0805-Kondensatoren ausmessen - wie?

Gast #5665087
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Hallo,

ich habe nur ein Kapazitätsmessgerät für bedrahtete Kondensatoren.

Ich muss aber einige 0805-Kondensatoren ausmessen.

Das Hauptproblem ist, dass ich nicht weiß, wie ich diese Minidinger für 
eine ordentliche Messung fixiert bekomme.

Gibt es einen Trick, wie man das machen kann, OHNE dass man Drähte 
anlöten muss?
#5665097
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#5665099
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>ich habe nur ein Kapazitätsmessgerät für bedrahtete Kondensatoren.

Was heist "für bedrahtete Kondensatoren"? Sind da ganz normale (kurze) 
Meßleitungen dran? Wenn ja, dann sind die auch für SMD geeignet.

>Gibt es einen Trick, wie man das machen kann, OHNE dass man Drähte
>anlöten muss?

Ich lege den C einfach auf den Tisch, und klemme den C einfach mit 
meiner Hände Geschicklichkeit zw. zwei normale Meßklemmen, welche am 
Meßgerät angeschlossen sind.
Und damit man die parasitäre Hand- und Kabelkapazität nicht mit im 
Ergebnis hat, notiere ich mir unmittelbar vor dem Berühren/Einklemmen 
des C die angezeigte C, und ziehe diesen Wert dann ab.
Eigentlich ganz einfach ...
#5665250
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timo schrieb:
> ich habe nur ein Kapazitätsmessgerät für bedrahtete Kondensatoren.
>
> Ich muss aber einige 0805-Kondensatoren ausmessen.
>
> Gibt es einen Trick, wie man das machen kann, OHNE dass man Drähte
> anlöten muss?

Na klar, man beschafft sich eine SMD-Messpinzette.

Dieser günstige Kamerad hier samt Eratzspitzen und Etui namens MASTECH 
MS8910 tut es einwandfrei:
https://www.pollin.de/p/smd-messpinzette-mastech-ms8910-830292
Den gibt es natürlich sicherlich auch woanders, ggf. auch als Modell 
MS8911.

Und natürlich auch andere Modelle, z.B. bei Reichelt das PEAKTECH 3710. 
Das ist aber klobiger, mit schlechteren Spitzen, außerdem ohne 
Ersatzpärchen und ohne Etui. Dafür kostet es dann wenigstens fast das 
Doppelte ;-)
#5665857
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Ich habe hier auch eine SMD-Pinzette von Reichelt, ähnlich wie die oben 
verlinkte, kostete aber vor 9 Jahren nur die Hälfte. Am anderen 
Kabelende sind zwei Bananenstecker. Damit kann man SMD-Bauteile am 
Multimeter vermessen. Allerdings ist die Qualität nur so-lala. Alles 
wackelig. Und für Kondensatoren und Induktivitäten sowieso nur bedingt 
geeignet.

Sehr zufrieden bin ich hingegen mit dem ebenfalls oben verlinkten 
Mastech Meßgerät in Pinzettenform. Die Meßwerte sind plausibel und es 
greift die Bauelemente relativ zuverlässig. Manchmal hüpfen die auch 
weg, aber das ist kaum vermeidbar. Die Automatik (Erkennung R,C,D) ist 
allerdings recht nervig, weil langsam.
#5666151
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Axel S. schrieb:
> Sehr zufrieden bin ich hingegen mit dem ebenfalls oben verlinkten
> Mastech Meßgerät in Pinzettenform.

Ich auch, das Ding ist super! Drum hab ich's ja auch empfohlen ;-)

> greift die Bauelemente relativ zuverlässig. Manchmal hüpfen die auch
> weg, aber das ist kaum vermeidbar.

Stimmt, gelegentlich hüpft mal eines davon. Aber wenn man nicht allzu 
nahe an der Tischkante misst, sondern eher in der Tischmitte, dann hat 
man den Ausreisser bei guter Beleuchtung meist schnell wieder 
eingefangen.

> Die Automatik (Erkennung R,C,D) ist allerdings recht nervig, weil langsam.

Stimmt auch, aber wenn man nur einen Berg Kondensatoren vor sich hat, 
dann kann man die Automatik ja auch ausstellen und gleich den 
Kapazitätsmessbereich wählen - und dann geht das Arbeiten mit der 
Pinzette sogar konkurrenzlos schnell.
Gast #5666425
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Bei Klammern und Pinzetten hüpfen die aber lustig durch die Gegend.
Meist unauffindbar.
Höchstens im Staubsaugerbeutel.

Besser sind vergoldete Pad, wie bei den China-Transistortester.

Bei einem C von 10p ist eine Metallpinzette ungeeignet.

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