Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Trasistortester von Markus F.


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von Rudi D. (rulixa)


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Habe ich vor Jahren nachgebaut und bin sehr zufrieden. Aber..

Für mein Lichtuhrprojekt brauche ich Transistoren mit sehr großen fT, da 
der Laufzeitoszillator auf ca. 100 MHz schwingen wird. Bei 75 cm 
Weglänge vom Laser zum Spiegel und retour zur Fotodiode sollte dann, 
wenn die Durchlaufzeit der Elektronik gering ist, die o.g. Frequenz fast 
erreicht werden.
Dazu will ich den 2SC3355 verwenden mit ft > 7GHz. Mit dem 
Transistortester nachgemessen sollte die Stromverstärkung > 100 sein.

Wars aber nicht und bei weiteren Tests wurde die Stromverstärkung jedes 
Mal kleiner. Sogar beta = 1 wurde erreicht.

Datenblatt gecheckt und festgestellt, das Veb < 3V beleiben muss.
Dieser Wert ist bei Standardtransis so um 5V, auf Grund dessen die 
Transistoren nicht beschädigt werden, da ja der Tester mit 5V arbeitet.

Seit den 60er Jahren weiss ich dass die Transi AF124...127 schon bei Veb 
bei knapp über 1 V beschädigt werden. Bei SI Transi habe ich die 3V 
Grenze noch nicht erfahren. Bis Jetzt. Abhilfe wäre natürlich die 
Betriebsspannung des ATmega auf 2,5V zu reduzieren, aber das nur für 
bestimmte Transi allgemein zu ändern ist sicher zu viel verlangt.

Also VORSICHT  bei bestimmten Bauteilen.

: Verschoben durch Moderator
Beitrag #5701022 wurde von einem Moderator gelöscht.
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Beitrag #5701038 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Dieter (Gast)


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Das riecht nach einer Verwechslung unterschiedlicher Datenangaben und 
nach vertauschten Beinchen (reverse typ).

von Soul E. (souleye) Benutzerseite


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Dieter schrieb:

> nach vertauschten Beinchen (reverse typ).

Das ist systembedingt. Der Transistortester hat drei Klemmen und 
identifiziert B-C-E, G-D-S bzw Anode-Kathode automatisch. Das geht nur 
durch Durchprobieren.

Idealerweise würde er mit einer geringen Spannung starten und 
PN-Übergänge suchen und danach mit angepasst höherer Spannung messen. 
Das gibt aber das relativ einfache Konzept nicht her.

von Rudi D. (rulixa)


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soul e. schrieb im Beitrag #5701171
>
> Das ist systembedingt.
>
> Idealerweise würde er mit einer geringen Spannung starten und
> PN-Übergänge suchen und danach mit angepasst höherer Spannung messen.
> Das gibt aber das relativ einfache Konzept nicht her.

So ist es, aber der Aufdecker hat es nicht verstanden. Ob das die chin. 
Klones vllt können?

Beitrag #5701287 wurde von einem Moderator gelöscht.
von michael_ (Gast)


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Ich glaube nicht, das dies die Ursache ist.
Es wird doch keine harte Spannung angelegt.
Laut Datenblatt ist es kein exotischer Typ. Ein normaler 
Epitaxial-Planar.

Beim BC547 ist BE auch nur 5 - 6V.

Ich hätte keine Bedenken, den in einer einfachen analogen Schaltung zu 
prüfen, wo der Basisstrom über einen Widerstand eingeprägt wird.

von Rudi D. (rulixa)


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michael_ schrieb:
>
> Beim BC547 ist BE auch nur 5 - 6V.
>
> Ich hätte keine Bedenken, den in einer einfachen analogen Schaltung zu
> prüfen, wo der Basisstrom über einen Widerstand eingeprägt wird.

An sich richtig. Die Ports Des ATmega direkt haben aber nur ca. 30 Ohm 
so können doch (5-3)/0.03 = 66 mA fließen und das ist der Basisdiode im 
Sperrmode zuviel. Aber ich habe mir das Listing des .asm Codes nicht 
angeschaut. Aber selbst 680 Ohm lt. Schaltung sind diesem Transi zu 
viel.
Der 2SC3355 hat eben nicht 5V sondern nur 3V Veb lt. Datenblatt.

Und dafür habe ich den Thread geschrieben, bei bestimmten Typen Vorsicht 
walten zu lassen und sonst nichts weiter..

von michael_ (Gast)


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Rudi D. schrieb:
> und das ist der Basisdiode im
> Sperrmode zuviel.

Die wird in Durchlassrichtung betrieben.
Wenn, wäre es nicht die Spannung, sondern ein zu hoher Basisstrom.

Ich glaube nicht, dass der volle Strom, den ein Port hergibt, zur Basis 
geht.
Ich müßte mir mal die Schaltung ansehen.
Da hätten auch andere (HF)Transistoren sicher Probleme.

Vielleicht schwingt da etwas.

Bau dir dochmal spasseshalber eine Testschaltung mit einem 9V Block auf.

von Rudi D. (rulixa)


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michael_ schrieb:

>
> Vielleicht schwingt da etwas.
>
http://www.elektronik-labor.de/Notizen/NPNkipp3.html
Hab ich schon vor Jahren gemacht. Beim 2N2369 ist ein Knick, der auf 
Schwingungen ev. hindeutet. Auch der BFR96 bricht auch schon bei 3,6V 
durch.

Der 2SC3355 bei 7 GHz ft ist ja für Schwingungen geradezu prädestiniert.
Wie auch immer einige 2SC3355 sind nun hin, bzw im Markus Tester 
gestorben.

Ich glaube wir können schließen.

von Rudi D. (rulixa)


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Inzwischen ist der Multi-function Tester-TC1 um 15,50 Euro bei mir 
eingetroffen und die 2SC3355 werden nicht beschädigt.

Nebenbei kann man ab 30 pF C's messen und L's ab 0,01 mH, also 10 µH 
Incremente. Übrigens werden die Dämpfungswerte auch angezeigt.

Zenerdioden bis 30V.
An diesem Gerät kann man nicht vorbei (keine Werbung).

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