Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Kameramodul für Dokumentenscan


von Krajay K. (krajay)


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Hallo zusammen,

würde mir selbst quasi gerne einen "Dokumentenscanner" (so simple wie 
nur möglich) nachbauen. Ich bräuchte es um handgeschriebene Musiknoten 
einzuscannen/abzufotografieren - spricht Qualität des Scans/Foto sollte 
daher recht gut sein.

Warum nicht einfach einen Standard Scanner benutzen? Ich möchte selbst 
etwas "herumspielen" und das am besten mit einem realitätsnahem Projekt.

Das gescannte Dokument sollte hier über eine Wlan-Verbindung übertragen 
werden (auf einen PC).

Gibt es auch ein "Scanmodul" für einen µC? oder nur ein Kameramodul?
Was wäre hier die beste Lösung?

Vielen Dank euch schon im Voraus!

Ps.: Bin leider wirklich noch recht neu auf diesem Gebiet (wie man 
vermutlich merkt), jedoch wäre ich sehr froh und dankbar weitergeholfen 
zu werden.

von oszi40 (Gast)


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Jan K. schrieb:
> noch recht neu

Optische Grundlagen? Je nach Brennweite und Objektivqualität wird Du 
viele runde Notenlinen ernten. Nimm zum Test eine Zeitung oder ein Blatt 
Millimeterpapier fotografiere es und sammle Erfahrung. Drucke es dann 
:-)

von Md M. (Firma: Potilatormanufaktur) (mdma)


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RPi + USB-Cam

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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Daß die Lösung Deiner Aufgabe quasi in jeder Hosentasche steckt, ist Dir 
irgendwie entgangen?

Jedes Smartphone, sofern die darin enthaltene Kamera nicht der letzte 
Müll ist, kann genau das, was Du willst.

von P. W. (deneriel)


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Kamera und beliebiges Stativ? Macht genau das was du willst.

Auf dem Smartphone: Microsoft Lens

von oszi40 (Gast)


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Jan K. schrieb:
> (so simple wie nur möglich) Musiknoten
> einzuscannen/abzufotografieren - spricht Qualität des Scans/Foto sollte
> daher recht gut sein.

Ich möchte einen Ferrari haben und ein Fahrrad bezahlen?
https://www.capella-software.com/de/index.cfm/produkte/capella-scan/info-capella-scan/

Beitrag #5680067 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Krajay K. (krajay)


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Rufus Τ. F. schrieb:
> Daß die Lösung Deiner Aufgabe quasi in jeder Hosentasche steckt, ist Dir
> irgendwie entgangen?
>
> Jedes Smartphone, sofern die darin enthaltene Kamera nicht der letzte
> Müll ist, kann genau das, was Du willst.

Ja, dessen bin ich mir bewusst! jedoch lerne ich somit nichts dazu.
Ich will auch das System mit Buttons, LEDs, etc. erweitern und deshalb 
habe ich an einen µC gedacht gehabt und wollte mal nachfragen.

von Krajay K. (krajay)


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oszi40 schrieb:

> Ich möchte einen Ferrari haben und ein Fahrrad bezahlen?
> 
https://www.capella-software.com/de/index.cfm/produkte/capella-scan/info-capella-scan/

Genial! Werd ich mir merken

von Harald A. (embedded)


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Hallo Jan,
ein solches Projekt schreit nach Raspberry, da dürfte die Unterstützung 
in der Community am besten sein. Geeignete Stichwörter bei der Suche 
sind:

„raspberry high resolution camera module mipi“

von Krajay K. (krajay)


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Md M. schrieb:
> RPi + USB-Cam

Mit einem RPI + einer USB-Cam wäre das bestimmt schnell realisierbar.

Ist für mich jedoch schon eine eher "fertige" Lösung. Könnte man das 
wirklich mit einem µC und einen Kameramodul realisieren?

Quasi so ein Modul wie folgendes, jedoch eben nicht für ein RPI

https://www.reichelt.at/raspberry-pi-kamera-8mp-v2-1-rasp-cam-2-p170853.html?PROVID=2788&gclid=Cj0KCQiA37HhBRC8ARIsAPWoO0xOOujG8_mfZYL3n84-xp71TJgRJLs1ePLH831wNeB5Zkaepx73hnwaAkx9EALw_wcB&&r=1

von Krajay K. (krajay)


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Harald A. schrieb:
> Hallo Jan,
> ein solches Projekt schreit nach Raspberry, da dürfte die Unterstützung

Hallo Harald,

vielen Dank für die Info, ich werde mal danach stöbern. DANKE!

von Md M. (Firma: Potilatormanufaktur) (mdma)


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Krajay K. schrieb:
> Md M. schrieb:
>> RPi + USB-Cam
>
> Mit einem RPI + einer USB-Cam wäre das bestimmt schnell realisierbar.
>
> Ist für mich jedoch schon eine eher "fertige" Lösung. Könnte man das
> wirklich mit einem µC und einen Kameramodul realisieren?
>
> Quasi so ein Modul wie folgendes, jedoch eben nicht für ein RPI
>
> 
https://www.reichelt.at/raspberry-pi-kamera-8mp-v2-1-rasp-cam-2-p170853.html?PROVID=2788&gclid=Cj0KCQiA37HhBRC8ARIsAPWoO0xOOujG8_mfZYL3n84-xp71TJgRJLs1ePLH831wNeB5Zkaepx73hnwaAkx9EALw_wcB&&r=1

Krajay K. schrieb:
> Harald A. schrieb:
>> Hallo Jan,
>> ein solches Projekt schreit nach Raspberry, da dürfte die Unterstützung
>
> Hallo Harald,
>
> vielen Dank für die Info, ich werde mal danach stöbern. DANKE!

Hä?

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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Krajay K. schrieb:
> Könnte man das wirklich mit einem µC und einen Kameramodul realisieren?

Natürlich kann man das, nur ist der Aufwand sehr hoch, zumal Du ein 
Kameramodul finden musst, daß Du mit Deinem µC ansteuern kannst, und 
einen µC, der ausreichend leistungsfähig ist und ausreichend viel 
Arbeitsspeicher hat, um wenigstens ein von der Kamera gemachtes Bild 
zwischenspeichern zu können. Da die Aufgabe ein lesbares Bild einer 
bedruckten A4-Seite liefern soll, ist eine Bildgröße von mehreren 
Megapixeln zwingend erforderlich.

So viel Arbeitsspeicher aber haben übliche µCs nicht; die naheliegende 
Lösung in gleich mehrfachem Sinne ist daher tatsächlich ein Raspberry Pi 
-- der hat genügend Speicher, der hat genügend Rechenleistung, der kann 
-- im Falle des genügenden "Zero W" -- auch gleich WLAN nutzen, und der 
kann ein knapp ausreichend auflösendes Kameramodul ansteuern.

Alles, was unter dieser Leistungsklasse schwimmt, ist frustrierende 
Zeitverschwendung.

von Frank K. (fchk)


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Handy-Kameramodule wirst Du technisch nicht handhaben können.

Wenn Du erstmal mit irgendwas anfangen willst, nimm Zeilensensoren. Die 
gibt es natürlich auch von klein bis groß.

Ich habe einfach mal diesen herausgesucht: Es gibt natürlich auch noch 
dutzende andere.
https://ams.com/tsl3301

Dieser Chip hat eine Zeile mit Fotodioden (genau 102). Du musst also 
diesen Sensor über eine Notenzeile hinüber bewegen, und dabei regelmäßig 
eine Aufnahme machen. Dabei wirst Du Dich mit der Mechanik beschäftigen 
müssen, Du wirst Dich mit der Optik beschäftigen müssen (Beleuchtung, 
Linsensystem zum Vergrößern/Verkleinern, Scharfstellen), und Du wirst 
Dich mit der Elektronik beschäftigen müssen.

Das ist etwas, was mit einer gut ausgestatteten Werkstatt sicher machbar 
ist, aber es ist nichts, was in zwei Wochen fertig ist. Es kann sein, 
dass Du ein/zwei Jahre brauchst, bis Du alles soweit fertig hast, dass 
es vorzeigbar ist. Und es wird Geld kosten - viel Geld, denn natürlich 
werden die ersten Anläufe nicht klappen. Und Mechanik und Optik sind 
teuer. Ich wäre alles andere als erstaunt, wenn Du 1-2 tausend € darin 
versenken würdest.

Ob Du einen so langen Atem hast - keine Ahnung. Aber Du hättest dann 
etwas gelernt.

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