Unter Ext3 formatierter HDD werden bereits 29 GB verwendet ?

Gast #5696357
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Die Verwaltungsinformationen.
Ext3 ist jetzt (mit den Standardeinstellungen) nicht gerade das beste 
Dateisystem für 2TB. Eher Ext4 oder gleich XFS, oder deutlich größere 
Blöcke als die Standard-4KB.
Gast #5696361
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Nicht nur Linux.
Jedes Betriebsystem reserviert beim Formatieren einigen Plattenplatz für 
Verwaltungsarbeiten.
Z.B. für die Verzeichnisse der Dateien, die Liste der gelöschten Blocks, 
Reservesektoren falls im Betrieb Fehler auftreten, Bootbereich, 
Swapspace, usw.

Bei großen Platten fällt diese Reservierung natürlich auch etwas 
großzügiger aus.
Gast #5696367
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Das Nas ist ein Allnet LCS8311. Eigentlich laufan lt. Hersteller nur 1TB 
Hdd's. Über Tricks dann eben 2 TB. Ich denke mal, dass das Mini-Linux 
mit Ext4 nichts anfangen kann.
Oder sehe ich da was falsch?
Gast #5696372
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Du kannst auch bei ext3 alle gängigen Pareter passend zu deiner 
Nutzungsart setzen.

Schau dir auch mal die Reserve für root an. Bei her reinen Datenplatte 
ist es nicht notwendig x% für root zu reservieren.
#5696386
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nachtmix (Gast) schrieb:

>Nicht nur Linux.
>Jedes Betriebsystem reserviert beim Formatieren einigen Plattenplatz für
>Verwaltungsarbeiten.
>Z.B. für die Verzeichnisse der Dateien, die Liste der gelöschten Blocks,
>Reservesektoren falls im Betrieb Fehler auftreten, Bootbereich,
>Swapspace, usw.

All das hat (bis auf den Bootbereich der Partition in gewissem Sinne, 
und Inodestrukturen) nix mit bereits belegtem Platz nach Formatierung zu 
tun.
Einzig das bisher genannte Journal dürfte für den bereits belegten 
Platrz vorrangig verantwortlich sein.
#5696455
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ich schrieb:
> Die Verwaltungsinformationen.

Auch. Hauptsächlich aber das Journal.

> Ext3 ist jetzt (mit den Standardeinstellungen) nicht gerade das beste
> Dateisystem für 2TB. Eher Ext4 oder gleich XFS

Da sieht dieser Aspekt kein bißchen anders aus. Und das sind gerade 
mal 1.5%. So voll soll man ein Filesystem ohnehin nicht machen, daß das 
mal ernsthaft ein Problem werden würde.

> oder deutlich größere Blöcke als die Standard-4KB.

Die Blockgröße paßt mkfs automatisch an. Wenn man das von Hand ändert, 
stehen die Chancen gut, daß man es verschlimmert. Merke: erst wissen, 
dann handeln.
Gast #5697107
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Was man machen kann, je nach Anwendungsfall:

Reservierter Platz
-m reserved-blocks-percentage
(lässt sich auch später mittels tune2fs ändern). Bei einer Datenplatte 
für Musik/Filme/Bilder auf 0 stellen.

Viel wichtiger:
Anzahl Inodes über Bytes per Inode

-i bytes-per-inode
bzw.
-T usage-type[,...]

-T Parameter, Werte dafür sind in /etc/mke2fs.conf definiert, und 
"default" ist der Standard, das wäre eine durchschnittliche Dateigröße 
von 16 Kilobyte.

Eine 2 TB Platte (wenn diese 29 GB keine extra Partition sind), hat 
1'953'125'000 Kilobyte, das sind 122'070'312 Inodes a 256 Byte = 29 GB 
(ja, diese 29 GB und das Journal muss man natürlich eigentlich Abziehen 
von der Anzahl der Inodes, sind also weniger Inodes). 122 Millionen 
mögliche Dateien und Verzeichnisse. Damit weiß man, wo die 29 GB 
herkommen.

Das ganze sollte man UNBEDINGT anpassen, entweder für -T (zumindest 
Debian):
- big (32 KB)
- huge (64 KB)
- largefile (1MB)
- largefile4 (4MB)

-T setzt noch andere Parameter, ist also zu empfehlen.
Man kann dann immer noch mit -i seinen Wert in Bytes einstellen.

Gehen wir mal davon aus, es sind nur Bilder und Lieder drauf, ab da 
würde ich 1 MB machen:
2 TB = 1907348 echte Megabytes (Mebibytes) würde bei einer Ratio von 
1048576 (-T largefile) ~1'900'000 Dateien/Verzeichnisse ermöglichen, das 
wären also ~470 MB für die Inodes.

Das macht schon einen Unterschied :)
Gast #5697173
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Die root reserve greift zwar für andere Nutzer sollte aber keinen 
Einfluss auf die Angabe freien Speicherplatzes haben. Auf jeden Fall 
nicht im Fall des Superuser der ja der einzige bleiben sollte solche 
Aufgaben zu erledigen. Wenns das wäre sollten es acuh ~100GB sein 
insofern man den default nicht geändert hat.
Gast #5697183
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Da ich keine ACLs oder Extended Attributes nutze, reduziere ich die 
Inode-Size normalerweise auf 128. Im Vergleich zu den üblichen 256 Bytes 
halbiert das den Platz für die Inodes und es passen auch mehr in einen 
Block.
Gast #5697665
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Hallo an alle Mitwirkende,

erst mal danke für alle Tips von Euch. Habe die HDD unter GParted Live 
eingerichtet.
1. Partition - Daten - Den Rest von 2TB abzüglich für 512 MB Swap.
2. Partition - Swap (512 MB)
Swap hab ich am Ende der HDD angelegt. Ich hab mir das von der damaligen 
1TB abgeschaut, die vom System selbst angelegt wurde, da waren 512 MB 
Swap vorgesehen. Dieses Nas zeigte mir dann ca. 5% bereits belegter 
Platz an. Aber wenn's so sinnvoll ist.

Dieses Nas ist derzeit noch für meine Fotos, Datasheets, ect vergesehen. 
Später als Teil-Backup meiner Qnap's. Habe auch noch 2 Stk. 4-Bay 
Qnap's. Aber da spiele ich gerade noch damit, weil eines mir Ärger 
macht. Irgend wann ziehe ich dann mal um.

Wo hätte ich den unter GParted-Live was bezüglich Blockgröße, ect. 
einstellen können?

Da ich mehr Priorität auf Sicherheit lege, Sollte es das Journaling auch 
geben, so wie es vorgesehen ist. Zumal mir das NAS keine SMART-Werte 
mitteilt. Dazu müsste ich von Zeit zu Zeit die HDD extern testen.

Auf den Allnet LCS-8311 läuft irgend ein Mini-Linux. Da denke ich auch, 
dass da mit 'tieferen' Einstellungen nicht viel möglich ist. Habe auch 
versucht per Putty drauf zu kommen. Aber entweder wähle ich den falschen 
Port (23) oder es geht nicht. Komme somit nicht auf die Kommando-Ebene.

Weiß jemand, ob dieses Nas auch 3TB Hdd veträgt?

Grüße und danke
Thomas
#5698044
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Thomas schrieb:
> Wo hätte ich den unter GParted-Live was bezüglich Blockgröße, ect.
> einstellen können?

Man kann dort meines Wissens nach nicht alle Optionen für jedes der 
vielen unterschiedlichen Dateisysteme einstellen die es erlaubt zu 
formatieren, das ist der übliche Kompromiss zwischen Bequemlichkeit 
(wenige Klicks und fertig ist es mit Defaulteinstellungen) und 
höchstmöglicher Konfigurierbarkeit.

Der einfachste Weg eine Partition mit ungewöhnlichen oder beliebigen 
Parametern zu formatieren die gparted nicht anbietet ist es kurzerhand 
mkfs.ext3 auf der Kommandozeile direkt zu benutzen nachdem Du mit dem 
Partitionieren fertig bist.

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