Leuchtdioden am Sicherungskasten 230V

Gast #5697908
Hallo
Ich bin dabei ein über 20 Jahre altes und 15m langes Motorboot auf 
moderne Technik umzustellen. Im Netz habe ich einen Sicherungskasten für 
24V gefunden der für Boote, Camper, LKW´s gedacht ist und über eine für 
mich tolle Eigenschaft verfügt. Sobald eine Sicherung durchbrennt 
leuchtet eine Diode. So bekomme ich den Zustand automatisch mit BEVOR 
ich womöglich das entsprechende Gerät benötige.

Ich suche genau das Gleiche für Wechselstrom und bin bisher nicht fündig 
geworden. Hat jemand vielleicht eine Idee? Grüße aus Berlin Peter
Gast
Normalerweise ist eine Sicherung heute ein Automat und hat einen Hebel 
an dem man ohne Strom deutlich erkennen kann, ob sie eingeschaltet ist, 
manche haben sogar rot/grün Anzeige.

Elektrisch kann man mit Dauerstromverbrauch:
1
        +-|>|--+--|<|-+
2
        |      | A    |
3
        |     LED     |
4
        |      | K    |
5
        +-|<|--+--|>|-+
6
        |             |
7
     220nF/X2        1k
8
        |             |
9
230V~ --+--Sicherung--+-- Verbraucher
10
                      |
11
                   220nF/X2
12
                      |
13
Null -----------------+--
Die LED leuchtet doppelt so hell, wenn der Verbraucher bei ausgelöster 
Sicherung eingeschaltet ist.
Gast
Man sollte besser sagen Dauerstromfluss statt Dauerstromverbrauch, denn 
verbraucht wird laut Stromzähler so lange die Sicherung drin ist nichts, 
es fliesst nur Blindstrom.
Persönliche Seite
Mani W. schrieb:
> Icke schrieb:
>> Ich suche genau das Gleiche für Wechselstrom
>
> Warum nicht einfach eine Glimmlampe für 230 VAC?
>
> Icke schrieb:
>> Sobald eine Sicherung durchbrennt
>> leuchtet eine Diode.
>
> In beiden Fällen muss natürlich noch ein Strom durch den Verbraucher
> fließen können...

Bei Wechselstrom genügt schon der Blindstrom durch die Kapazität, des 
zum Verbrauche führenden Kabels.
Hier tauchen ja auch regelmäßig Fragen auf, warum die LED noch glimmt, 
wenn das Kabel zum Schalter eine gewisse Länge hat...
Gast
Das was die LED in Licht umsetzt ist aber Wirkleistung und die wird sehr 
wohl "verbraucht", egal wie klein sie ist. Sollte der Stromzähler still 
stehen wird er aufgrund so einer geringen Belastung aber nicht anfangen 
sich zu drehen, aber wenn er schon läuft würde er sich ein wenig 
schneller drehen als ohne. Wie gesagt ist das aber natürlich in einem 
winzigen Bereich. Wenn wir schon dabei sind es genau zu nehmen :-)
Gast
Icke schrieb:
> Sobald eine Sicherung durchbrennt
> leuchtet eine Diode

Umgekehrt wäre es einfacher. Übrigens, es gibt da so runde Sicherungen 
mit einem farbigen Plättchen am Ende, das runterfällt wenn 
durchgebrannt.

Falls du die Anzeige woanders haben willst, da solltest du bei 230V 
Wechselstrom vorsichtig sein.

Georg
Gast
> Das was die LED in Licht umsetzt ist aber Wirkleistung und die wird
> sehr wohl "verbraucht", egal wie klein sie ist.

aber eben nur, wenn die Sicherung ausgelöst hat. Die Frage ist also: was 
ist der DAUER-Zustand? Sicherung aktiv oder Sicherung kaputt (resp. LS 
ausgelöst)? Bei mir zuhause: Sicherung aktiv, damit Dauerblindstrom, 
also kein "Verbrauch" aus Sicht des Zählers.
Icke schrieb:
> Ich bin dabei ein über 20 Jahre altes und 15m langes Motorboot auf
> moderne Technik umzustellen.

Icke schrieb:
> Ich suche genau das Gleiche für Wechselstrom und bin bisher nicht fündig
> geworden.

Geht es hier jetzt um Wechselstrom auf dem Boot? Und um welche Spannung? 
230V AC?
Oder suchst du das gleiche was du bei 24V DC Geräten gefunden hast jetzt 
für deine Hausinstallation?
Gast
MaWin schrieb:
>

Einfach und genial. Darauf wäre ich nicht so schnell gekommen.
Durch diese Vorlage spukt mir jetzt sogar eine Version im Kopf
herum: Bei "(aktive(r)) Verbraucher dran" noch eine zweite LED
anderer Farbe.

Ich bin nicht der TO, aber: Dankeschön.
Gast
Sebbi schrieb:
> Wenn wir schon dabei sind es genau zu nehmen :-)

Sollte man, und nicht so einen Scheiss schreiben. Also nochmal richtig 
lesen:

MaWin schrieb:
> verbraucht wird laut Stromzähler so lange die Sicherung drin ist nichts

So lange die Sicherung drin ist, ist nämlich die Schaltung mit der LED 
kurgeschlossen und die LED leuchten nicht.

Es fliesst nur Strom durch den 220nF/X2 Lastkondensator, reiner 
Blindstrom, wird nicht gezählt vom Haushaltszähler.

Sebbi schrieb:
> Das was die LED in Licht umsetzt ist aber Wirkleistung und die wird sehr
> wohl verbraucht

Also nix, LED leuchtet nicht.
Gast
Das Problem bei der Sache ist: Wenn man eine Sicherung ausschaltet oder 
raus dreht, ist in der Regel davon auszugehen, dass die Leitung danach 
spannungsfrei ist. Das ist mit deiner Schaltung nicht mehr so. Auch wenn 
nur ein paar nF in wirksam sind, das kann immer noch dazu reichen dass 
der nächste beim Wechseln einer Steckdose etwas zuckt und sich im 
schlimmsten Fall verletzt.
Sebbi schrieb:
> Das was die LED in Licht umsetzt ist aber Wirkleistung und die wird sehr
> wohl "verbraucht", egal wie klein sie ist. Sollte der Stromzähler still
> stehen wird er aufgrund so einer geringen Belastung aber nicht anfangen
> sich zu drehen, aber wenn er schon läuft würde er sich ein wenig
> schneller drehen als ohne. Wie gesagt ist das aber natürlich in einem
> winzigen Bereich. Wenn wir schon dabei sind es genau zu nehmen :-)

Schmarrn denken und Schmarrn schreiben, wenn man es genau nimmt!
Gast
Vielen Dank für Eure Ideen! Ich gebe offen zu, dass ich mit den Details 
ein wenig überfordert bin aber ich werde es mit "meinen Betreuern" 
besprechen! Bin mir sicher dass unter den Vorschlägen etwas 
verwirklichbar ist!
Gast
Ich kann von der Kondensator-LED Variante nur abraten!
Wie schon geschrieben wurde ist das sehr gefährlich.
Durch die Parallelschaltung zur Sicherung verliert diese ihre 
grundlegende Funktion: Das galvanische Trennen des Stromkreises vom 
Netz.
Ich kann an dieser Stelle keine genaue Vorschrift benennen, aber ich 
kann mir nicht vorstellen, das es zulässig ist. Eher grob fahrlässig!!!

Die einzig vernünftige Lösung ist die Variante mit Hilfskontakten am 
Sicherungsautomaten.
Gast
Möglich vielleicht eine Lösung, bei welcher schlicht nach dem LSS
die anliegende (oder nicht anliegende) Spannung festgestellt wird.
Auch eine Ergänzung mit Detektion des Stromes wäre denkbar. Dazu:

Anzeige schrieb:
> noch eine zweite LED anderer Farbe

?

Das wäre alles ohne so eine Überbrückung machbar, sehe kein Prob.
Gast
Ach so, Verzeihung: Wenn auch bei "geflogenem" LSS etwas leuchten
soll, dann müßte zuallererst mal eine Schaltung vor den LSS...

(Wären dann am Schluß insgesamt 2 oder 3 LEDs. Etwas mehr also.)


Könnte bitte jemand (aus dem FF) die genaue Rechtslage aufklären?
Falls nein, werde ich heute abend mal gründlich nach Infos suchen.
Ich spiele nämlich mit dem Gedanken, auch so etwas zu machen.
Gast
1.Sicherung irgendwie überbrücken ist in meinen Augen Risiko!
2.Es wäre sinnvoller eine Glimmlampe mit Vorwiderstand zu benutzen als 
eine LED, da ein Vorschaltkondensator auch mal einen Kurzschluss haben 
könnte!
3.Es wäre noch sinnvoller einfach die Spannung hinter der Sicherung 
anzuzeigen, da man dann auch bei Stromausfall mehr wüßte.
Gast
> das kann immer noch dazu reichen dass der nächste beim Wechseln einer
> Steckdose etwas zuckt und sich im schlimmsten Fall verletzt.

na ja, in einer ordentlichen Installation gäbe es dann immer noch den FI 
als Schutz. Dass man beim Wechseln einer Steckdose an einen der Drähte 
kommt, kann dem Ungeübten schon mal passieren, aber dass er an L und N 
gleichzeitig greift, ist eher unwahrscheinlich. Diese Typ Mensch läuft 
auch bei geschlossener Schranke über den Bahnübergang, ein Stromschlag 
an einer solchen Mimik dürfte da die gerinsgte Gefahr im Leben sein.
Außerdem gilt natürlich: auch ein geöffneter LS ist kein Garant, für 
Spannungsfreiheit. Auch nicht in "normalen" Installationen!

Neben der "Lifesafe"-Variante mit den Hilfskontakten könnte man 
natürlich auch einfach eine Batterie/Akku-gestützte Schaltung nehmen, 
oder mit einen Goldcap, die hinter dem LS sitzt.
Soll eigentlich jede Sicherung eine eigene Anzeige bekommen, oder reicht 
eine Anzeige führ mehrere/alle?


Es gibt sogenannte Netzüberwachungsrelais die überwachen 3 Stromkreise 
und schalten einen Kontakt wenn ein/mehrere Stromkreise ausfallen.

Bei mehreren nicht billig, aber sicher.

Wenn es richtig gebaut wird, kann keiner (Versicherung, "meinen 
Betreuern") etwas dagegen einwenden.
Gast
batman schrieb:
> Verlassen wir uns also darauf,

wer ist denn hier "wir"? Bist du der Hauselektriker von Icke und 
wechselst bei ihm öfters die Lichtschalter?
Deinem Beitrag nach reicht es ja für den gefahrlosen 
Lichtschalterwechsel, wenn der LS offen ist. Noch toller.

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