Forum: PC Hard- und Software dynamisches Mikrofon an Laptop anschließen ?


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von Wegstaben V. (wegstabenverbuchsler)


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unsere Nachbarin hat ihren Laptop (PackardBell Easynote TS) gelegentlich 
für Gesangs-Übungen genutzt.

Ein (ich gehe stark davon aus: Elektret-) Mikro hatte sie am analogen 
Sound-Eingang angeschlossen. Durch nicht immer sachgemäße Nutzung der 
Verbindungstechnik war nun der 3.5 mm Stecker angebrochen und die Buchse 
zerquält.

Die Nachbarin hat das Mikro weggeworfen, weil es "ja nicht mehr 
funktionierte", und sich "ein gutes neues" gekauft (Vivanco DM10 :-/ 
dynamisch, 500 Ohm)

Da kam aber kein Ton raus, also hab ich das Ding nun auf dem Tisch 
liegen.

Mit geduldigen rumgedrücke und rumgewackele an der Buchse bekomme ich 
auch tatsächlich den Mikro-Eingang aktiv. Der ist natürlich elend leise 
wegen dynamisches "passives" Mikro. Ein anderes "normales" Elektret 
Mikro liefert gute Pegelwerte.

-->Frage:

Gibt es USB-"Soundkarten", welche explizit mit einem dynamischen 
Mikro-Eingang klar kommen (Pegel)? Wenn ja, welche? SO ein 0815 China 
Sound-Stöpsel den ich hier rumliegen habe kannst auf jeden Fall nicht.

Oder gibt es Mikro-Vorverstärker, welche aus der Phantomspeisung der 
Klinkenbuchse versorgt werden? Dann müsste ich zwar die Buchse im 
Notebook reparieren, aber vermutlich ist beim Notebook eh der CPU-Lüfter 
voller Wollmäuse, die mal Ausgang haben wollen ....

: Bearbeitet durch User
von Thomas M. (langhaarrocker)


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Ich wollte gerade schreiben, dass das eigentlich ist ein typischer 
Anwendungsfall für ein Focusrite Scarlett ist. Allerdings erkenne ich am 
"guten" neuen Mikro, dass die Nachbarin wohl eher nach Spielzeug sucht. 
Schade, denn Gesangsübungen machen viel mehr Spaß, wenn die Aufnahmen 
auch gut klingen.

Bei dem angenommenen Budget würde ich ihr eher direkt ein Mikro mit 
eingebautem USB Interface anraten. Die gibt's auch schon zu 
Spielzeugpreisen z.B. bei https://www.thomann.de/de/usb_mikrofone.html

von Sebastian R. (sebastian_r569)


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Es gibt ziemlich viele USB-Soundkarten, die das können.

Die Frage ist das Preissegment.

15€:
https://www.thomann.de/de/the_tbone_usb1x.htm

115€:
https://www.thomann.de/de/steinberg_ur22_mk2.htm

1169€:
https://www.thomann.de/de/rme_fireface_ucx.htm


Und vieles dazwischen.


Ich denke, wenn sie mit einem Elektret ausgekommen ist, dann wird es das 
15€-Ding in Kombination mit dem Vivanvo funktionieren. Müsstest nur nen 
XLR ans Vivanco machen.

von Harald W. (wilhelms)


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Wegstaben V. schrieb:

> Oder gibt es Mikro-Vorverstärker, welche aus der Phantomspeisung der
> Klinkenbuchse versorgt werden? Dann müsste ich zwar die Buchse im
> Notebook reparieren, aber vermutlich ist beim Notebook eh der CPU-Lüfter
> voller Wollmäuse, die mal Ausgang haben wollen ....

Die gibts wie Sand am Meer im Internet, die Phantomspeisung müsste
man dann aber selbst dranbauen. Aber auch bei Batteriespeisung
hält die Batterie ziemlich lange wenn man das Ausschalten nicht
vergisst. Wegen der defekten Buchse wäre natürlich auch eine
USB-Soundkarte nicht schlecht. Die sucht man aber besser bei
Musikerbedarf und nicht bei Computerzubehör.

von Thomas M. (langhaarrocker)


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Wegstaben V. schrieb:
> Phantomspeisung der Klinkenbuchse

Oberlehrermodus: Bitte nicht das Wort "Phantomspeisung" für diese Art 
von Fernspeisung verwenden! Zwar können viele Geräte mit 
(Mini-)Klinkenbuchse auch eine Tonaderspeisung für Elektretkapseln 
liefern, aber die ist eben nicht "phantom". Da ist wirklich eine 
Spannung zwischen den beiden Kontakten, an denen das Mikro angeschlossen 
wird. Der Trick, der das Wort "Phantom" ausmacht ist, dass bei einer 
Phantomspeisung eben keine Spannung zwischen den Mikrofonkontakten 
eingespeist wird. Das Mikrofon wird dabei symmetrisch angeschlossen, 
weder "plus" und "minus" mit Masse verbunden. Die Speisespannung liegt 
zwischen Masse und dem Nullpunkt zwischen den Signalleitungen. Deswegen 
"sehen" die Signalleitungen diese Spannung gar nicht, sie ist eben eine 
Phantomspannung. Man braucht daher auch drei Leitungen um 
Phantomspeisung zu realisieren: Signal plus, Signal minus und Masse.

: Bearbeitet durch User
von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


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Harald W. schrieb:
> die Phantomspeisung müsste
> man dann aber selbst dranbauen.

Für ein dynamisches Mikrophon?

von rbx (Gast)


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..und ob der Begriff "gelegentlich" passt?

Man denkt schnell an Funktechnik und Karaoke.
Aber die Soundbuchse selber könnte man schon noch reparieren bzw. in 
eine robustere Lösung (Kabelpeitsche, Zugentlastung o.ä.) umwandeln.

Ob empfindlichere Technik wirklich lohnt, wäre noch zu überprüfen. Viel 
besser als die Abhöre muss die z.B. nicht sein.

von Elektrofan (Gast)


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Für mein einfaches dyn. Mikrofon nehme ich einen einfachen
Vorverstärker vorm Laptop, s. Anhang.
Die 5 V kommen aus einer freien USB-Buchse.

von Wegstaben V. (wegstabenverbuchsler)


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rbx schrieb:
> Aber die Soundbuchse selber könnte man schon noch reparieren ..

naja, wie ich schon schrieb, würde ich wohl die Buchse im Gerät noch mal 
anschauen.


Elektrofan schrieb:
> Für mein einfaches dyn. Mikrofon nehme ich einen einfachen
> Vorverstärker vorm Laptop, s. Anhang.
> Die 5 V kommen aus einer freien USB-Buchse.

ich hatte gehofft, was fertiges zu finden.

: Bearbeitet durch User
von georg (Gast)


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Wegstaben V. schrieb:
> ich hatte gehofft, was fertiges zu finden.

Gibt es, aber normalerweise mit 230V-Steckernetzteil.

Georg

von Sebastian R. (sebastian_r569)


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Wegstaben V. schrieb:
> ich hatte gehofft, was fertiges zu finden.

Was spricht denn gegen eine USB-Soundkarte?

von Wegstaben V. (wegstabenverbuchsler)


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Sebastian R. schrieb:
> Was spricht denn gegen eine USB-Soundkarte?

nichts, aber:
a) die von Thomann.de hat XLR. Da müsste ich erst mal umlöten oder 
wieder adaptieren (möchte ich nicht)
b) "zugesichert" habe ich bisher noch von keiner USB Soundkarte gesehen, 
das sie mit den dynamischen Mikros klar kommen (Verstärkung)

: Bearbeitet durch User
von michael_ (Gast)


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Wegstaben V. schrieb:
> ich hatte gehofft, was fertiges zu finden.

Dann bist du jetzt schlauer.
Jeder der mit Audio zu tun hat, weiß, dass für ein dynamisches Mikrofon 
ein Verstärker oder ein Übertrager benötigt wird.

Man könnte auch mal Beispielschaltungen ansehen.

von MitAudioZuTunHaber (Gast)


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michael_ schrieb:
> Wegstaben V. schrieb:
> Jeder der mit Audio zu tun hat, weiß, dass für ein dynamisches Mikrofon
> ein Verstärker oder ein Übertrager benötigt wird.

Hmm, jeder der mit Audio zu tun hat, weiß, dass USB Audio Interfaces mit 
XLR-Eingang bereits ab einer sehr geringen Preisklasse IMMER auch 
dynaische Mikros perfekt unterstützen. Da sind keine Übertrager 
eingebaut und die Vorverstärker reichen für Kondansatormikros wie auch 
für dynamische Mikros.

von HildeK (Gast)


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Rufus Τ. F. schrieb:
> Harald W. schrieb:
>> die Phantomspeisung müsste
>> man dann aber selbst dranbauen.
>
> Für ein dynamisches Mikrophon?

Es war wohl der externe VV für das dynamische Mikro gemeint.

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