Hallo zusammen,
ich habe selbst eine Platine entworfen (siehe Schaltplan), welche auf
einem ATmega 328p-au im TGFP-Format basiert.
Nach dem einlöten des 328p, des Kristalls inklusive Kondensatoren, einem
SPI-Header, einem FT232rl und den weitern benötigten passiven Bauteilen
habe über einen Raspberry Pi mithilfe von avrdude den in der Arduino IDE
enthaltenen Bootloader(als .hex-Datei) auf den Chip programmiert(dies
funktionierte einwandfrei, der Chip wurde erkannt und die Programmierung
verifiziert).
Als ich dann mithilfe der IDE und dem FT232 den Mikrocontroller
programmieren wollte, habe ich die getsync_500 Fehlermeldung erhalten
(Der FT232 funktioniert einwandfrei und wird vom Computer(Windows 10
64-Bit) registriert).
Dinge die ich bisher probiert habe:
-anderer 328p
-alle Lötstellen überprüft (vorallem das TQFP des 328p)
-blink-Programm dierekt als .hex über spi programmiert (die Installation
wurde zwar verifiziert, es blinkte jedoch nichts)
-Fuses auf Einstellungen für Full-Swing Kristall programmiert
Ich bin hier echt mit meinem (doch recht limitierten) Latein am Ende und
würde mich über jegliche Hilfe sehr freuen. Alle noch offenen Fragen
bitte einfach stellen.
Grüße und dank im Voraus,
Colin
Hallo,
2 Dinge zu deinem Plan:
Die Leds 1,2,3 sind alle falsch gepolt
und TX vom FTDI chip gehört an RX des Atmega
und RX vom FTDI chip gehört an TX des Atmega
für mehr fehlt mir jetzt die Zeit
Gruss
> blink-Programm dierekt als .hex über spi programmiert> die Installation wurde zwar verifiziert, es blinkte jedoch nichts
An der Stelle würde ich weiter nachforschen. Warum blinkt es nicht?
Schwingt der Oszillator? Blinkt es denn, wenn du die Taktquelle nochmal
auf den internen R/C Oszillator umstellst? Hast du den Brown-Out
Detektor aktiviert (probiere es ohne)?
Wie sieht die Stromversorgung aus, stabil (kannst du nur mit einem
Oszilloskop prüfen). Welchen Spannungspegel hat der Reset Pin?
Dein "Schaltplan" ist eine Zumutung, das reinste Suchbild. Wenn du mein
Schüler wärst, würdest du dafür eine 5 bekommen. Schaltpläne sollen die
technischen Zusammenhänge darstellen. In deinem Plan hängt nichts
zusammen.
An AREF gehört ein Kondensator, das ist aber momentan wahrscheinlich
nicht deine Problemursache.
Jedes IC benötigt mindestens einen Abblock-Kondensator (Google danach,
um zu lernen warum). Auch die Spannungsregler! Beachte bei denen die
Vorgaben aus dem Datenblatt bezüglich Positionierung, ESR, Bauart und
Kapazität.
> Warum blinkt es nicht?
Sorry, das ware eine blöde Frage. Solange die LED's falsch herum gepolt
sind, können die nicht blinken. Korrigiere zuerst malalle bisher
genannten Fehler, dann sehen wir weiter.
Die Lötarbeiten sehen aus wie Sau.
Hast Du einen Dachrinnen Lötkolben?
Reinige das mal ordentlich mit Spiritus und Pinsel.
Bitte Nahaufnahme vom Controller.
Das scheint es Lötbrücken zu geben.
Das Layout ist sehr fragwürdig.
Hi,
Das Schwingquarz gehört so nah wie möglich an die Osc-XTAL-Pinne des µP.
Bei 16 MHz hast Du schon enormen Einfluss der Zuleitungsinduktivitäten
etc.
Dann:
Wie sehen die Fuses den aus?
ciao
gustav
Bleierne schrieb:> Die Lötarbeiten sehen aus wie Sau.> Hast Du einen Dachrinnen Lötkolben?
Mal nicht übertreiben, das was man manchmal in kommerziellen Geräten
sieht ist auch nicht besser aus. Abgesehen davon sieht man auf dem Foto
eh nicht viel (auch wegen dem vielen Dreck).
Deswegen, bei der Reinigung hast du natürlich Recht. Sollte man als
erstes tun. Ein Liter IPA gibts günstig bei eBay und den 5er Pack
Zahnbürsten im nächsten 1€ Shop.
Stefanus F. schrieb:> Was ist IPA?
Isopropylalkohol, die Abkürzung IPA nutzen Leute wie ich, die jedesmal
nachschlagen müssen wie man Isopropylalkohol schreibt ;-)
IPA ist aber allgemein durchaus gängig und taugt auch als eBay
Suchbegriff.
Hi,
mit Spiritus (Wodka, Äthanol;-) geht es auch.
Mit dem WL habe ich bei hartnäckigen Fällen gute Erfahrungen gemacht,
nur sollte man vorher an unauffälliger Stelle testen, ob nicht zuviel
angelöst wird. Zum Beispiel die aufgedruckten Teilebezeichnungen sind
dann auch weg.
Riecht irgendwie nach Autowerkstatt (Benzin). Und ganz wichtig:
Lange genug abtrocknen lassen, sonst bruzzelt es, wenn man z.B. gerade
gereinigte netzspannungsführende Teile in Betrieb nimmt.
ciao
gustav
Hi,
hast du ein Oszi zur Hand? Mich würde interessieren ob der Quarz
wirklich sauber arbeitet, denn die Anschlusslänge ist jenseits dessen
was üblich ist. Da am Quarz selbst messen nicht so gut funktioniert
würde ich die Clock-Out Option nutzen. PB0 wird dazu beim Mega328
verwendet und der ist nicht belegt in deiner Schaltung, kannst du also
zum Messen benutzen.
Was ich vermisse sind vor allem Kondensatoren, insbesondere direkt am
Mega328. Da müssten 100nF an jeden Spannungsversorgungspin.
Coli schrieb:
> Nach dem einlöten des 328p, des Kristalls inklusive Kondensatoren, einem> SPI-Header, einem FT232rl und den weitern benötigten passiven Bauteilen> habe über einen Raspberry Pi mithilfe von avrdude den in der Arduino IDE> enthaltenen Bootloader(als .hex-Datei) auf den Chip programmiert(dies> funktionierte einwandfrei, der Chip wurde erkannt und die Programmierung> verifiziert).
Damit läuft der Prozi mitsamt Quarz ! Das der näher hingehört ist was
anderes, aber er läuft. Vorausgesetzt, es wurde die Fuses für ext. Clock
gesetzt.
Solche Block-Pläne kenne ich. dies wird meistens so gemacht. Lass Dich
disbezüglich nicht krittisieren. Die sollen es erst mal 'besser' machen.
A. K. schrieb:> Dann schau noch mal genau hin.
ah jetzt ja.....
Stefanus F. schrieb:> Dein "Schaltplan" ist eine Zumutung, das reinste Suchbild.
stimmt leider
Thomas schrieb:> Lass Dich> disbezüglich nicht krittisieren.
doch Zumutung trifft es und auch das Layout ist nicht besonders toll.
Joachim B. schrieb:> doch Zumutung trifft es und auch das Layout ist nicht besonders toll.
Jeder kann machen was er will ... nur muss er auch mit den
Konsequenzen die auf ihn zukommen zurechtkommen ....
Hallo,
Thomas schrieb:> Solche Block-Pläne kenne ich. dies wird meistens so gemacht. Lass Dich> disbezüglich nicht krittisieren. Die sollen es erst mal 'besser' machen.
Nur weil dies meistens so gemacht wird heißt es nicht da es so richtig
ist.
rhf
Ich versuch es mal zusammenzufassen:
1. der Schaltplan ist eine Zumutung^W^W ein Suchspiel
2. das Layout ist Mist^W verbesserungswürdig
der wesentliche Fehler wurde aber schon im 2. Post (1. Antwort) genannt:
RxD und TxD müssen zwischen dem µC und dem FTDI gekreuzt werden.
Thomas schrieb:> Damit läuft der Prozi mitsamt Quarz !
Wahrscheinlich ja, ist aber nicht 100% sicher, denn geänderte
Clock-Fuses werden erst nach dem nächsten Power-Cycle wirksam. Kann
sein, dass er ihn nur einmal programmieren konnte - das wäre ein Punkt
zum Überprüfen.
test schrieb:> Stefanus F. schrieb:>> Was ist IPA?>> Isopropylalkohol, die Abkürzung IPA nutzen Leute wie ich, die jedesmal> nachschlagen müssen wie man Isopropylalkohol schreibt ;-)>> IPA ist aber allgemein durchaus gängig und taugt auch als eBay> Suchbegriff.
So ALLGEMEIN gängig nun auch wieder nicht. Verbreiteter und
verständlicher dürfte Isopropanol sein; korrekt ist 2-propanol.
Bei Android-Smartphones reicht die Eingabe von " Isop", den Rest ergänzt
die Autokorrektur ?
Erstmal danke an Stefan, nach dem Umdrehen der LEDs und dem Kreuzen der
Leitungen funktioniert die Programmierung jetzt. Ich hab da anscheinend
den Wald vor lauter Bäume nicht gesehen. Echt riesigen Dank an der
Stelle.
Die Anregungen bezüglich Abblockkondensator, Position des Quartz,
Schaltplan, Layout und Qualität der Lötstellen werde ich mir für die
nächste Platine auf jeden Fall zu Herzen nehmen, auch hierfür vielen
Dank.
Colin schrieb:> Die Anregungen bezüglich Abblockkondensator, Position des Quartz,> Schaltplan, Layout und Qualität der Lötstellen werde ich mir für die> nächste Platine auf jeden Fall zu Herzen nehmen, auch hierfür vielen> Dank.
Das glaube ich jetzt schon nicht.
Zumal du ja offensichtlich nur einen Abblockkondensator
vorsehen willst.
Colin schrieb:> Die Anregungen bezüglich Abblockkondensator
Ja, sparen heisst die Devise, sparen, koste es was es wolle.
Die optimale Vorgehensweise ist übrigens so wie du es gemacht
hast:
- erst mal alles fertig machen
- dann Fehler finden
- dann hier ins Forum gehen und fragen
Oder gibt es eine bessere Reihenfolge?
Colin schrieb:> Erstmal danke an Stefan, nach dem Umdrehen der LEDs und dem> Kreuzen der> Leitungen funktioniert die Programmierung jetzt. Ich hab da anscheinend> den Wald vor lauter Bäume nicht gesehen. Echt riesigen Dank an der> Stelle.>> Die Anregungen bezüglich Abblockkondensator, Position des Quartz,> Schaltplan, Layout und Qualität der Lötstellen werde ich mir für die> nächste Platine auf jeden Fall zu Herzen nehmen, auch hierfür vielen> Dank.
Zum Quarzoszillator Layout:
Für ein gutes Layout ist es wichtig, daß die beiden Cs so nahe wie
möglich ohne dazwischenliegende Leiterbahnen zum uC gebracht werden.
Wenn da noch ein Vss Anschluß (Masse) ist dann sollen die
Massezuführungen mit Kupfer Polygon oder kürzesten Verbindungen erfolgen
um die Induktivität der Zuleitungen minimieren. Das ist wichtig weil
durch die beiden Cs ein verhältnismäßiger großer Querstrom über Masse
zurück zur internen Oszillatorsczaltung fließt.
Die Zuleitungen zum Quarz sollten kapazitätsarm, also OK mit dünnen
Leiterbahnen, direkt zu den hochseitigen Enden der veiden Cs geführt
werden um unnötige Streukapazitäten zu minimieren. Leitungen in der Art
von SPI, I2C, alles was hochfrequent schaltet sollte von der
Osziverdrahtung ferngehalten werden.
Bei mehrlagigen Leiterplatten sollen interne Schaltungszüge mit
schnellen Signalen nach Möglichkeit nicht parallel zu den Oszi.
leiterzügen verlaufen. Wenn es sein muß immer im rechten Winkel kreuzen
um Kopplung zu minimieren. Bei zweilagigen LP ist es auch nicht schlecht
unter den Quarzleitungen keine Masse oder Leiterbahnen zu führen.
Bei Niederfrequenzquarzen soll man auch um die Quarzschaltung herum eine
geerdete Inselleitung legen um Leckströme und Störungen durch
benachbarte Schaltungszüge zu verhindern. Die extrem hochohmigen
Oszillatorschaltungen mit 32khz Quarz sind da sehr störempfindlich und
vertragen vergleichsweise diesbezüglich viel weniger als hochfrequente
Quarzoszillatoren.
Man sollte als Entwickler außer eigener Erfahrung dazu auch immer die
Ratschläge und Hinweise im uC/Device Datenblatt lesen und beherzigen.
Die Hersteller stellen deshalb auch oft ausführliche Application Notes
zur Verfügung um Fehler bei der Oszillatorbeschaltung zu vermeiden und
den Oszillator Ausführung zu erleichtern.
Trotz alledem ist Quarzoszillatorbeschaltung in der Regel keine
Hexenkunst solange man sich einigermaßen an die üblichen Regeln hält.
AVRs sind in der Regel da ziemlich gutmütig. Nur sehr wenige Bausteine
sind diesbezüglich sehr zickrig. Ausnahmen gibt's natürlich:-)
S. Landolt schrieb:> Vorschlag: 32 KiHz
Na, ich weiß nicht:-)
Übrigens:
Labertante oder nicht, ich bin der Ansicht, daß dem Wissendwollendem mit
einer ausführlicheren Erklärung mehr gedient ist, anstatt mit kryptisch
und knapp hingeworfenen Brocken die nur Eingeweihte verstehen. Auch
braucht man, wie man in anderen Threads sieht, nicht immer so
kratzbürstig gegen andere sein. Tut mir leid wenn ich das mal gezielt
kritisiere. Andere Menschen haben ein Recht auf den "Benefit of Doubt"
wie man bei uns so schön sagt und ich finde es unpassend andere beim
kleinsten Fehler nieder zu machen. Wir sitzen alle im Glashaus und es
ist unklug mit Steinen ziellos herum zu werfen:-)
Die Hinweise bezüglich eines eventuell hinzugefügten 32kHz Uhrenquarzes
sind noch viel wichtiger auf dessen Funktion weil sie viel empfindlicher
auf die physische Beschaltung reagieren und oft die gewünschte
Genauigkeit nicht leicht vom Anfänger zu erreichen ist. Auch Optimation
für minimalen Stromverbrauch ist oft nicht leicht zu erzielen und bedarf
großer Erfahrung. Das Studium der relevanten Datenblätter und App Notes
ist wirklich kein Luxus.
Schönen Abend noch.
Gerhard
Gerhard O. schrieb:> Die Hinweise bezüglich eines eventuell hinzugefügten 32kHz Uhrenquarzes
... sind dann wichtig wenn man die Möglichkeit hat einen
anzuschliessen.
Beo Bachta schrieb:> Gerhard O. schrieb:>> Die Hinweise bezüglich eines eventuell hinzugefügten 32kHz Uhrenquarzes>> ... sind dann wichtig wenn man die Möglichkeit hat einen> anzuschliessen.
Vielleicht hat er das später mal vor. Sei doch nicht so schmalspurig.
Schadet gar nichts wenn er etwas über Uhrenquarze mitbekommt.
S. Landolt schrieb:>> Na, ich weiß nicht:-)>> War ja nur ein Vorschlag zur Güte.>> https://de.wikipedia.org/wiki/Bin%C3%A4rpr%C3%A4fix
Danke. Das kannte ich noch nicht. Das heißt, ich habe es angewendet
gesehen, aber mir war nicht die Bezeichnung für diese Vorgehensweise
bekannt.
Gerhard O. schrieb:> Danke. Das kannte ich noch nicht. Das heißt, ich habe es angewendet> gesehen, aber mir war nicht die Bezeichnung für diese Vorgehensweise> bekannt.
Man braucht sie sich auch gar nicht für SI Einheiten zu merken, oder
zweifelt hier jemand daran, dass Hertz keine SI-Einheit ist?
> warum dann nun Ki?
Mehr als in diesem Wikipedia-Artikel steht, weiß ich auch nicht. Aber
die Vermutung liegt nahe, dass an die anderen Einheiten angeglichen
werden sollte.
S. Landolt schrieb:>> warum dann nun Ki?>> Mehr als in diesem Wikipedia-Artikel steht, weiß ich auch nicht. Aber> die Vermutung liegt nahe, dass an die anderen Einheiten angeglichen> werden sollte.
Ich unterstelle mal, dass die Unterscheidung zwischen k und K nicht so
augenfällig wäre wie die zwischen k und Ki.
Gerhard O. schrieb:> Die Hinweise bezüglich eines eventuell hinzugefügten 32kHz Uhrenquarzes> sind noch viel wichtiger auf dessen Funktion weil sie viel empfindlicher> auf die physische Beschaltung reagieren und oft die gewünschte> Genauigkeit nicht leicht vom Anfänger zu erreichen ist.
Hi,
erst einmal ein frohes Neues.
So eine Uhrenquarzschaltung kann auch auf eine Lochrasterplatine
aufgebaut werden. Meine Befürchtungen, es würde nicht auf Anhieb
klappen, haben sich sehr schnell zerstreut. Allerdings ist die ganze
Chose ziemlich hochohmig.
Habe die Uhr jetzt schon mehrere Monate im Dauerbetrieb bei normalen
Zimmertemperaturen und die geht etwa in einem Monat eine Minute nach.
Bei Nebel oder höherer Luftfeuchtigkeit merkt man die Ungenauigkeit
schon ziemlich stark.
Oder, wenn man zum Bespiel mit dem Finger an den Trimmer tippt, dann
reißen die Schwingungen ab, aber trotzdem wird mit ganz langsamem Takt
weitergezählt, je nachdem, wie fettig die Wurstfinger waren. ;-)
Was noch für den "Wissenwollenden" von Bedeutung wäre:
Was bei dieser Art von Quarzen oft vergessen wird, dass sie kaputtgehen
können durch "Übersteuerung", deswegen ist zwingend ein Serienwiderstand
noch nötig. Bei den 16MHz-Quarzen kenn ich das nicht.
ciao
gustav
Sieht aus wie einfach mal frei schnauze hingepuzzelt ohne mal in ein
Datenblatt zu schauen und dann so direkt fertigen lassen. Warum macht
man sowas? Teste deine Schaltung oder Teile davon doch nächstes Mal
wenigstens erstmal auf einer Lochraster Platine.
Das was du hier gebastelt hast ist doch ein Witz. Mach dich doch mal
etwas mit den Prinzipien und Theorien vertraut bevor du einfach so mal
eine Platine fertigen lässt bei der man sich nur an den kopf fassen
kann..
Peter p schrieb:> Warum macht man sowas?
Evtl. weil man Anfänger ist und noch einiges lernen muss? Evtl. ist
einem Anfänger noch gar nicht klar das es dann doch nicht so einfach
ist? Evtl. sind es solche Fehler die dazu führen das man dazu lernt und
es das nächste mal etwas besser macht?
Schon beeindrucken wie viele Leute hier mit der Gabe geboren wurden
schon alles zu können, ohne jemals einen Fehler gemacht zu haben. Schon
verständlich wenn diese Perfekten Menschen sich wundern wie wir
einfachen Menschen Schritt für Schritt durch Fehler lernen.
test schrieb:> Schon beeindrucken wie viele Leute hier mit der Gabe geboren wurden> schon alles zu können, ohne jemals einen Fehler gemacht zu haben.
Nein, die meisten Menschen haben durch eigene Fehler gelernt oder von
anderen und es wird auch genug darüber geschrieben, manche können aus
anderen ihren Fehlern vorher lernen, andere müssen sie halt selber
machen.
Meist die die sich für "schlauer" halten:
"Wieso Abblockkondensatoren, bei mir gehts ohne"
test schrieb:> Evtl. weil man Anfänger ist und noch einiges lernen muss? Evtl. ist> einem Anfänger noch gar nicht klar das es dann doch nicht so einfach> ist? Evtl. sind es solche Fehler die dazu führen das man dazu lernt und> es das nächste mal etwas besser macht?>> Schon beeindrucken wie viele Leute hier mit der Gabe geboren wurden> schon alles zu können, ohne jemals einen Fehler gemacht zu haben. Schon> verständlich wenn diese Perfekten Menschen sich wundern wie wir> einfachen Menschen Schritt für Schritt durch Fehler lernen.
Natürlich ist man Anfänger und lernt noch. Dagegen sagt doch niemand
was. Das hat doch nichts damit zu tun ob man dann direkt eine teure
professionelle Platine davon fertigen lässt. Da schmeißt man entweder
das Geld zum Fenster raus oder bestellt günstig in China, muss dafür
aber dann ewig warten. Ist doch klar dass man sich da erstmal eine
Lochrasterplatine oder ein Steckbrett besorgt und das Zeug testet was
man sich da überlegt hat.
Joachim B. schrieb:> test schrieb:>> Schon beeindrucken wie viele Leute hier mit der Gabe geboren wurden>> schon alles zu können, ohne jemals einen Fehler gemacht zu haben.>> Nein, die meisten Menschen haben durch eigene Fehler gelernt oder von> anderen und es wird auch genug darüber geschrieben, manche können aus> anderen ihren Fehlern vorher lernen, andere müssen sie halt selber> machen.> Meist die die sich für "schlauer" halten:> "Wieso Abblockkondensatoren, bei mir gehts ohne"
Ja, solche Zeitgenossen gibt es sicherlich auch. Vorliegend dürfte das
jedoch schlicht und einfach übersehen worden sein. Denn wer sich bewusst
ist, das Abblock-Cs eigentlich benötigt werden, der designt sie mit auf
die Platte und probiert aus, ob sie wirklich auch bestückt werden
müssen. Am Platz kann es kaum liegen.
Warum das Ganze nicht zunächst mit der DIP-Version auf
Experimentierbrett aufgebaut werden konnte, verstehe ich allerdings auch
nicht.
Ja, das war jetzt auch wieder oberschlau ...
Bei uC Quarzoszillatoren gibt es manchmal "nicht vorgesehene"
Überraschungen. Hier eine kurze Geschichte: Vor vielen Jahren hatte ich
ein paar Thermoelement Signal Aufbereiter Prototypen im
Hutschienengehäuse in der Freien Wildbahn zum Testen im Freien. Sie
waren in solar gespeisten industriellen abgeschlossenen Edelstahl
Gehäusen installiert und dem Wetter unmittelbar ausgesetzt.
Es ergab sich, daß ab Mitte Mai immer zwischen 4-6 Uhr früh für ein paar
Tage das Teil für ein paar Stunden aufhörte zu funktionieren wie die
Datenlogger Logs bewiesen, um dann später als wäre nichts geschehen,
wieder anstandslos zu funktionieren. Es stellte sich nach durchkämmen
der verbleibenden Datenloggerwerte heraus, daß es zu diesen Zeiten einen
Temperaturabfall gab der Kondensation im Inneren des Gehäuses durch die
interne vorhandene relative Luftfeuchtigkeit produzierte und sich auf
der noch nicht conformal coated Leiterplatte niederschlug und den
3.6864Mhz Quarzoszillator eines DSPIC30F uC zum Erliegen brachte. Erst
nach vorschriftsmäßigen Versiegeln der LP verschwanden diese Probleme.
So kann es gehen. Es stellte sich auch heraus, daß die Installierer
vergessen hatten, die Luftausgleichs Membranfilter zu installieren, so
daß im hermetisch abgeschlossenen Gehäuse kein Luftausgleich erfolgen
konnte und der absolute Feuchtigkeitsgehalt im Inneren sich nicht den
Umgebungsverhältnissen anpassen konnte.
Auf äußerste Reinlichkeit ist in der Umgebung von
Uhrenquarzbeschaltungen wegen der extrem hochohmigen Arbeitsweise zu
achten. Beim Säubern der LP gewissenhaft mit einwandfreien
Säuberungschemikalien und Prozeduren arbeiten.
Gewisse wasserlösliche Flußmittel können etwas korrosive niederohmige
Rückstände hinterlassen die viele Schaltungsprobleme verursachen können
wenn sie nicht gewissenhaft und vollständig beseitigt werden.
Bezüglich des Quarzquerstrom muß man auch aufpassen, wie schon erwähnt.
Wer die nötigen Meßmittel hat, sollte das auch nachprüfen, bzw. mit dem
Serienwiderstand richtig einstellen. Messen ist wegen der hochohmigen
Natur dieser Quarzbeschaltung schwierig. Man kann das mit kontaktlosen
Hall Stromzangen oder auch behelfsmäßig mit selbstgewickelten Ringkern
Stromwandlern machen. Auch Messung der Kondensatorquerströme gegen Masse
gibt nützliche berechenbare Werte und Aufschluß darüber.
Man sollte auf keinen Fall Quarzoszillatoren unterschätzen...