Was ist denn dein aktueller Kenntnisstand? Welches Equipment hast du
bereits und was willst du noch besorgen?
Meiner Erfahrung nach ist es sinnvoll, erstmal zu üben, mit der Heißluft
umzugehen. Das ist nämlich leider nicht so einfach. Auch für Rework ist
Lotpaste oftmals nicht die beste Wahl. Also empfehle ich Dir, mit leicht
verzinnten Pads und ordentlich Flußmittel zu üben, bis du weißt, wie
sich die Bauteile verhalten und das dann richtig einschätzen kannst.
Lotpaste ist erstmal etwas seltsam, daran muss man sich gewöhnen.
Pastenempfehlungen: Bleifrei habe ich leider noch keine probiert, meine
bleihaltigen Vorräte halten noch eine Weile ;) Ich bin bleifrei-Fan, für
Heißluft empfehle ich allerdings, für den Anfang auf bleihaltiges Lot zu
setzen. Man verlässt sich einfach sehr stark darauf, dass die
Oberflächenspannung die Bauteile an die richtige Position zieht, das
geht zwar auch bleifrei, ist aber wesentlich schwieriger.
Besorge dir eine kleine Menge Lotpaste, sinnvollerweise in einer
Spritze, und dazu dünne Kanülen zum Auftragen. Was du da nimmst, ist
eigentlich egal, ich empfehle aber, dass es irgendetwas eines
einigermaßen vertrauenswürdigen Markenherstellers ist und nicht gerade
der allerbilligste Kram, den du auf ebay finden kannst.
Die Paste reicht sowieso länger als ihre Haltbarkeit, besorge also die
kleinste Menge, die du finden kannst, alles andere ist nur
rausgeschmissenes Geld. Meine Erfahrung mit "abgelaufener" Paste ist
jetzt nicht so schlecht, für Hand-Heißluftlöten ist das in Ordnung, da
man ja individuell auf jede Lötstelle eingehen kann. Man muss die
Platine eben danach gut reinigen, da sehr viele kleine Lötzinnkugeln
übrigbleiben.