Tach auch!
Ich suche ein gutes Buch/Ebook um das Programmieren der C++
Programmiersprache zu erlernen. Es sollte nicht nur die Sprachelemente
erläutern, sondern auch das Programmieren beibringen. Gibt es da was
gängiges aktuelles?
Was ich bisher gefunden habe:
Programming Principles and Practise using C++ (Stroustrup)
C++ eine Einführung (Breymann)
C++ Primer (Lipman)
Wilhelm M. schrieb:> Das "Programmieren" lernst Du in keinem C++-Buch.
Natürloch lernt man das mit einem Buch. In Ermangelung eines Lehrers aus
Fleich und Blut ist ein Buch immer noch die zweitbeste Lösung.
> Denn das bedeutet> abstraktes Denken in Typen und Algorithmen.
Programmieren bedeutet in erster Linie: Wie sage ich es meinem Compiler.
Die Idee und der Algorithmus daraus sind auf dem Papier schnell
skizziert.
Das aber in einer Kauderwelschsprache mit abartiger Syntax auszudrücken
ist die eigentlich schwere Aufgabe.
ZehPlusPlus schrieb:> Wilhelm M. schrieb:>> Das "Programmieren" lernst Du in keinem C++-Buch.>> Natürloch lernt man das mit einem Buch. In Ermangelung eines Lehrers aus> Fleich und Blut ist ein Buch immer noch die zweitbeste Lösung.
Genaues Lesen hilft auch hier: mit einem Buch ja, aber nicht mit einem
C++-Buch.
>>> Denn das bedeutet>> abstraktes Denken in Typen und Algorithmen.>> Programmieren bedeutet in erster Linie: Wie sage ich es meinem Compiler.
Nein!
> Die Idee und der Algorithmus daraus sind auf dem Papier schnell> skizziert.
Der Herr sei mit Dir ;-)
Hansel schrieb:> Tach auch!> Ich suche ein gutes Buch/Ebook um das Programmieren der C++> Programmiersprache zu erlernen. Es sollte nicht nur die Sprachelemente> erläutern, sondern auch das Programmieren beibringen. Gibt es da was> gängiges aktuelles?>> Was ich bisher gefunden habe:> Programming Principles and Practise using C++ (Stroustrup)
Das ist eines der lesbareren Bücher von Stroustrup. Sein Schreibstil
kann einem schon mal auf die Nüsse gehen. Wenn du kannst versuch vor dem
Kauf in ein Exemplar des Buchs zu sehen.
Unabhängig davon was du als Grundlage nimmst, der Lebensretter wenn es
an die STL geht ist einfach ein Muss
https://www.amazon.de/Standard-Library-Tutorial-Reference/dp/0321623215/
Marten Morten schrieb:> Unabhängig davon was du als Grundlage nimmst, der Lebensretter wenn es> an die STL geht ist einfach ein Muss
Lektion 1: Das heißt "C++ Standard Library" und nicht "STL":
https://stackoverflow.com/a/5205571
Jürgen Wolf:
Grundkurs C++
https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/ID44264356.html?retn=thdesel:q1
(Anbieter willkürlich gewählt, soll keine Schleichwerbung sein!)
Das Buch ist günstig, verständlich und trotzdem umfangreich -
empfehlenswert!
Vom Autor gibt es auch ein quasi analoges Buch zu JAVA - ebenfalls
empfehlenswert.
Nano schrieb:> Frank schrieb:>> Mein Vorschlag:>>>> Der C++-Programmierer>> https://www.hanser-fachbuch.de/buch/Der+C+Programmierer/9783446448841>>>> Ist meiner Meinung nach eines der besten (Allround-)C++-Lehrbücher in>> deutscher Sprache.>> Das kann ich bestätigen, außerdem bietet die Papierversion die> Möglichkeit das Buch als eBook downzuladen.
Ich finde das Buch – vor allem für Einsteiger – auch nicht schlecht. Ich
habe es vor einiger Zeit zu "Refresh"-Zwecken gekauft, da ich mich über
längere Zeit kaum mit C++ beschäftigt habe, und bei dieser Gelegenheit
gleich die neueren Features aus C++11 & Söhne mitnehmen.
Mir persönlich hätte ein etwas kompakterer Schreibstil, eine
geradlinigere Struktur, eine vollständigere Beschreibung der
Standardbibliothek und weniger Ausflüge in Nachbargebiete wie Qt und
make gut gefallen, was aber ein Einsteiger naturgemäß anders sieht.
Ansonsten ist es aber auch für mich als Wiedereinsteiger völlig in
Ordnung. Sehr gut ist das Kapitel "Das C++-Rezeptbuch: Tipps und
Lösungen für typische Aufgaben", das auch dem TE sehr entgegenkommen
wird.
ZehPlusPlus schrieb:> Programmieren bedeutet in erster Linie: Wie sage ich es meinem Compiler.
Ja, das trifft für Programme wie "Hello World", "Blinkende LED" u.ä.,
zu, aber leider auch nur für diese.
> Die Idee und der Algorithmus daraus sind auf dem Papier schnell> skizziert.
Schön wär's ...
... oder auch nicht, denn das würde die meisten Softwareentwickler
verüberflüssigen ;-)
> Das aber in einer Kauderwelschsprache mit abartiger Syntax auszudrücken> ist die eigentlich schwere Aufgabe.
Deswegen möchte der TE ja C++ und nicht einen dieser unzähligen
veknuddelten Basic-Dialekte lernen :)
PS: Hast du nicht ein Hausverbot ausgesprochen bekommen bzw. wolltest du
nicht schon seit längerem freiwillig diesem Forum fernbleiben?
Yalu X. schrieb:> Ich finde das Buch – vor allem für Einsteiger – auch nicht schlecht.
"Der C++-Programmierer"
seine Aufzucht und Hege.
Also ich kann so einen Buchtitel nicht wirklich ernstnehmen. Gehört
jemand, der C++ lernen will denn zu einer besonderen Gattung, dessen
spezielle Wesensmerkmale man ergründen möchte? Und ist die Tatsache, das
jemand in C++ programmiert dann seine wesentliche charakteristische
Eigenschaft?
Noch viel seltsamer erscheint mir übrigens der heutige Threadtitel "Rust
- ist das hier um zu bleiben?". Satzbau nach Helene Fischer oder DJ
Ötzi?
Zum Buch: C++ Primer (Lipman) fand ich weitgehend akzeptabel, ist aber
nur C++ 11. Ist aber sehr auf C und C++ fokussiert, Seitenblicke auf
andere moderne Sprachen gibt es praktisch nicht, so dass der Eindruck
aufkommen mag, das C++ wirklich das Mass aller Dinge wäre. Dafür wird
aber auch plain C weitgehend abgedeckt, also neben C++ Klassen auch
Structs, neben C++ casts auch die alten C-cast usw. und im Gegensatz zu
etwa dem Buch "Thinking in C++" von Bruce Eckel wird nicht zu viel von
OOP geschwärmt.
Stefan S. schrieb:> "Der C++-Programmierer">> seine Aufzucht und Hege.>> Also ich kann so einen Buchtitel nicht wirklich ernstnehmen.
Nun, als der Autor noch so jung war wie du (oder noch etwas jünger),
waren Buchtitel in diesem Stil durchaus üblich. Das war die Zeit, wo
auch der Radiomann von Kosmos seine Runden drehte :)
Ich musste, als ich das Buch und im Buchladen sah, über den Titel auch
etwas grinsen, aber das musste ich auch über die deutsche Ausgabe des
Buchs von Stroustrup mit dem Vermerk "Der Erfinder von C++".
Aber was soll's: Beide Autoren haben schon einen Teil meines Vermögens
übernommen, und darauf kommt es doch letztendlich an ;-)
Gut danke für die sachliche Diskussion, ich liebäugele mit dem C++
Programmierer von Breymann. Hätte auch den Vorteil, dass ich mein
Englisch vorerst nicht gleich mit aufpolieren muss, erleichtert den
Lernprozess sicher ungemein.
Stefan S. schrieb:>> Also ich kann so einen Buchtitel nicht wirklich ernstnehmen. Gehört> jemand, der C++ lernen will denn zu einer besonderen Gattung, dessen> spezielle Wesensmerkmale man ergründen möchte? Und ist die Tatsache, das> jemand in C++ programmiert dann seine wesentliche charakteristische> Eigenschaft?
1.
Die Titel bestimmen oftmals die Verlage und deren Marketingabteilung.
2.
Der Inhalt zählt. Oder wählst du bei Wahlen tatsächlich nach Haarfarbe
und Aussehen?
Hansel schrieb:> Englisch vorerst nicht gleich mit aufpolieren muss, erleichtert den> Lernprozess sicher ungemein.
Ganz im Gegenteil. In der Regel sind Fachbücher in einem extrem
einfachen Englisch geschrieben. Und gerade beim Thema Programmierung
wird es in Deutsch grausig: Array, Float, Integer, Vector, Function
Body, Function Header, Statement, Expression, Condition, Bool und noch
vieles mehr. Will man diese Begriffe wirklich alle ins deutsche
Übersetzen? Oder aber einen wilden Mix aus deutsch und Englisch
fabrizieren? So etwas liest man wirklich besser auf Englisch, die paar
Wörter die unbekannt sind schlägt man bei Leo.org oder sonstwo kurz
nach. Und wenn es dir wirklich zu schwierig ist, dann vergiss C++ besser
gleich, mach Python, das erlebt ja gerade einen großen Hype. Wobei mir
in der Tat kein deutschen Wort für Hype einfällt. Boom hat ja auch
migrationshintergrund.