Forum: Haus & Smart Home Seit wann Leerrohre aus Kunststoff?


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von H. D. (lactobacillus)


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Weiß jemand seit wann es etwa Kunststoff-Leerrohre im Hausbau gibt?

Ich habe Metall-Wellrohr und Kunsstoff-Wellrohr in einem 60er-Bau 
gefunden. Wurden in den 60ern (DE-West) schon Kunststoff-Wellrohre 
verlegt?

von Carsten F. (carsten_f664)


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Mein Haus BJ 1962 Standort Suedhessen hat weitgehend Kunstoff Leerrohre, 
diese sind allerdings innern wie aussen glatt. Darin verbaut sind 
Einzeladern, das ganze im Original noch ohne PE, die Leerrohre haben es 
mir aber erlaubt das komplett zu erneuern und mit zusaetzlichem PE 
Leiter auszustatten, allerdings halt auch wieder als Einzeladern.

von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


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Die Leerrohre, die ich in meiner Wohnung in der Wand gefunden habe 
(Baujahr 1909) waren auch keine Metallrohre, sondern aus einem 
kunststoffartigen Material (nein, kein Bakelit), schwarz, relativ 
spröde. Kann irgendwas harzgetränktes sein. Bergmannrohr ist es also 
nicht.

Darin verlegt waren stoffumflochtene Einzeladern mit Querschnitten, mit 
denen man heute vielleicht noch einen Rasierapparat anschließen würde.

Einige der Leerrohre benutze ich auch heute noch, die gehen von 
Lichtschaltern zu den Deckenauslässen.

von Manfred (Gast)


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Rufus Τ. F. schrieb:
> Die Leerrohre, die ich in meiner Wohnung in der Wand gefunden habe
> (Baujahr 1909) waren auch keine Metallrohre, sondern

Die in meinem Haus (1949) gefundenen Rohre sahen aus wie spiralförmig 
aufgewickelte Dachpappe.

von Michael B. (laberkopp)


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H. D. schrieb:
> Wurden in den 60ern (DE-West) schon Kunststoff-Wellrohre verlegt?

Ja.

von L. H. (holzkopf)


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Ca. Mitte der 1950er-Jahre wurden Leerrohre (in Schlitzen von Wänden) 
verlegt, die außen mit dünnem Metall umwandet waren und innen ein Rohr 
von
in Bitumen o.ä. getränkter Pappe hatten.

Für diese Rohre gab es auch ganz spezielle Biegezangen, wenn man mal 
rechtwinkelig "umlenken" wollte.

Meistens wurden die Rohre aber geradlinig zwischen Unterputzdosen 
angeordnet.

Grüße

von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


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L. H. schrieb:
> Leerrohre (in Schlitzen von Wänden) verlegt, die außen mit dünnem Metall
> umwandet waren und innen ein Rohr von in Bitumen o.ä. getränkter Pappe
> hatten.

Die Dinger heißen Bergmann-Rohre, so etwas wurde auch Aufputz verlegt.

von A. K. (Gast)


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Seit wann verlegt man eigentlich keine Einzeladern mehr?
LG

von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


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Arno K. schrieb:
> Seit wann verlegt man eigentlich keine Einzeladern mehr?

Die Frage kann man so nicht beantworten, da auch heute noch Einzeladern 
verlegt werden - in den dafür vorgesehenen Leerrohren.

von A. K. (Gast)


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Rufus Τ. F. schrieb:
> Arno K. schrieb:
>> Seit wann verlegt man eigentlich keine Einzeladern mehr?
>
> Die Frage kann man so nicht beantworten, da auch heute noch Einzeladern
> verlegt werden - in den dafür vorgesehenen Leerrohren.

Also mir kommt vor dass heute hauptsächlich NYM verlegt wird!
Jedenfalls habe ich das jetzt schon sehr oft gesehen.

LG

von Hubert M. (hm-electric)


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Arno K. schrieb:
> Seit wann verlegt man eigentlich keine Einzeladern mehr?
> LG

Das macht man heute immer noch, wenn Rohre verlegt sind. Sie müssen aber 
komplett von Dose zu Dose gehen...

von Sven L. (sven_rvbg)


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Arno K. schrieb:
> Also mir kommt vor dass heute hauptsächlich NYM verlegt wird!
> Jedenfalls habe ich das jetzt schon sehr oft gesehen.

Eine Rohrinstallation ist eigentlich das Beste was man machen kann, da 
man immer noch irgendwas nachziehen könnte.

Da so ein Leerrohr aber mehr Platz braucht, als eine NYM-Leitung ist der 
Aufwand beim Verlegen entsprechend höher.

Auch Leerrohre in Hohlwänden und Decken sind aufwendiger, da das Rohr 
gut befestigt sein will, damit man gerade bei längeren Strecken auch 
etwas durch bekommt.

Ich installiere zur Zeit bei mir Leitungen an Decken und Wänden, und 
versuche die Schlitzerrei und den damit verbundenen Dreck weitgehend zu 
vermeiden, die Leitungen werden mit Flügelschellen an der Decke 
befestigt, dann wird darunter eine Decke aus Gipskarton gebaut. In der 
Decke laufen dann auch Heizung und Netzwerk, man hat die Möglichekit 
Spots einubauen und am Ende eine gerade Decke, was momentan nicht der 
Fall ist.

Leerrohre sind bei mir in einen Schlitz gekommen, der vom Keller bis zum 
DG reicht, um irgendwann Dinge wie PV und so weiter einziehen zu können.

Jetzt feststehende Verbraucher verwenden ich auch nur NYM. Dosen die im 
Räumen über den Keller liegen werden über den Keller verkabelt, da habe 
ich dann auch Leerrohre in den Keller gezogen, das sind dann oft nur 
0,5m oder weniger.

von Mani W. (e-doc)


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Ein Vorteil von Leerrohren und Einzeldrähten ist sicher die
bessere Wärmeableitung und vor allem das Nachziehen von Drähten,
liegt z.B. schon ein Kabel drinnen wird es oft ein Quirx beim
Nachziehen, trotz guter Feder...

von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


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Arno K. schrieb:
> Also mir kommt vor dass heute hauptsächlich NYM verlegt wird!

Klar: Ist billiger.

von Tomas (Gast)


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> Also mir kommt vor dass heute hauptsächlich NYM verlegt wird!

Ja. Und Stegleitung.

> dann wird darunter eine Decke aus Gipskarton gebaut.

Viel Spaß mit Spinnen und anderem Getier, das sich dann in den 
Zwischenraum einnistet.

von Sven L. (sven_rvbg)


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Tomas schrieb:
>> Also mir kommt vor dass heute hauptsächlich NYM verlegt wird!
>
> Ja. Und Stegleitung.
Stegleitung ist und war der größte Dreck den es gibt. Klar kann man auf 
die nackte Wand nageln und dann den Putz hochziehen, aber ich habe schon 
mehrfach erlebt, das jemand genau den PE beim Bohren durchtrennt hat und 
da alles scheinbar funktioniert ist das niemandem aufgefallen.

Da Stegleitung keinen richtigen Mantel hat, ist das Zeug auch recht 
empfindlich. Und dann wird das Zeug oft falsch verwendet.

>
>> dann wird darunter eine Decke aus Gipskarton gebaut.
>
> Viel Spaß mit Spinnen und anderem Getier, das sich dann in den
> Zwischenraum einnistet.

Naja ganz ehrlich, in einem Haus von 1905 gibt es sicher mehr an 
Hohlräumen, als meine abgehängte Decke. Trockenbau ist zudem seit 
Jahrzehnten üblich und Spinnen sagt man sind ein Zeichen für ein gutes 
Raumklima.

von G. L. (glt)


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Arno K. schrieb:
> Seit wann verlegt man eigentlich keine Einzeladern mehr?

Einzeladerverlegung ist auch heute nichts ungewöhnliches.
Dass oftmals NYM in das Rohr gezogen wird, hat schlicht u. ergreifend 
den Grund, dass NYM im Endeffekt günstiger (Preis) kommt, als die 
jeweilige Gesamtmasse der Einzeladern.

von Tomas (Gast)


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> Stegleitung ist und war der größte Dreck den es gibt.
> Da Stegleitung keinen richtigen Mantel hat, ist das Zeug auch recht
> empfindlich.

Mich wundert ja auch dass das nach VDE noch zulässig ist wo es doch 
sonst für fast alles überzogene Vorschriften gibt.

von G. L. (glt)


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Sven L. schrieb:
> Stegleitung ist und war der größte Dreck den es gibt. Klar kann man auf
> die nackte Wand nageln und dann den Putz hochziehen, aber ich habe schon
> mehrfach erlebt, das jemand genau den PE beim Bohren durchtrennt hat und
> da alles scheinbar funktioniert ist das niemandem aufgefallen.

Ist halt, gerade im sozialen Wohnungsbau, Usus - Hauptsache billig.

Nageln war eine zeitlang nicht mehr erlaubt - heute hat man ja wieder 
die Wahl.

IdT trifft es meist den PE (warum auch immer), aber nicht durch Bohren, 
sondern durch unsachgemäße Verlegung/Ausführung bei Richtungswechsel - 
da wird auch mal mit dem Hammer....

von Sven L. (sven_rvbg)


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Das Argument, das NYM billiger ist, als Einzeladern, das kommt wirklich 
noch dazu.

NYM ist teilweise auch schneller eingezogen als verschiedene 
Einzeldadern.

Es kommt wie so oft halt auch darauf an, was man konkret vor hat.

von Andreas B. (bitverdreher)


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Rufus Τ. F. schrieb:
> Die Leerrohre, die ich in meiner Wohnung in der Wand gefunden habe
> (Baujahr 1909) waren auch keine Metallrohre, sondern aus einem
> kunststoffartigen Material (nein, kein Bakelit), schwarz, relativ
> spröde. Kann irgendwas harzgetränktes sein. Bergmannrohr ist es also
> nicht.
>
> Darin verlegt waren stoffumflochtene Einzeladern mit Querschnitten, mit
> denen man heute vielleicht noch einen Rasierapparat anschließen würde.

So welche hatte ich auch (BJ. 1910), aber ohne Rohr. Nachdem ich dann 
beim Tapetenentfernen mal eine gewischt bekommen habe, habe ich die 
Dinger in der gesamten Wohnung rausgerissen.
Dort gab es aber auch noch anderes, wie z.B. eingegipste 
Lautsprecherkabel (für Deckenbeleuchtung), 45° Verlegung und viele 
lustige Dinge mehr.

von Sven L. (sven_rvbg)


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Andreas B. schrieb:
> Dort gab es aber auch noch anderes, wie z.B. eingegipste
> Lautsprecherkabel (für Deckenbeleuchtung), 45° Verlegung und viele
> lustige Dinge mehr.

Normal im Altbau...
Auch ganz nett sind zugegipste Abzweigdosen auf denen noch Saft ist.

von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


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Andreas B. schrieb:
> Dort gab es aber auch noch anderes, wie z.B. eingegipste
> Lautsprecherkabel

Das ist dann aber nachträglich hinzugefügter Pfusch. Die von mir 
beschriebenen Leerrohre und Leitungen sind Originalzustand aus der Zeit 
des Hausbaus, sie sind nicht nachträglich eingebaut worden.

Das, was später dazugefrickelt wurde, war bei der Grundrenovierung 
deutlich zu erkennen.

Natürlich ist das alles stillgelegt, nur ein paar der Rohre nutze ich 
weiter, alles andere ist komplett neugemacht worden.

von L. H. (holzkopf)


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Sven L. schrieb:
> Tomas schrieb:
>>> Also mir kommt vor dass heute hauptsächlich NYM verlegt wird!
>>
>> Ja. Und Stegleitung.
> Stegleitung ist und war der größte Dreck den es gibt. Klar kann man auf
> die nackte Wand nageln und dann den Putz hochziehen, aber ich habe schon
> mehrfach erlebt, das jemand genau den PE beim Bohren durchtrennt hat und
> da alles scheinbar funktioniert ist das niemandem aufgefallen.

Denke, das kann man so nun wirklich nicht generalisieren. :)
Weil man das Verhalten von Vollidioten nicht zum Maß der Dinge machen 
kann!

Ja, es sind nur Vollidioten, die el. Leitungen durchbohren!
Sie sind zu blöd oder nicht willens dazu, sich damit zu befassen, wie 
el. Leitungen in Häusern prinzipiell verlegt werden.
Und wenn sie das schon nicht wissen, sind sie vielleicht auch noch zu 
geizig, um sich ein Ortungsgerät für Leitungen zu kaufen.
Sollte man Mitleid mit solchen Deppen haben, wenn sie Leitungen 
durchbohren?

Wie kommst Du dazu, Stegleitungen als größten Dreck zu bezeichnen?
Hat sich denn irgendetwas daran geändert, daß in Häusern Ringleitungen 
verlegt werden?

Von Dosen zu Dosen in Räumen.
Ober- und unterseitig.
Evtl. auch noch vertikal als Stichleitung von oben nach unten oder 
umgekehrt.
Daraus resultieren bekanntlich Bereiche, die für Bohrungen absolut tabu 
sind.

Und wenn man schon mal gezwungen ist, in solchen Bereichen bohren zu 
müssen:
Wo ist denn da irgendein Problem, dort den Putz zu entfernen, um sicher 
sein zu können, daß genau dort keine Stegleitung verlegt ist?

Sollten etwa Blödheit und Faulheit darüber triumphieren können, welche 
Vorteile Stegleitungen zweifellos bieten können?

Grüße

von Andreas B. (bitverdreher)


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Rufus Τ. F. schrieb:
> Andreas B. schrieb:
>> Dort gab es aber auch noch anderes, wie z.B. eingegipste
>> Lautsprecherkabel
>
> Das ist dann aber nachträglich hinzugefügter Pfusch.

Das stimmt. Die damaligen Handwerker hatten noch Qualitätsansprüche.

Sven L. schrieb:
> Auch ganz nett sind zugegipste Abzweigdosen auf denen noch Saft ist.

Diese meinte ich. Drinnen waren die Litzen auch noch verdrillt (keine 
Klemmen). In den Gips hinein gingen noch die Baumwollkabel, heraus kamen 
Lautsprecherkabel. Ein wahres Kunstwerk!

Was Stegleitungen betrifft, da habe ich auch einige neue eingezogen. 
Nicht jeder hat Lust, sich durch das Mauerwerk zu fräsen. Und wenn 
jemand Leitungen  durchbohren will, schafft er das auch durch NYM oder 
Leerrohre.

von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


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L. H. schrieb:
> oder nicht willens dazu, sich damit zu befassen, wie el. Leitungen in
> Häusern prinzipiell verlegt werden.

Vielleicht wurden die Leitungen von Leuten verlegt, auf die das 
zutrifft, und der Bohrende hat nur den Fehler gemacht, anzunehmen, daß 
das nicht der Fall wäre.

> sind sie vielleicht auch noch zu geizig, um sich ein Ortungsgerät für
> Leitungen zu kaufen.

Oder haben mit diesen Schätz- und Schwätzgeräten durchmischte 
Erfahrungen gemacht. Mir ist mal so ein Ding untergekommen, das für eine 
komplette, etliche Quadratmeter große Wand behauptet hatte, daß da eine 
elektrische Leitung wäre. War da aber nicht, das war einfach nur eine 
Rabitzwand. Und in der ist ein grobmaschiges Drahtgeflecht.

> Wo ist denn da irgendein Problem, dort den Putz zu entfernen,

Genau. Um ein Loch in die Wand zu bohren, entfernt man erst mal den 
Putz, um nachzusehen.

Das klingt ausgesprochen praxisnah.

Andreas B. schrieb:
> Die damaligen Handwerker hatten noch Qualitätsansprüche.

Äh ... tatsächlich verliefen die historischen Leerrohre an einigen 
Stellen in den interessantesten Winkeln quer über die Wand; damals 
rechnete halt noch niemand damit, daß es mal im Haushalt so etwas wie 
Bohrmaschinen geben könnte.

von Andreas B. (bitverdreher)


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Rufus Τ. F. schrieb:
> Andreas B. schrieb:
>> Die damaligen Handwerker hatten noch Qualitätsansprüche.
>
> Äh ... tatsächlich verliefen die historischen Leerrohre an einigen
> Stellen in den interessantesten Winkeln quer über die Wand;

So etwas habe ich bis jetzt noch nicht gesehen, jedenfalls nicht in 
Vorkriegsbauten.

von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


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Nun, ich hab' leider nicht daran gedacht, alles photographisch zu 
dokumentieren; als die Wände im Flur aufgekloppt wurde, waren andere 
Dinge vordringlicher. Die Leerrohre wurden dort eh' stillgelegt.

Übrig blieb das Rohr der alten Steigeleitung, das in jeder Wohnung durch 
eine recht große Unterputzkiste mit Blechtür führte. In einer davon fand 
ich noch einen schönem Bakelitverteiler ...

Der Verteiler kam zu musealen Zwecken 'raus, und die Steigeleitung (ca. 
4 Quadratmillimeter Querschnitt) kam auch raus (zweiadrig, umflochten) 
und stattdessen das Hausantennenkabel 'rein, das bislang auf Putz durch 
meine Wohnung verlegt war (was im Boden- und Decken-Bereich auch noch 
ziemlich grindig aussah).

Im Keller haben wir an der Kellerdecke in einigen Bereichen auch noch 
Original-Installation, frei gespannte umflochtene Drähte auf 
Keramikisolatoren ...

von michael_ (Gast)


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Mach mal Bild!

von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


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Wovon? Von den Resten im Keller?

von michael_ (Gast)


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Ja!

von Harald W. (wilhelms)


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L. H. schrieb:

>> ich habe schon mehrfach erlebt, das jemand genau den PE beim Bohren
>> durchtrennt hat und da alles scheinbar funktioniert ist das niemandem
>> aufgefallen.

> Weil man das Verhalten von Vollidioten nicht zum Maß der Dinge machen
> kann!
>
> Ja, es sind nur Vollidioten, die el. Leitungen durchbohren!
> Sie sind zu blöd oder nicht willens dazu, sich damit zu befassen, wie
> el. Leitungen in Häusern prinzipiell verlegt werden.
> Von Dosen zu Dosen in Räumen. Ober- und unterseitig.
> Evtl. auch noch vertikal als Stichleitung von oben nach unten oder
> umgekehrt.
> Daraus resultieren bekanntlich Bereiche, die für Bohrungen absolut tabu
> sind.
> Und wenn sie das schon nicht wissen, sind sie vielleicht auch noch zu
> geizig, um sich ein Ortungsgerät für Leitungen zu kaufen.

Nun, der Teufel ist ein Eichhörnchen. Ich habe mal in meiner
Mietwohnung (Baujahr ca. 1980) eine Einbauküche montiert. Beim
Umstellen der Leiter fiel der Leitungssucher von der obersten
Leiterstufe und war natürlich defekt. Da meine Bohrung in der
typischen Aufhängehöhe von Küchenoberschränken mitten auf der
Wand lag, dachte ich mir, das da schon nichts passieren würde.
Natürlich (!) traf ich genau die Hauptsteckdosenleitung (ImPu-
Kabel), denn diese war schräg über die Wand gezogen! Damit habe
ich bei einer solchen, verhältnismäßig modernen Installation
wirklich nicht gerechnet.

> Sollte man Mitleid mit solchen Deppen haben, wenn sie Leitungen
> durchbohren?

Ausnahmen bestätigen die Regel.

> Wie kommst Du dazu, Stegleitungen als größten Dreck zu bezeichnen?

Verstehe ich auch nicht. Bei verputzten Wänden sind die doch ganz
praktisch. Allerdings bemerkt man die erst, wenn es schon zu spät
ist. Leerrohre würde ich beim Bohren früh genug bemerken.

> Und wenn man schon mal gezwungen ist, in solchen Bereichen bohren zu
> müssen:
> Wo ist denn da irgendein Problem, dort den Putz zu entfernen, um sicher
> sein zu können, daß genau dort keine Stegleitung verlegt ist?

Das halte ich jetzt wirklich für zu aufwändig. Ich kann zwar recht
gut gipsen, aber auch das saubere wieder zugipsen will gelernt sein
und das lernt man nicht im Internet!

: Bearbeitet durch User
von L. H. (holzkopf)


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Rufus Τ. F. schrieb:
>> Wo ist denn da irgendein Problem, dort den Putz zu entfernen,
>
> Genau. Um ein Loch in die Wand zu bohren, entfernt man erst mal den
> Putz, um nachzusehen.

Im Zweifelsfall:
Ja.
>
> Das klingt ausgesprochen praxisnah.

Du hältst es also für praxisnäher, zu riskieren, eine Leitung zu 
durchbohren, um sie dann hinterher flicken zu müssen?

Hast Du auch eine Ahnung vom jeweiligen zeitlichen Reparatur-Aufwand?
Sag doch bitte mal, wie schnell Du eine durchbohrte Leitung flicken 
kannst.

Bis Du an die überhaupt hinkommst, mußt Du wohl auch erst mal den Putz 
entfernen.
Großflächiger, um die Leitung freilegen zu können.
Und erst dann kannst Du mit der Flickerei anfangen.
Also:
Wie lange (geschätzt, in Min.) brauchst Du danach, um eine durchbohrte 
Leitung flicken zu können?

Jeder kann es mit dem Bohren in Tabu-Bereichen so halten, wie er das 
beliebt.

Aber, daß es in solchen Bereichen nicht praxisnah wäre, lieber 
nachzusehen ob da evtl. eine Stegleitung oder ein Leerrohr verlegt ist, 
brauchst Du mir wirklich nicht weismachen zu wollen. :)

Wundert mich auch etwas, daß Du so argumentierst.

Weil es nämlich gerade in Altbauten ein rein technisches Argument gibt, 
das genau so zu tun, wie von mir beschrieben, weil die Innenputze 
meistens Kalk-/Gipsputze sind.
Über die dann, sie glättend, Stuck o.ä. drübergezogen ist.

Mit Links kannst Du so einen Putz mit jeder Bohrmaschine partiell (ohne 
Schlagwerk) sehr begrenzt "wegpopeln", bis Du auf tragfähiges Mauerwerk 
stößt.
Oder vielleicht auch (wider Erwarten) auf eine el. Leitung.
Das ist eine Angelegenheit von max. 1min!
Um sich darüber Klarheit verschaffen zu können.

Dann setzt Du das Dübelloch dort, wo es machbar ist.
Steckst den Dübel rein bis OK_Putz.
Nachdem Du den Dübel so gesetzt hast, steckst Du in sein Loch ein 
zusammengerolltes Papier hinein und gipst ihn anschließend ein.

Womit Du eine mechanisch hoch belastbare Verbindung des Dübels zu seiner 
Umgebung erreichen kannst.
Hoch belastbar auf Abscherung einer in ihn danach eingedrehten Schraube.

Wie geschickt Du in derlei Dingen bist, weiß ich nicht.
Kannst ja für Dich mal abschätzen, wie lang Du brauchst, um einen Dübel 
einzugipsen. :)

Selbst, wenn Du im Leitungs-Flicken geschickter bist, dürfte das Flicken 
erheblich mehr Zeit in Anspruch nehmen.
Wozu also irgendwo einfach draufzu in's Ungewisse bohren?
Wenn man mit geringfügig höherem Aufwand absolut auf "Nummer Sicher" 
gehen kann.

Wozu man auch nicht mal ein Leitungs-Ortungsgerät braucht.
Das Dir bei Deinem Beispiel "Lückenüberbrückung" in Mauerwerk per 
Rabitzmatte oder (weniger antik) Streckmetall als Putzträger ohnehin 
nichts mehr nützen kann.

Derlei Putzträger werden vor dem Verputzen von Wänden so angeordnet, daß 
ihre OK (nach der Stabilisierung mit Zementmörtel) bündig mit der 
Wandoberfläche sind.
D.h. auch dort kann im Putz eine Leitung verlaufen.
Die Du mit Sicherheit auch finden kannst, wenn Du so ein Sondierungsloch 
machst.

Harald W. schrieb:
> ...Natürlich (!) traf ich genau die Hauptsteckdosenleitung (ImPu-
> Kabel), denn diese war schräg über die Wand gezogen! Damit habe
> ich bei einer solchen, verhältnismäßig modernen Installation
> wirklich nicht gerechnet.

War sicher eine Verkettung unglücklicher Umstände.
Evtl. weit mehr Aufwand kann man sich "ersparen", wenn man prinzipiell 
Sondierbohrungen macht.

Am besten geht das mit dem HM-Bohrer, mit dem man an sich das Dübelloch 
bohren will.
Man stellt dabei aber das Schlagwerk ab und bohrt auch nicht senkrecht 
zur Wand, sondern zieht in ca. 45°-Stellung des Bohrers "Furchen" so in 
den Putz, daß man im Endeffekt in dem Bereich, in dem man das Dübelloch 
bohren will, den Putz bis zum Mauerwerk entfernen kann.

Man kann auch nur anfangs zwei Furchen "über Kreuz" ziehen, wo im 
Mittelpunkt des Kreuzes der Dübel gesetzt werden soll und anschließend 
den Putz drumherum entfernen, um sehen zu können, ob dort evtl. eine 
Unterputz-Leitung (im Leerrohr) verlegt ist.
Was nicht der Fall sein kann, wenn im Sondierungsloch keine Anzeichen 
dafür erkennbar sind.

Durch die Schrägstellung des Bohrers, wenn man den auch natürlich nur 
"ziehend" bewegt, um den Putz wegfetzen zu können, kann man auch kaum 
eine Stegleitung durchbohren, weil das so gar nicht möglich ist.

Harald W. schrieb:
>> Wie kommst Du dazu, Stegleitungen als größten Dreck zu bezeichnen?
>
> Verstehe ich auch nicht. Bei verputzten Wänden sind die doch ganz
> praktisch.

Daß Stegleitungen der größte Dreck seien, können nur Leute behaupten, 
die von nichts eine Ahnung haben. ;)

> Allerdings bemerkt man die erst, wenn es schon zu spät
> ist. Leerrohre würde ich beim Bohren früh genug bemerken.

Auch Stegleitungen kann man schon vorher bemerken, wenn man prinzipiell 
systematisch vorgeht, um Durchbohren von ihnen von vornherein mit 
Sicherheit ausschließen zu können.
Was wirklich höchstens 1min dauert.

Noch etwas zu Stegleitungen:
Bevorzugt werden die im Mauerwerk in den Setz- und Stoßfugen von ihm 
angenagelt.
Das zu wissen, kann ganz hilfreich sein, wenn man das Erscheinungsbild 
des Mauerwerks nach Entfernung des Putzes richtig einordnen will:
Wenn da weder eine Stegleitung angenagelt ist, noch eine "optische 
Störung" des Mauer-Verbandes erkennbar ist, kann dort auch gar kein 
Leerrohr verlegt worden sein.

Harald W. schrieb:
>> Und wenn man schon mal gezwungen ist, in solchen Bereichen bohren zu
>> müssen:
>> Wo ist denn da irgendein Problem, dort den Putz zu entfernen, um sicher
>> sein zu können, daß genau dort keine Stegleitung verlegt ist?
>
> Das halte ich jetzt wirklich für zu aufwändig. Ich kann zwar recht
> gut gipsen, aber auch das saubere wieder zugipsen will gelernt sein
> und das lernt man nicht im Internet!

Was man für zu aufwendig hält, ist alles relativ und sollte subjektiven 
Einschätzungen überlassen bleiben.
Die natürlich auch unterschiedlich sein können.

Vom Gips muß man eigentlich nicht recht viel mehr wissen als daß er nur
1 Mal(!) umgerührt werden kann, bevor er "gnadenlos" abbindet.
Völlig egal ob er als Zusatz für einen Kalkmörtel (für Innenputz) oder 
pur zum Zugipsen von (vorgewässerten) Löchern eingesetzt wird.

Ansonsten hast Du natürlich völlig recht:
Wie sollte das Internet Erfahrungswerte vermitteln können?
Die kann man sich nur selbst erarbeiten. :D

"Lohnt" sich aber auch, weil man sie zeitlebens anwenden/verwerten kann.

Ach so ja - noch etwas:
Frohe Weihnachten. :)

Ist ja auch der Beginn der Rauhnächte:
http://www.jahreskreis.info/files/rauhnaechte.html

Also bitte immer friedlich bleiben, auch wenn wir uns hier manchmal 
etwas "beharken". :winke:

Grüße

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