Hallo da draußen,
Meine Frage: Angenommen ein Passwort-Manager (PWM) ist auf dem PC
eingerichtet und funktioniert.
Ich kann aber doch weiterhin an das Konto gehen und beim Versuch mich
einzuloggen (und wenn der PWM sein kompliziertes PW eintragen will)
drücke ich einfach auf "Passwort vergessen?" und kann so ein neues PW
einrichten und am PWM vorbei auf das Konto gehen.
Wo ist mein Denkfehler?
Danke für alle Antworten, auch die lustigen und die überheblichen.
Otto aus Berlin
Richter, Otto schrieb:> am PWM vorbei auf das Konto gehen.
Geht. Nachteil ist nur, dass Dein PWM dann noch das ALTE hat. Wenn Du
dann wieder das falsche aus dem PWM verwendest kommt irgendwann der
Fehler...
Richter, Otto schrieb:> Wo ist mein Denkfehler?
Du glaubst, dass der Passwortmanager fuer hoehere Sicherheit erfunden
wurde.
Das stimmt aber nicht, der wurde fuer hoehere Bequemlichkeit erfunden,
das ist genau das Gegenteil.
wendelsberg
Es gibt unterschiedliche Grade von Bequemlichkeit. Ein Password-Manager
ersetzt eine andere Bequemlichkeit, nämlich für die meisten Sites das
gleiche einfach zu merkende Password zu verwenden.
Richter, Otto schrieb:> Wo ist mein Denkfehler?
Nirgends.
Ob Sites durch ein einfaches Mailverfahren neue Passwörter erzeugen und
per Mail zusenden, oder eine zusätzliche Verifikation verlangen, hängt
völlig von der Site ab. Bei Banken ist das üblicherweise deutlich
komplizierter, andere Sites verwenden Sicherheitsabfragen.
Mit dem Password-Manager hat das nichts zu tun. Jedenfalls nicht mit
dem, was im privaten Kontext darunter verstanden wird. Der ist wenig
mehr als ein verschlüsselter Karteikasten beliebigen Inhalts, ohne
Verbindung mit der Site oder Anwendung, zu der das Password gehört.
Richter, Otto schrieb:> drücke ich einfach auf "Passwort vergessen?" und kann so ein neues PW> einrichten und am PWM vorbei auf das Konto gehen.
Nur wenn Du ohne Passwortmanager auf Deine E-Mail zugreifen kannst. Wenn
der E-Mail-Account offen ist wie ein Scheunentor für jeden der Deinen PC
hochfährt ist keiner Deiner anderen Accounts mehr sicher. Wer Dich
angreifen will wird zuerst versuchen Dein E-Mail-Konto zu übernehmen, es
ist quasi der Generalschlüssel/Zweitschlüssel für Dein
Paypal/Amazon/Ebay/Facebook/Wasauchimmer. Das würde ich mit besonderer
Sorgfalt sichern.
A. K. schrieb:> Es gibt unterschiedliche Grade von Bequemlichkeit. Ein Password-Manager> ersetzt eine andere Bequemlichkeit, nämlich für die meisten Sites das> gleiche einfach zu merkende Password zu verwenden.
Und das ist sinnvoll, weil "Password Reuse" heute das größte
Sicherheitsproblem darstellt.
Sinnvolle Features:
- Der Password Manager sollte ggf die Webseite starten können.
- Er sollte bei den üblichen Webseiten-Forms Username und Password auf
Anforderung selbst eintragen können, um nicht immer das Clipboard
verwenden zu müssen.
Welches Programm ausser Password Safe das kann oder nicht kann weiss ich
nicht.
Ich nutze diesen hier:
https://www.safe-in-cloud.com/en/
Die Software speichert die Daten lokal in einer 256 bit AES
verschlüsselten Datenbank/Datei die dann in einem beliebigen
Cloudspeicher liegen kann und gemeinsam mit allen Geräten genutzt wird.
Das ganze betreibe ich für mich auf einem von mir administrierten
Owncloud server. Das ist zwar nicht sicherer als die Datenbank in einer
Dropbox zu lagern, macht aber ein nerdiges Gefühl. :) (Und die Owncloud
war eh da...)
Die Apps und Desktopanwendungen funktionieren einfach.
Robert schrieb:> Könnt Ihr einen guten Passwortmanager empfehlen?
Stift und Papier.
> Geht rein nur um die Bequemlichkeit
Okay, in dem Fall ein Passwortmanager.
Sind halt zwei Fragen, gut oder bequem.
Den nutze ich seit Jahren. Vorteile aus meiner Sicht:
"Sichere" weil lange, kryptische Passworte
Unterschiedliche Passworte
Erinnerung regelmäßig das PW zu ändern
Autostart der Applikation und automatisches Ausfüllen
Also von meinem Verständnis aus würde ich keiner einzigen derartigen
Software vertrauen, die ich nicht selbst geschrieben hab.
Wer sagt mir, dass da nicht Hintertüren für den Programmierer eingebaut
sind?
Der sammelt frech und frei hunderte Passwörter und verkauft sie.
Und wer kennt schon die Programmierer und ihre Arbeitgeber genau?
Mike B. schrieb:> Also von meinem Verständnis aus würde ich keiner einzigen derartigen> Software vertrauen, die ich nicht selbst geschrieben hab.>> Wer sagt mir, dass da nicht Hintertüren für den Programmierer eingebaut> sind?> Der sammelt frech und frei hunderte Passwörter und verkauft sie.> Und wer kennt schon die Programmierer und ihre Arbeitgeber genau?
Hast du schon deinen Browser selber geschrieben?
A. K. schrieb:> Sinnvolle Features:> - Der Password Manager sollte ggf die Webseite starten können.> - Er sollte bei den üblichen Webseiten-Forms Username und Password auf> Anforderung selbst eintragen können, um nicht immer das Clipboard> verwenden zu müssen.> Welches Programm ausser Password Safe das kann oder nicht kann weiss ich> nicht.
KeePass kann das.
Außerdem gibt es ein Bug-Bounty-Programm der EU, das im Januar für 14
Software-Projekte startet (inkl. KeePass). Darin hat die EU insgesamt
850.000 Euro als Belohnung zur Auffindung von Sicherheitslücken
ausgeschrieben:
https://www.heise.de/newsticker/meldung/EU-Projekt-zahlt-fuer-entdeckte-Sicherheitsluecken-in-Open-Source-Software-4260264.htmlMike B. schrieb:> Wer sagt mir, dass da nicht Hintertüren für den Programmierer eingebaut> sind?
Da läßt sich in Open-Source Programmen wenigstens nachschauen, wass der
Programmierer gemacht hat - und das werden wohl auch einige wahrnehmen
im Rahmen des oben genannten EU Projekts. Aber nichts spricht dagegen,
dass du deinen Zettel mit 100 Passwörtern immer mit dir im Portmonai
dabei hast. Ist sicher ganz sicher ;-)
Gerhard
Jemand schrieb:> Mike B. schrieb> Hast du schon deinen Browser selber geschrieben?
Sollte nicht JEDE Software, die auf dem PC läuft in der Lage sein
Passworteingaben zu sammeln!?
Also ist eher die Frage ob man alles was auf der HDD ist selbst
geschrieben hat.
Wobei, was ist mit der Hardware? ;-)
BTW: Zwei-Faktor-Authentifizierung ist nicht kompliziert.
Und es wäre schön wenn es sich endlich durchsetzen würde wenn man bei
Accounts zwecks Passwort Recovery eine sepperate E-Mail Adresse
festlegen könnte.
Jemand schrieb:> Mike B. schrieb:>> Also von meinem Verständnis aus würde ich keiner einzigen derartigen>> Software vertrauen, die ich nicht selbst geschrieben hab.>>>> Wer sagt mir, dass da nicht Hintertüren für den Programmierer eingebaut>> sind?>> Der sammelt frech und frei hunderte Passwörter und verkauft sie.>> Und wer kennt schon die Programmierer und ihre Arbeitgeber genau?>> Hast du schon deinen Browser selber geschrieben?
Es geht nicht um browser sondern um den Schlüssel zum einem Safe voller
Schlüssel.
Was in hardware noch halbwegs sicher sein mag, weil der Hersteller von
Safe und Generalschlüssel nicht unbedingt wissen kann wo beide im
Endeffekt zu finden sind,
ist als Software mit gewollter Verbindung zum internet irgendwie
"merkwürdig".
"naiv" (ohne abwertenden Unterton) ist da wohl die korrekte Bezeichnung
für den User.
Gerhard Z. schrieb:> Außerdem gibt es ein Bug-Bounty-Programm der EU, das im Januar für 14> Software-Projekte startet (inkl. KeePass). Darin hat die EU insgesamt> 850.000 Euro als Belohnung zur Auffindung von Sicherheitslücken> ausgeschrieben:> https://www.heise.de/newsticker/meldung/EU-Projekt-zahlt-fuer-entdeckte-Sicherheitsluecken-in-Open-Source-Software-4260264.html
Danke für die Info, wusste ich noch nicht.
> Aber nichts spricht dagegen,> dass du deinen Zettel mit 100 Passwörtern immer mit dir im Portmonai> dabei hast. Ist sicher ganz sicher ;-)
Zwei Zettel auf einem die PW, auf dem anderen die URLs und das ganze
nicht im Portemonnaie, sondern getrennt aufbewahren.
Die paar PW die man mobil braucht, schreibt man in die Liste und merkt
man sich zusätzlich im Kopf, dann hat man sie immer dabei.
Das geht auch mit kryptischen PW.
Um das also nochmal zu verdeutlichen, die Listen lässt man
logischerweise Zuhause.
Wer will, der kann sie natürlich auch verschlüsselt auf Papier speichern
und sie bei Bedarf auf dem Computer mit einem selbst geschriebenen
Programm entschlüsseln, wenn man das PW braucht.
Möglichkeiten die Sicherheit zu erhöhen gibt es viele.
Mike B. schrieb:> Es geht nicht um browser sondern um den Schlüssel zum einem Safe voller> Schlüssel.
Stimmt schon, dass ein Passwortsafe ein lohnenedes Angriffsziel ist weil
die Beute ein ganzer Bund an Schlüsseln sein kann.
Daher ist es ja auch sinnvoll dabei wählerisch zu sein und ein gut
unterstütztes Open Source Programm zu wählen - bei dem kann man sich
doch recht sicher sein, dass es da keine Hintertür rein schafft. Wenn
dann noch eine unabhängige code revision und/oder Bug Bountys existieren
ist man doch schon sehr sicher.
Trotzdem wird ein Browser öfter angegriffen - was man schon an den
Summen der Bug Bountys sehen kann - die sind dort deutlich umfangreicher
als bei Passwortsafes. Die Nutzeranzahl ist halt viel höher, und damit
sind es die niedriger hängenden Früchte für den Passwortdieb. Bei einem
gezielten Angriff auf eine Person ist natürlich der Passwortsafe das
wertvollere Ziel, aber wenn es nur darum geht möglichst viel Beute zu
machen ist der Browser die sichere Wahl. Schrot-Prinzip eben...
Bastler schrieb:> und ein gut> unterstütztes Open Source Programm zu wählen - bei dem kann man sich> doch recht sicher sein, dass es da keine Hintertür rein schafft.
Nein, kann man nicht.
Der Heartbleed Bug von OpenSSL wurde über Jahre nicht gefunden und
Millionen Server haben OpenSSL verwendet, darunter waren sogar viele
finanzkräftige Unternehmen die die Sicherheit ihrer Server dieser
Software vertrauten aber keinen Cent dafür ausgaben, dass da mal einer
einen Code Audit macht.
https://de.wikipedia.org/wiki/Heartbleed
Sicherheit erhält man nicht dadurch, dass das viele benutzen, sondern
Sicherheit erhält man nur dann, wenn tatsächlich auch jemand nachschaut.
Das wahrscheinlich beste ist ein Buechlein wo man die paare zusammen mit
der Webseite eintraegt.
Das absolut schlechteste sind Passwormanager auf dem Smartphone.
Standardmaessig wollen die auch
- zugriff auf das Adressbuch
- zugriff auf das WLAN
- zugriff auf mobilverbindungen
- das Recht Verbindungen aufzubauen.
- den Rest auch noch
Man muss sich nicht viel Muehe geben, oder extrem schlecht denken ..
Zitronen F. schrieb:> Das absolut schlechteste sind Passwormanager auf dem Smartphone.
Berechtigungen von Keypass2Android Offline:
- Speicher wg Import, Export, Backup
- Vibration
- Fingerabdruck
Keine Internet-Zugriffe. Dafür gibts die Version ohne "Offline", für DB
in der Cloud.
Zitronen F. schrieb:> Das absolut schlechteste sind Passwormanager auf dem Smartphone.
Nicht verallgemeinern, es gibt auch seriöse.
Z.B. Keepass2Android, dort macht sich der Autor sogar die Mühe eine
parallele Version zu pflegen die minimale Berechtigungen benötigt (es
fehlen dann natürlich einige Komfortfunktionen die nur möglich sind wenn
die APP mehr Berechtigungen hat).
Bei Heise war vor Jahren mal eine Methode beschrieben, mit der man sich
selber Passwörter "generieren" kann. Finde den Artikel nicht wieder.
Ich merke mir nur diese Regel und kann mir für jeden Account das
Passwort aus dem Kopf wieder herstellen.
Das PW setzt sich aus 2 Teilen zusammen, einen allgemeinen (1) und einen
Account spezifischen (2).
1
1) DimsP_ (aus dem Satz: "Dies ist mein super Passwort")
2
2) mr.n#15 (aus microcontroller.net: davon den ersten und den letzten
3
Buchstaben von 'microcontroller' dann den '.' und den ersten Buchstaben
4
der domain-Endung, hier 'n'. Danach das '#' und Anzahl der Buchstaben
5
wieder von 'microcontroller'.
6
7
Die beiden zusammengesetzt ergibt 'DimsP_mr.n#15'
8
Oder für g00gle.de dann: 'DimsP_ge.d#6'
Mit der Regel kann man sich für jeden Account ein Passwort generieren
und merkt sich nur die Regel und natürlich den Satz zum generieren des
allgemeinen Teils. Funktioniert sehr gut. Ich schreibe mir nirgends mehr
Passwörter auf. Man kann die Regel ja auch beliebig nach eigenen
Bedüfnissen anpssen. Sie sollte nur immer gleich angewendet werden ;)
Zitronen F. schrieb:> Das wahrscheinlich beste ist ein Buechlein wo man die paare zusammen mit> der Webseite eintraegt.
Und diese unverschlüsselte für jedermann lesbare Quelle aller Passwörter
trägst du immer am Körper oder hast sie im Tresor? Also so, dass
niemand eine Chance hat, reinzuspicken während du kurz weg bist.
Wenn man sowas nicht sehr diszipliniert im Tresor deponiert, halte ich
gute Password Manager für sicherer.
Das Buechlein mit den Logins ist an einem festen Ort, eins auf der
Arbeit, und eins zuhause. Bedeutet ich habe zuhause keine Logins die zur
Arbeit gehoeren und umgekehrt. So etwa.
Ich dacht auch schon dran mir einen Android passwort Manager selbst zu
schreiben. Werd ich auch irgend wann mal tun. In der Zwischenzeit kann
ich mir ja mal das Keepass2Android anschauen.
Zitronen F. schrieb:> einen Android passwort Manager
Nach verlorenen Handys wird die Wiederbeschaffung der PWs interessant.
Die Erfahrung zeigte, daß maschinell gemerkte PWs schneller vergessen
werden als ständig eingetippte.
oszi40 schrieb:> Nach verlorenen Handys wird die Wiederbeschaffung der PWs interessant.> Die Erfahrung zeigte, daß maschinell gemerkte PWs schneller vergessen> werden als ständig eingetippte.
Das Thema "Backup" kennst du doch, oder? Ist übrigens der Grund, weshalb
manche PW-Manager die verschlüsselte Database nicht nur lokal, sondern
zusätzlich auch in der Cloud deponieren können. Wobei das auch eine
private sein darf.
oszi40 schrieb:> Zitronen F. schrieb:>> einen Android passwort Manager>> Nach verlorenen Handys wird die Wiederbeschaffung der PWs interessant.
Warum? In dem Fall kopiere ich mir die Passwortdatenbank erneut vom PC
(wo keepass ebenfalls installiert ist) auf das neue Handy. Wo soll da
das Problem sein? Keepass gibts für Windows, Linux, Mac, Android, iPhone
und noch ein paar mehr.
Ein Backup der Passwortdatenbank auf dem Handy mitzuschleppen hat mir
übrigens schon mehr als einmal fern der Heimat den Tag gerettet, und in
jedem der Fälle war vorher nicht abzusehen daß ich genau diese oder jene
Zugangsdaten in Kürze dringend brauchen werden würde.
oszi40 schrieb:> Die Erfahrung zeigte, daß maschinell gemerkte PWs schneller vergessen> werden als ständig eingetippte.
Tja, blöderweise zeigt die Erfahrung auch, dass gemerkte Passwörter
entweder wiederverwendet werden, oder unsicher sind. Oder beides.
900ss D. schrieb:> Bei Heise war vor Jahren mal eine Methode beschrieben, mit der man sich> selber Passwörter "generieren" kann. Finde den Artikel nicht wieder.> Ich merke mir nur diese Regel und kann mir für jeden Account das> Passwort aus dem Kopf wieder herstellen.https://www.xkcd.com/936/
900ss D. schrieb:> Bei Heise war vor Jahren mal eine Methode beschrieben, mit der man sich> selber Passwörter "generieren" kann. Finde den Artikel nicht wieder.> Ich merke mir nur diese Regel und kann mir für jeden Account das> Passwort aus dem Kopf wieder herstellen.>> Das PW setzt sich aus 2 Teilen zusammen, einen allgemeinen (1) und einen> Account spezifischen (2).> 1) DimsP_ (aus dem Satz: "Dies ist mein super Passwort")> 2) mr.n#15 (aus microcontroller.net: davon den ersten und den letzten> Buchstaben von 'microcontroller' dann den '.' und den ersten> Buchstaben> der domain-Endung, hier 'n'. Danach das '#' und Anzahl der Buchstaben> wieder von 'microcontroller'.>> Die beiden zusammengesetzt ergibt 'DimsP_mr.n#15'> Oder für g00gle.de dann: 'DimsP_ge.d#6'>> Mit der Regel kann man sich für jeden Account ein Passwort generieren> und merkt sich nur die Regel und natürlich den Satz zum generieren des> allgemeinen Teils.
Wenn das bei Heise so öffentlich gezeigt wurde, dann gibt es dafür
sicherlich schon Hashtabellen für jeweils den Teil als Salt, der aus den
Domains bekannter viel genutzter Seiten konstruiert wird.
Damit reduziert sich die Sicherheit deines PW auf die 5 Zeichen deines
super Passworts.
Nano schrieb:> Damit reduziert sich die Sicherheit deines PW auf die 5 Zeichen deines> super Passworts
Ah, ein super Schlauer. Hashtabellen für einen frei definierbaren
String?
Ich glaub du hast es einfach nicht kapiert.
Aus dem Domainteil kannst du doch auch machen was du möchtest.
Aus mikrocontroller.net kannst du auch rm.n-15 machen oder 15mr oder....
oder....
Du sollst dir nur eine Regel definieren, wie du aus der Domain ein paar
Buchstaben/Zahlen/Sonderzeichen generierst. Kann doch jeder machen wie
er möchte.
900ss D. schrieb:> Nano schrieb:>> Damit reduziert sich die Sicherheit deines PW auf die 5 Zeichen deines>> super Passworts>> Ah, ein super Schlauer. Hashtabellen für einen frei definierbaren> String?> Ich glaub du hast es einfach nicht kapiert.
Du hast nicht kapiert was ich geschrieben habe.
Du hast bspw. eine Domain, nehmen wir mal google.de.
Dann ist _ge.d#6 für diese Domain immer gleich.
Das ist dein Salt, damit generierst du nun alle möglichen Hashs die sich
aus diesem Salt und 5 davor gehängten Zeichen bilden.
Und schon reduziert sich deine Anzahl an Hashs auf n^5, wobei n dein
Zeichenvorrat ist.
Nehmen wir für n alle 26 Buchstaben, 10 Ziffern und sagen wir mal noch
10 Sonderzeichen, dann sind das nur 46^5 Kombinationen.
Also nur 205962976 Hashs.
Für die Generierung dieser Hash wird man nicht lange brauchen und da
google.de eine Häufig genutzte Domain ist lohnt sich der Aufwand auch.
Selbstverständlich musst du für eine andere Domain das gleiche noch
einmal machen, aber das konntest du ja meiner Antwort entnehmen bzw.
hast den Punkt wahrscheinlich nicht verstanden.
> Aus dem Domainteil kannst du doch auch machen was du möchtest.
Die Regeln für den Domainteil sind ja vorgegeben.
Den ersten und letzten Buchstaben des Domainnamens, dann ein Punkt
gefolgt von einem # und der Anzahl der Buchstaben des Domainnamens.
Klar, du kannst dir natürlich auch ganz andere Regeln ausdenken, z.b.
nur der zweite Buchstabe und als Zahl die Anzahl der Zeichen im Namen
multipliziert mit 42, aber das sind dann eben ganz andere Regeln und
nicht die, die heise vorgeschlagen hat.
> Aus mikrocontroller.net kannst du auch rm.n-15 machen oder 15mr oder....
Klar, aber das ist eben nicht DER heise Algorithmus.
900ss D. schrieb:> ...
Ach noch ein Tipp.
Ändere mal dein PW hier auf mikrocontroller.net.
Du hast schließlich jedem verraten wie du deine Passwörter hier
generierst und n^5 ist eben kein großer Aufwand.
Im übrigen hat das ganze noch einen weiteren Nachteil.
Manchmal werden auch ohne verschulden des Nutzers die Server gehackt und
in Folge die Passwörter resettet.
Dann musst du dir für die betroffene Seite eine neue Regel ausdenken.
Nano schrieb:> Selbstverständlich musst du für eine andere Domain das gleiche noch> einmal machen, aber das konntest du ja meiner Antwort entnehmen bzw.> hast den Punkt wahrscheinlich nicht verstanden.
Ach und damit das nicht falsch verstanden wird.
Natürlich macht man das nur für eine Handvoll bekannter und viel
genutzter Domains.
Und somit ganz sicher nicht für den Login des Ortsverreins
"Hintertupfing Fahrradclub".
Nano schrieb:> Die Regeln für den Domainteil sind ja vorgegeben.
Nein, eben nicht. Du darfst dir eine eigene aussuchen.
900ss D. schrieb:> Aus dem Domainteil kannst du doch auch machen was du möchtest.Nano schrieb:> aber das sind dann eben ganz andere Regeln und> nicht die, die heise vorgeschlagen hat
Hat Heise nie vorschlagen. Nur das Prinzip aber jeder darf seine eigene
Methode nehmen. Und nichts anderes sagte ich auch.
Nano schrieb:> Klar, aber das ist eben nicht DER heise Algorithmus.
Es gibt nicht DEN Heise Algorithmus. Nur das Prinzip .s.o. Weshalb
möchtest du das nicht kapieren?
Nano schrieb:> Dann musst du dir für die betroffene Seite eine neue Regel ausdenken.
In dem Fall ja.
Nano schrieb:> Du hast schließlich jedem verraten wie du deine Passwörter hier> generierst
Guter Witz, aber fang schon mal an zu probieren :-)
900ss D. schrieb:> Nano schrieb:>> Die Regeln für den Domainteil sind ja vorgegeben.>> Nein, eben nicht. Du darfst dir eine eigene aussuchen.
Das hast du oben nicht geschrieben da steht ganz klar:
"
> Bei Heise war vor Jahren mal eine Methode beschrieben, mit der man sich> selber Passwörter "generieren" kann. Finde den Artikel nicht wieder.> Ich merke mir nur diese Regel
"
Man achte auf die beiden Wörter "diese Regel". Also nicht viele
verschiedenen Regeln, sondern nur eine und darunter wird diese "EINE"
Regel dann erklärt.
Von den Wörtern "aussuchen", "bspw.", "ungefähr könnte das so aussehen"
usw. steht da nichts.
> 900ss D. schrieb:> Und nichts anderes sagte ich auch.
Doch, es ist eine Regel, es ist diese Regel.
Es ist ja schön, dass du das jetzt hinterher erweiterst, aber ich lag da
schon richtig mit meinem Einwand, da du das zu dem Zeitpunkt ja nirgends
klar gestellt hast.
Es ist nicht einmal nachprüfbar, ob das mit dem Erweitern erst jetzt
kommt, nach dem mein Posting dich über den Fehler aufgeklärt hat.
> Weshalb> möchtest du das nicht kapieren?
Jetzt wirst du ungerechtfertigt frech, dabei ist es allein dein Fehler,
wenn du dich nicht richtig ausdrücken kannst.
> Nano schrieb:>> Dann musst du dir für die betroffene Seite eine neue Regel ausdenken.>> In dem Fall ja.
Ja und damit musst du dir mindestens eine Liste führen, bei welchen
Accounts du inzwischen bei Level 2 bist.
Nano schrieb:> Das hast du oben nicht geschrieben da steht ganz klar:> ">> Bei Heise war vor Jahren mal eine Methode beschrieben, mit der man sich>> selber Passwörter "generieren" kann. Finde den Artikel nicht wieder.>> Ich merke mir nur diese Regel
Und weiter unten im gleichen Posting schrieb ich:
900ss D. schrieb:> Man kann die Regel ja auch beliebig nach eigenen Bedüfnissen anpssen.
Du hast nur nicht alles gelesen oder bist nicht in der Lage, Texte
sinnerfassend zu lesen.
900ss D. schrieb:> 900ss D. schrieb:>> Man kann die Regel ja auch beliebig nach eigenen Bedüfnissen anpssen.>> Du hast nur nicht alles gelesen oder bist nicht in der Lage, Texte> sinnerfassend zu lesen.
Können ist kein muss, sondern optional.
Und so liest sich das auch, es gibt diese eine Regel und sie abzuändern,
das ist optional, da es ein Kann ist und kein muss.
Wäre es anders, dann hättest du bspw. geschrieben:
"Die obige Regel ist nur ein Beispiel wie so eine Regel aussehen kann
und sollte dringend angepasst werden. "
So etwas steht in deinem Posting nirgends.
Nano schrieb:>> Nano schrieb:>>> Dann musst du dir für die betroffene Seite eine neue Regel ausdenken.>>>> In dem Fall ja.>> Ja und damit musst du dir mindestens eine Liste führen, bei welchen> Accounts du inzwischen bei Level 2 bist.
Das "Level-up" betrifft jede Seite, denn das Abhandenkommen eines
Passworts kompromittiert die Sicherheit aller anderen erheblich.
Nano schrieb:> das ist optional, da es ein Kann ist und kein muss.
stimmt, bravo. Es ist ein kann und kein muss. Es ist nur schlau es zu
ändern.
Aber es ging doch darum, dass es nicht nur eine Regel gibt, was du
angenommen hattest, nur ich nirgends geschrieben.
Nano schrieb:> Wäre es anders, dann hättest du bspw. geschrieben
Jaaa, immer sind die anderen Schuld. Weiß ich doch.
Ich gebe dir demnächst meine Texte vor Veröffentlichung zur Durchsicht.
Dann kann das nicht mehr passieren. Bitte melde dich an, damit ich dir
meine Postings vorher schicken kann.
Und nun ist gut, es wird/ist OT. Du hast inzwischen kapiert wie das
sinnvoll angewendet werden kann. Mach es oder lass es.
Jemand schrieb:> Nano schrieb:>>> Nano schrieb:>>>> Dann musst du dir für die betroffene Seite eine neue Regel ausdenken.>>>>>> In dem Fall ja.>>>> Ja und damit musst du dir mindestens eine Liste führen, bei welchen>> Accounts du inzwischen bei Level 2 bist.>> Das "Level-up" betrifft jede Seite, denn das Abhandenkommen eines> Passworts kompromittiert die Sicherheit aller anderen erheblich.
Nein, bei einer einfachen Liste oder Passwortmanager wird das alte PW
einfach durch ein neues ersetzt.
Er dagegen muss sich einen neuen Algorithmus ausdenken und noch merken,
welcher Algorithmus zu welchem Login gehört.
Der Aufwand steigt.