Guten morgen zusammen,
ich habe folgenden Fall:
Waschmaschine und Trockner stehen bei mir im Keller. Das ich bescheid
weiß wann die Geräte ihre Arbeit getan haben möchte ich gerne eine
Anzeige in der Wohnung haben. Dafür bietet sich mein Magic Mirror an.
Jetzt bin ich auf der Suche nach einem Steckdosenadapter, welcher den
Strom überwacht und bei Unterstrom einen Schaltausgang setzen kann. Die
Steckdose selbst muss eigentlich keine WLAN anbindung haben, da per
Schaltausgang ein ESP32 Modul getriggert werden soll welches die Meldung
an den Magic Mirror macht.
Meine bisherige Recherche war nicht besonders ergiebig. Ich bin am Ende
immer bei Adaptern gelandet die schon direkt per WIFI angebunden werden
:( Die Steckdosen kann man aber meines Wissens nicht so konfigurieren,
dass sie bei Unterstrom eine gewisse Aktion ausführen?!?! Ich bin auch
auf Stromüberwachungsrelais gestoßen aber die sind ziemlich teuer...
Hat jemand einen Tip für mich nach welchen Schlagwörtern zu suchen ist?
Oder hat jemand eine ähnlich Konfiguration umgesetzt?
Gruß Bert
Schon interessant, was manche Leute für einen technischen Aufwand
treiben, inklusive der damit verbundenen Beschaffungs- und
Betriebskosten (okay, wer einen Trockner hat, dem ist der Stromverbrauch
eh egal), um Probleme, die eigentlich trivial sind, zu lösen.
So verständlich das Ansinnen ist, nicht umsonst in den Keller rennen zu
müssen (bei mir steht die Waschmaschine in der Wohnung, die hört man
also laufen, und Trockner kommt bei mir nicht ins Haus), so einfach ist
es doch zu lösen. Man weiß doch relativ schnell, wie lange diese Geräte
laufen. Also stellt man sich ein zeitbasiertes Erinnerungsgerät seiner
Wahl (Küchentimer, Alarm im Handy, ...), und fertig ist die Laube.
Da es üblicherweise nicht kritisch ist, das Ende des Programms
sekundengenau abzupassen (wenn man die Wäsche ne halbe Stunde nach
Programmende raus holt, ist das ja auch kein Problem), kann man mit
etwas Sicherheitszuschlag arbeiten, um sicher zu sein, daß der
Stromfresser auch wirklich fertig ist.
Uh danke für deine Antwort!
Das hilft mir natürlich ungemein ;)
weißt du ob es sowas ->
SimplyClever schrieb:> zeitbasiertes Erinnerungsgerät
auch mit WLAN gibt? ;)
Bert schrieb:> weißt du ob es sowas ->> SimplyClever schrieb:>> zeitbasiertes Erinnerungsgerät>> auch mit WLAN gibt? ;)
Also mein Smartphone hat auch WLAN. Und schon ab Werk die Timer-App.
Deins nicht? :-P
Stell einfach eine W-LAN Kamera auf.
Es ist auch nicht gestattet, solche Großgeräte über einen Adapter
anzustecken.
Wenn günstig, kann man den Strom auch am Sicherungsschrank überwachen.
Ein WM-Programm hat natürlich auch Zeiten, wo kaum Strom fließt.
SimplyClever schrieb:> Man weiß doch relativ schnell, wie lange diese Geräte> laufen. Also stellt man sich ein zeitbasiertes Erinnerungsgerät seiner> Wahl (Küchentimer, Alarm im Handy, ...), und fertig ist die Laube.
Richtig.
Ich muß auch in den Keller, da bleibt man fit, wenn es doch noch nicht
fertig ist.
michael_ schrieb:> Ein WM-Programm hat natürlich auch Zeiten, wo kaum Strom fließt.
Das ist klar. Aber an Hand der Kurve sollte es recht schnell möglich
sein, eine Restlaufzeit abzuschätzen und diese mit anzuzeigen.
Viele nehmen dafür Sonoff POW, umgeflasht auf ESPEasy oder Tasmota
Da hast schon einen ESP8266 und die Messhardware drin
Ansonsten Master-Slave-Steckdose, kleines Steckernetzteil als Slave, den
ESP damit versorgt, zusätzlich dicker Elko, Diode und dann über einen
GPIO messen wenn der Strom vom Netzteil weg ist
Der Elko muss so groß sein das der ESP noch die "Fertig-Meldung"
schicken kann
michael_ schrieb:> Es steht aber in jeder Bedienungsanleitung.
Aha. Da steht was drin, was Du so interpretierst, tatsächlich aber was
anderes bedeutet.
Heinz schrieb:> Viele nehmen dafür Sonoff POW, umgeflasht auf ESPEasy oder Tasmota>> Da hast schon einen ESP8266 und die Messhardware drinHeinz schrieb:> Viele nehmen dafür Sonoff POW, umgeflasht auf ESPEasy oder Tasmota>> Da hast schon einen ESP8266 und die Messhardware drin
Das hört sich schon mal super an! Werde ich mir am WE genauer anschauen.
Wäre auch preislich attraktiv.
Hat jemand von euch so ein Teil schon mal verwendet?
Rufus Τ. F. schrieb:> Aha. Da steht was drin, was Du so interpretierst, tatsächlich aber was> anderes bedeutet.
Was mindestens drin stehen wird ist die maximal zulässige Leistung des
angeschlossenen Geräts. Diese Grenze sollte man, gerade wo Hersteller
oft knapp am Limit kalkulieren, nicht als Empfehlung, sondern als Grenze
sehen.
Bert schrieb:>... auf der Suche nach einem Steckdosenadapter, welcher den> Strom überwacht und bei Unterstrom einen Schaltausgang setzen kann.
In die Verteilung (Trockner und Waschmasch hängen hoffentlich
selbständig abgesichert) würde ich ein Strommessrelais setzen.
Strommeßrelais
Schalk IMR oder was in blau von Eltako oder oder oder
> Hat jemand einen Tip für mich nach welchen Schlagwörtern zu suchen ist?
"Strommessrelais"
Ich mach es umgekehrt: Damals(R) hat der Planer vergessen einen PIR in
die Badezimmer der Gästewohnungen zu setzen. Da lief dann die
Ventiliation (Zentralanlage) 24/7/365 auch wenn die Gästewohnungen leer
standen.
Jetzt misst ein Strommessrelais ob das Licht eingeschaltet ist und
startet so den Ventilation. Das hat mir so ca 50 m neuen Kabelweg
erspart.
Oder sowas:
https://talema.com/current-transformers
gegebenenfalls plus OPV an die ADCs des vorhandenen ESP32?
Es gab vor Urzeiten mal ein ct Projekt "Netz-Schalter", da wurde z.B.
ein ASM-010 verwendet, da findet man auch eine Schaltung und Infos zur
Auswertung:
https://heise.de/-284123
Bert schrieb:> Hat jemand von euch so ein Teil schon mal verwendet?
Ich habe 2 von den Dingern am laufen.
Seit einem Jahr keine Probleme.
Kosten ca. 15€ + Zeit
Elektroinstallation nötig(Netzkabel anklemmen)
mit ESPeasy und Tasmota sollte es möglich sein mit
Knopfdruck zu starten und bei Energiefluss > x abzuschalten.
Sven L. schrieb:> Oder er nimmt eine Master-Slave Steckdosenleiste und steckt beim Slave> etwas ein, das de gewünschte Aktion auslöst, wenn Strom fließt.
Hi,
die Idee kam mir auch. Nur, der Strom, der durch die Mastersteckdose
fließt, muss die Heizleistung des Trockners auch verkraften können. Eine
"normale" PC-Master-Slave-Steckdose verabschiedete sich nach 30 Sekunden
mit eindrucksvollem pyrotechnischem Effekt, bevor die eingebaute 6A-
Gerätesicherung auslösen konnte. Habe dann einen Stromwandler mit
Ringkern selbst gebastelt, der hält auch Kurzschlüsse aus. Seit dem geht
es. Nur die Triggerschwelle muss noch auf den Verbraucher eingestellt
werden. Laut Energiemessgerät schwankt der Strom einer WaMa zwischen 30
mA (Entstörkondensatoren) bzw. 70 mA (LEDs leuchten) im Leerlauf und ca.
8,75 A beim Heizen. Dazwischen wackelt es mit wechselndem cos phi. Motor
zieht etwa im Maximum kurz 4A beim Schleudern ca. 2,5 A.
Es muss also auf jeden Fall verhindert werden, dass die Triggerung
ständig ein- und ausschaltet.
Besser wäre eine optische Kontrolle der LEDs oder der "Schlussleuchte".
Bei Leuchten der ENDE-LED ist das Programm durch. Da ein kleiner
Fototransistor vor und eine kleine Meldeschaltung und extra Drähte zum
Summer oder was da hin soll.
So hast Du keine auftreten könnenden Probleme durch direkte Verbindung
mit der WaMa-Stromversorgung oder -Steuerung.
ciao
gustav
Karl B. schrieb:> Fototransistor vor und eine kleine Meldeschaltung und extra Drähte zum> Summer oder was da hin soll.>> So hast Du keine auftreten könnenden Probleme durch direkte Verbindung> mit der WaMa-Stromversorgung oder -Steuerung
Vorallem grillt sich kein Laie durch unsachgemäßen Umgang.
Hast du zufällig eine Fritz-Box?
Hier kannst du mit der schaltbaren Steckdose Fritz Dect 200 folgendes
machen:
- Stromverbrauch ermitteln (Waschgang, Standby, Waschgang fertig)
- Einstellen, dass bei Unterschreiten von z.B. 15W die Steckdose nach 2
Minuten ausschalten soll
- in Verbindung mit der MyFritz-App und aktivierter Benachrichtigung bei
jedem Schaltvorgang dich informieren lassen (per Push-Notification auf
Handy/Tablet oder an E-Mail Adresse)