Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Überkopfzünden eines TRIAC verhindern


Announcement: there is an English version of this forum on EmbDev.net. Posts you create there will be displayed on Mikrocontroller.net and EmbDev.net.
von Flole L. (Firma: Flole) (flole998)


Angehängte Dateien:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo,

ich habe einen Dimmer gebaut der mit einem MCU 230V LEDs dimmt. Leider 
habe ich im niedrigen Dimmbereich Probleme mit dem überkopfzünden des 
TRIACs. Das ist ein BTA26 für 600V, 50mA Snubberless, dementsprechend 
habe ich Snubber und Ableitwiderstand weggelassen. Versuche mit 
Snubber(Wima 0.047/400 und 27R Widerstand) und Varistor haben leider 
keine Besserungen gebracht, mit dem Snubber wird es sogar schlimmer. Mit 
einer Glühlampe als zusätzliche Last hingegen sind die Probleme weg. Was 
genau könnte ich jetzt hier für Maßnahmen ergreifen (abgesehen von einer 
Glühlampe parallelschalten) um das alles zu verbessern? Ist ein 
Ableitwiderstand vielleicht die Lösung?

Im Anhang der Schaltplan des Lastteils, eine Ansteuerung des MOCs findet 
zum (falschen) Zeitpunkt des Zündens ganz sicher nicht statt.

von oldeurope O. (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Mach mal 330 Ohm zwischen Gate und M1

LG
old.

von Harald W. (wilhelms)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Flole L. schrieb:

> Im Anhang der Schaltplan des Lastteils,

Wenn Du den Schaltplan richtig gezeichnet hast, frage ich mich,
wo die Spannung zum Zünden herkommt.

von Sven P. (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Flole L. schrieb:
> ich habe einen Dimmer gebaut der mit einem MCU 230V LEDs dimmt. Leider
> habe ich im niedrigen Dimmbereich Probleme mit dem überkopfzünden des
> TRIACs.

Bist du sicher, dass du das Problem im BTA26 hast?
In deinem Optotriac ist nämlich auch noch ein Triac drin.

Es gibt snubberless-Optotriacs.

von Flole L. (Firma: Flole) (flole998)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Aus der W. schrieb:
> Mach mal 330 Ohm zwischen Gate und M1


Das war der entscheidende Denkanstoß: Eine Verkleinerung des 1k 
Gate-Vorwiderstandes (R5) auf 330 Ohm hat es gelöst. Wenns keine 
Einwände gibt warum man das nicht so machen sollte, würde ich das jetzt 
einfach mit 330 Ohm machen und glücklich sein.

von Harald W. (wilhelms)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Flole L. schrieb:

> Das war der entscheidende Denkanstoß: Eine Verkleinerung des 1k
> Gate-Vorwiderstandes (R5) auf 330 Ohm hat es gelöst.

Hast Du deinen falschen Schaltplan inzwischen korrigiert?

von Thomas (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@Sven P. (haku
Im Datasheet steht:
'Isolated triac driver devices'

Will heißen, Triac-Treiber, aber kein Troac an sich.

von Manfred (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Harald W. schrieb:
> Wenn Du den Schaltplan richtig gezeichnet hast, frage ich mich,
> wo die Spannung zum Zünden herkommt.

Die Schaltung ist nicht so ganz geschickt gezeichnet, aber die 
Gatespannung kommt vom Pin2 über den Optotriac.

Der Widerstand ist mit 1kOhm relativ groß gewählt, unter 50V kann der 
Gatestrom nicht gewährleistet werden, zu wenig Gatestrom pflegen Triacs 
heftig zu verübeln.

Und, wie schon von old gesagt, würde ein Widerstand zwischen Gate und A 
nicht schaden.

Ist halt schwierig, einfach mal aus dem Datenblatt des MOC30* abzumalen.

von Flole L. (Firma: Flole) (flole998)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Harald W. schrieb:
> Hast Du deinen falschen Schaltplan inzwischen korrigiert?

Wenn ich das Teil zerlege um alle Widerstände zu tauschen werde ich auch 
nochmal einen Blick von unten auf die Platine werfen und den Schaltplan 
entsprechend anpassen (die geänderten Widerstände müssen ja auch 
eingetragen werden). Da war mal ein Problem, das weiß ich, ich dachte 
aber ich hätte es im Schaltplan auch schon korrigiert.

von Flole L. (Firma: Flole) (flole998)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Manfred schrieb:
> Und, wie schon von old gesagt, würde ein Widerstand zwischen Gate und A
> nicht schaden.

Die Größe dann verändern oder ebenfalls 330 Ohm dort nehmen obwohl der 
andere nun verkleinert wurde?

Manfred schrieb:
> Ist halt schwierig, einfach mal aus dem Datenblatt des MOC30* abzumalen.

Wenn man ins Fairchild-Datenblatt schaut ist das was ich da hab so 
ziemlich der Schaltplan für eine resistive Load, als Inductive Load kann 
man die LED Leuchtmittel ja nun nicht gerade bezeichnen mit der ganzen 
Kapazität, weshalb ich den genommen hatte. Im Prinzip ist es ja auch der 
"Typical Application Circuit", nur eben ohne Snubber und 0.05 µF 
Kondensator/470Ohm Widerstand (was ich auch für einen Snubber gehalten 
hab). So bin ich auch in der Größenordnung 1k als Gatewiderstand 
gelandet

von Harald W. (wilhelms)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Manfred schrieb:
> Harald W. schrieb:
>> Wenn Du den Schaltplan richtig gezeichnet hast, frage ich mich,
>> wo die Spannung zum Zünden herkommt.
>
> Die Schaltung ist nicht so ganz geschickt gezeichnet, aber die
> Gatespannung kommt vom Pin2 über den Optotriac.

Ah ja, jetzt sehe ich auch, das eine Leitung mitten durch den
Triac gezeichnet wurde. Ob der Triac wohl für diese Leitung
durchbohrt wurde? :-)

von Flole L. (Firma: Flole) (flole998)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Harald W. schrieb:
> Ah ja, jetzt sehe ich auch, das eine Leitung mitten durch den
> Triac gezeichnet wurde. Ob der Triac wohl für diese Leitung
> durchbohrt wurde? :-)

Das war die nachträgliche Korrektur weil ichs zunächst falsch gemacht 
hatte (war mir doch so als ob ich das korrigiert hatte) ;) Wo die vorher 
hin ging ist ja unschwer zu erkennen.....

von Manfred (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Harald W. schrieb:
> Ob der Triac wohl für diese Leitung durchbohrt wurde? :-)

Der hat ab Werk ein 4,1mm Loch, da geht der dünne Draht locker durch :-)

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Um es noch einmal zu sagen (wie in fast jedem Thread zu den MOC) - für 
Anwendungen bei 230V~ ist der MOC3021 nicht geeignet und schlägt bei 
Transienten auf dem Netz bei uns Europäern schnell mal durch.

Der MOC3051 ist da besser geeignet, wenn man den ZC Detektor nicht haben 
will.

von Peter R. (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Das "über-Kopf-Zünden" wird bei schnellem Spannungsanstieg auch durch 
den kapazitiven Strom über die Sperrschicht des (Haupt-)Triac ausgelöst.

Bei der obigen Schaltung ist aber der Widerstand zwischen 
Steuerelektrode und A1 bzw. M1 bei nicht gezündetem MOC sehr hoch.

Der Widerstand von 1k (oder besser 330 Ohm) leitet dann diesen im 
Haupttriac entstehenden Strom ab, sodass erst der im MOC durchgelassende 
Strom zündet.

von Sven P. (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Thomas schrieb:
> @Sven P. (haku
> Im Datasheet steht:
> 'Isolated triac driver devices'
>
> Will heißen, Triac-Treiber, aber kein Troac an sich.

Dann guck aber mal ins Datenblatt.
Der MOC3021 verkraftet weniger dU/dt, als ein stinknormaler 
(nicht-snubberless)-Triac...

von ich_peter (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
ich bin auch bei Sven, zumal der Snubber für den Moc nicht viel kostet

Antwort schreiben

Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig. Wenn Sie automatisch per E-Mail über Antworten auf Ihren Beitrag informiert werden möchten, melden Sie sich bitte an.

Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten!

  • Groß- und Kleinschreibung verwenden
  • Längeren Sourcecode nicht im Text einfügen, sondern als Dateianhang

Formatierung (mehr Informationen...)

  • [c]C-Code[/c]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] - Link zu Artikel
  • Verweis auf anderen Beitrag einfügen: Rechtsklick auf Beitragstitel,
    "Adresse kopieren", und in den Text einfügen




Bild automatisch verkleinern, falls nötig
Bitte das JPG-Format nur für Fotos und Scans verwenden!
Zeichnungen und Screenshots im PNG- oder
GIF-Format hochladen. Siehe Bildformate.
Hinweis: der ursprüngliche Beitrag ist mehr als 6 Monate alt.
Bitte hier nur auf die ursprüngliche Frage antworten,
für neue Fragen einen neuen Beitrag erstellen.

Mit dem Abschicken bestätigst du, die Nutzungsbedingungen anzuerkennen.