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Forum: PC Hard- und Software "Musikanlage" für mehrere Räume


Autor: Walter T. (nicolas)
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Hallo zusammen,

ich höre in meinem Bastelzimmer gerne Podcasts, Musik von Youtube, 
Webradio oder MP3. Zu diesem Zweck werkelt dort ein (altes) 
Android-Tablet in Altersteilzeit. Wechsele ich vom Bastelzimmer ins Büro 
(z.B. um Zeichnungen anzupassen), muss ich momentan am PC außer bei 
Webradio die gleiche Signalquelle wiederfinden und an die gleiche Stelle 
vorspulen, wenn ich  weiterhören will. Nicht das Gelbe vom Ei.

Perfekt wäre es, wenn ich Audio-Berieselung sowohl vom PC als auch vom 
Android-Tablet in zwei Räumen gleich steuern könnte.

Die Ansprüche an die Audioqualität sind nicht besonders hoch. Die 
restliche Geräuschkulisse im Bastelraum sorgt dafür.

Die Suchmaschine meiner Wahl wirft als Lösung "Multiroom-Systeme" in den 
Raum. Wenn ich das richtig verstanden habe, werden hier Lautsprecher in 
mehreren Räumen aus einem Raum gesteuert - entweder gleich oder 
unterschiedlich. Das scheint nicht das zu sein, was ich suche.

Wahrscheinlich suche ich eine Art "Home-Cloud"-Abspieler: Einen 
Medienspieler-Server, der sich von mehreren Geräten (Tablet und Laptop) 
fernsteuern läßt und im Gegenzug einen Audiostream bereitstellt.

Gibt es soetwas? Wie heißt es?

Viele Grüße
W.T.

Autor: Reiner (Gast)
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Ich werfe da mal Squeezebox in den Raum. Ich habe meine zwar leider 
schon länger nicht mehr ordentlich verwendet aber "Früher" hatte ich 
einen Raspberry als Server mit Waveinput und die Original Logotech 
Squeezebox Radios in mehreren räumen.
Die Clients konnte man früher auch per Smartphone Tablet Oder Raspberry 
machen.

Autor: Gerd E. (robberknight)
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Ja, sowas gibt es:

MPD http://www.musicpd.org/

Ist ein Server-Programm was irgendwo bei Dir auf einem kleinen Server, 
NAS oder nem RasPi läuft. Es gibt massenweise verschiedene Clients 
dafür, z.B. für Android, iOS, Webbrowser, Kommandozeile etc. Die können 
steuern was für Musikstücke, Streams, Playlists,... auf welchen 
Ausgabegeräten ausgegeben werden. Über den Server werden die Infos der 
Clients alle synchronisiert, es ist also kein Problem im Arbeitszimmer 
sich ne Playlist zusammenzustellen und dann in der Küche noch einen 
weiteren Song hinzuzufügen etc.

Der MPD stellt die gewählten Musikquellen dann auf verschiedene Weise 
bereit, damit sie von den verschiedenen Wiedergabegeräten konsumiert 
werden können. U.a. Icecast für vorhandene Webradios, Pulseaudio für 
Linux-Geräte etc.

Der Server und die meisten Clients sind Opensource, das Protokoll ist 
sauber definiert. Das lässt bei Bedarf genug Freiraum für eigene 
Anpassungen und Ideen.

: Bearbeitet durch User
Autor: Christian R. (supachris)
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Ich hab hier Google ChromeCast für sowas. Man kann erlauben dass alle 
Geräte im WLAN das Streaming steuern können. Dann kannst du vom Tablet, 
Handy, PC aus die Musik steuern. Die lassen sich zu Gruppen zusammen 
schalten. Die ChromeCast Audio sind leider angekündigt, aber werden 
weiter unterstützt und sind preiswert zu haben.

Autor: Gerd E. (robberknight)
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Christian R. schrieb:
> Die ChromeCast Audio sind leider angekündigt, aber werden
> weiter unterstützt

Naja, aber wie lange noch?

Google kopft sich doch rechts und links auf die Schultern wenn es für 
ein Smartphone 24 Monate nach Verkaufsstart (und nicht nach Abverkauf 
des letzten Neugeräts) noch Sicherheitsupdates gibt...

Autor: Walter T. (nicolas)
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Danke für die Antworten!


Gerd E. schrieb:
> MPD http://www.musicpd.org/

Das klingt insbesondere interessant. Ich werde mal im Laufe des 
Wochenendes versuchen, mit einem Raspberry einen kleinen Test-Homeserver 
aufzusetzen.

Autor: Walter T. (nicolas)
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So. Ein kleiner Test-Server läuft. Das war einfacher als gedacht.

Auf dem PC läuft der Gnome Music Player Client + VLC, auf Android 
MPdroid + VLC.

Der Versatz beträgt ca. 2 Sekunden. Damit kann ich leben. Der Wechsel 
zwischen den Zimmern dauert länger. Ein wenig lästig ist es, dass ich 
den MPD-Client und den Streaming-Abspieler separat starten muss. Klingt 
weniger lästig als es ist: Wenn das letzte Lied vorbei ist, muss ich im 
MPD- und im Streaming Client das nächste Lied auch neu starten.

Aber alles in allem ist es gangbar.

Autor: Michael M. (Firma: DO7TLA) (do7tla)
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Ich hab es ganz einfach gelöst mit ein FM Transmitter oder 
Funkkopfhörersender.
Da in jeden Raum eh ein Radio steht so kann ich zentral vom PC aus die 
Audiomedien laufen lassen und im jeweiligen Raum hab ich dann ohne 
irgend welche Latenzen das Audio.
Auch gibt es kein Echo wenn ich mal in 2 Räumen die Audioanlage in 
Betrieb hab.

Bei den Funkkopfhörersender Lösung muß man sich die Empfänger aus 
weiteren Funkkopfhörern extrahieren und entsprechend in die Musikanlage 
Integrieren.

Da ziehe ich die FM Transmitter Lösung eher vor da die meisten 
Musikanlagen eh ein UKW Radio integriert haben.

Autor: Joachim B. (jar)
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Michael M. schrieb:
> im jeweiligen Raum hab ich dann ohne
> irgend welche Latenzen das Audio.
> Auch gibt es kein Echo wenn ich mal in 2 Räumen die Audioanlage in
> Betrieb hab.
>
> Da ziehe ich die FM Transmitter Lösung eher vor da die meisten
> Musikanlagen eh ein UKW Radio integriert haben.

gefällt mir, ich hätte ja sonst raspberryPI gesagt, AV-Ausgang an 
TV-Modulator ins Antennennetz (Subnetz bei dir) eingespeist, TV wird ja 
jeder Raum haben, dann kann man sogar die YoutubeVideos oder aus 
Mediatheken sehen.

: Bearbeitet durch User
Autor: Nano (Gast)
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Wenn du in jeden Raum einen Raspi platzierst und an diesen jeweils einen 
Bewegungsmelder anschließt, dann kannst du über die Raspis steuern in 
welchem Raum der Server die Musik spielen lassen soll.

Wenn du für den Server ein Webinterface verwendest, dann reicht zum 
Auswählen der Musiktitel ein Smartphone oder Tablet mit Browser.
Das Smartphone kannst du immer mit dir führen.

Der Vorteil der Lösung mit den Bewegungsmeldern wäre dann, dass die 
Musik dir folgt. Sobald du einen Raum verlässt und den nächsten 
betrifft, wechselt auch das Abspielen der Musik vom einen auf den 
anderen Raum.

Autor: Nano (Gast)
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Nano schrieb:
> betrifft,

Ich meine natürlich "betrittst".

Autor: Gerd E. (robberknight)
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Walter T. schrieb:
> Der Versatz beträgt ca. 2 Sekunden.

Du verwendest vermutlich HTTP-Streaming. Da musst Du leider etwas länger 
puffern.

Ich verwende statt dessen Pulseaudio übers Netz, das braucht wesentlich 
weniger Pufferzeit. Für Deinen PC könntest Du das auch nehmen wenn 
Linux, aber unter Android dürfte es vermutlich aufwendiger werden das 
zum Laufen zu bekommen.

> Ein wenig lästig ist es, dass ich
> den MPD-Client und den Streaming-Abspieler separat starten muss. Klingt
> weniger lästig als es ist: Wenn das letzte Lied vorbei ist, muss ich im
> MPD- und im Streaming Client das nächste Lied auch neu starten.

Lass doch einfach den Stream am Ende leer weiterlaufen. Option dafür:
always_on "yes" 

Autor: Michael M. (Firma: DO7TLA) (do7tla)
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Nano schrieb:
> Wenn du in jeden Raum einen Raspi platzierst und an diesen jeweils einen
> Bewegungsmelder anschließt, dann kannst du über die Raspis steuern in
> welchem Raum der Server die Musik spielen lassen soll.
>
> Wenn du für den Server ein Webinterface verwendest, dann reicht zum
> Auswählen der Musiktitel ein Smartphone oder Tablet mit Browser.
> Das Smartphone kannst du immer mit dir führen.
>
> Der Vorteil der Lösung mit den Bewegungsmeldern wäre dann, dass die
> Musik dir folgt. Sobald du einen Raum verlässt und den nächsten
> betrifft, wechselt auch das Abspielen der Musik vom einen auf den
> anderen Raum.

Geht auch mit meiner Lösung und ohne Raspi.
Da wird einfach die Anlage über den Bewegungsmelder ein oder 
ausgeschaltet.
Nur sollte die Anlage für die Radiosender Speicher einen pufferakku 
haben.
Sonst ist jedesmal der Sender Speicher leer wenn hart abgeschaltet wird.

Autor: Matthias H. (homa)
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Gerd E. schrieb:
> Ja, sowas gibt es:
>
> MPD http://www.musicpd.org/

Das kannte ich auch noch nicht und werde es mir mal trotz meiner 
Squeezebox Landschaft (5 Geräte) + Eigenbau mit Raspberries ansehen. Das 
Problem bei Squeezebox ist noch Geräte zu bekommen (meistens völlig 
überteuert, weil halt so gut ;-) ). Software für NAS + Raspberries geht 
aber problemlos!
Viel Erfolg und lass mal hören wie Du Dich entschieden hast ...

Autor: Tilo R. (joey5337) Benutzerseite
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Matthias H. schrieb:
> Gerd E. schrieb:
>> Ja, sowas gibt es:
>>
>> MPD http://www.musicpd.org/
>
> Das kannte ich auch noch nicht und werde es mir mal trotz meiner
> Squeezebox Landschaft (5 Geräte) + Eigenbau mit Raspberries ansehen. [...]

Bitte halte uns auf dem Laufenden bezüglich deiner Erfahrungen.

Ich habe auch 3 Squeezebox-Geräte, inzwischen alles Soft-Clients mit dem 
PiCore-Player. Die Original 1er-Squeezebox habe ich inzwischen entsorgt.

Zur Steuerung verwende ich, wenn ich nicht gerade am PC sitze, die 
Android-App "Squeezer". Die läuft auch auf einem Tablet gut.

Autor: Jörg E. (jackfritt)
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Also bei der squeezebox zu squeezelite habe Ich keine 2 Sekunden 
verzögerung. Oder meinst du den stream selbst? Alle meine Boxen in den 
unterschiedlichen Räumen sind synchron zu einander. Sogar ein Raspi 
client mit Bluetooth Box und Alsa. Habe sogar ein Iphone als Client mit 
iPeng als Player. Auch synchron. Schon erstaunlich.

Autor: Sven L. (sven_rvbg)
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Interessanter Thread!

Ich habe auch mal Überlegungen in der Richtung angestellt, aber noch 
nicht die Lösung für mich gefunden.

Von dem Logitech Musicserver hört man ja immer wieder mal.

Was verwendet man am Besten als Client? Mir wäre irgendwas ganz 
einfaches, aber fertiges lieb, was einen Verstärker und die passenden 
Lautsprecher integriert hat und was softwaremäßig so modifizierbar wäre, 
das man es extern via Netzwerk steuern könnte.

Also Funktionen wie An/Aus Laut/Leiser sollten von extern ansteuerbar 
sein.

Vielleicht kennt ja jemand ein entsprechendes Gerät.

Autor: Christian R. (supachris)
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Gerd E. schrieb:
> Christian R. schrieb:
>> Die ChromeCast Audio sind leider angekündigt, aber werden
>> weiter unterstützt
>
> Naja, aber wie lange noch?
>
> Google kopft sich doch rechts und links auf die Schultern wenn es für
> ein Smartphone 24 Monate nach Verkaufsstart (und nicht nach Abverkauf
> des letzten Neugeräts) noch Sicherheitsupdates gibt...

Ja, ist schon blöd, aber wenn damit nicht genug Kohle verdient wird, 
wird das Produkt eingestellt, egal wie gut es ist. Das ist ja 
mittlerweile überall so.
Solange es geht nutze ich die (auch den Video, den kann man nämlich 
mittlerweile auch zu einer Audio Gruppe hinzufügen).
Die haben sicherlich einen Home mit Audio Ausgang in Arbeit, aus dem 
müsste man dann erst das Mikrofon auslöten.

Autor: Walter T. (nicolas)
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So im Großen und Ganzen läuft das mit dem Music Player Demon seit einer 
Woche ganz gut.

Was mich momentan noch stört, ist daß VLC das Abspielen des nicht 
Streams nicht wiederaufnimmt, wenn er unterbrochen wurde. Das gilt für 
Android und für Windows.

Das ist vor allem dann lästig, wenn die Playlist ausgelaufen ist, und 
man an einem anderen Gerät neue Stücke hinzufügt, als das gerade für das 
Abspielen zuständig ist.

Gibt es da einen Trick? Offensichtlich fallen mir nicht die korrekten 
Stichwörter für eine Google-Suche ein.

Autor: Gerd E. (robberknight)
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Hast Du meinen Tipp gegen das Problem mit dem Abbrechen oben im Thread 
ausprobiert?

Siehe:
Beitrag "Re: "Musikanlage" für mehrere Räume"

Autor: Walter T. (nicolas)
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Ahja, ich habe gerade nachgeschaut: Pulseaudio und MPD gehen wirklich 
zusammen. Allerdings ist wohl die Konfiguration etwas tricky. Wenn ich 
keinen Streaming-Client finde, der HTTP-Streams automatisch neustarten 
kann, probiere ich das mal aus.

Autor: Gerd E. (robberknight)
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Ich meinte eigentlich eher das always_on für den HTTP-Stream.

Aber Pulseaudio ist wegen der niedrigeren Latenz die bessere Lösung wenn 
Dein Wiedergabegerät das kann. Auf einem Linuxclient oder RasPi etc. ist 
das einfach, unter Android oder Windows könnte das schwer werden.

Autor: Walter T. (nicolas)
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Gerd E. schrieb:
> Ich meinte eigentlich eher das always_on für den HTTP-Stream.

Asche über mein Haupt. Den Teil habe ich auf Pulseaudio bezogen, 
funktioniert für HTTP aber auch. Das funktioniert wunderbar! Danke für 
den Tipp!

Autor: Thomas (Gast)
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Wie wäre es eigentlich mit Remote.PC, Remote-Desktop?
Auf dem läft Dein Player, und über Audio-Weiterleitung hast Du auf jedem 
Ziel-PC deine Musik ?!

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