Überkopfzünden eines TRIAC verhindern

OP (Firma: Flole) #5689097
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Hallo,

ich habe einen Dimmer gebaut der mit einem MCU 230V LEDs dimmt. Leider 
habe ich im niedrigen Dimmbereich Probleme mit dem überkopfzünden des 
TRIACs. Das ist ein BTA26 für 600V, 50mA Snubberless, dementsprechend 
habe ich Snubber und Ableitwiderstand weggelassen. Versuche mit 
Snubber(Wima 0.047/400 und 27R Widerstand) und Varistor haben leider 
keine Besserungen gebracht, mit dem Snubber wird es sogar schlimmer. Mit 
einer Glühlampe als zusätzliche Last hingegen sind die Probleme weg. Was 
genau könnte ich jetzt hier für Maßnahmen ergreifen (abgesehen von einer 
Glühlampe parallelschalten) um das alles zu verbessern? Ist ein 
Ableitwiderstand vielleicht die Lösung?

Im Anhang der Schaltplan des Lastteils, eine Ansteuerung des MOCs findet 
zum (falschen) Zeitpunkt des Zündens ganz sicher nicht statt.
Angehängte Dateien:
Gast #5689153
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Flole L. schrieb:
> ich habe einen Dimmer gebaut der mit einem MCU 230V LEDs dimmt. Leider
> habe ich im niedrigen Dimmbereich Probleme mit dem überkopfzünden des
> TRIACs.

Bist du sicher, dass du das Problem im BTA26 hast?
In deinem Optotriac ist nämlich auch noch ein Triac drin.

Es gibt snubberless-Optotriacs.
Gast #5689176
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Harald W. schrieb:
> Wenn Du den Schaltplan richtig gezeichnet hast, frage ich mich,
> wo die Spannung zum Zünden herkommt.

Die Schaltung ist nicht so ganz geschickt gezeichnet, aber die 
Gatespannung kommt vom Pin2 über den Optotriac.

Der Widerstand ist mit 1kOhm relativ groß gewählt, unter 50V kann der 
Gatestrom nicht gewährleistet werden, zu wenig Gatestrom pflegen Triacs 
heftig zu verübeln.

Und, wie schon von old gesagt, würde ein Widerstand zwischen Gate und A 
nicht schaden.

Ist halt schwierig, einfach mal aus dem Datenblatt des MOC30* abzumalen.
OP (Firma: Flole) #5689177
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Harald W. schrieb:
> Hast Du deinen falschen Schaltplan inzwischen korrigiert?

Wenn ich das Teil zerlege um alle Widerstände zu tauschen werde ich auch 
nochmal einen Blick von unten auf die Platine werfen und den Schaltplan 
entsprechend anpassen (die geänderten Widerstände müssen ja auch 
eingetragen werden). Da war mal ein Problem, das weiß ich, ich dachte 
aber ich hätte es im Schaltplan auch schon korrigiert.
OP (Firma: Flole) #5689197
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Manfred schrieb:
> Und, wie schon von old gesagt, würde ein Widerstand zwischen Gate und A
> nicht schaden.

Die Größe dann verändern oder ebenfalls 330 Ohm dort nehmen obwohl der 
andere nun verkleinert wurde?

Manfred schrieb:
> Ist halt schwierig, einfach mal aus dem Datenblatt des MOC30* abzumalen.

Wenn man ins Fairchild-Datenblatt schaut ist das was ich da hab so 
ziemlich der Schaltplan für eine resistive Load, als Inductive Load kann 
man die LED Leuchtmittel ja nun nicht gerade bezeichnen mit der ganzen 
Kapazität, weshalb ich den genommen hatte. Im Prinzip ist es ja auch der 
"Typical Application Circuit", nur eben ohne Snubber und 0.05 µF 
Kondensator/470Ohm Widerstand (was ich auch für einen Snubber gehalten 
hab). So bin ich auch in der Größenordnung 1k als Gatewiderstand 
gelandet
#5689198
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Manfred schrieb:
> Harald W. schrieb:
>> Wenn Du den Schaltplan richtig gezeichnet hast, frage ich mich,
>> wo die Spannung zum Zünden herkommt.
>
> Die Schaltung ist nicht so ganz geschickt gezeichnet, aber die
> Gatespannung kommt vom Pin2 über den Optotriac.

Ah ja, jetzt sehe ich auch, das eine Leitung mitten durch den
Triac gezeichnet wurde. Ob der Triac wohl für diese Leitung
durchbohrt wurde? :-)
OP (Firma: Flole) #5689201
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Harald W. schrieb:
> Ah ja, jetzt sehe ich auch, das eine Leitung mitten durch den
> Triac gezeichnet wurde. Ob der Triac wohl für diese Leitung
> durchbohrt wurde? :-)

Das war die nachträgliche Korrektur weil ichs zunächst falsch gemacht 
hatte (war mir doch so als ob ich das korrigiert hatte) ;) Wo die vorher 
hin ging ist ja unschwer zu erkennen.....
Gast #5689856
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Das "über-Kopf-Zünden" wird bei schnellem Spannungsanstieg auch durch 
den kapazitiven Strom über die Sperrschicht des (Haupt-)Triac ausgelöst.

Bei der obigen Schaltung ist aber der Widerstand zwischen 
Steuerelektrode und A1 bzw. M1 bei nicht gezündetem MOC sehr hoch.

Der Widerstand von 1k (oder besser 330 Ohm) leitet dann diesen im 
Haupttriac entstehenden Strom ab, sodass erst der im MOC durchgelassende 
Strom zündet.

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