Hallo zusammen,
mein HM 8030-5 spinnt und ich will es reparieren. Es ist ein
Wackelkontakt, den ich evtl. finden kann, wenn ich das Gerät außerhalb
des Gehäuses betreiben kann, aber dazu brauche ich ein passendes Kabel
bzw. zumindest eine passende 22-polige Federleiste für die
Leiterplatten-Direktsteckverbindung. Weiß jemand, wo man die her
bekommt, bzw. wie die Baureihe heißt, wenn man sie sucht?
Ein Schaltplan wäre auch hilfreich. Im Manual ist bei diesem Gerät kein
Schaltplan enthalten und die Websuche ergab auch nur Treffer für das
User-Manual. Mir scheint, Hameg hält sich seit einigen Jahren sehr
bedeckt mit Service-Unterlagen, und mit R&S ist es nicht besser
geworden. Schade.
Grüße, DZDZ
hinz schrieb:> Der Zahn der Zeit schrieb:>> Ein Schaltplan wäre auch hilfreich.>> Elektrotanya
Glaube mir, da habe ich zuerst gesucht.
Der Zahn der Zeit schrieb:> die Websuche ergab auch nur Treffer für das> User-Manual.
Die Federleiste müsste ähnlich der Federleisten der ISA-Busse sein, nur
mit mehr Polen. Sauber durchsägen müsste als Plan B gehen. Allerdings
habe ich seit langem kein altes ISA_Bus Mainboard mehr zum Ausschlachten
(was aber auch nicht ganz trivial wäre).
Ich hatte mal eine ganz lange Leiste mit vermutlich 2,54er-Raster, wenn
ich die finden würde, wäre die auch für einen Plan B gut.
Vielleicht kann/muss ich den Dieter anbetteln...
Ich berichte mal vom Ergebnis dieser Frage, vielleicht hilft es irgend
jemandem mal bei der Suche im WWW:
Ein Adapterkabel zum Betrieb der HM 8000-Module außerhalb der HM 8001
habe ich jetzt fertig, auch dank der Hilfe von Dieter W., der mir die
Card-Edge Federleisten zur Verfügung gestellt hat und dem ich dafür
Leiterplatten, die ich gemacht hatte, und IDC-Steckverbinder geschickt
habe. Er brauchte auch so ein Kabel, allerdings nicht für Hameg, sondern
für andere Geräte.
Weil bei Hameg nur die Lötseite belegt ist, sind bei meinem Kabel die
beiden Adern der gegenüber liegenden Kontakte parallel geschaltet. Bei
anderen Geräten sind alle 44 Kontakte separat in Betrieb. Bei meiner
Lösung kann man durch kleine Lötbrücken unter den Steckverbindern die
Adern parallel schalten, siehe 2. Foto: Links mit Lötbrücken (22-polig)
und rechts ohne (44-polig).
Die Leisten sind übrigens im 3,96 mm-Raster.
Okay, der Thread ist uralt, aber das könnte jemandem helfen der so etwas
benötigt:
Das kann man sich recht einfach löten. Die Schwierigkeit ist der
männliche Verbinder, Weibchen gibts es für kleines Geld überall, einfach
nach Card Edge 3.96mm 22 Pin suchen. Card Edge Männlein gibts meines
Wissens nur vom britischen Hersteller Sullins, Typ EBM22MMWD z.B. bei
Digikey, ca 10 Euro.
Wer das für eine andere Anzahl Pins braucht, einfach die 22 in der
Bezeichnung durch die gewünschte Anzahl Pinpaare ersetzen.
Gruß aus dem Kalibrierlabor
hinz schrieb:> Der Zahn der Zeit schrieb:>> Ein Schaltplan wäre auch hilfreich.>> Elektrotanya
Tut jetzt üüüüüüberhaupt nichts zur Sache, aber als Hameg noch nicht zu
R&S gehörte, waren sämtliche Bedienanleitungen nebst Schaltbilder der
8000er-Serie isi im Internet zu finden. Jetzt nimmermehr
Für den HM 8030-5 hatte ich keinen Schaltplan gefunden, aber ich hatte
festgestellt, dass die Schaltung des HM 8030-6 (der noch irgendwo zu
finden war) sehr ähnlich der des HM 8030-5 ist. Im Wesentlichen gab es
nur eine Umstellung auf SMT. Das hatte sehr geholfen. Deren Nachfolger
ist aber wieder ganz anders.
DerGeistDerStetsVerneint schrieb:> (...) Card Edge Männlein gibts meines> Wissens nur vom britischen Hersteller Sullins, Typ EBM22MMWD z.B. bei> Digikey, ca 10 Euro.
Kann man da nicht einfach ein Stück Leiterplatte reinstecken? Der
Chinamann macht ja heute auch andere Dicken, nicht nur die klassischen
1,6 mm. Notfalls zwei einseitige aufeinanderkleben.
soul e. schrieb:> Kann man da nicht einfach ein Stück Leiterplatte reinstecken?
Diese Buchsenleisten sind zum Direkt-Stecken von Leiterplatten
konstruiert! Man kann nicht nur, man soll sogar, wie bei den ISA-Karten
früherer PCs. Auch bei PCI und PCI-E wird das noch gemacht. Vorgesehen
sollte eine kleine Fase, damit die scharfen Kanten der Leiterplatten
nicht die Oberfläche der Federkontakte ankratzen.
So habe ich es auch gemacht, wie man auf den obigen Fotos sehen kann.
Nur die übliche Vergoldung habe ich mir erspart (-> blanker Geiz).
Der Zahn der Zeit schrieb:> Diese Buchsenleisten sind zum Direkt-Stecken von Leiterplatten> konstruiert! Man kann nicht nur, man soll sogar, (...)
Exakt so kenne ich es auch. Daher frage ich mich, warum man dafür
>> Sullins, Typ EBM22MMWD
braucht.