Servus, bräuchte mal eure Hilfe ich steh vor nem Problem und komme einfach nicht auf denn Fehler. Mir ist bei einer bekannten beim anschließen eines Selbständigen Induktionsplatte was aufgefallen das mir sehr merkwürdig vorkommt. Und zwar messe ich mit einem Duspol Digital zwischen L1 und N 230V L1 und Erde 230V L2 und N 230V L2 und Erde 230V L3 und N 230V L3 und Erde 230V L1 und L2 0V L2 und L3 0V L3 und L1 0V Die Werte sind an der Verteilung in der Wohnung gemessen und an der Herdanschlussdose. Noch ein paar infos zur Anlage es ist ein Wohnblock mit mehreren Parteien errichtet ca. 1970 seit dem nicht umgebaut soweit mir bekannt ist. Es sind noch Schmelzsicherungen verbaut das zwar auch nicht mehr sein sollte aber ok das ist halt bestand. In die Hauptverteilung kann ich nicht rein um zu sehen das alle drei Phasen des Verteilers der Wohnung in der Hauptverteilung an eine Phase angeschlossen sind was auch meine Vermutung wäre. Danke schon mal im vorraus für eure Hilfe
Toni V. schrieb: > In die Hauptverteilung kann ich nicht rein um zu sehen das alle drei > Phasen des Verteilers der Wohnung in der Hauptverteilung an eine Phase > angeschlossen sind was auch meine Vermutung wäre. Genau so ist es. War in älteren Häusern üblich - manchmal eine Sicherung im Hausflur für den Herd und eine für den Rest der Wohnung. Sollte dich nicht stören - das Induktionsfeld auch nicht. Wenn es nen dreiphasigen Anschluss hat, dann nimm halt die drei Phasen, die an der Dose ankommen und Klemme stumpf "Farbe auf Farbe"- das Feld braucht keine Phasenverschiebung, wie jeder E-Herd auch.
E-Herd ist ein Wechselstromverbraucher, kein Drehstrom. Phasen werden lediglich zur Lastverteilung getrennt, was früher aber keinen juckte.
Dann schau doch mal auf den Zähler der wohneinheit. Der muss zugänglich sein (zumindest in DE) und ist wahrscheinlich auch ein Wechselstromzähler. Ist im Altbestand nicht ungewöhnlich. Man hat halt schon für Drehstrom vorbereitet, das dann aber nicht genutzt. Z.b. Kein Bedarf weil mit Gas gekocht wurde, kein Durchlauferhitzer montiert wurde, Eigentümer zu geizig, sonstwas. Für das Kochfeld ist das normalerweise auch kein Problem weil Herde hierzulande eigentlich drei einzelne Wechselstromverbraucher sind. Das einzige Problem ist eine mögliche Überlastund des Neutralleiters wenn du 3 Zuleitungen an der gleichen Phase hast. Denn der muss ja alle Rückströme zusammen aufnehmen. Beim Wechselstrom verteilen die sich nicht über das Drehfeld sondern addieren sich! In 1970 sollte es keine klassische Nullung mehr gewesen sein, also 5adrige Herdzuleitung. Je nach Querschnitt und Verlegeart kannst du eine einzelne Ader höher absichern und die anderen beidne L gar nicht benutzen. bei Verlegung im Mauerwerk/Putz und 2,5qmm Querschnitt können 20 oder gar 25A drin sein. Mit 1,5qmm oder bei Aluleitungen (Osten) allerdings nicht. Die Gegebenheiten vor Ort musst du bzw. der ausführende Elektriker abschätzen. Die Verwendung von je zwei Adern als L, N und 1xPE ist nicht normkonform, denn der zweite N hat die falsche Farbe. Wenn der ausführende Elektriker das vertreten kann und am besten noch eine unverlierbare Kennzeichnung anbringt (z.b. Schrumpfschlauch) kann er das aber auf SEIN RISIKO durchaus tun. Ebenso muss er das am Herd dann passend klemmen. Normalerweise kannst du ein Kochfeld mit 20-25A Absicherung problemlos einphasig betreiben, auch wenn die Leistung des Kochfeldes insgesamt höher ist. Man gibt halt selten bis nie auf allen Platten gleichzeitig Vollgas. Weihnachtsessen mit der Gans im Ofen und 4 Platten in Betrieb ist da ein Kandidat wo man dann tatsächlich mal die Grenzen erreichen kann.
P. W. schrieb: > Das einzige Problem ist eine mögliche Überlastund des Neutralleiters > wenn du 3 Zuleitungen an der gleichen Phase hast. Denn der muss ja alle > Rückströme zusammen aufnehmen. Das ist ein gewaltiges Problem. Der Querschnitt des N muss geprüft werden.
Früher war es vor allem in ländlichem Gebiet üblich, daß Häuser gar nicht über Drehstrom verfügten. Der lag zwar in der Straße, aber der Hausanschluss war nur einphasig ausgeführt. Wenn Bauer Schulz dann eine größere Kreissäge oder einen Durchlauferhitzer betreiben wollte, führte das bisweilen zu sehr merkwürdigen Effekten in der näheren Umgebung.
Wenn du aber - was ich denke - einen neuen Herd installierst sollte der i.d.R. weniger Energie als der alte Vorgänger verbrauchen. Wenn die Leitungen das 40 Jahre ausgehalten haben, werden sie jetzt einen Herd, der weniger verbraucht auch aushalten. Falls du gelernter Elektriker bist und was passieren sollte kann man dich trotzdem an den Ei... kriegen. Genau wie beim FI...
Ich hatte mal bei einem Umzug ein provisorisches Kochfeld aufgestellt, zu dem die technischen Unterlagen fehlten. Es hatte Erde und drei Leitungen, die habe ich an die drei Phasen angeschlossen. Irgendwann fragte meine Frau, ob es normal sei, dass die Kochplatte nach wenigen Sekunden zu glühen beginnt, wenn man den Topf oder die Pfanne herunter nimmt... Die Heizleistung war aber Klasse :-)
P. W. schrieb: > In 1970 sollte es keine klassische Nullung mehr gewesen sein, Erst ab Mai 1973 (alte BL) bzw Oktober 1990 (neue BL).
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