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Forum: HF, Funk und Felder 868 MHz Reichweitentests


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Autor: Marc M. (mmueller777)
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Hallo,

im Rahmen einer Abschlussarbeit soll ich den Einfluss verschiedener 
Materialien auf die Reichweite verschiedener Sensor/Funksysteme 
überprüfen.
Im Bereich von Bluetooth Low Energy, ist dies ja mit den RSSI Werten 
sehr leicht möglich. Für eine 868er Frequenz fehlt mir allerdings noch 
ein Ansatz.

Grob kann man sich das z. B. so vorstellen. Ich möchte einen 
Temperatursensor verbuddeln und dann die Signalstärke/Reichweite für 
unterschiedliche Feuchtegehalte im Boden messen. Für die Versuche ist es 
nicht mal zwingend notwendig, dass ein Sensor mit verbaut ist.

Ich würde mich riesig über Ideen freuen.
Vielen Dank und LG Marc

Autor: K. S. (the_yrr)
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Moin,
die meisten etwas komplexeren Transmitter (alles was über SPI/IIC 
konfiguriert wird sollte das können) geben auch einen RSSI Wert aus, 
z.b. ein CC1101 oder SX1276, gibt es auch als Module

Autor: Funker #2 (Gast)
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Wenns was selbst gemachtes(/= 868 Temp.sensor+rtl-Stick) sein soll:

Viele Transceiver liefern dir den RSSI/SNR Wert des letzten Paketes wenn 
du höflich fragst..

z.B. SX1268

Autor: Marc M. (mmueller777)
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Vielen Dank schonmal für die Hinweise. Nur ist es so, dass ich mich 
leider null mit diesen Dingen auskenne. Gibt es eine "fertige 
Laienlösung" dafür?

Autor: Christian S. (roehrenvorheizer)
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Hallo,

"arbeit soll ich den Einfluss verschiedener Materialien auf die 
Reichweite"


das ist ja eine tolle Idee.

Nur, wie möchtest Du Verfälschungen durch Reflexionen ausschließen? Dazu 
müßtest Du im idealen Freiraum messen (ISS) oder an den Rändern 
vollständig absorbieren. Kannst Du diese Randbedingungen herstellen?

MfG

Autor: dl1hwo (Gast)
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Marc M. schrieb:
> Vielen Dank schonmal für die Hinweise. Nur ist es so, dass ich
> mich
> leider null mit diesen Dingen auskenne. Gibt es eine "fertige
> Laienlösung" dafür?

Bei dem Thema und im Rahmen einer Abschlußarbeit sollte man in der Lage 
sein sich fehlendes Wissen anzulesen. Sag bitte wo genau die 
Wissenslücken sind, damit wir ggf. passendes Lesematerial empfehlen 
können.

MfG

Autor: Robert (Gast)
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Marc M. schrieb:
> Gibt es eine "fertige
> Laienlösung" dafür?

z.B Homematic und FHEM als Software, da werden Dir die RSSI-Werte direkt 
angezeigt

Autor: Christian S. (roehrenvorheizer)
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" dass ich mich leider null mit diesen Dingen auskenne. Gibt es eine 
"fertige Laienlösung" dafür?"

Oh, ein ernster Fall...

MfG

Autor: Michael W. (dbru61)
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Marc M. schrieb:
> im Rahmen einer Abschlussarbeit soll ich den Einfluss verschiedener
> Materialien auf die Reichweite verschiedener Sensor/Funksysteme
> überprüfen.

Also eine Dämpfungsmessung.

> Vielen Dank schonmal für die Hinweise. Nur ist es so, dass ich
> mich
> leider null mit diesen Dingen auskenne. Gibt es eine "fertige
> Laienlösung" dafür?

Rollmaßband und Spaten.

Marc M. schrieb:
>
> Grob kann man sich das z. B. so vorstellen. Ich möchte einen
> Temperatursensor verbuddeln und dann die Signalstärke/Reichweite für
> unterschiedliche Feuchtegehalte im Boden messen. Für die Versuche ist es
> nicht mal zwingend notwendig, dass ein Sensor mit verbaut ist.
>
> Ich würde mich riesig über Ideen freuen.

Dann mach das doch, wie von Dir vorgeschlagen.

868MHz Funkthermometer kaufen, Sensor nacheinander in verschiedenen 
Medien einbuddeln, x-Meter entfernen und Empfänger (Thermomter) 
einschalten. Wenn Messwerte angezeigt werden, ist die Reichweitengrenze 
noch nicht erreicht. GGf. mittels Rollmaßband Reichweitengrenze 
feststellen.

Im Ernst, was nützen Dir RSSI-Werte, wenn Du überhaupt keine reellen 
Maßstab hast also Pegel oder Feldstärke messen kannst?


Grüße

Michael

Autor: Marc M. (mmueller777)
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dl1hwo schrieb:
> Sag bitte wo genau die
> Wissenslücken sind, damit wir ggf. passendes Lesematerial empfehlen
> können.

Vielen Dank für das Angebot. Ich studiere Bauingenieurwesen und der 
gesamte Bereich ist neu für mich. Ich habe mich jetzt schon bereits 2 
Monate mit fachfremden Dingen beschäftigt.

Wie lange würde es denn dauern aus einem "sx1268" ein funktionierendes 
System zu bauen? Falls dies möglich ist, würde ich mich auch über eine 
Anleitung etc freuen, falls es soetwas gibt.

Wenn man versuchen würde sich in alle Bereiche einzuarbeiten und alles 
selbst zu machen, wäre Forschung generell limitiert. Ich halte es für 
sinnvoller sich auf seine Schlüsselfähigkeiten zu fokussieren.

Autor: Name H. (hacky)
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Ja. In der Tat. Man geht also hin und fragt :
- Wie tief gehen 868 MHz in den Boden ?

Antwort :
Haengt vom Wassergehalt und der Antenne ab.

du ziehst also beides hervor. Und hast ein Budget.
Vielleicht macht das jemand hier. Oder ein Prof
einer befreundeten Elektro Fakultaet setzt ein
Projekt auf.

Dann gibt's irgendwelche parametrierten Kurven.

Die naechste Frage ist dann : Was soll das Ganze ?
Weil, eingebuddelte Antennen sind irgendwie doof.

: Bearbeitet durch User
Autor: K. S. (the_yrr)
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Marc M. schrieb:
> Vielen Dank schonmal für die Hinweise. Nur ist es so, dass ich mich
> leider null mit diesen Dingen auskenne. Gibt es eine "fertige
> Laienlösung" dafür?

Laienlösung wäre Ardunio + ein SPI/IIC Modul zu dem es eine Lib gibt 
wenn du Programmieren kannst, wenn nicht ein fertiger Sender wie ein 
Funkthermometer und ein SDR am PC

Marc M. schrieb:
> Wie lange würde es denn dauern aus einem "sx1268" ein funktionierendes
> System zu bauen?
Am einfachsten mit einem µC (z.b. Arduino), ein R Pi oder eine IIC/SPI 
Schnittstelle für den PC, nur dafür musst du alles selber machen, bei 
den ersten beiden gitb es eventuell fertige Bibliotheken zur 
Ansteuerung, nur ohne Programmieren wirst du nur auskommen mit fertigem 
Sender und SDR.

Autor: Marc M. (mmueller777)
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K. S. schrieb:
> ohne Programmieren wirst du nur auskommen mit fertigem
> Sender und SDR.

Vielen Dank, so werde ich es machen :).

Hat eigentlich die Luftfeuchtigkeit einen entscheidenden Einfluss auf 
die Reichweite wenn man "Outdoor" funkt?

Autor: K. S. (the_yrr)
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Marc M. schrieb:
> Hat eigentlich die Luftfeuchtigkeit einen entscheidenden Einfluss auf
> die Reichweite wenn man "Outdoor" funkt?
zu viel Wasser kann die Reichweite verringern, aber ab welcher 
Luftfeuchtigkeit das signifikant wird oder ob es dafür richtig Nebel 
braucht kannst du ja schnell selber messen.

als SDR könnte ein DVB-T Stick mit rtl2832 reichen, google einfach mal 
"DVB-T SDR", bei fertigen Sendern auf die Ausrichtung der Antenne und je 
nach Hardware unterscheidliche Sendeleistung achten, sonst misst du nur 
Müll, und dann am besten alle Sender mit dem SDR messen und besser 
vergleichen zu können

Autor: Melzig (Gast)
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Immerhin bist du nicht ganz doof, aber der RSSI-Werte sind
als "Messwerte" einen Scheiss wert.

Zum "Messen" gehoert kalibriertes Equipment.
Z.B ein Spektrumanalyzer.

Wenn deine Schule sowas nicht hat, nicht auftreiben kann oder will,
würde ich ihnen den 3. Finger nach oben zeigen.

Autor: oszi40 (Gast)
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Melzig schrieb:
> 3. Finger nach oben

Davon bekommt er noch keine Abschlussarbeit. Im Prinzip sollte man erst 
mal fragen was die Vorgänger an Messgeräten verfügbar hatten. Spaten und 
Zollstock?

Autor: Marc M. (mmueller777)
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Melzig schrieb:
> Zum "Messen" gehoert kalibriertes Equipment.
> Z.B ein Spektrumanalyzer.

Danke, das sieht sinnvoll aus. Benötige ich dazu noch irgendwelches 
zusätzliche Hardware oder Software?
Wenn ich als Sender ein Funkthermometer benutzen würde, hätte ich ja das 
Problem, dass dieses wahrscheinlich nur 1 mal pro Minute für einen kurze 
Zeit sendet.

Gibt es etwas, was einfach nur konstant mit einstellbaren Frequenzen 
sendet und sonst nichts macht?

Vielen Dank

Autor: Matthias K. (oskito)
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So ganz erschließt sich mir Dein Problem nicht.
Geht es darum, nur Möglichkeiten einzuschätzen oder nur Größenordnungen 
zu vergleichen?

Für wirkliches Messen, müßten die Bedingungen klar definiert werden.
z.B. Sende-Leistung, Aufbau der Antennen, Fremdeinflüsse (ausschließen), 
Empfindlichkeit des Empfängers.
Das wird Deine Möglichkeiten überschreiten.
Das sollte man dann wirklich an eine entsprechende Fakultät auslagern.
Sehr wahrscheinlich haben die bereits vergleichende Messungen 
durchgeführt - oder wissen, wos steht.

Um selbst nur zu vergleichen, ob eine angestrebte Lösung mit der 
Frequenz praktisch realisierbar ist, könntest Du 
Sender-Empfänger-Systeme mit dem Frequenzband 868MHz recherchieren, z.B. 
Modellbau, Torantriebe, u.s.w.

Gerade im Modellbau gibt es preiswerte Sender und Empfänger.
(z.B. 
https://www.premium-modellbau.de/frsky-r9m-eu-hf-sendemodul-jr-r9-empfaenger-868mhz-long-range-set) 
Welche Komponeneten außerdem gebraucht werden, solltest Du mit 
Modellbauern in Deiner Region klären. Vielleicht findest Du jemanden, 
der Dich sogar mit Technik unterstützt.

Doch das Problem bleibt: Mit welchen Leistungen und Antennen und auf 
welchen Kanälen und soll gearbeitet werden?
Wie wird verhindert, daß sich Systeme auf diesem Frequenzband 
gegenseitig beeinflussen?

: Bearbeitet durch User
Autor: 60GHz (Gast)
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Marc M. schrieb:

> Gibt es etwas, was einfach nur konstant mit einstellbaren Frequenzen
> sendet und sonst nichts macht?

Ein WFM TV Kopfhörer System auf 86xMHz?

Das Digitalzeugs auf ~868 MHz darf immer nur kurz senden..

Autor: eRFrIeD (Gast)
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> Gibt es etwas, was einfach nur konstant mit einstellbaren Frequenzen
> sendet und sonst nichts macht?

Das macht eigentlich jeder (UHF-)RFID-Leser.
Leider nicht ganz billig. Aber gut progrmmierbar was Frequenz
und Leistung angeht.

Autor: Werner (Gast)
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Den da nehmen und einen Temperatursensor verbuddeln

https://www.seegel-systeme.de/produkt/raspyrfm-ii/

Skript gibt RSSI Werte mit aus.

Werner

Autor: MiWi (Gast)
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60GHz schrieb:
> Marc M. schrieb:
>
>> Gibt es etwas, was einfach nur konstant mit einstellbaren Frequenzen
>> sendet und sonst nichts macht?
>
> Ein WFM TV Kopfhörer System auf 86xMHz?
>
> Das Digitalzeugs auf ~868 MHz darf immer nur kurz senden..

Für den Fall wo sowas verbaut werden sollte (zB. 
Temperatur/Feuchteverläufe in vergossenem Beton messen damit die 
Aushärtungsparameter in 2m Tiefe  festgestellt und protokolliert werden 
kann) sind solche Sendezeitbeschränkungen vollkommen irrelevant. Da ist 
es wichtig das es funktioniert - und das Sensorsystem die rohe Gewalt 
des eingegossenen Betons zuverlässig überlebt.


Und wenn das dann vergossen ist - dann ist das Signal kaum mehr messbar 
und - je nach Qualität der verbauten Batterie - ist der Sender nach 
einigen Wochen, spätestens dann wenn die Baustelle der Öffentlichkeit 
übergeben wird - vollkommen tot - und wird  bis zum Abreißen des 
Bauwerks auch keine Sendemöglichkeiten mehr haben.

BTDT...

@TO: Suche Dir eine Kooperation mit einem EMV-Labor in Deiner Gegend, 
ggfs an der Nachbar-Uni, die haben das Equipment und vor allem KnwoHow 
wie man das messen kann - und die können Dir auch entsprechend saubere 
Umgebungen zur Verfügung stellen (Feldfreier Raum) - und suche die 
Kooperation mit einem Bauunternehmen, dem es lohnend genug erscheint 
mehrere m³ Sand/Beton/Lehm/was auch immer in der Gegend 
herumzuschaufeln, damit Du Deine Sensoren reproduzierbar ein- und wieder 
ausbuddeln (lassen) kannst.

Drecksarbeit... aber für uns hat es sich gelohnt....

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