Schaltung schaltet falsch

#5669218
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Hallo,

ich habe ein kleines Problem.
Ich habe den Angehängten Schaltplan entworfen, dabei gibt es aber ein 
Problem.
An die PIN_01 - PIN_07 möchte ich die Pins eines Arduinos anschließen. 
Außerdem sollen an die PWM-Pins auch die PWM-Pins des Arduinos.

Wenn ich nun versuche die Schaltung anzusteuern, dann kann ich nur wenn 
Ground des Arduinos und der Schaltung verbunden sind die Farbe über das 
PWM-Signal ändern. Ich kann aber nicht das Segment auswählen. Wenn ich 
die Ground Verbindung wieder löse, dann hat dies zur Folge, dass ich die 
Farbe nicht mehr auswählen kann aber das Segment (wenn auch inkorrekt).

Ich weiß nicht wie ich das Problem lösen soll, da ich noch keine 
wirkliche Erfahrung habe.

Habt ihr vielleicht einen Tipp wie ich mein kleines Problem lösen kann ?
Könntet ihr vllt. mir auch erklären, warum es nicht geht ?

Dankeschön an alle Helfenden und ein Schönes Weihnachten an alle :-).
Angehängte Dateien:
Gast #5669244
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Felix V. schrieb:
> Könntet ihr vllt. mir auch erklären, warum es nicht geht ?

Der Arduino müsste mit seinen Ausgängen die Signale PIN_01, PIN_02 usw. 
bis etwa 11,5V anheben, um die pnp-Segment-Transistoren auszuschalten. 
Das geht natürlich nicht. Du brauchst eine andere Ansteuerung: 
Arduino->npn->pnp. Such mal nach HighSide-Treiber
#5669248
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Was ich noch vergessen habe anzufügen, ist:

Wenn ich ein 5 Volt Netzteil (Labornetzteil) nehme und die 5 Volt an die 
PWM-Signal-Pins halte, sowie GND mit den PIN_01- PIN_07 verbinde geht 
alles wie gewollt, aber sobald der Mikrocontroller dazu kommt spinnt die 
Schaltung ...
#5669280
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Die Versorgung beleibt bei dem Anschluss des Labornetzteils trotzdem 12 
Volt nur das dieses Netzteil von 5 Volt simuliert sozusagen die 
Ausgangspegel des Mikrocontrollers.

Vllt. stehe ich noch mehr als gedacht auf der Leitung, kann mir mal 
bitte jemand eine Beispielschaltung geben ?
Gast #5669285
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Felix V. schrieb:
> Die Versorgung beleibt bei dem Anschluss des Labornetzteils trotzdem 12
> Volt nur das dieses Netzteil von 5 Volt simuliert sozusagen die
> Ausgangspegel des Mikrocontrollers.

Während in den Ausgangspin des µC Strom fließen kann, geht das bei 
deinem Labornetzteil nicht.
#5669289
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Je nach Innenschaltung und Mindeststromverbrauch des Arduinos hast du 
mit dieser Schaltung eine Chance, ihn mit einer Versorgungsspannung weit 
über den maximal zulässigen 6V zu grillen. Weil rückwärts über die 7 
Ausgänge und die Schutzdioden mit Strom versorgt.

In grad mal einer Viertelstunde gleich 2x das gleiche Problem. 
Interessant.
Gast #5669371
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Felix V. schrieb:
> Das ändert der ULN2003 doch aber auch nicht, der schleift doch nur
> GND durch oder?

Der Schaltungsvorschlag mit dem ULN2003 entspricht im Grunde dem Kapitel 
in meinem Buch. Schau Dir beides an, die parallelen sollten erkennbar 
sein.

Der Ausgang des ULN2003 kann bei High Pegel locker auf 12V hoch gezogen 
werden. Seine Ausgangstransistoren vertragen sogar noch viel mehr 
Spannung.

Der Ausgang des Mikrocontrollers kann das nicht, der macht bei VCC+0,7V 
(also etwa 5,7V) Schluss, wegen seiner ESD Schutzdioden.
https://ai2-s2-public.s3.amazonaws.com/figures/2017-08-08/59db1ff8eff571c29d50373dadbeb1fe3a171c28/1-Figure1-1.png
Gast #5669382
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Felix V. schrieb:
> Genau das passiert auch bei mir, wie wäre denn jetzt ein richtiger
> Schaltplan ?

Da gibt es mehrere Möglichkeiten. Ich gehe von 5V Logiksignalen aus.
Da du den BD680, Darlington, verwendest, brauchst du nur wenig 
Basisstrom - bzw. wie viel Strom spendierst du den LEDs?

1.) Man könnte die Widerstände R9-R15 hochohmiger machen und dann 
jeweils noch einen BE-Widerstand an die BD680 legen, so dass bei 5V an 
den Pinnen PIN_01-05 die BE-Spannung von rund 1V nicht überschritten 
wird, also ein Spannungsteiler. Bei LOW musst aber dann die UBE > 1.5V 
... 2V werden können. Also: R15=10k z.B., R15a = 1k8. Könnte aber 
grenzwertig werden.
Außerdem solle man noch einen Widerstand spendieren zwischen PIN_xx und 
GND, so ausgelegt, dass ohne angeschlossenen PIN_xx an dem Punkt max. 
5.5V liegen. Damit verhindert man, dass die ESD-Schutzdioden im 
PIN_xx-Ausgang den Strom auf die Versorgung des Prozessors ableiten 
müssen.

2.) man könnte in Reihe zu R9-R15 eine 8V2 Z-Diode schalten. Ein 
BE-Widerstand (10k) wäre trotzdem sinnvoll.

3.) je Kanal einen weiteren kleinen Transistor / MosFET (oder ULNxxxx), 
wie schon genannt. Die Variante invertiert zwar, aber du schreibst ja 
auch die SW selber. Auch hier wieder: einen Widerstand zwischen B und E 
des BD680 sollte man spendieren.

Bei größeren Strömen für die LEDs würde ich den BD680 durch einen 
pMOSFET ersetzen, dann ist die Variante 1 am leichtesten umzusetzen. Den 
Teiler benötigst du trotzdem, der kann aber noch hochohmiger werden und 
die Schutzdioden reichen für den Strom durch den Teiler aus.
#5669429
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Stefanus F. schrieb:
> 
http://stefanfrings.de/mikrocontroller_buch/Einstieg%20in%20die%20Elektronik%20mit%20Mikrocontrollern%20-%20Band%202.pdf
> Kapitel 3.4.3.1

Da fehlt meiner Meinung nach noch ein kleine Ergänzung oder zumindest 
ein Hinweis:

Wenn der PNP-Transistor vollständig und schnell abschalten soll, wird 
noch ein Basisableitwiderstand zwischen Basis und Emitter des 
PNP-Transistors BC327 benötigt.
Andernfalls steuert im abgeschaltetem Zustand der Kollektor-Reststrom 
des NPN-Transistors BC337 den PNP etwas an und wird von ihn entsprechend 
verstärkt. Ob dieser Strom am Ausgang dann stört hängt natürlich von der 
Last ab.
Und wenn man schnell abschalten muss (z.B. beim schnellen multiplexen) 
ist dieser Widerstand auch notwendig oder zumindest sinnvoll, um die 
Basis schneller auszuräumen.
Gast #5669431
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Wenn man zu viele Hinweise hin schreibt, überfordert es die Zielgruppe. 
Irgendwo in der Nähe dieses Kapitels habe ich darauf hingewiesen, dass 
diese Schaltungen nur für geringe Frequenzen geeignet sind und dass man 
für PWM besser richtige Treiber verwenden soll.
Gast #5669519
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Felix V. schrieb:
> Ihr seid die Besten es funzt endlich :-)
>
> Damit habt ihr mir ein tolles Weihnachtsgeschenk gemacht und auch vielen
> vielen Dank für eure Geduld.

Ein Weihnachtsgeschenk könntest du uns auch machen: den Plan, wie die 
funktionierende Schaltung jetzt aussieht :-).

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