Wechselrichter einbinden

OP #5679346
Guten Tag,

ich habe mich gerade gefragt wie wird eigentlich ein Wechselrichter 
einer PV-Anlage in der Verteilung mit eingebunden  also vor dem FI oder 
nach dem FI ?

Evtl. soll es eine PV-Anlage werden nur zum Eigenverbrauch mit einem 3 
Phasen Wechselrichter (evtl Stromspeicher). Diese haben ja dann in und 
out Klemmen, um sie in den Stromkreis des Hausverteilers einzuschleifen.


ab seite 29 Steht auch einiges dazu ( AC Anschluss) aber da werde ich 
gerade nicht schlau daraus was das einschleifen in den Hausverteiler 
betrifft.

[[http://files.sma.de/dl/17781/STP5-12TL-20-BE-de-15.pdf]]


Denn das mit dem 100mA Fi verstehe ich so, wenn die Zuleitung zum 
Wechselrichter einen langen weg hätte zb. durch einen Stall o.ä und es 
zb. angebissen werden könnte.
(Firma: Funkenflug Industries)
Hmm normalerweise läuft nicht die gesamte Installation über einen FI. 
Sprich der Hauptverteiler im Stall ist ohne FI angebunden und dort sind 
dann FI-Schalter untergebracht, die einzelne Steckdosen oder 
schutzbedürftige Bereiche absichern.

Eine Solaranlage wird fest installiert, so daß ein Berührungsschutz für 
alle spannungsführenden Teile gegeben ist. Dadurch ist kein FI 
erforderlich. Normale Wechselrichter, die auf 230/400V einspeisen, 
messen zudem den Erdleiterstrom im Umfeld der ENS-Anforderungen und 
schalten ab, wenn der zu hoch wird. Die Anforderungen dazu sind 
länderspezifisch bzw. der Netzbetreiber macht die Vorgaben dafür.
Gast
Bedenke auch die Regeln zum Abwurf der Anlage, wenn das Stromnetz 
ausfällt um sicherzustellen, dass auf der Hochspannungsseite für 
Arbeiten diese auch Spannungsfrei geschaltet werden können.

Leitungen durch eine Stall bedürfen besonderer Sicherungsmaßnahmen und 
Installationen. Wenn es brennt, dann wirst Du sehr arm werden und 
bleiben.

Ein FI zu viel verbaut ist meist nie ein Sicherheitsproblem.
(Firma: Funkenflug Industries)
> Bedenke auch die Regeln zum Abwurf der Anlage, wenn das Stromnetz
> ausfällt um sicherzustellen, dass auf der Hochspannungsseite für
> Arbeiten diese auch Spannungsfrei geschaltet werden können.
Darum kümmert sich die ENS. Bei Netzausfall erkennt die den 
Impedanzsprung bzw. wenn Parameter wie Spannung oder Frequenz aus dem 
Soll hinauslaufen, wird knallhart abgeschaltet. Der Wechselrichter muß 
damit klarkommen (ist aber konstruktionsbedingt kein Problem, die 
Leistungsstufe arbeitet halt plötzlich ohne Last und wird dann 
abgeschaltet). Dafür sind in den Dingern gleich zwei in Reihe 
geschaltete Relais drin, die beim Start auch einzeln getestet werden. 
Wenn ein Relais klebenbleibt, schaltet das andere trotzdem ab.
Jetzt kommt meine Neugierde durch!
wozu überhaut einen FI / RCD ? wo soll der strom den hin ???
Solar anlagen haben doch ohne hin kein Potenzial gegen erde ?
Ich würde sie eher als eignen Energie träger (Akku) sehen ?
Eine Sicherung/ LS ok ist wichtig aber einen RCD ?
(Firma: Funkenflug Industries)
LS bzw. Leitungssicherung brauchst Du sowieso, die ist in der 
Installation obligatorisch.

Der FI ist auch nur für die 230/400V Installation interessant, ob bei 
den Solarmodulen ein Pol geerdet ist oder ob sie schwebend betrieben 
werden, hängt vom Wechselrichter ab. Wenn man einen Pol erdet, braucht 
es eine galvanische Trennung vom Netz. Der Einfachheit halber und um das 
letzte halbe Watt an Wirkungsgrad herauszukitzeln wird ein Trafo mit 
galvanischer Trennung vom Stromnetz gerne eingespart und die Module 
liegen schwebend zwischen den beiden Hälften der Vollbrücke. Ein 
schwacher Erd-Ableitstrom wird vom Wechselrichter gemessen und wenn der 
zu stark wird, schaltet der Wechselrichter ab (Isolationsfehler). Ein 
starker Kurzschluß zwischen Erde und und einem Pol der Solarmodule 
zerstört den Wechselrichter.

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