gezeigten 
Teilchen um die Robocash-Linien konkurrieren (Beobachterproblem). Es 
entstehen unerwartete, emergente Kräfte die beide ganzen Teilchen 
durchfahren (wie ein Schüttelfrost) wodurch sich die Teilchen bewegen.

Aber nun mal zu dem Problem mit den 2200,-€ monatlich. Das währen bei 
170 Stunden im Monat ein Mindestlohn von 13,-€ brutto pro Stunde. Somit 
kann ich die angebotenen Wohnungsmieten in Aachen endlich korrekt 
deuten. Gebaut wird im Norden und Osten von Deutschland. Meine Aussage 
(These) scheint zu stimmen:

######################################################################## 
##########
In großen Städten sind die Mieten zu hoch als dass dort Bauarbeiter 
wohnen können.
######################################################################## 
##########

Somit werden keine Wohnungen gebaut und die Mieten bleiben auch teuer.

=> ?Hat dich der deutsche Arbeitsmarkt wirklich verdient?

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