mikrocontroller.net

Forum: Fahrzeugelektronik E-Auto Akku Energie für 230V während Fahrt/Stand nutzen möglich?


Announcement: there is an English version of this forum on EmbDev.net. Posts you create there will be displayed on Mikrocontroller.net and EmbDev.net.
Autor: Peter P. (peter68)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Servus

Ist es möglich, die Akku Energie von einem E-Auto während der Fahrt zu 
nutzen und im Stand?

Undzwar geht es um eine Kühleinheit mit 250W, 24v die aber über kein 
hohen Anlaufstrom wie übliche Aggregate verfügt. Diese würde ich gerne 
während der Fahrt und im Stand betreiben, wenn das Fahrzeug über Nacht 
parkt.

Die andere Einrichtung ist eine Eismaschine auf 230V, auch ohne erhöhten 
Anlaufstrom mit 3,2kW, die aber nur während der Fahrt betrieben werden 
soll.

Jetzt ist das Problem wohl Gleichstrom zu Wechselstrom und die 
unterschiedlichen Spannungen bzw im Gegensatz zum Akku.

Gibt es im groben Möglichkeiten, auch ohne Schieflasten die Geschichte 
"umzuspannen" oder was meint Ihr?

: Verschoben durch Moderator
Autor: sBronco (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Nein, Finger weg von den Orangenen Kabeln, da sind mindestens 400V drauf

Autor: Peter P. (peter68)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
sBronco schrieb:
> Nein, Finger weg von den Orangenen Kabeln, da sind mindestens 400V drauf

Ich vermute nicht, dass man direkt an dem Akku "abzapft" oder?

: Bearbeitet durch User
Autor: PPB (Gast)
Datum:

Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Peter P. schrieb:
> sBronco schrieb:
>> Nein, Finger weg von den Orangenen Kabeln, da sind mindestens 400V drauf
>
> Ich vermute nicht, dass man direkt an dem Akku "abzapft" oder?

Hmmm.. Immer dden Weg mit den niedrigsten verlusten wählen und das wäre 
nunmal direkt am Akku.


Welche Daten hat dein komplettes Akkupack im Auto? Spannung und Leistung 
(Ah oder kWh). Damit kann man schonmal theorethisch überschlagen, wie 
lange das laufen würde und ob sich das überhaupt rentiert.

Ich glaube aber, du kommst mit einem kleinen Dieselaggregat besser weg. 
Zumal sich das nach kommerzieller Nutzung anhört und die Spritkosten auf 
die Kunden umgelagert werden können.

Autor: Stephan S. (outsider)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Die meisten Autos sind unter den 400 V. Erst recht wenn nicht gerade 
geladen wird und der Akku nicht gerade voll ist. Meiner hat irgendwas um 
320 V Nennspannung und 369 V maximal.

Ich würde aber schön die Finger davon lassen. Man weiß ja nicht was das 
Batteriemanagement macht wenn du direkt am Akku was abzweigst. Wenn 
überhaupt, dann würde ich aus der 12 V Schiene Strom entnehmen. Aber das 
ist auch alles andere als effizient, da dann praktisch immer die Zündung 
ein sein müsste, alle Steuergeräte und elektrische Systeme ihren 
Grundverbrauch haben und noch dazu die Verluste vom DC/DC Wandler 
anfallen, und dann erneut Verluste um wieder auf deine 24 V zu kommen. 
Ich würde das bleiben lassen.

Autor: Peter P. (peter68)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ich hatte mir halt die Frage gestellt, weil es schon ähnliche Modelle 
also Elektro Fahrzeuge mit aktivem Kühlaufbau gibt, wie die das gelöst 
haben. Leider sind diese Aufbauten alle zu groß für meine Geschichte.

Also machbar ist es scheinbar schon.

Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
Datum:

Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Sicher ist das machbar, aber mehrere Faktoren sind zu bedenken:
* Deine Fahrbatterien sind so ziemlich der teuerste Teil des E-Autos und 
die möchte man im Allgemeinen nicht noch mit anderen Aufgaben abnutzen.
* Jedes Watt, was du in die Kühlanlage steckst, fehlt dir bei der 
Reichweite des Wagens.

Peter P. schrieb:
> mit 3,2kW, die aber nur während der Fahrt betrieben werden
> soll.

Aber ein E-Auto hat doch keine Lichtmaschine. Du belastest also während 
der Fahrt noch zusätzlich zum Vortrieb des Autos die Batterien mit 
3,2kW.

: Bearbeitet durch User
Autor: Peter P. (peter68)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Wie wäre es denn mit einem Zusatzakku Paket, welches beim Aufladen des 
Eauto mitgeladen werden könnte. Das ist Grad eine Schnapsidee, aber 
vielleicht nicht so unsinnig.

Da das Fahrzeug aufgrund der geringen Laufleistung wohl mehrmals am Tag 
geladen werden muss, müsste man diese Zusatzbatterie ja nicht extrem 
dimensionieren.

: Bearbeitet durch User
Autor: Tobias F. (analrapist)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Matthias S. schrieb:
> Aber ein E-Auto hat doch keine Lichtmaschine. Du belastest also während
> der Fahrt noch zusätzlich zum Vortrieb des Autos die Batterien mit
> 3,2kW.

Wenn man bedenkt dass so ein Tesla auch mal 500kW aus dem Akku zieht 
erscheint das doch in einem anderen Licht. Grundsätzlich ist die Last 
für den Akku sicher kein Problem, wie man dem Boardcomputer aber klar 
macht dass es diese Grundlast gibt, tja, das weiß man wohl erst nach 
einigem Testen. Wenn du es dir nicht leisten kannst das ein oder andere 
Auto mit den Tests ordentlich abzunutzen solltest du das vielleicht 
lassen...

Autor: Harald (Gast)
Datum:

Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Ich mag nicht den erhobenen Zeigefinger und man soll auch nicht unnötig 
Angst haben. Aber es gibt so Sachen, von denen sollte man auf jeden Fall 
die Finger lassen, gar nicht mal aus technischer sondern vor allem aus 
versicherungstechnischer Sicht:
- Modifikationen an Gasheizungen
- Modifikationen an lebenserhaltenden Geräten
- PKWs
und insbesondere auch E-Autos. Bei diesen hohen Gleichspannungen kommen 
Effekte zum tragen, die man so nicht auf dem Schirm hat. Viele andere 
Risikofaktoren wurden schon genannt. Wenn dieser Thread kein Trollthread 
ist, lass es.

Autor: wendelsberg (Gast)
Datum:

Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Stephan S. schrieb:
> Die meisten Autos sind unter den 400 V. Erst recht wenn nicht gerade
> geladen wird und der Akku nicht gerade voll ist. Meiner hat irgendwas um
> 320 V Nennspannung und 369 V maximal.

Ja, und glaubst Du, dass diese Korinthen......i irgendeinen Einfluss 
hat, wenn jemand dranhaengt?

Aber wir wissen jetzt alle, dass Du ein E-Auto hast.

wendelsberg

Autor: batman (Gast)
Datum:

Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
In jedem 2. Haushaltsgerät sind 320V DC.

Autor: A. K. (prx)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Zusätzlich zu den genannten Problemen könnte ein weiteres bestehen:
Es mehr als einen Typ von E-Autos.

Autor: Frank (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Es gibt auch mittlerweile Kühlgeräte (autark bis 36 Stunden) die bereits 
Akkus integriert haben. Zum Beispiel für Blutkonserven-Transport 
angedacht(was am Ende dort transportiert wird, ist ja am Ende 
zweitrangig). Die Idee, die Art der Geräte über den E-Auto eigenen 
Anschluss Laden zu können, ist keine dumme Idee. Die Umsetzung ist wohl 
eher das Problem.

Autor: batman (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Angesichts von Zapfstrompreisen und Energiedichte der Akkus wäre es 
vielleicht günstiger, einen Eisblock mitzunehmen.

Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Tobias F. schrieb:
> Wenn man bedenkt dass so ein Tesla auch mal 500kW aus dem Akku zieht
> erscheint das doch in einem anderen Licht.

Es kann natürlich schon sein, das der TE das in einen Sportwagen wie den 
Tesla einbauen will, die Wahrscheinlichkeit spricht allerdings dagegen.

Ich vermute eher einen kleinen Lieferwagen wie den E-Kangoo (Kangoo 
Z.E.) oder so, bei dem mit 5-8kW Antrieb der Wagen seine 50km/h 
erreicht.
Da sind dann 3,2kW wieder recht viel.

Autor: A. K. (prx)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
batman schrieb:
> Angesichts von Zapfstrompreisen

Mich deucht, du kennst sie nicht. Zugegeben, das ist auch nicht einfach, 
sondern ein Chaos sondergleichen mit unzähligen Apps, Säulenbetreibern, 
Zahlungskarten und Kostenmodellen. Zwischen teuer und kostenlos ist 
alles vertreten. Der schon gelegentlich erwähnte Nissan nuckelte in den 
letzten Tagen zweimal zum Nulltarif am Fläschchen.

: Bearbeitet durch User
Autor: Torsten C. (torsten_c) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Harald schrieb:
> Wenn dieser Thread kein Trollthread ist …

Dann nenne es Geadnkenexperiment. :) Ich finde den Gedanken interessant.

Peter P. schrieb:
> Also machbar ist es scheinbar schon.

Aber dann ist die Zulassung futsch.

Laut gedacht: Wenn man nicht an den "Orangenen Kabeln" fummeln will, 
könnte man einen Zwischen-Adapter zwecks Abzweigung an die 
Traktionsbatterie bauen und den Adapter vor jeder Fahrt auf öffentlichen 
Straßen wieder entfernen.

Fragt sich, wie man an die Teile kommt oder ob man die Stecker mit einem 
3D-Drucker herstellen mag.

Peter P. schrieb:
> … Kühleinheit mit 24v
> … Eismaschine mit 230V

Also einen Buck-Wandler auf 24V DC und einen Wechselrichter auf 230V AC?

Autor: Marko ⚠. (mos6502) Benutzerseite Flattr this
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Wäre wohl mit einigem Aufwand verbunden: 
https://www.teslarati.com/install-tesla-battery-solar-rv-lifestyle/

Wenn du mal sehen willst wie Teslas so aufgebaut sind, schau dir den 
Rich Rebuilds Youtube Kanal an: 
Youtube-Video "Tesla: No User Serviceable Parts Inside"

Antwort schreiben

Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig. Wenn Sie automatisch per E-Mail über Antworten auf Ihren Beitrag informiert werden möchten, melden Sie sich bitte an.

Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten!

  • Groß- und Kleinschreibung verwenden
  • Längeren Sourcecode nicht im Text einfügen, sondern als Dateianhang

Formatierung (mehr Informationen...)

  • [c]C-Code[/c]
  • [avrasm]AVR-Assembler-Code[/avrasm]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] - Link zu Artikel
  • Verweis auf anderen Beitrag einfügen: Rechtsklick auf Beitragstitel,
    "Adresse kopieren", und in den Text einfügen




Bild automatisch verkleinern, falls nötig
Bitte das JPG-Format nur für Fotos und Scans verwenden!
Zeichnungen und Screenshots im PNG- oder
GIF-Format hochladen. Siehe Bildformate.

Mit dem Abschicken bestätigst du, die Nutzungsbedingungen anzuerkennen.