Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik EMV Test Masse


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von Sabine M. (zizo)


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Hallo zusammen,
Ich habe Platinen im Alu Gehäuse eingebaut, die Masse von 
Versorgungsplatine ist mit ein Kondensator 100 pF 2kV an Gehäuse 
verbunden.
Bei der ESD Test wird mit ESD Pistole Hochspannung an Gehäuse erzeugt.
Dh. Der Hochspannung würde über Kondensator an den Elektronik 
weitergeleitet. Die Elektronische Bauteile werden zerstört

Was kannman dagegen tun?

: Verschoben durch Moderator
von Tim (Gast)


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Wie sieht denn die Stromversorgung aus?
Gibt es einen Netzanschluß?

von Sabine M. (zizo)


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Ich habe ein externe Netzteil

von Sebastian R. (sebastian_r569)


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Warum verbindet man bei Schutzklasse 3 das Gehäuse mit einem Kondensator 
mit der Masse?

von oszi40 (Gast)


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Sabine M. schrieb:
> Was kannman dagegen tun?

Alles was raus oder rein geht weglassen?

von Sebastian R. (sebastian_r569)


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oszi40 schrieb:
> Alles was raus oder rein geht weglassen?

Das Gerät muss sich beim Test im eingeschalteten, normalen 
Betriebszustand befinden.

von Klaus R. (klara)


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Sabine M. schrieb:
> Bei der ESD Test wird mit ESD Pistole Hochspannung an Gehäuse erzeugt.
> Dh. Der Hochspannung würde über Kondensator an den Elektronik
> weitergeleitet. Die Elektronische Bauteile werden zerstört

Ist denn das Gehäuse nicht geerdet?

Sabine M. schrieb:
> Ich habe Platinen im Alu Gehäuse eingebaut, die Masse von
> Versorgungsplatine ist mit ein Kondensator 100 pF 2kV an Gehäuse
> verbunden.

Also, wenn der Kondensator so vorgeschrieben ist, dann würde ich 
vorschreiben das Gehäuse nur geerdet zu betreiben. Über den Kondensator 
wird dann noch genügend Enerie auf die Platine kommen um zu stören. Aber 
ohne Erdung des Gehäuses kannst Du es eigentlich auch gleich weglassen. 
Oder eben den Kondensator weglassen.
mfg Klaus

von oszi40 (Gast)


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Salamitaktik! Wenn sie bloß die Hälfte schreibt, wissen wir auch nicht, 
wo sonst noch überall ein Blitz einschlägt. Deswegen mein globaler 
Rundumschlag: 1.Alles was raus oder rein geht.... 2.Wenn mit 5kV geprüft 
wird, muß ein C 2kV 100pF auch nicht mitspielen. Datenblatt??

von Sabine M. (zizo)


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Hallo,
Der Gehäuse ist nicht geerdet, soll ich der Verbindung über Kondensator 
weglassen ?

Danke

von oszi40 (Gast)


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Sabine M. schrieb:
> soll ich der Verbindung über Kondensator weglassen ?

Wir kennen Deine wundersame Erfindung nicht. Falls es nur eine 
Beleuchtung Deiner Frühstücksbrote ist, wären die 100pF überflüssig, bei 
HF sieht die Welt anders aus.

von Sabine M. (zizo)


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Hallo,
Mit dem Gerät Messe ich ein Analoge Signal von ein Sensor. Über ein 
Koaxialkabel wird das Signal an ADC übertragen. Das Signal wird danach 
in FPGA analysiert. ADC, FPGA und DC/DC befinden sich in Alu Gehäuse.
Taktfrequenz 10 MHz.

Vg
Aimen

von Justin (Gast)


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Ja was denn nu? Aimen, Zizo oder Sabine?

von oszi40 (Gast)


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Sabine M. schrieb:
> Mit dem Gerät Messe ich ein Analoge Signal von ein Sensor.

Vieles wird schon bei der Konstruktion versaut. Lies jetzt 
https://www.mikrocontroller.net/articles/EMV
Sicher kann Dir Dein EMV-Testlabor mehr Hinweise geben, weil sie Deine 
Erfindung gesehen haben!

von Sebastian R. (sebastian_r569)


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Spannend sind dann auch alle Anschlüsse, die im Betrieb nicht gesteckt 
sein könnten. Wenn die Prüffingerelektrode bei der Kontaktentladung an 
die Steckerkontakte kommen kann, müssen eben auch die Ein- und Ausgänge 
entsprechende ESD-Schutzmaßnahmen haben...

von Klaus R. (klara)


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Sabine M. schrieb:
> Der Gehäuse ist nicht geerdet, soll ich der Verbindung über Kondensator
> weglassen ?

Wirklich nicht geerdet?

Sabine M. schrieb:
> Mit dem Gerät Messe ich ein Analoge Signal von ein Sensor. Über ein
> Koaxialkabel wird das Signal an ADC übertragen. Das Signal wird danach
> in FPGA analysiert. ADC, FPGA und DC/DC befinden sich in Alu Gehäuse.
> Taktfrequenz 10 MHz.

Also, im Alu-Gehäuse wird das Signal des Sensors aufbereitet. Diese 
Elektronik wird durch den Prüfimpuls zerstört.

Der Sensor ist per Koax-Kabel angebunden. Im Alu-Gehäuse sind ADC, FPGA 
und eine DC/DC Stufe. Bisher ist alles in Ordnung. Jetzt zu den Details.

Ein gewöhniches Koakabel hat einen Mittelleiter und ein Kupferschirm. 
Die Einführung in das Gehäuse sollte HF-dicht sein, zumindest für die 
EMV. Ich würde das Koax-Kabel per Buchse auf der Platine abschliessen. 
Auch gut.

Die Frage nach weiteren Anschlüssen zum Alu-Gehäuse.

Es wird ja zumindest eine Gleichspannung zugeführt oder läuft das Gerät 
mit einem Akku? Was der FPGA ausgibt, wie wird das weiter verarbeitet? 
Nur visuell per Bildschirm oder auch per Kabel?

Jedes Kabel ist generell erst einmal eine EMV - Schwachstelle.

Bis sehe ich den Kondensator 100 pF 2kV als Problem. Damit kommt der 
EMV-Impuls direkt auf die Masse der Versorgungsplatine. Der kann dann 
auch die ganze Peripherie schädigen.

Die sauberste Lösung ist das Erden des Alu-Gehäuses.

Weitere Massnahmen wären Optokoppler mit > 5 KV Festigkeit und eine 
isolierte DC/DC Wandlung, ebenfalls > 5 KV Festigkeit. Einsatz von 
ESD-Schutzdioden.
mfg Klaus

von Soul E. (souleye) Benutzerseite


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Sabine M. schrieb:

> Was kann man dagegen tun?

Den Kondensator so anordnen, dass der Strom direkt in die Masseleitung 
des Steckers abfliesst und nicht vorher unter dem Prozessor entlang quer 
über die Platine muss.

Bei ESD-Pulsen gilt kein ohm'sches Gesetzt, das beschreibt nur 
stationäre Zustände. Der Pulsstrom fliesst erstmal gleichmäßig in alle 
Richtungen. Dann merkt er dass die Leiterbahn zuende ist und kommt 
wieder zurück. Daher darf es an der ESD-Ableitung keine Abzweigungen 
geben, die in gefährdete Schaltungsteile führen.

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