mikrocontroller.net

Forum: PC Hard- und Software Doc Scanner Netzwerk oder zu USB


Autor: Daniel (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo Leute, will mein Office at Home auf papierlos umstellen und suche 
einen ausschließlichen Dokumentenscanner, welche mir alle Post 
durchzieht und als PDF im Netzwerk oder auf einen Stick ablegt.

Nach und nach will ich dann die Dokumente alle 8 Wochen bezeichnen und 
final ablegen.

Hat jemand ne idee für so einen Scanner/ Typ / Hersteller?

2-300 Euro sollten passen.

Will eigentlich keinen Drucker mit dabei haben, wegen Tinte/Toner/ 
Zukunft und beides Schrott....

Danke an alle und Grüße

Daniel

Autor: Gerd E. (robberknight)
Datum:

Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Die Dokumentenscanner, die direkt aufs Netzwerk scannen, sind meiner 
Erfahrung nach relativ teuer (>600 EUR) und was längerfristige 
Sicherheitspflege durch die Hersteller angeht eher mau.

Für das Heimbüro des technisch einigermaßen Versierten würde ich daher 
eher einen USB-Dokumentenscanner empfehlen, der dann entweder an einen 
PC oder an ein kleines Linuxboard wie RasPi oder Beaglebone 
angeschlossen wird und von da aus per SANE scannt und die Sachen ins 
Netzwerk schiebt.

Ich mach bei mir genau das mit einem Fuji ScanSnap ix1500 und einem 
RasPi. Den Scanner hab ich gebraucht von ebay, waren etwas über 100 EUR. 
Unterstützung für den im SANE funktioniert problemlos.

Läuft recht gut. Wenn ich mal dazu komme, baue ich noch ne kleine Box 
mit ein paar Schaltern dazu, mit denen man direkt am Scanner zwischen 
Einseitg/Doppelseitig, Hohe/Niedrige Auflösung, Farbe/sw umschalten 
kann. Dann muss man das nicht mehr hinterher am PC machen.

Autor: Frank K. (fchk)
Datum:

Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Die beiden großen im Markt sind Fujitsu und Alaris (vorher Kodak):

https://www.alarisworld.com/de-de/solutions/document-scanners/desktop/s2040-s2050-s2070-scanners

https://www.fujitsu.com/de/products/computing/peripheral/scanners/scansnap/index.html

So wie ich das in Erinnerung habe, wirst Du mit 300 Euro nicht 
hinkommen. Mechanik ist teuer, und langlebige Mechanik ist 
schweineteuer. Ist einfach so.

Die meisten Funktionen stecken in der Windows-Software drin, die zu den 
Geräten dazu gehören. Dazu gehört OCR, automatische Bildausrichtung, 
Randentfernung, Kontrast usw. Das musst Du einfach wissen, wenn Du zu 
der Gruppe der Windows-Verweigerer gehörst. Manches Gerät kannst Du 
vielleicht unter Linux zum Laufen bringen, aber die Ergebnisse sind dann 
einfach schlechter.

fchk

Autor: Torsten C. (torsten_c) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Daniel schrieb:
> … suche einen ausschließlichen Dokumentenscanner, welcher mir alle Post
> durchzieht …

Das habe ich mir auch schon überlegt. Aber viele Dokumente sind geheftet 
oder es ist mal eine Broschüre dabei. Ist da ein Flachbett-Scanner nicht 
besser?

Oder wie sind die Erfahrungen und Erwartungen?

: Bearbeitet durch User
Autor: Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Frank K. schrieb:
> Die meisten Funktionen stecken in der Windows-Software drin,

Da sind Geräte, die autark ohne Windows ihre Scans in PDF-Dateien (ohne 
OCR!) ablegen, natürlich erst mal im Vorteil.

Die OCR kann man dann nachträglich, wenn man sie denn haben will, z.B. 
mit Tesseract nachrüsten, ohne auf Spezifika des Scanners eingehen zu 
müssen.


Mein HP mfp277dw (ein Multifunktionsgerät, das nur leider keinen Kaffee 
kochen kann) scannt autark auf angeschlossen USB-Massenspeicher, 
SMB-Freigaben oder kann Emails versenden.

Und das funktioniert komplett ohne irgendwelche Software, die man auf 
irgendeinem PC installieren müsste.

Autor: Frank K. (fchk)
Datum:

Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Rufus Τ. F. schrieb:

> Mein HP mfp277dw (ein Multifunktionsgerät, das nur leider keinen Kaffee
> kochen kann) scannt autark auf angeschlossen USB-Massenspeicher,
> SMB-Freigaben oder kann Emails versenden.

Sicher. Aber er hat dann eben nicht die Bildverarbeitungsfunktionen, die 
aus einem x-beliebigen Scanner einen vollwertigen Dokumentenscanner 
macht, der schief eingezogene Seiten automatisch gerade zieht, der bei 
Zolldokumenten den grünen Hintergund entfernt, damit das Zeugs dann 
problemlos durch die OCR geht und dann automatisch indiziert werden 
kann, und noch vieles mehr.

Ich hatte hier mal solche Geräte da gehabt, und das ist schon ein 
Unterschied. Und diese Bildverarbeitung willst Du haben, wenn Du 200-300 
Lieferscheine am Tag reinbekommst.

Torsten C. schrieb:
> Das habe ich mir auch schon überlegt. Aber viele Dokumente sind geheftet
> oder es ist mal eine Broschüre dabei. Ist da ein Flachbett-Scanner nicht
> besser?

Dann schau Dir mal das hier an:
https://www.fujitsu.com/de/products/computing/peripheral/scanners/scansnap/sv600/index.html

Das ist besser als ein Flachbettscanner.

fchk

Autor: georg (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Daniel schrieb:
> welche mir alle Post
> durchzieht

Ein halbwegs zuverlässiger Stapel-Einzug ist für den Preis nicht 
annähernd realisierbar. Und selbst wenn er mit den üblichen dreifach 
gefalteten Geschäftsbriefen zurechtkommt kann er noch lange keine 
gebundenen oder zusammengetackerten Dokumente verarbeiten. Der Scanner 
weiss auch nicht aus wieviel Blättern ein Schreiben besteht. Es bleibt 
also überwiegend Handarbeit.

Ich hatte mal einen professionellen Kodak-Scanner fürs Büro. Der lag 
aber meiner Erinnerung nach jenseits von 1000 EUR.

Georg

Autor: Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Frank K. schrieb:
> Aber er hat dann eben nicht die Bildverarbeitungsfunktionen, die aus
> einem x-beliebigen Scanner einen vollwertigen Dokumentenscanner macht,
> der schief eingezogene Seiten automatisch gerade zieht, der bei
> Zolldokumenten den grünen Hintergund entfernt,

Wenn man all das tatsächlich braucht, muss man sich so etwas natürlich 
anschaffen.

Die Frage ist aber:

Braucht man all' das wirklich? Wieviel Post fällt im "Office" des 
Threadstarters an, um welchen Aufwand zu rechtfertigen?

Im übertragenen Sinne:

Um Drähte an Stecker anzulöten, kann man sich natürlich eine 
500-EUR-Lötstation anschaffen. Und um im Internet zu surfen und mal 'ne 
Email zu schreiben, kann man sich auch einen iMac Pro hinstellen.

Autor: oszi40 (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
georg schrieb:
> Ich hatte mal einen professionellen Kodak-Scanner fürs Büro. Der lag
> aber meiner Erinnerung nach jenseits von 1000 EUR.

1000€ war noch sehr preisgünstig. Echt leistungsfähige Geräte scannen so 
schnell wie die Geldzählmaschine auf der Bank. Schwachstelle ist eher 
die OCR-Erkennung von 99,x%, was heißen könnte, daß jeder 100. Buchstabe 
falsch ist. Von billigen Geräten gibt es einige Tests. 
https://dokumentenscannertest.de/

Autor: Torsten C. (torsten_c) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Rufus Τ. F. schrieb:
> Frank K. schrieb:
>> … Bildverarbeitungsfunktionen, die aus
>> einem x-beliebigen Scanner einen vollwertigen Dokumentenscanner macht,
>> der schief eingezogene Seiten automatisch gerade zieht, der bei
>> Zolldokumenten den grünen Hintergund entfernt, …
>
> … Die Frage ist aber:
>
> Braucht man all' das wirklich? Wieviel Post fällt im "Office" des
> Threadstarters an, um welchen Aufwand zu rechtfertigen?

Ich denke, die Frage sollte man vertagen und erstmal Rohdaten sammeln, 
also ohne OCR usw.

Und welcher Aufwand eigentlich, wenn alles automatisiert läuft, außer 
das Einlegen der Dokumente?

Gegen Multifunktionsgeräte argumentiere ich: Eine Kette bricht immer am 
schwächsten Glied:
* Ist z.B. der Scanner kaputt, kauft man sich OCR usw. auch wieder neu.
* Gibt es z.B. bessere Scan-Verbesserungs-SW, dann äregert man sich,
  dass die SW im Multifunktionsgerät kacke ist.

Ich rate dem TO, im übertragenen Sinne das Linux-Prinzip anzuwenden: 
Einzelne Programme, die einzelne Aufgaben exzellent erledigen.

Ich selber wäre jedenfalls an so einer Lösung interessiert.

: Bearbeitet durch User
Autor: oszi40 (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Zur Erinnerung: Nicht jeder Scanner war vertrauenswürdig weil er beim 
komprimieren Zahlen veränderte. Hier Heise/Xerox-SW: 
https://www.heise.de/tp/features/Xerox-Software-veraendert-eingescannte-Zahlen-3961586.html

Autor: Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
oszi40 schrieb:
> Nicht jeder Scanner war vertrauenswürdig weil er beim komprimieren
> Zahlen veränderte.

Da ist ein Scanner ohne OCR, der einfach nur Bilddateien liefert, 
irgendwie ziemlich im Vorteil, nicht?

Autor: Torsten C. (torsten_c) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Rufus Τ. F. schrieb:
> Da ist ein Scanner ohne OCR, der einfach nur Bilddateien liefert,
> irgendwie ziemlich im Vorteil, nicht?

Nein, ist er nicht.
Beim Xerox-Bug wurden wirklich Bitmap-Teile ersetzt,
nicht die OCR-Ergebnisse,

siehe 27:00 bis 30:00 im
Youtube-Video "David Kriesel: Traue keinem Scan, den du nicht selbst gefälscht hast"

Zum Linux-Prinzip^^: Rohdaten (verlustfrei komprimiert) ablegen und den 
Rest auf Basis der Rohdaten separat erledigen, wer Paranoia hat.

: Bearbeitet durch User
Autor: Frank K. (fchk)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Rufus Τ. F. schrieb:
> oszi40 schrieb:
>> Nicht jeder Scanner war vertrauenswürdig weil er beim komprimieren
>> Zahlen veränderte.
>
> Da ist ein Scanner ohne OCR, der einfach nur Bilddateien liefert,
> irgendwie ziemlich im Vorteil, nicht?

Das war keine OCR, das war der verlustbehaftete JBIG2 Kompressor, der in 
den meisten Geräten eingebaut war.

Zum Vorschlag "Rohdaten ablegen, den Rest sehen wir später...": Es ist 
genau wie bei der Fotografie. Wenn die Rohdaten scheiße sind, nützt das 
beste Postprocessing nichts. Gute Scanner und gute Kameras lesen mit 
mehr als 8 Bit pro Farbkanal ein, aber die wenigsten Applikationen 
können mit mehr als 8 Bit pro Kanal (oder nicht debayerten RAW-Dateien 
beim Fotografieren) was anfangen.

Von daher stehe ich zu meiner Aussage, dass ein wesentlicher Teil der 
Leistung guter Dokumentenscanner in der mitgelieferten Windows-Software 
steckt.

Genau das gleiche gilt auch für den ScanSnap SV600, den ich Torsten C. 
als Alternative zu einem Flachbettscanner für Bücher, Prospekte und 
ähnliches ans Herz gelegt habe. Es glaubt doch niemand, dass die 
perspektivische Entzerrung von Buchscanns und der ganze Rest des 
Postpropcessing auf dem kleinen Controller im Gerät läuft. Nee, das 
macht alles die Windows-Software. Und die macht einen VERDAMMT guten 
Job, das muss ich schon sagen.

fchk

Autor: Nano (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Daniel schrieb:
> und als PDF im Netzwerk oder auf einen Stick ablegt.

Netzwerkscanner gibt es schon, die haben aber den Nachteil, dass du 
irgendwann keine Sicherheitspatches mehr bekommst und die bei Scannern 
noch teuer sind, es sei denn, du kaufst dir ein Multifunktionsgerät mit 
Netzwerkfunktion.

Das Patchproblem bleibt allerdings.
Deswegen würde ich dir vorschlagen einen USB Scanner zu kaufen der unter 
Linux sehr gut unterstützt wird. Dann kannst du den an einen Raspberry 
Pi oder vergleichbares dran hängen und mit xsane übers Netzwerk darauf 
zugreifen scannen.

Die OCR Software kann man nachrüsten.
Als kommerzielle Software gibt es hier bspw. seit Jahren Abbyy 
FineReader, die soll sehr gute OCR Ergebnisse liefern.
https://www.abbyy.com/en-eu/support/frengine/11linux/info/sr/


Falls du dich doch für einen reinen Netzwerkscanner entscheidest, dann 
achte darauf, dass die Kommunikation übers Netzwerk für den eigentlichen 
Scanvorgang und nicht nur für das Webinterface verschlüsselt abläuft.

Letzteres gilt übrigens auch für Netzwerkdrucker,
ipps mit Verschlüsselung ist stark im kommen.


Spezielle Drucker, die mehr sind als ein Flachbrett- oder Fotoscanner 
wirst du für <= 300 € aber wohl nicht bekommen.
Da müsstest du schon mehr Geld ausgeben. Ob sich der Aufwand lohnt, 
kannst du nur selber beantworten und hängt sicherlich auch davon ab, wie 
viel du scannen musst.

Bezüglich der Mechanik und dem Preis gebe ich meinem Vorposter recht.

Beim Scannen ist eine gute Netzwerkanbindung sinnvoll. Falls du dich 
also für so eine Raspberry Pi Lösung entscheidest, dann nimm anstatt dem 
Raspberry Pi lieber etwas, dass einen Netzwerkanschluss mit mindestens 1 
Gbit/s hat. Die 100 MBit/s die man beim Raspberry Pi 3 kriegt und dann 
auch noch durch USB 2.0 geschleift werden, sind nicht schön bei großen 
Datenmengen.

Autor: Torsten C. (torsten_c) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Frank K. schrieb:
> Es glaubt doch niemand, dass die
> perspektivische Entzerrung von Buchscanns und der ganze Rest des
> Postpropcessing auf dem kleinen Controller im Gerät läuft. Nee, das
> macht alles die Windows-Software.

Das Dilemma an Windows-Software beim letzten mal: Der Treiber 
funktionierte bis WinXP und danach nicht mehr.

Einen Scan-RasPi hätte man weiter nutzen können, aber den Desktop-PC 
muss man regelmäßig aktualisieren.

Was mich betrifft:
Ich müsste mir nun einen neuen Scanner kaufen, mit Win10-Treiber.
Oder einen ScanSnap SV600 mit Linux-Treiber für Rohdaten über einen 
RasPi?

Die Software läuft bestenfalls unbemerkt im Hintergrund, um zu den 
Rohdaten automatisiert die optimierten Dateien (entzerrt, mit OCR usw.) 
zu erstellen, immer nach dem Stand der Technik.

Oder man hat Windows-Software, bei der man die Optimierungen bei Bedarf 
macht, aber auch noch in 10 Jahren aus den Rohdaten, nach dem Stand der 
Technik.

Windows-Software kenne ich nur als Klicki-Bunti, ohne die Möglichkeit 
von Batch-Jobs. Alles Handarbeit.

: Bearbeitet durch User
Autor: Markus E. (markus_e176)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Vor einigen Wochen hatte ich den selben Plan.
Bei mir ist es ein defekter HP OfficeJet Pro 8600 Plus von eBay (25€, 
druckt nicht mehr) geworden.
Dieser verfügt über Duplex-Automatik-Einzug und kann auch als 
Flachbett-Scanner genutzt werden.
Der Einzug ist nicht perfekt, aber für eine handvoll Briefe pro Woche 
reicht mir das aus. Die Scans klicke ich durch und werfe nur korrekt 
gescanne Seiten in den Papierkorb, die fehlerhaften werden nochmal 
gescannt. Sicher kein Vergleich mit einem echten reinen 
Dokumentenscanner, dafür viel billiger, nicht Software-abhängig und der 
Scanner kann auch als Flachbett genutzt werden.
Die Dokumente legt der Scanner als pdf auf einem Netzlaufwerk bei mir im 
Haus ab (auf USB-Stick und andere Formate wären auch möglich).
Von dort ist die weitere Verarbeitung Software-Sache, in meinem Fall 
Python und Tesseract.

Autor: digitale Demenz (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Frank K. schrieb:
> Von daher stehe ich zu meiner Aussage, dass ein wesentlicher Teil der
> Leistung guter Dokumentenscanner in der mitgelieferten Windows-Software
> steckt.

Zustimmung. Was bei XP noch prima lief, ist heute im Schrott, obwohl es 
teuer war (fehlender Support, fehlende Updates). Ob Leute, die heute 
alles NUR einscannen, es in 20 Jahren noch lesen können??? 
Wahrscheinlich ist die digitale Demenz dann weiter.

Autor: Frank K. (fchk)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Torsten C. schrieb:
> Frank K. schrieb:
>> Es glaubt doch niemand, dass die
>> perspektivische Entzerrung von Buchscanns und der ganze Rest des
>> Postpropcessing auf dem kleinen Controller im Gerät läuft. Nee, das
>> macht alles die Windows-Software.
>
> Das Dilemma an Windows-Software beim letzten mal: Der Treiber
> funktionierte bis WinXP und danach nicht mehr.
>
> Einen Scan-RasPi hätte man weiter nutzen können, aber den Desktop-PC
> muss man regelmäßig aktualisieren.

Korrekt. So ist das eben. Ich weiß auch noch jemanden, der noch einen 
wunderschönen Din A3 Flachbettscanner rumstehen hat. Nur wir die 
Treibersoftware auch nur maximal bis XP laufen, und PCIe-SCSI-Karten 
existieren zwar, sind aber so teuer, dass das ganze eben irgendwann in 
die Tonne geht. Ist zwar schade drum, aber nicht zu ändern.

> Was mich betrifft:
> Ich müsste mir nun einen neuen Scanner kaufen, mit Win10-Treiber.
Korrekt.

> Oder einen ScanSnap SV600 mit Linux-Treiber für Rohdaten über einen
> RasPi?
Den es aber definitiv niemals als kaufbares Produkt geben wird. Auch das 
ist Fakt.

Kodak hatte übrigens einen Dokumentenscanner im Angebot gehabt, der 
einen Windows-PC (XP Embedded oder so) mit Touchscreen und 
Netzwerkanschluss gehabt hat. Die Kiste hat irgendwas um die 2000€ 
gekostet. Muss sich wohl nicht gelohnt haben, jedenfalls ist die wohl 
aus dem Programm geflogen.

Und eines darfst Du nicht vergessen: PCs, Drucker und ähnliches ist in 
einem Unternehmen nach 3 Jahren buchhalterisch abgeschrieben. Du darfst 
nicht von Dir als Privatmann ausgehen. Als solcher spielst Du in der 
Welt keine Rolle. Ist so.

Und: Ja, auch ich finde manches nicht gut. Was aber an den Fakten nichts 
ändert.

> Windows-Software kenne ich nur als Klicki-Bunti, ohne die Möglichkeit
> von Batch-Jobs. Alles Handarbeit.

Du hast wahscheinlich nur Consumerware gehabt, stimmts?

Autor: Karim S. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
digitale Demenz schrieb:
> Ob Leute, die heute
> alles NUR einscannen, es in 20 Jahren noch lesen können???

Warum sollte man die Dokumente in 20 Jahren nicht mehr lesen können? 
PDF-Viewer sind in der Regel abwärtskompatibel.

Autor: test (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Gibt Unicode und PDF in der speziellen Variante zur Archivierung.
Man muss nur die Dateien regelmäßig auf die aktuellen Medien umkopieren.

Autor: Karim S. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Die Frage ist auch, ob man wirklich alle Dokumente, die man heute 
scannt, auch noch in 20 Jahren benötigt. Die meissten Sachen werfe ich 
nach  3 Jahren weg und wenn es ein besonderes Dokument ist, würde ich es 
eh noch in Papierform aufbewahren.

Autor: test (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Karim S. schrieb:
> Die Frage ist auch, ob man wirklich alle Dokumente, die man heute
> scannt, auch noch in 20 Jahren benötigt.

Das Archiv räumt sich eh über defekte Medien und fehlgeschlagene Backups 
regelmäßig von selber auf ;-)

Autor: Karim S. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
test schrieb:
> Das Archiv räumt sich eh über defekte Medien und fehlgeschlagene Backups
> regelmäßig von selber auf ;-)

Es müsste aber dann doch zu einer Fehlermeldung kommen, wenn die 
Anfertigung von einem Backup nicht funktioniert hat. Defekten Medien 
kann man vorbeugen, wenn man die Archivierungssysteme redundant aufbaut. 
Man kann sogar mehrere Server in unterschiedlichen Gebäuden betreiben, 
die sich regelmässig spiegeln. Die Telekom z.B. soll sogar komplette 
Rechenzentren in unterschiedlichen Städten haben.

Autor: test (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Karim S. schrieb:
> Es müsste aber dann doch zu einer Fehlermeldung kommen, wenn die
> Anfertigung von einem Backup nicht funktioniert

Ich dachte dabei eher an automatisch ablaufende Backups. Bei denen 
sollte man gelegentlich mal schauen wies da so aussieht.

Und die Telekom hat extra Leute deren Job es ist sich darum zu kümmern.
Bei kleinen Firmen oder Privatpersonen wo das nur nebenher läuft.... 
mein Respekt an jedem der es durchhält seinen ständig wachsenden 
Datenbestand 20 Jahre durchgehend zu sichern (inkl. regelmäßiger 
Kontrolle (Prüfsummen o.ä.)). Da gehört schon Disziplin zu.

Autor: M.M.M (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo

Daniel schrieb:
> Hallo Leute, will mein Office at Home auf papierlos umstellen und suche
> einen ausschließlichen Dokumentenscanner, welche mir alle Post
> durchzieht und als PDF im Netzwerk oder auf einen Stick ablegt.

Lohnt sich das denn überhaupt? Wie viele Dokumente fallen den täglich 
an? Ich habe hier zwar einen Dokumentenscanner auf dem Schreibtisch, 
fotografiere meist aber mit dem Handy. Durchsuchbare Dokumentenscans 
brauche ich eh nicht.

Unbeaufsichtigt laufen lassen kann man das Scannen oft auch nicht, da es 
bei Post immer mal wieder vorkommt, daß ein Blatt, weil's doof gefaltet 
war, ein Eselsohr hat, vorgelocht ist, andere Blätter mit nachzieht. 
Einen Stapel Papier einwerfen, weggehen und scannen lassen, ist halt 
blöd, wenn man nachher prüfen muß, ob alles korrekt gescannt wurde.

> Nach und nach will ich dann die Dokumente alle 8 Wochen bezeichnen und
> final ablegen.

Würde ich direkt machen, sofern man nicht eine Software hat, die das 
maximal unterstützt. Nach 8 Wochen muß man sonst den Scan noch mal 
öffnen, um zu wissen, worum es ging -> Zeitverschwendung.

> Hat jemand ne idee für so einen Scanner/ Typ / Hersteller?

Wurde ja schon genannt, z.B. Fujitsu Scansnap.

> 2-300 Euro sollten passen.

Dafür bekommt man allenfalls gebrauchtes.

test schrieb:
> Karim S. schrieb:
>> Die Frage ist auch, ob man wirklich alle Dokumente, die man heute
>> scannt, auch noch in 20 Jahren benötigt.

Natürlich nicht. Die Frage ist daher eher, ob das benötigte nach 20 
Jahren noch lesbar ist und ich kann Dir bestätigen, daß es Leute und 
Firmen gibt, die viel Geld dafür hinlegen, daß man vermeintlich "nicht 
mehr verarbeitbare Dateien" wiederbelebt.

> Das Archiv räumt sich eh über defekte Medien und fehlgeschlagene Backups
> regelmäßig von selber auf ;-)

Daher überprüft man, wie Du ja schon schriebst, Medien regelmäßig auf 
Funktion, kopiert auf aktuelle Medien um, speichert redundant in 
unterschiedlichen Technologien und überprüft gezogene Backups 
selbstverständlich :-)

MfG

Autor: georg (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Karim S. schrieb:
> Die Telekom z.B. soll sogar komplette
> Rechenzentren in unterschiedlichen Städten haben.

Bei einem grösseren Erdbeben oder einem Meteoriteneinschlag nützt das 
auch nichts, dafür sollte man etwa in Neuseeland spiegeln. Allerdings 
gibt es dann im Zweifelsfall noch Daten, aber keine Telekom mehr (das 
kann allerdings auch ohne Natureinwirkung passieren).

Georg

Autor: Vielscanner (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ich habe mir vor einigen Jahren einen Brother Scanner geholt (ADS-2100, 
glaube ich, um 300 € neu) und speichere das im Bitfarm-Archiv. Das 
klappt ziemlich gut, nur bei sehr dünnen Blättern neigt der zu 
Mehrfacheinzügen. Einzelne Seiten kann ich auch schnell mal durch den 
Scanner am MFD jagen. Alles, was als PDF kommt, "drucke" ich sowieso 
direkt in das Archiv. Als Immobilienbesitzer weiss ich auch, dass ich 
Dokumente gerne mal auch nach einem Jahrzehnt noch brauche, wenn ich 
nicht alle Daten gesondert in eine Datenbank eingeben möchte. Das finde 
ich noch umständlicher.

Antwort schreiben

Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig. Wenn Sie automatisch per E-Mail über Antworten auf Ihren Beitrag informiert werden möchten, melden Sie sich bitte an.

Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten!

  • Groß- und Kleinschreibung verwenden
  • Längeren Sourcecode nicht im Text einfügen, sondern als Dateianhang

Formatierung (mehr Informationen...)

  • [c]C-Code[/c]
  • [avrasm]AVR-Assembler-Code[/avrasm]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] - Link zu Artikel
  • Verweis auf anderen Beitrag einfügen: Rechtsklick auf Beitragstitel,
    "Adresse kopieren", und in den Text einfügen




Bild automatisch verkleinern, falls nötig
Bitte das JPG-Format nur für Fotos und Scans verwenden!
Zeichnungen und Screenshots im PNG- oder
GIF-Format hochladen. Siehe Bildformate.

Mit dem Abschicken bestätigst du, die Nutzungsbedingungen anzuerkennen.