mikrocontroller.net

Forum: HF, Funk und Felder RFID Setup testen - Was brauche ich


Autor: Ralle (Gast)
Datum:

Bewertung
-2 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo zusammen

ich habe mir einige Antennen, Tags, Reader ausgesucht und würde gerne 
ein paar Grundlagen ertesten. Was wäre die günstige Variante, um die 
Tags schnell, vor Ort und Outdoor auszulesen?

Gibt es Mobile Reader, die ich "einfach" auf das Tag halten muss und so 
verschiedene Szenarien ausprobieren kann? (verschiedene Tags auf 
verschiedenen Gegenständen,  mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten 
etc.)

Grüße und besten Dank!

Autor: Stefan M. (derwisch)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Falls das kein Start für einen Freitags Thread sein soll...
sind die Angaben etwas dürftig.
Welche Tags und Reader etc. hast Du ausgesucht?
Es gibt da ja nicht nur eine Technolgie.

Autor: Ralf (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Moin!

So ist das, wenn man auch Frage von Leuten antwortet, die sich bisher 
wenige Stunden mit dem Thema auseinandergesetzt hat. :-) Ich meine das 
Ernst. Jeder fängt mal an. Danke schonmal vor ab. Tief durchatmen und 
vielleicht kannst Du mir helfen. Würde mich freuen. Mir platzt nämlich 
der Schädel vor lauter Input.

Ich habe folgendes vor. Das System soll Objekte (max. 5 gleichzeitig), 
die mit bis zu 60km/h an der / den Antenne(n) vorbeifahren erfassen. 
Breite des Erfasssungskorridors: 10m wären super. Ansonsten eben 5m und 
Antennen beidseitig. Ein Portal über Kopf kommt nicht in Frage.


Ich habe folgende geordert und möchte gerne testen:

Tags: https://www.atlasrfidstore.com/road-race-timing-sample-pack/
Reader: Impinj Speedway Revolution R220 UHF RFID Reader (2 Port)
Antenne: 
https://www.atlasrfidstore.com/mti-mt-263003-n-lp-outdoor-rfid-antenna-fcc/

Jetzt brauche ich wohl noch die entsprechende Software?

Mir ist nicht ganz klar, wie man beim Setup vorgeht. Einfach mal auf gut 
Glück aufstellen und die Zuverlässigkeit der Erfassung testen? Dann mehr 
oder weniger strukturiert umbauen und erneut testen?

Autor: Ralf (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ach ja. Der Preis des Readers hat mich leicht geschockt. Gibt es 
(China??) günstigere Reader, die einigermaßen genau arbeiten? Es gibt 
bzgl. der Erfassung der Tags, außer dem Leseabstand), keine hohen 
Anforderungen bzgl. Genauigkeit. Das Tag muss erfasst werden. Mich 
interessiert im Endeffekt die Tag ID und der UNGEFÄHRE Zeitpunkt des 
Vorbeifahrens (+/- 1 Sekunde wäre völlig ausreichend).

Autor: W.A. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ralf schrieb:
> Gibt es (China??) günstigere Reader, die einigermaßen genau arbeiten?

Was meinst du mit "genau arbeiten"?
Entweder der Reader kann die Daten vom Tag auf ausreichende Entfernung 
lesen oder aber nicht.

Autor: Stefan M. (derwisch)
Datum:

Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Ralf schrieb:
> Mir ist nicht ganz klar, wie man beim Setup vorgeht. Einfach mal auf gut
> Glück aufstellen und die Zuverlässigkeit der Erfassung testen? Dann mehr
> oder weniger strukturiert umbauen und erneut testen?

Naja, wenn man viel Zeit hat kann man das so machen.

Grundsätzlich ist die UHF Technik schon richtig für das Vorhaben.
Sie ermöglicht die Erfassung von vielen Transpondern quasi gleichzeitig 
und bietet eine hohen Reichweite.
Um die mögliche Reichweite aber auch wirklich nutzen zu können, bedarf 
es dann doch etwas know how.

Man kann im Menü der UHF Reader eine Menge Einstellungen vornehmen.
Diese zu verstehen und daraus abzuleiten an "welcher Schraube" man noch 
drehen muss, um dem gewünschten Verhalten näher zu kommen ist u.U. Stoff 
für eine Diplomarbeit.
Da ich beruflich damit zu tun habe, weiß ich das sehr genau.

Es gibt z.B. die Optimierung in Bezug darauf viele Transponder zu lesen 
oder auch Einstellungen um wenige Transpnder bei hoher Geschwindigkeit 
zu erfassen.

Weiterhin spielt es eine große Rolle, wie und wo der Transponder am 
Objekt befestigt wird.
Ist Metall in der Nähe, oder etwas wasserhaltiges?
Kann der Transponder so angebracht werden, dass die Lesesituation immer 
gleich ist? Und und und...

Sogar die Transponder erhalten Kommandos vom Leser, duch die sie ein 
anderes Verhalten bekommen.

In Kürze schwer erklärbar.

Für Kunden, die besondere Aufgaben "erschlagen" wollen, gibt es auch 
Lehrgänge...

Wenn der RFID Vertriebsmensch sagt:" Klar... alles kein Thema..." dann 
lügt er.

Autor: Ralf (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo Stefan
interessant. Wie man merkt habe ich leider keinerlei Erfahrung. Die Idee 
halte ich noch immer für sehr gut. Ich bin mir auch sicher, dass sich 
das Thema realisieren lässt. Schließlich gibt es massenhaft 
Chip-Timing-Systeme, die bei Fahrrad- / Lauf- /Motorradveranstaltungen 
verwendet werden.

Ich bin nur ratlos, welche Hardware ich für Tests nutzen soll. 
Wichtigste Kriterien sind sicher die Reichweite von ca. 10m und der 
Preis. Und daran hakt es gerade: der Readers alleine, der mir empfohlen 
wurde, liegt bei >1500USD. Damit ist das Projekt schon tot.

Die Tags wären an einer ca. 2mm dicken Kunststoffplatte befestigt, 
dahinter ist allerdings Metall (Rahmen des Fahrzeugs). Die Tags wären 
ungefähr in der selben Höhe aber eben über 10m Breite verteilt.

Ich bin Projektingenieur für andere Themen und habe schon oft unter den 
Aussagen meiner Vertriebskollegen leiden müssen. "Aber ihr Vertriebler 
meinte, das sei kein Problem.." :-)

Autor: Ralf (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Und da wäre noch etwas. Wenn ich auf Alibaba.com schaue wimmelt es 
(natürlich) vor günstigen Readern mit 15-20m Reichweite für um die 
200USD. Papier / Bildschirme sind ja geduldig.

Ist es möglich, mir hier grob zu erkläre worauf ich bei der 
Spezifikation besonders achten muss, wenn ich folgende Anforderungen 
habe?
- lesen von passiven Tags
- 10m Reichweite
- Latenz bei der Zeiterfassung: irrelevant. Kann locker 500ms betragen
- Geschwindigkeit der Objekte: 60-80km/h MAX
- max. 5 gleichzeitig (innerhalb 1s)

Autor: Ralf (Gast)
Datum:

Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Kleines Update: FX7400 reader für 80€ geschossen. Antennnen, Kabel und 
Software: 250€. Software hat mir ein netter Mensch kostenlos für die 
erten Tests zur Verfügung gestellt.

Die Tests waren ein Kinderspiel und ich bin ehrlichgesagt mal wieder 
fasziniert, wie kompliziert es "echte Experten" machen. Hier scheint 
eher ein virtueller Peni*vergleich stattzufinden als tatsächlich helfen 
zu wollen.

Danke an die, die helfen wollten und das auch getan haben.

Autor: Sebastian C. (sebcz)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ich habe zum Thema RFID Zeitmessung eine Forschungsarbeit geschrieben 
und muss sagen, dass das ganze ein recht heikles Thema ist, wenn man 
sich nicht mit allen Einstellungen auskennt. Da geht sonst schnell mal 
ein Fahrer verloren. In den käuflich erhältlichen Systemen arbeiten 
teilweise ganz andere Erfassungsalgorithmen, die die Tags ansprechen als 
in der Standardkonfiguration. Ich habe auch einige Tests mit dem FX7400 
gemacht und dieser ist deutlich langsamer bei der Erfassung als seine 
Nachfolger.

Ich würde mir also wirklich genau überlegen, ob ich so ein 
selbstgebasteltes System wirklich bei einer Veranstaltung einsetzen 
würde, wenn es sofort Beschwerden gibt, falls ein Fahrer nicht erfasst 
wird.

Viele Grüße,
Sebastian

Ergänzung: und Seitenantennen sind sehr problematisch, wenn ein Fahrer 
durch einen weiteren verdeckt wird. Deshalb werden dann Traversen oder 
Bodenantennen verwendet.

: Bearbeitet durch User
Autor: Pillepalle (Gast)
Datum:

Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Ralf schrieb:
> Kleines Update: FX7400 reader für 80€ geschossen. Antennnen, Kabel
> und Software: 250€. Software hat mir ein netter Mensch kostenlos für die
> erten Tests zur Verfügung gestellt.
> Die Tests waren ein Kinderspiel und ich bin ehrlichgesagt mal wieder
> fasziniert, wie kompliziert es "echte Experten" machen. Hier scheint
> eher ein virtueller Peni*vergleich stattzufinden als tatsächlich helfen
> zu wollen.
> Danke an die, die helfen wollten und das auch getan haben.

Zum Teil hast du völlig Recht, jeder Laie kann die Geräte anschließen 
und Tags erfassen.

Dahinter steckt aber ne ganze Menge Theorie und bevor man losgeht und 
sich teure Geräte beschafft, sollte man wissen ob diese für den 
jeweiligen Anwendungsfall die Richtigen sind. Gerade bei RFID kann man 
da vieles falsch machen. Die Tags werden auf diversen Materialien (mit 
Permitivität >> 1) nämlich überhaupt nicht gelesen (Antennenverstimmung, 
Reflexion) und du hattest bei deinem Anwendungsfall (Metalluntergrund 
mit Kunststoffspacer) einfach Glück.

Die Umgebung spielt auch eine große Rolle, die Diagramme in den 
Datenblättern beziehen sich (logischerweise) nur auf ideale 
Laborbedingungen.

Du scheinst (zum Teil) deine Hausaufgaben gemacht zu haben, die Einwände 
von Stefan als "Schwanzvergleich" abzustempeln ist trotzdem nicht in 
Ordnung.

Antwort schreiben

Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig. Wenn Sie automatisch per E-Mail über Antworten auf Ihren Beitrag informiert werden möchten, melden Sie sich bitte an.

Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten!

  • Groß- und Kleinschreibung verwenden
  • Längeren Sourcecode nicht im Text einfügen, sondern als Dateianhang

Formatierung (mehr Informationen...)

  • [c]C-Code[/c]
  • [avrasm]AVR-Assembler-Code[/avrasm]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] - Link zu Artikel
  • Verweis auf anderen Beitrag einfügen: Rechtsklick auf Beitragstitel,
    "Adresse kopieren", und in den Text einfügen




Bild automatisch verkleinern, falls nötig
Bitte das JPG-Format nur für Fotos und Scans verwenden!
Zeichnungen und Screenshots im PNG- oder
GIF-Format hochladen. Siehe Bildformate.

Mit dem Abschicken bestätigst du, die Nutzungsbedingungen anzuerkennen.