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Forum: Haus & Smart Home Zirkulationspumpe WILO Star-Z 20/1: woher kommen die Preise?


Autor: Dietrich L. (dietrichl)
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Hallo Leute,

ich brauche eine neue Pumpe für die Warmwasser-Zirkulation, und zwar die 
WILO Star-Z 20/1.

Bei der Suche nach Preisen für diese Pumpe habe ich gefunden:
- Im Internet liegen die meisten Angebote im Bereich von ca. 130€ bis 
180€.
- Laut WILO-Katalog kostet die Pumpe 356€ + MwSt = 423,64€.
- Mein Heizungsbauer bietet sie mir an zum Katalogpreis - 10% Rabatt = 
381,28€.

Jetzt würde mich interessieren:
- Wie kommt das zu diesen riesigen Unterschieden?
- Sind die Preise im Katalog quasi Fantasiepreise und die Handwerker 
bekommen sie deutlich billiger?
- Ist diese Differenz eine Haupteinnahmequelle der Handwerker?
- Oder sind die Billigangebote möglicherweise Fakes?

Vielleich kennt ja jemand die Hintergründe bei diesen Geschäften...

Grüße Dietrich L.

Autor: Käufer (Gast)
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Katalogpreise sind immer Wunschdenken. Die "Dummen" zahlen sie.
Als privater Verbraucher wird man eher mit der UVP beschissen.
Ich sehe es doch auf der Arbeit... je nach Lieferant 50-80% Rabatt auf 
Katalogpreise!

Autor: hinz (Gast)
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Dietrich L. schrieb:
> - Ist diese Differenz eine Haupteinnahmequelle der Handwerker?

Ja.

Autor: Claus M. (energy)
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Kannste selber wechseln, dauert 10 Minuten. Kannst auch nen anderen 
hersteller nehmen, Vortex und einige andere sind kompatibel.

Vielleicht ist die alte auch gar nicht kaputt, die wilo bleiben gerne 
mal hängen, wenn sie nicht oft genug laufen.

: Bearbeitet durch User
Autor: Thomas O. (kosmos)
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Kauf Sie im Internet. Wenns ein anderer Hersteller sein darf schau mal 
bei Laing/Lowara die haben auch noch vernünftige Preise.

Über den Fachhandel wirds vielleicht mehr Garantie geben ob es dein 
Heizungsfritze an dich weitergibt ist die andere Frage. Aber für den 
Doppelten Preis kannst du auch wieder ne 2te Pumpe kaufen falls diese 
mal ausfallen sollte.

Autor: Heinz R. (heijz)
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typisches Handwerkergelaber - Du bekommst XX Prozent Rabatt, als mein 
bester Kunde
Die lachen sich schon im raus gehen schlapp

Es ist sogar so, das manche Hersteller "Händlerpreislisten" herausgeben, 
die dann der Handwerker "für den besten Kumpel" ganz geheim zeigt

Für Dich als Kumpel schlag ich nur 3% drauf, wegen Buchhaltung und 
so....

Autor: ich (Gast)
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Dietrich L. schrieb:

Frage:
> Jetzt würde mich interessieren:

Antwort:
> - Sind die Preise im Katalog quasi Fantasiepreise und die Handwerker
> bekommen sie deutlich billiger?
> - Ist diese Differenz eine Haupteinnahmequelle der Handwerker?

Ja und ja!

Die haben es heute oftmals selbst bei rund 50€+ Stundenlohn (plus 
Märchensteuer) nicht nötig, Aufträge anzunehmen, bei denen sie nicht 
Material mit brutalen Margen verticken können.
Muss schön sein, sich das Geschäft aussuchen zu können...

Zum Glück kann man mit ausreichend Ahnung viel sparen, wenn man im 
Internet einkauft.

Autor: Geert H. (geerth)
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Hier zum Preis von 135.90 EUR inkl. gesetzl. MwSt. zzgl. Versandkosten

https://www.pumpendiscounter.de/ReigaGbR-p31h298s308-Wilo-Star-Z-20-1-140.html

Autor: Widerstand (Gast)
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Ich kenne die Spannen von einem Zählerkasten. Der Elektriker wollte 700 
Mark für das Teil, der Großhändler, bei dem der auch einkaufte, nahm 
150.

Wenn in einem Konzernneubau die Kantine mit 500 Designstühlen 
ausgestattet wird, zahlt der Bauherr auch nicht eine halbe Million für 
die 1000 Euro Katalogpreis oder 1200 Euro pro Doppelmeter 
LED-Deckenlampe die drüberhängt.

Man versucht, Mono- und Oligopole zu schaffen, am besten noch mit 
staatlicher Regulierung (Medizinproduktemafia, da erklärt der Hersteller 
Dein Eigentum für ungültig und Du mußt es dann wegwerfen. 
Brandmeldeanlagen- und Notbeleuchtungslobby schließen aber gut auf.)

Und über allem schwebt dann noch die Haftungsfrage. Bei Grundfos-Pumpen 
ist der Kondensator austauschbar. Der Hersteller schwurbelt aber was von 
fremden Ersatzteilen, die die Haftung oder gar die Sicherheit 
beeinträchtigen. Vor dem Mauerfall wäre kein Mensch, nichtmal ein 
Jurist, auf die Idee gekommen, bei einem fachgerecht getauschten 
Kondensator die Haftung zu begrenzen, heute könnte ich mir vorstellen, 
daß bei sowas die Versicherung aufgrund einer nicht gemeldeten 
Gefahrerhöhung im Schadensfall mal eben die Leistung kürzt, ohne daß der 
Tausch irgendwas mit dem Schaden zu tun hatte.

Vermutlich muß die Pumpe von einem Techniker ausgetauscht werden, der in 
bestimmten Verzeichnissen eingetragen ist. (Nicht etwa einer, der 
fachgerecht arbeiten kann und das auch tut.) Von daher würde ich die 
billigste aus dem Netz oder gar eine gebrauchte nehmen und sie selber 
einbauen.

Autor: Dietrich L. (dietrichl)
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Viele dank für eure Antworten! Ich habe es mir ja schon gedacht...

Natürlich würde ich die Pumpe normalerweise selber wechseln, aber hier 
geht es um eine Wohneigentümergemeinschaft mit mehreren Wohnungen.
Denn wenn es beim Wechsel Probleme gibt (Abstellhähne klemmen, 
Verschraubungen sitzen fest ...) kann sich das Ganze hinziehen und das 
Haus ist eine zeitlang ohne Warmwasser. Den Stress will ich mir nicht 
antun, zumal ich ja nur einen Teil der Kosten entsprechend meinem 
Eigentumsanteil zahlen muss.

Grüße Dietrich

Autor: Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Es gibt Handwerker, die bei dem Spielchen nicht mitmachen, und vom 
Auftraggeber zur Verfügung gestelltes Material verbauen.
Wenn ein Handwerker auf die Frage, ob er das machen würde, seltsam 
reagiert, könnte man darüber nachdenken, seine Aufträge in Zukunft einem 
anderen Handwerker zu erteilen.

Autor: MaWin (Gast)
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Rufus Τ. F. schrieb:
> Es gibt Handwerker, die bei dem Spielchen nicht mitmachen, und vom
> Auftraggeber zur Verfügung gestelltes Material verbauen.

Wirklich, du kennst ihn, den Einen in Deutschland der das macht ? Bitte 
nenne seine Anschrift damit wir auch in den Genzss des letzten ehrlichen 
Handwerkers kommen.

> Wenn ein
> Handwerker auf die Frage, ob er das machen würde, seltsam reagiert,
> könnte man darüber nachdenken, seine Aufträge in Zukunft einem anderen
> Handwerker zu erteilen.

Du meinst eher: In Zukunft ohne Handwerker auskommen.

Ich habe Jahrzehnte nach einer KFZ Werkstatt gesucht die das so macht. 
Und die einzige, die es machte, ist seit 2010 pleite.

Meine heutige rechnet selbst eine CR2032 Knopfzelle mit 5 EUR ab.

Autor: 0Watt Zirkulator (Gast)
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Neben der reinen Kostenfrage, wofür ein WW Zirkulation?
Das ist unhygienisch und verschwendet Energie. Schaut ins Netz.

Autor: Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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MaWin schrieb:
> Wirklich, du kennst ihn, den Einen in Deutschland der das macht ?

So ungewöhnlich ist das nicht, je nach Gewerk. Bei Sanitärhandwerkern 
ist das im Großraum Berlin durchaus üblich, ich kenne mehrere.

> Ich habe Jahrzehnte nach einer KFZ Werkstatt gesucht die das so macht.

Das ist im Großraum Berlin allerdings ein Problem, die sind alle 
ziemlich "halbseiden", auch die sogenannten "Vertragswerkstätten" der 
Autohersteller. Mir wollte eine mal 10% des Kaufpreises meines (damals 
dreieinhalbjährigen) Autos für eine simple Inspektion abnehmen.

Das scheint in anderen Städten aber auch nicht anders zu sein; auch 
Gebrauchtfahrzeuge würde ich eher in weniger dicht besiedelten Gegenden 
kaufen.

Autor: Claus M. (energy)
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0Watt Zirkulator schrieb:
> Neben der reinen Kostenfrage, wofür ein WW Zirkulation?

Weil es teilweise sonst 1 Minute dauert bis mal warmes wasser kommt. 
Verschwendet auch Wasser.

Autor: Dietrich L. (dietrichl)
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Claus M. schrieb:
> 0Watt Zirkulator schrieb:
>> Neben der reinen Kostenfrage, wofür ein WW Zirkulation?
>
> Weil es teilweise sonst 1 Minute dauert bis mal warmes wasser kommt.
> Verschwendet auch Wasser.

Es geht auch um eine gerechtere Verteilung der Wärmekosten zwischen den 
nahen und fernen Zapfstellen. Denn der Warmwasserzähler zählt ja auch, 
wenn das Wasser noch kalt ist.
Die Gesamtkosten sind dann zwar höher, werden aber gerechter verteilt 
;-)

Das Ganze quantitativ abzuschätzen ist allerdings nicht so leicht: 
erhöhte Wärmekosten (nur im Sommer, im Winter wirkt die Verlustwärme ja 
als Heizung, wird dann allerdings nach einem falschem Schlüssel 
verteilt), erhöhter Wasserverbrauch, Stromkosten der Pumpe ...

Autor: Reiner O. (elux)
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ich schrieb:
> Sind die Preise im Katalog quasi Fantasiepreise und die Handwerker
> bekommen sie deutlich billiger?

Ja. Das nennt sich auch BWL.

Der Handwerker(HW) kommt ja nicht zu Fuss, das Auto muss ja auch bezahlt 
werden, ebenso der Computer, den der HW nutzt, die Steuern und weitere 
Abgaben, die der HW natürlich auch zu zahlen hat, ebenso Zwangsabgaben 
wie IHK, HWK und besonders beliebt: Krankenkassen. Wer hier 
Selbständiger ist, weiß schon, was ich meine...
Auch die Werkzeuge bekommt der HW nicht geschenkt, richtiges Werkzeug 
ist auch ein richtiger Kostenfaktor.
Miete für Geschäftsräume, Rundfunkgebühren, Personalkosten, 
Versicherungen, Energie, Wasser, Abwasser, techn. Gase, Kalibrierung & 
Eichung von Geräten, Mautgebühren etc...
Und nicht zu vergessen: §15 Abs 2 EStG: "Eine selbständige nachhaltige 
Betätigung, die mit der Absicht, Gewinn zu erzielen..."
Der Staat will ja da auch noch was von abhaben.

Und wo kommt das Geld dazu wohl her?

MaWin schrieb:
> Ich habe Jahrzehnte nach einer KFZ Werkstatt gesucht die das so macht.
> Und die einzige, die es machte, ist seit 2010 pleite.

Und das werden dieses Jahr mit Sicherheit auch noch viel mehr machen. 
Die neuesten EU-Beglückungsideen werden dafür schon sorgen!


Ich hatte vor ein paar Monaten genau das gleiche Problem mit einer 
Zirkulationspumpe. Bei eBay gingen die bei ca 150€ los - indiskutabel.
Im Gegensatz zum TO habe ich ein eigenes Haus, daher ist mir das 
gleichgültig, ob es ein paar Tage mal nicht gleich warmes Wasser gibt.
Mein Pumpenfabrikat ist Grundfoss, die kann man leicht zerlegen und so 
habe ich die Pumpe also zerlegt, den Pumpenkörper sandstrahlen lassen 
(der war besonders "versifft") und dann wurde ein Reparatursatz aus der 
Bucht für 13€ eingebaut und seit dem tut sie es wieder. Bei dieser 
Gelegenheit habe ich die Pumpe gleich in mein OpenHAB intergriert mit 
einer zeit- & temperaturabhängigen Steuerung, denn wenn ich nicht da 
bin, braucht sie ja nicht zu laufen.
Der TO hat da ein bißchen Pech: aus versicherungsrechtlichen Gründen 
muss er eine Fachfirma mit der Reparatur beauftragen und hoffen, daß die 
Firma tatsächlich vom Fach ist.

Wir haben einfach zu viele Juristen.

Just my 2 Cents

Elux

Autor: Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Reiner O. schrieb:
> den Pumpenkörper sandstrahlen lassen (der war besonders "versifft") und
> dann wurde ein Reparatursatz aus der Bucht für 13€ eingebaut und seit
> dem tut sie es wieder.

Und das "sandstrahlen lassen" hat wieviel gekostet?

Autor: ich (Gast)
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Reiner O. schrieb:
> ich schrieb:
>> Sind die Preise im Katalog quasi Fantasiepreise und die Handwerker
>> bekommen sie deutlich billiger?
>
> Ja. Das nennt sich auch BWL.
>
> Der Handwerker(HW) kommt ja nicht zu Fuss, das Auto muss ja auch bezahlt
> werden, ebenso der Computer, den der HW nutzt, die Steuern und weitere
> Abgaben, die der HW natürlich auch zu zahlen hat, ebenso Zwangsabgaben
> wie IHK, HWK und besonders beliebt: Krankenkassen. Wer hier
> Selbständiger ist, weiß schon, was ich meine...
> Auch die Werkzeuge bekommt der HW nicht geschenkt, richtiges Werkzeug
> ist auch ein richtiger Kostenfaktor.

Jaja. Die Tour kenn ich. Dass Selbstständige Kosten haben... geschenkt.
Das ist aber keinesfalls stichhaltig in diesem Kontext. Wenn ein Gut 
Herstellkosten von z.B. 10€ hat, dann ist es nicht zu vertreten, dass 
der Endkunde ~150€ dafür blechen muss. 1500%. Das ist aber oft Realität. 
Und die größten Margen dabei greift der Handel (hier Handwerker) ab. 
Meines Erachtens ist hier der Wettbewerb verzerrt.

Es gibt auch Handwerker die z.B. Industrieservice etc. machen. 
Schaltschrankbau, Anlagenbau usw. Die verticken dabei i.d.R kein 
Material und leben von ihren Stundensätzen. Die erwähnte Kostenstruktur 
haben die aber auch! Und nein, das sind nicht ausschließlich billige 
Ausländer.

Ist aber auch alles eine Folge dieser elenden Währung, Teuro genannt.

Autor: Reiner O. (elux)
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Rufus Τ. F. schrieb:
> Und das "sandstrahlen lassen" hat wieviel gekostet?

Gar nichts. Ein Bekannter hat privat ein Sandstrahlgerät.

MfG

Elux

Autor: Reiner O. (elux)
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ich schrieb:
> Wenn ein Gut
> Herstellkosten von z.B. 10€ hat, dann ist es nicht zu vertreten, dass
> der Endkunde ~150€ dafür blechen muss. 1500%. Das ist aber oft Realität.

Ja. Das ist richtig.

Ich habe mal ein Gerät entwickelt, das in etwa diese Herstellungskosten 
hat.
Stiftung EAR, Treiberzertifizierung MS, CE Zertifizierung und weitere, 
nicht zu vergessen Verpackungsverordung für den Lieferkarton. Das Gerät 
hätte in der EU sogar noch erheblich mehr kosten müssen.


ich schrieb:
> Und die größten Margen dabei greift der Handel (hier Handwerker) ab.

Nein, der Handel himself. Das macht ja einen großen Teil des 
Preisunterschiedes bei z.B. eBay aus. Da wird i.d.R. die ganze 
verteuernde Distri-Kette übersprungen.

ich schrieb:
> Es gibt auch Handwerker die z.B. Industrieservice etc. machen.
> Schaltschrankbau, Anlagenbau usw. Die verticken dabei i.d.R kein
> Material...

Da ist irgendwie ein Widerspruch drin: Ich baue Schaltschränke und 
verkaufe kein Material?

ich schrieb:
> Ist aber auch alles eine Folge dieser elenden Währung, Teuro genannt.

Zustimmung, aber denke mal eine Runde weiter...


MfG
Elux

Autor: oder so (Gast)
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Claus M. schrieb:
> Weil es teilweise sonst 1 Minute dauert bis mal warmes wasser kommt.
> Verschwendet auch Wasser.

Na ja, die Verbraucherschützer empfehlen auch ein paar Liter laufen zu 
lassen, damit du frisches Wasser bekommst. Das abgestandene aus der 
Leitung ist nicht so gut.

Autor: Claus M. (energy)
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oder so schrieb:
> Das abgestandene aus der Leitung ist nicht so gut.

Noch ein Vorteil der Zirkulation

Autor: Aus der W. (Firma: oldeuropesblogs.blogspot.de) (oldeurope)
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Rufus Τ. F. schrieb:
> Es gibt Handwerker, die ... vom
> Auftraggeber zur Verfügung gestelltes Material verbauen.

Sehr gerne sogar. Dann muss ich keine Garantie drauf geben. :-)

LG
old. (Handwerksmeister)

Autor: IchGlaubeEsNicht (Gast)
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ich schrieb:
> Wenn ein Gut
> Herstellkosten von z.B. 10€ hat, dann ist es nicht zu vertreten, dass
> der Endkunde ~150€ dafür blechen muss.

Wieder ein Beispiel mangelnder BWL-Kenntnisse. Erste Kaufmannsregel: 
Entscheidend ist der Preis, den der Kunde zu zahlen bereit ist.

Da spielen die Herstellkosten erst einmal keine Rolle.

Dumm ist natürlich, wenn die HK über dem Preis liegen, den der Kunde 
zahlen will

Autor: Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Aus der W. schrieb:
> Dann muss ich keine Garantie drauf geben.

Auf Deine Arbeit sehr wohl.

Autor: Frank W. (wesoft) Benutzerseite
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Claus M. schrieb:
> oder so schrieb:
>> Das abgestandene aus der Leitung ist nicht so gut.
>
> Noch ein Vorteil der Zirkulation

Warum? Wird das Wasser durch die Zirkulation besser? Ich würde erwarten, 
daß es nur wärmer wird.

Autor: Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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"Frisches" Wasser ist relevant, wenn es um Trinkwasser geht, das zur 
Nahrungsbereitung verwendet wird.

Wer kommt auf die Idee, das mit Warmwasser zu machen?

Nein. Beim "abgestandenen" Wasser geht es unter anderem um Stoffe, die 
aus alten Leitungen ausdiffundieren können, sei es einfach nur Rost oder 
aber auch Blei - auch heute findet man in manchen Häusern noch 
Bleirohre.

Autor: Aus der W. (Firma: oldeuropesblogs.blogspot.de) (oldeurope)
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Rufus Τ. F. schrieb:
> Auf Deine Arbeit sehr wohl.

Ja normal.
Wenn ich das defekte Teil vom Kunden tauschen muss,
gehen die Arbeitskosten auf dessen Kappe. :-)

Rufus Τ. F. schrieb:
> auch heute findet man in manchen Häusern noch
> Bleirohre.

Ja, im Abfluss.

: Bearbeitet durch User
Autor: Maik .. (basteling)
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Letztens habe ich hier bei einem Angebot eines 
Sanitärinstallationsbetrieb explizit verschiedene Stundensätze für:

1.) Ausführung mit handwerkerseitig geliefertem Material
2.) Selbst beigestelltes Material   - Stundensatz ca 10 Euro höher
gesehen.

Bei den Preisen für einen Durchlauferhitzertausch oder ähnliches ist das 
dann eine gangbare Alternative.



Bezüglich der Internetpreise: (Billiger als Großhandel - aber langsam)
Die sind teils nochmals etwa 10% geringer als die 
Elektrogroßhandelspreise die man bei kleineren Jahresabnahmemengen 
(paartausend euro) bekommt.
Aber: der Elektro- oder Sanitärgroßhandel liefert Dir i.d.R. das 
Material am nächsten Morgen - oder es kann sofort im Zentrallager 
bereitgestellt werden.

Die teils groß erscheinenden Internetkistenschieber haben bei mir 
-mehrmals- fast immer etwa eine Woche gebraucht - um z.B. Wago 
Reihenklemmen,Brücker oder Hartingstecker oder Installationsmaterial zu 
liefern. Da steht dann Dein Schaltschrank/Baustelle/Hobbyprojekt teils 
zu lange unfertig herum. Deren Material wurde scheinbar von 
verschiedenen Großhändlern zusamengeholt, Rückstände waren die Regel, 
die dann oft zu Verzögerungen der Gesamtlieferungen führten. In deren 
Webshops wird natürlich immer "lieferbar 2 Tage" angezeigt. Das mach ich 
in der Regel nicht mehr.

Ansonsten gibt es bei uns im Ort auch einen guten Elektrobetrieb, der 
ein schön sortiertes dauerhaft besetztes Lager hat und die Kunden nicht 
ausraubt. Einen Räuber mit glänzendem Ausstellungsbereich gibt es 
natürlich auch.

vg

Maik

Autor: Michael B. (laberkopp)
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IchGlaubeEsNicht schrieb:
> Wieder ein Beispiel mangelnder BWL-Kenntnisse. Erste Kaufmannsregel:
> Entscheidend ist der Preis, den der Kunde zu zahlen bereit ist.

Wegen dieses Irrglaubens bezeichnet man Händler auch als Ferengies,
und spricht ihnen jede Unseriösität zu. Pferdehändler, Autohändler sind 
nicht ohne Grund Schimpfwörter.

Nicht ohne Grund hat es in Deutschland Aldi zu grosser Berühmtheit 
gebrahct, das war der erste Händler der als Kalkulationsgrundlage nicht 
die Preise der Konkurrenz, sondern den Einkaufspreise + etwas Marge 
gerechnet hat (nennt sich: Preisführerschaft. Die anderen trotteln nur 
hinterher). Zumindest so lange die Albrechts noch lebten, huete ist es 
ja auch ein durch BWL Verdummungsstudenten ruinierter Laden.

Nicht ohne Grund kauft man inzwischen auch gerne direkt in China ein. 
Dort gibt es Händler, die Preise nennen, und sie ebenfalls nach 
Einkaufspreis + etwas Marge berechnen (nicht alle, aber diejenigen, bei 
denen man kauft).

Insofern kann man nur hoffen, daß sich die alte Abzockermentalität der 
Ferengie-Händler zunehmend selbst ins Knie schiesst und sie hoffentlich 
eines Tages aussterben.

Da gibt es irregeleitete BWL Trottel, die die Neuaquise eines Kunden so 
wertvoll finden, daß sie ihm günstigere Preise als regelmässigen 
Stammkunden zukommen lassen, z.B. Zeitschriftenabos im ersten Jahr, 
Stromanbieter im ersten Jahr, Mobilfunk in den ersten Monaten, 
Onlienshops mit Bonus bei Erstebestellung.

Und dann gibt es genau dieselben dummen BWL Trottel, die Erstkunden 
abzocken wollen in denen sie ihnen mehr abknöpfen, als langjährigen 
Stammkunden, siehe Werkzeughandel Würth, Handwerkergrosshändler, 
Onlineshops mit Rabatt bei Folgebestellung.

Keiner der BWL Trottel bemerkt offenbar die Widersprüchlichkeit solcher 
Massnahmen, entweder den Stammkunden vor den Kopf zu stossen (jährlich 
den Energieversorger welchseln) oder den interessierten Neukunden mit 
allen Mitteln abzuwehren. Insofern ist nur eines klar: Die BWLer sind 
wirklich Trottel und basieren ihre Entscheidungen auf 
Fehleinschätzungen.

Alle ignorieren nach Kräften, warum die Brüder Albrecht so viel Zuspruch 
von der Kundschaft erfahren haben und dadurch zu reichen Menschen 
geworden sind. Welcher BWL Trottel will schon erfolgreich und reich 
werden, die fristen alle ihr Dasein als arme Angestellte weil sie 
offenbar die Welt nicht begriffen haben.

Übrigens waren im 1000 Jahre andauernden Mittelalter die Preise 
weitgehend festgesetzt, von den Gilden in der Stadt, die sogar 
durchreisenden Händlern die Preise vorschrieben, zu welchen sie ihre 
Waren 3 Tage auf dem Marktplatz feilhalten mussten. Offenkundig hat das 
damals funktioniert. Die kriminelle Marktwirtschaft des heutigen 
Kapitalismus fühlt sich zwar als die einzige Antwort, wird aber 
hoffentlich bald aussterben.

Waren sollten den Preis haben, der der Mühe ihres Erschaffens 
entspricht, also dem Arbeitsaufwand, von der Förderung der Rohstoffe 
über deren Verarbeitung bis hin zur Verteilung an den Kunden, inklusive 
Risikoausgleich wenn z.B. Waren verderben muss man die mitzählen. Denn 
Geld ist einzig und alleine ein Tauschmittel für Arbeitsaufwand und 
damit Lebenszeit die man für Andere gegeben hat und eines Tages zurück 
haben will (nicht des Arbeitsaufwandes an sich, niemanden interessiert 
es, ob man 1000 Jahre in den Bau eines Staudamms in der regenlosen Wüste 
verbracht hat, die Arbeit hat nur dann einen Wert wenn ihr Ergebnis auch 
jemand braucht, und Arbeit die man für sich selbst erbringt ist genau 0 
EUR wert, denn man hat ja quasi den Kredit an sich selbst gegeben, also 
eine Nullsumme).

Autor: Michael B. (laberkopp)
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Maik .. schrieb:
> Letztens habe ich hier bei einem Angebot eines
> Sanitärinstallationsbetrieb explizit verschiedene Stundensätze für:
> 1.) Ausführung mit handwerkerseitig geliefertem Material
> 2.) Selbst beigestelltes Material   - Stundensatz ca 10 Euro höher
> gesehen.

Krank.

Man könnte verstehen, wenn der Handwerker für das ihm unbekannte Produkt 
etwas länger braucht, dann hat er aber durch Bezahlung nach Stunden und 
eben nicht Installationsfestpreis das schon ausgeglichen.

So braucht der Handwerker erstens länger und zweitens nimmt er mehr, 
zockt also doppelt ab.

Siegt bei dir Dreistheit oder sagst du dann "Danke, da nehm' ich einen 
seriöseren."

Aus der W. schrieb:
>> Es gibt Handwerker, die ... vom
>> Auftraggeber zur Verfügung gestelltes Material verbauen.
>
> Sehr gerne sogar. Dann muss ich keine Garantie drauf geben. :-)

Richtig (das sehen aber die meisten Handwerker nicht, dumm wie Brot).

Das gekaufte Produkt hat Gewährleistung vom Händler. Hat es einen 
Gewährleistungsfehler, hat der in Gewährleistung zu treten.

Aber deine Arbeitsleistung, für die stehst du gerade, in beiden Fällen 
(ob das Teil nun von dir oder vom Kunden kommt). Pfuscht du, hast du 2 
unbezahlte Nachbesserungesversuche, danach zahlst du deinen Lohn zurück 
und baust zurück.

: Bearbeitet durch User
Autor: Aus der W. (Firma: oldeuropesblogs.blogspot.de) (oldeurope)
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Michael B. schrieb:
> Aber deine Arbeitsleistung, für die stehst du gerade

Ja, dafür, dass es an der Verschraubung nicht tropft.
Mehr ist nicht, wenn der Kunde die Pumpe liefert.

: Bearbeitet durch User
Autor: Reiner O. (elux)
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Michael B. schrieb:
>> Sehr gerne sogar. Dann muss ich keine Garantie drauf geben. :-)
>
> Richtig (das sehen aber die meisten Handwerker nicht, dumm wie Brot).

Im Gegensatz zu Michael B. sehe ich das eher als Schutzreaktion der HW.

Wenn eine Autowerkstatt eine vom Kunden angelieferte 10€ Auspuffanlage 
anschraubt und die fällt nach einem Jahr wieder ab, dann hat natürlich 
die Werkstatt gepfuscht... Da könnte ich Bände drüber schreiben!

Genau so hat die Werkstatt gepfuscht, wenn die vom Kunden angelieferten 
Bremsbeläge, die natürlich keine WVA-Nummer tragen, aber dafür schööön 
billig waren, nach dem ersten Bremsen die Reibbeläge verlieren...

Dann werden Anwälte beauftragt und Prozesse geführt, weil die Kunden zu 
dämlich sind zu begreifen, daß nicht die HW das Problem darstellen...

> dumm wie Brot

diese Handwerker! Siehe auch: 
https://www.pnp.de/nachrichten/bayern/3189674_Ingolstadt.html

Da kann man ewig drüber diskutieren. Die Wahrheit liegt vermutlich 
irgendwo in der Mitte, ich selbst halte es ja auch nicht anders, als 
entweder im Großmarkt, bei eBay, irgendwo im Internet oder in China 
einzukaufen. Meine paar € kann ich jedenfalls nur einmal ausgeben und da 
möchte man schon das Maximum erreichen, bei ausreichender Qualität des 
Artikels.
Wer bestimmte notwendige Arbeiten nicht selber ausführen kann/will/darf, 
muß eben in den berühmten sauren Apfel beißen!
Wenn ich die Arbeit selbst mache und es geht schief, dann muß ich die 
Konsequenzen eben auch selbst tragen und damit nähert man sich dem 
eigentlichen Problem.

Gruß

Elux

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