Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik 50-Hz PWM mit normaler Netzdrossel glätten


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von M. S. (ms111)


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Kurze Frage. Für niederfrequentes PWM mit einer PWM-Frequenz von 50 bis 
maximal 100Hz könnte ich auch eine normale Netzdrossel nehmen oder? Geht 
konkret um die Drossel mit der Induktivität von 100mH aus dieser 
Baureihe https://katalog.we-online.de/de/pbs/WE-FCL oder alternativ 
diese Induktivität: 
https://www.reichelt.de/stehende-induktivitaet-dkfp-100-mh-sch-dkfp-g22g-d5-p245547.html

Geht dabei konkret um eine PWM-Anwendung für Beleuchtungszwecke, in 
welcher verhindert werden soll, dass bei einem niedrigen 
Puls-Pausen-Verhältnis optisch flackern auftritt. Da ich für die 
Ansteuerung Halbleiter-Relais benutze, welche die galvanische Trennung 
über einen Optokoppler realisieren, ist es leider nicht möglich die 
Frequenz zu erhöhen. Daher bleibt nur das Glätten des Stroms, um das 
flackern zu reduzieren.

Danke schonmal für die Antworten ^^

: Verschoben durch Moderator
von hinz (Gast)


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Das sind Gleichtaktdrosseln zur Funkentstörung, die sind für deinen 
Zweck völlig ungeeignet. Du brauchst eine Sinusfilterdrossel, die ist 
deutlich größer und schwerer.

von hinz (Gast)


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M. S. schrieb:
> Da ich für die
> Ansteuerung Halbleiter-Relais benutze, welche die galvanische Trennung
> über einen Optokoppler realisieren, ist es leider nicht möglich die
> Frequenz zu erhöhen. Daher bleibt nur das Glätten des Stroms, um das
> flackern zu reduzieren.

Jetzt erst gesehen was du für eine Schnapsidee hast. Wenn der Strom 
durch die Drossel weiter fließt, dann kann der Triac im üblichen SSR ja 
gar nicht abschalten.

Was für Lampen willst du eigentlich dimmen? Und in welcher 
Leistungsklasse.

von M. S. (ms111)


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Okay gut, das habe ich irgendwie schon befürchtet. Dann werden es wohl 
Speicherdrosseln für Schaltregler... Letztendlich ist das ja nix anderes 
als ein langsam taktender Schaltregler. Das problem ist nur leider das 
es die nicht in Induktivitäten >10mH gibt, bzw. wenn die Induktivität 
größer ist dann haben die sehr hohe Innenwiderstände.

Sinusfilterdrosseln? Hast du da evtl nen Link bzw ne Typenbezeichnung?

von M. S. (ms111)


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Nee das sind keine HL-Relais mit Triacs oder Thyristoren. Das sind reine 
Gleichspannungs-Relais mit Mosfets im Lastkreis. Also Optokoppler für 
höhere leistungen sozusagen. Bei den LEDs handelt es sich um LED-Leisten 
mit ner Betriebsspannung von 12V und je Leiste von 240mA [ 3x(3 LEDs + 
Vorwiederstand 19 Ohm in Reihe)]. Insgesamt sind es so 10 Leisten. Wäre 
halt gut wenn ich ne geeignete Speicherdrossel finden würde welche einen 
möglichst hohen Strom aushält, dann könnt ich für mehrere Leisten eine 
benutzen. Ansonsten halt pro leiste eine.
Aber die müsste mindestens einen Nennstrom von 240mA und einen 
Innenwiederstand möglichst im einstelligen Ohm-Bereich haben.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Also, wenn du da 50 - 100Hz per Wellenpaketsteuerung steuern willst, 
wird es immer flimmern, egal wie viel du da filterst.
Viele von uns würden da eher Phasenanschnitt verwenden, oder zumindest 
Halbleiter, die man mit hoher PWM Frequenz ansteuern kann.

von M. S. (ms111)


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Naja Phasenabschnitt geht da leider nicht weil es nicht ja um 
Gleichspannung handelt. Die Frequenz reicht prinzipiell auch aus, nur 
wenn die "Aus"-Zeit über zu lang ist nimmt man das leider wahr. Die Idee 
war halt dann mit der Intuktivität sozusagen einen relativ konstanten 
mittleren Strom einzuprägen, der von dem Verhältnis der An- und der 
Aus-Zeit abhängt. Hab es mit ner Speicher-Induktivität von 10mH 
versucht, das bringt leider nur geringe verbesserung weil die 
Speicherfähigkeit zu klein ist für die Dauer der Aus-Zeit. Die 
Speicherdrosseln mit größeren Induktivitäten als 10mH haben leider alle 
zu große Innenwiderstände...

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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M. S. schrieb:
> weil die
> Speicherfähigkeit zu klein ist für die Dauer der Aus-Zeit

Du könntest dir Drosseln aus dem Audiobereich (für Frequenzweichen in 
Lautsprechern) anschauen, aber mich lässt der Verdacht nicht los, das du 
da am Symptom rumkurierst und mit teuren und unhandlichen Bauteilen den 
grundsätzlichen Konstruktionsmangel wegdoktorn willst.
12V LED Streifen sind nämlich ideal, um mit MOSFets schnell getaktet zu 
werden. Deine 10 Leisten schaltet ein IRLZ24/44 mit links.

von hinz (Gast)


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M. S. schrieb:
> Bei den LEDs handelt es sich um LED-Leisten
> mit ner Betriebsspannung von 12V und je Leiste von 240mA [ 3x(3 LEDs +
> Vorwiederstand 19 Ohm in Reihe)]. Insgesamt sind es so 10 Leisten.

Wozu galvanisch getrennt? Und das dimmen macht man mit PWM für alle 
zusammen, mit ausreichend hoher Frequenz gegen flimmern.

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