Mike schrieb:
> ich wollte mal nachfragen, wie man den Source-Widerstand einer
> Spannungsquelle (Labornetzgerät) ermitteln kann ?
Wenn du das ernsthaft bestimmen wolltest, müsstest du in Abhängigkeit
der Frequenz und des Arbeitspunkts messen, wie stark die
Netzteilspannung variiert, wenn sie belastest.
Also
- eine sinusförmige Belastung anlegen (z.B. einen Funktionsgenerator
über definierten Arbeitswiderstand an Netzteilausgang schalten),
- darauf achten, dass man im richtigen Quadranten bleibt (also ggf.
ausreichend großen Gleichstrom abnehmen, damit der überlagerte
sinusförmige Strom nicht zu einer "Rückspeisung" führt, die das Netzteil
ggf. nicht aufnehmen kann),
- und dann ausreichend genau im AC-Messbereich die Spannung am
Netzteilausgang und am Arbeitswiderstand bestimmen.
Das wird ziemlich aufwändig und man kommt nicht ohne weiteres auf hohe
Genauigkeiten (eben weil der Ausgangswiderstand des Netzteils in an
vielen Stellen nicht weit von 0 Ohm entfernt ist).
Je nach Netzteil, Frequenz und Arbeitspunkt wirst du mal die
Charakteristik eines Ausgangskondensators messen, mal die Steilheit
einer Transistorkennline der Ausgangsstufe, mal das Nachregelverhalten
der Netzteilelektronik.
Mike schrieb:
> Konkret geht es darum,
> die Samplingzeit eines ADCs so minimal wie möglich einzustellen.
Also ein paar pF, die innerhalb von ein paar µs aufgeladen werden. Dazu
ist obige Messung wahrscheinlich übertrieben. Das dürfte in den meisten
Fällen von den parasitären Eigenschaften von Ausgangskondensator des
Netzteils und von der Verdrahtung (mit ihrer Induktivität) bestimmt
sein.
Rufus Τ. F. schrieb:
> Da das Netzteil keinen unendlichen
> Strom liefern kann, sondern ab einem bestimmten (bei Labornetzteilen
> sogar einstellbaren) Wert abregelt, kannst Du den Innenwiderstand leicht
> ausrechnen.
Ihn interessiert wohl mehr das Kleinsignalverhalten.