Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Böhm Eprom-Programmiergerät


von Frank L. (frank70)


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Hallo zusammen,
ich bin neu hier im Forum und habe von Programmierung leider keine 
Ahnung. Als Physiker lernt man da nicht wirklich etwas...
Nun habe ich hier ein Eprom-Programmiergerät "µprom" der Firma Böhm 
geschenkt bekommen. Eine etwas magere Anleitung habe ich dazu im Netz 
gefunden. Mir geht es insbesondere um das Beschreiben von Eproms für 
Flipper, Spielautomaten usw. Ich möchte also nicht selber programmieren, 
sondern einfach Daten von Eproms (80er Jahre) auf meinem Rechner 
auslesen/sichern, Eproms löschen, mit gesicherten Daten beschreiben. Wo 
bekomme ich die dafür notwendige Software her? Hat die jemand? Oder hat 
jemand eine ausführliche Beschreibung des Gerätes?
Wäre für Hilfe dankbar!
Beste Grüße,
Frank70.

von Dieter F. (Gast)


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von H.Joachim S. (crazyhorse)


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Böhm hat mehr als eins gebaut....
Für den Fall, dass du irgendwo Software findest, braucht du 
wahrscheinlich auch noch einen sehr alten (DOS)-PC. Oft lief das über 
direkte Hardwarezugriffe auf die Schnittstelle. Windows95 war glaube ich 
die letzte Version, in der das in der DOS-Box möglich war.

Wenn du nicht Nostalgiker bist, besorge dir ein moderneres 
Programmiergerät.

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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H.Joachim S. schrieb:
> besorge dir ein moderneres Programmiergerät.

Sofern man auf das Programmieren sehr alter EPROMs verzichten kann 
(die mehr als 21V Programmierspannung benötigen), tut der 
"China-EPROMMER" TL866CS ganz gute Dienste. Für den gibt es neben der 
recht ... chinesischen Software auch eine Alternativsoftware für Linux & 
Co, die im Sourcecode vorliegt.

von hinz (Gast)


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H.Joachim S. schrieb:
> Oft lief das über
> direkte Hardwarezugriffe auf die Schnittstelle.

Nicht bei dem von Dr. Böhm.

von avantasia (Gast)


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Frag doch mal im Böhm Forum nach...

http://www.keyswerk.de/forum/index.php

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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hinz schrieb:
> Nicht bei dem von Dr. Böhm.

Ja, das Ding wird an eine serielle Schnittstelle angeschlossen. Man muss 
also nur herausfinden, welches Protokoll es auf dieser Schnittstelle zu 
"sehen" wünscht, d.h. was man dem Biest schicken muss, damit es 
irgendwas macht.

Und das ist in einer der von "jim_quakenbush" verlinkten Dateien 
beschrieben.

Seite 8 beschreibt die Kommunikationsparameter, ab Seite 9 wird das 
Protokoll beschrieben.

von hinz (Gast)


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Rufus Τ. F. schrieb:
> Seite 8 beschreibt die Kommunikationsparameter, ab Seite 9 wird das
> Protokoll beschrieben.

Und das ist so einfach, dass man sich leicht eine Software schreiben 
kann, die die Anforderungen des TE erfüllt.

von Dieter F. (Gast)


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hinz schrieb:
> Und das ist so einfach, dass man sich leicht eine Software schreiben
> kann, die die Anforderungen des TE erfüllt

Für Linux liegt die bei meinem Link bei ...

von Frank70 (Gast)


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Erst mal besten Dank für die vielen schnellen Antworten!! Cooles Forum!

@jim_quakenbush: Danke für den Link. Dieft mir persönlich nur noch nicht 
weiter, weil ich leider gar nicht weiß, wie ich anfangen soll. Keinen 
Plan vom Programmieren...  :-(

@crazyhorse: Das Gerät heißt tatsächlich einfach µProm. Es soll wohl das 
erste sein, die späteren hatte eine Zahl (2000/3000...) dahinter. Ich 
würde schon gerne dieses alte Gerät von einem (leider verstorbenen) 
guten Bekannten nutzen. Einen Win95-Rechner hätte ich noch. Aber die 
Software habe ich ja nun noch nicht. Vlt. hat sie doch noch jemand?

@rufus: Das wäre dann die Notlösung. Ob die Eproms mehr als 21V 
brauchen, weiß ich nicht.

@avatasia: Bei Böhm habe ich nachgefragt. Ich bekomme eine Anleitung per 
Post zugeschickt. Ob das auch nur die Seiten von dem Link sind, weiß ich 
noch nicht. Software hat da keine mehr...

@hinz: Leider ist das für mich nicht einfach.

Wenn noch jemand weiterhelfen kann, würde es mich freuen.
DANKE trotzdem schon mal allen!
Grüße,
Frank70.

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Mit etwas Glück könnte das Linux-Programm ja auf einem Raspberry Pi 
laufen. Installation wird kurz beschrieben, mittels "make" und 
anschließend "make-install". Da im Programmiergerät ein eigener 
6809-Prozessor sitzt, dürfte das Timing des Steuerrechners egal sein. 
Nur 7 Epromtypen war aber schon 1988 etwas veraltet.

Ich habe etwas später den "Easyprommer" am Atari 1040 ST benutzt, zum 
Schluss mit der Shareware "Pinatubo.prg"
http://www.mega-hz.de/ATARI/ATARI%2016Bit/HARDWARE/PINATU17/pinatubo.txt
die konnte sogar mit Adapterplatine die DIL40 und PLCC44 Eproms und ein 
paar Mikrocontroller programmieren.

von Soul E. (Gast)


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Frank70 schrieb:

> @crazyhorse: Das Gerät heißt tatsächlich einfach µProm. Es soll wohl das
> erste sein, die späteren hatte eine Zahl (2000/3000...) dahinter. Ich
> würde schon gerne dieses alte Gerät von einem (leider verstorbenen)
> guten Bekannten nutzen. Einen Win95-Rechner hätte ich noch. Aber die
> Software habe ich ja nun noch nicht. Vlt. hat sie doch noch jemand?

Die eingescannte Bedienungsanleitung zum µProm ohne Nummer gibt's hier: 
http://petsd.net/uprom_Bauanleitung.zip . Der Link wurde ja oben 
schonmal gepostet.

Zu der Zeit als das Gerät auf den Markt kam gab es noch keine PCs und 
kein Windows. Entsprechend gibt es auch keine PC-Software dafür. 
Lediglich selbstgeschriebene Alternativen, wie die oben verlinkte. Das 
Originalprogramm zum Datentransfer heisst "pip.com" und läuft unter dem 
Betriebssystem "CP/M". Das war lange vor Win95.


Ein Nachteil des µPROM ist, dass er nur mit 25 V und 21 V programmieren 
kann. Das schränkt die Auswahl der EPROM-Typen ein, denn die neueren mit 
2764, 27128 und 27256 mit A am Ende oder C in der Mitte wollen meist 
12,5; 12,8 oder 13,0 V sehen. Zum Auslesen und Archivieren ist das 
natürlich egal.

von Gerald B. (gerald_b)


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guck doch mal, ob du einen gebrauchten GALEP4, oder was in der Richtung 
bekommst. Der benötigt einen Parallelport und Windows XP, oder kleiner. 
Der programmiert so ziemlich alles. Man kann sich sogar die 
Parameterdatei, die die zu programmierenden IC's enthält, modifizieren. 
So habe ich mal per Texteditor ein Russen-EPROM eingefügt, da der eine 
um 1 oder 2V abweichende Programmierspannung vom 2716 hatte

von Axel S. (a-za-z0-9)


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Frank70 schrieb:
> @jim_quakenbush: Danke für den Link. Dieft mir persönlich nur noch nicht
> weiter, weil ich leider gar nicht weiß, wie ich anfangen soll. Keinen
> Plan vom Programmieren...  :-(

Man muß nicht "Programmieren", um ein vorliegendes C Programm in ein 
ausführbares Binary zu überführen. OK, man muß in der Lage sein, ein ZIP 
auszupacken und "make" einzutippen. Das war es dann aber im wesentlichen 
schon. Zumindest unter Linux.

> @crazyhorse: Das Gerät heißt tatsächlich einfach µProm. Es soll wohl das
> erste sein

Paßt ja. Für den µProm ist die genannte Software explizit geeignet.

> Einen Win95-Rechner hätte ich noch.

Ein Rechner mit Linux wäre hilfreicher. Andererseits reicht eine 
virtuelle Maschine (VMWare, VirtualBox) mit einem Linux drin auch 
vollkommen aus. Eine serielle Schnittstelle vom Host an den Gast 
durchreichen, ist ja nun wahrhaftig kein Hexenwerk.

Ich schließe mich aber der Empfehlung eines Vorredners an, bei ebay o.ä. 
nach einem gebrauchten Galep IV (oder sogar Galep III) zu suchen. Dafür 
gibt es eine DAU-taugliche Windows-Software. Und die alten EPROMs, auf 
die es dir ankommt, können die auch.

von Peter H. (rattenfaenger)


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Möchte diesen alten Beitrag zu dem noch älteren Programmer mal wieder 
hochholen.
Ich habe hier den gleichen Dr Böhm µProm, und auch noch einem EPROG 
27011 von der selben Generation. Wenn ich einmal ganz tief in den 
eingemotteten PC´s stöbere finde ich vieleicht auch noch die alte 
Software wieder.
Mittlerweile arbeite ich mit einem TL 886 II und habe das gleiche 
Problem wie frank70 mit den älteren EProms für 21 oder 25 Volt. Die Idee 
den alten Brenner wieder in Betrieb zu nehmen finde ich besser, wie das 
Basteln einer zusätzlichen Spannungsversorgung.
Also wenn mittlerweile schon Jemand die Software aufgetrieben hat wäre 
eine Rückmeldung schön.
Und wenn frank70 das mitliest, melde dich einmal bei mir, vieleicht 
finden wir noch eine Lösung.
Gruß aus Hameln,
rattenfaenger

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