Hallo zusammen, ich bin neu hier im Forum und habe von Programmierung leider keine Ahnung. Als Physiker lernt man da nicht wirklich etwas... Nun habe ich hier ein Eprom-Programmiergerät "µprom" der Firma Böhm geschenkt bekommen. Eine etwas magere Anleitung habe ich dazu im Netz gefunden. Mir geht es insbesondere um das Beschreiben von Eproms für Flipper, Spielautomaten usw. Ich möchte also nicht selber programmieren, sondern einfach Daten von Eproms (80er Jahre) auf meinem Rechner auslesen/sichern, Eproms löschen, mit gesicherten Daten beschreiben. Wo bekomme ich die dafür notwendige Software her? Hat die jemand? Oder hat jemand eine ausführliche Beschreibung des Gerätes? Wäre für Hilfe dankbar! Beste Grüße, Frank70.
Böhm hat mehr als eins gebaut.... Für den Fall, dass du irgendwo Software findest, braucht du wahrscheinlich auch noch einen sehr alten (DOS)-PC. Oft lief das über direkte Hardwarezugriffe auf die Schnittstelle. Windows95 war glaube ich die letzte Version, in der das in der DOS-Box möglich war. Wenn du nicht Nostalgiker bist, besorge dir ein moderneres Programmiergerät.
H.Joachim S. schrieb: > besorge dir ein moderneres Programmiergerät. Sofern man auf das Programmieren sehr alter EPROMs verzichten kann (die mehr als 21V Programmierspannung benötigen), tut der "China-EPROMMER" TL866CS ganz gute Dienste. Für den gibt es neben der recht ... chinesischen Software auch eine Alternativsoftware für Linux & Co, die im Sourcecode vorliegt.
H.Joachim S. schrieb: > Oft lief das über > direkte Hardwarezugriffe auf die Schnittstelle. Nicht bei dem von Dr. Böhm.
hinz schrieb: > Nicht bei dem von Dr. Böhm. Ja, das Ding wird an eine serielle Schnittstelle angeschlossen. Man muss also nur herausfinden, welches Protokoll es auf dieser Schnittstelle zu "sehen" wünscht, d.h. was man dem Biest schicken muss, damit es irgendwas macht. Und das ist in einer der von "jim_quakenbush" verlinkten Dateien beschrieben. Seite 8 beschreibt die Kommunikationsparameter, ab Seite 9 wird das Protokoll beschrieben.
Rufus Τ. F. schrieb: > Seite 8 beschreibt die Kommunikationsparameter, ab Seite 9 wird das > Protokoll beschrieben. Und das ist so einfach, dass man sich leicht eine Software schreiben kann, die die Anforderungen des TE erfüllt.
hinz schrieb: > Und das ist so einfach, dass man sich leicht eine Software schreiben > kann, die die Anforderungen des TE erfüllt Für Linux liegt die bei meinem Link bei ...
Erst mal besten Dank für die vielen schnellen Antworten!! Cooles Forum! @jim_quakenbush: Danke für den Link. Dieft mir persönlich nur noch nicht weiter, weil ich leider gar nicht weiß, wie ich anfangen soll. Keinen Plan vom Programmieren... :-( @crazyhorse: Das Gerät heißt tatsächlich einfach µProm. Es soll wohl das erste sein, die späteren hatte eine Zahl (2000/3000...) dahinter. Ich würde schon gerne dieses alte Gerät von einem (leider verstorbenen) guten Bekannten nutzen. Einen Win95-Rechner hätte ich noch. Aber die Software habe ich ja nun noch nicht. Vlt. hat sie doch noch jemand? @rufus: Das wäre dann die Notlösung. Ob die Eproms mehr als 21V brauchen, weiß ich nicht. @avatasia: Bei Böhm habe ich nachgefragt. Ich bekomme eine Anleitung per Post zugeschickt. Ob das auch nur die Seiten von dem Link sind, weiß ich noch nicht. Software hat da keine mehr... @hinz: Leider ist das für mich nicht einfach. Wenn noch jemand weiterhelfen kann, würde es mich freuen. DANKE trotzdem schon mal allen! Grüße, Frank70.
Mit etwas Glück könnte das Linux-Programm ja auf einem Raspberry Pi laufen. Installation wird kurz beschrieben, mittels "make" und anschließend "make-install". Da im Programmiergerät ein eigener 6809-Prozessor sitzt, dürfte das Timing des Steuerrechners egal sein. Nur 7 Epromtypen war aber schon 1988 etwas veraltet. Ich habe etwas später den "Easyprommer" am Atari 1040 ST benutzt, zum Schluss mit der Shareware "Pinatubo.prg" http://www.mega-hz.de/ATARI/ATARI%2016Bit/HARDWARE/PINATU17/pinatubo.txt die konnte sogar mit Adapterplatine die DIL40 und PLCC44 Eproms und ein paar Mikrocontroller programmieren.
Frank70 schrieb: > @crazyhorse: Das Gerät heißt tatsächlich einfach µProm. Es soll wohl das > erste sein, die späteren hatte eine Zahl (2000/3000...) dahinter. Ich > würde schon gerne dieses alte Gerät von einem (leider verstorbenen) > guten Bekannten nutzen. Einen Win95-Rechner hätte ich noch. Aber die > Software habe ich ja nun noch nicht. Vlt. hat sie doch noch jemand? Die eingescannte Bedienungsanleitung zum µProm ohne Nummer gibt's hier: http://petsd.net/uprom_Bauanleitung.zip . Der Link wurde ja oben schonmal gepostet. Zu der Zeit als das Gerät auf den Markt kam gab es noch keine PCs und kein Windows. Entsprechend gibt es auch keine PC-Software dafür. Lediglich selbstgeschriebene Alternativen, wie die oben verlinkte. Das Originalprogramm zum Datentransfer heisst "pip.com" und läuft unter dem Betriebssystem "CP/M". Das war lange vor Win95. Ein Nachteil des µPROM ist, dass er nur mit 25 V und 21 V programmieren kann. Das schränkt die Auswahl der EPROM-Typen ein, denn die neueren mit 2764, 27128 und 27256 mit A am Ende oder C in der Mitte wollen meist 12,5; 12,8 oder 13,0 V sehen. Zum Auslesen und Archivieren ist das natürlich egal.
guck doch mal, ob du einen gebrauchten GALEP4, oder was in der Richtung bekommst. Der benötigt einen Parallelport und Windows XP, oder kleiner. Der programmiert so ziemlich alles. Man kann sich sogar die Parameterdatei, die die zu programmierenden IC's enthält, modifizieren. So habe ich mal per Texteditor ein Russen-EPROM eingefügt, da der eine um 1 oder 2V abweichende Programmierspannung vom 2716 hatte
Frank70 schrieb: > @jim_quakenbush: Danke für den Link. Dieft mir persönlich nur noch nicht > weiter, weil ich leider gar nicht weiß, wie ich anfangen soll. Keinen > Plan vom Programmieren... :-( Man muß nicht "Programmieren", um ein vorliegendes C Programm in ein ausführbares Binary zu überführen. OK, man muß in der Lage sein, ein ZIP auszupacken und "make" einzutippen. Das war es dann aber im wesentlichen schon. Zumindest unter Linux. > @crazyhorse: Das Gerät heißt tatsächlich einfach µProm. Es soll wohl das > erste sein Paßt ja. Für den µProm ist die genannte Software explizit geeignet. > Einen Win95-Rechner hätte ich noch. Ein Rechner mit Linux wäre hilfreicher. Andererseits reicht eine virtuelle Maschine (VMWare, VirtualBox) mit einem Linux drin auch vollkommen aus. Eine serielle Schnittstelle vom Host an den Gast durchreichen, ist ja nun wahrhaftig kein Hexenwerk. Ich schließe mich aber der Empfehlung eines Vorredners an, bei ebay o.ä. nach einem gebrauchten Galep IV (oder sogar Galep III) zu suchen. Dafür gibt es eine DAU-taugliche Windows-Software. Und die alten EPROMs, auf die es dir ankommt, können die auch.
Möchte diesen alten Beitrag zu dem noch älteren Programmer mal wieder hochholen. Ich habe hier den gleichen Dr Böhm µProm, und auch noch einem EPROG 27011 von der selben Generation. Wenn ich einmal ganz tief in den eingemotteten PC´s stöbere finde ich vieleicht auch noch die alte Software wieder. Mittlerweile arbeite ich mit einem TL 886 II und habe das gleiche Problem wie frank70 mit den älteren EProms für 21 oder 25 Volt. Die Idee den alten Brenner wieder in Betrieb zu nehmen finde ich besser, wie das Basteln einer zusätzlichen Spannungsversorgung. Also wenn mittlerweile schon Jemand die Software aufgetrieben hat wäre eine Rückmeldung schön. Und wenn frank70 das mitliest, melde dich einmal bei mir, vieleicht finden wir noch eine Lösung. Gruß aus Hameln, rattenfaenger
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