Reparatur eines Heißluftföhns (neu gebaute Phasenanschnittsteuerung will nicht)

#5701367
Lesenswert?

Guten Abend,

mein Ziel ist es einen Heißluftföhn von Leister vor dem Wegschmiss zu 
bewahren und dafür braucht es eine Phasenanschnittsteuerung zur 
Leistungsbegrenzung des Heizelementes.

Diese habe ich mit einem guten Freund und Kollegen entworfen und dann 
gelötet und nochmals nachverfolgt um Fehler hierbei auszuschließen.

Als ich nun die Temperatur der austretenden Luft gemesseen habe musste 
ich jedoch feststellen, dass sich diese nicht verändert, egal in welcher 
Stellung sich der Poti befindet.

Nun hoffe ich Ihr könnt mir helfen.
Den Schaltplan habe ich abfotographiert und hochgeladen.

Lg
Markus
Angehängte Dateien:
#5701417
Lesenswert?

Servus,

Heizelement ist extra, der Motor ist direkt an 230V.

Der 20k Poti ist leider gegeben, ist ein Spezieller.
Die restlichen Werte sind ausgerechnet. Deswegen kann ich leider auch 
nicht einfach die verlinkte Schaltung nehmen...

Die Last ist Parallel zur Gatesteuerung des Triacs (den Widerständen) da 
ich wenn ich die Widerstände nach die Last anschließe den Widerstand des 
Heizelements noch zusätzlich hätte. Oder muss man das?

Den Triac hab ich nochmal angeschaut und das Datenblatt zu rate gezogen, 
ist richtig dran.

Lg
Markus
#5701499
Lesenswert?

Hab das ganze grad noch ans Oszi gehängt, dafür musste ich nur erstmal 
einen Akku fürs Oszi provisorisch zamspaxen....

Der Triac ist dauerhaft an, ergo es erfolgt garkein Phasenanschnitt.
Kann es sein das sich der 270nF Kondensator durch den kleinen Widerstand 
viel zu schnell aufläd?

Ich kanns versuchen ein 500k Poti ranzuhängen zum testen, muss dann nur 
eins mit exakt der gleichen Bauform wie das Vorhandene finden.

Rein theoretisch würde das 500k Poti ja nur bewirken, das der Ladestrom 
des Kondensators so weit begrent wird, dass dieser länger zum Laden und 
somit zum durchschalten des Diacs braucht oder?
Angehängte Dateien:
#5701560
Lesenswert?

Markus L. schrieb:
> Oder würd mir dann wirklich der Triac/Diac durchbrennen und wenn ja,
> warum?

Wenn der Diac zündet fällt an ihm nur noch seine Flussspannugn ab von 
ca. 1V bei einem DB3, siehe im verlinketen Datenblatt Seite 4 Fig.1
http://www.radiotechnika.hu/images/DB3.pdf

an dem Kondesator liegen aber bei DB3 ca. 32 V an, also bleiben 30V die 
nun am Gate anliegen.

für den Tic206m steht z.b. hier unter absolut maximum ratings 200mA am 
Gate,
http://www.produktinfo.conrad.com/datenblaetter/175000-199999/186333-da-01-en-TIC206.pdf
als average gate power dissipation steht da 0.3W

E=1/2*2uF * (30V)^2 = 9020uJ , das ganze im Schnitt alle 1/100s (jede 
Halbwelle) macht 90mW, das Problem dürfe also eher der Impuls sein, wenn 
es überhaupt ein Problem gibt.


ein Problem wird es geben wenn du das auf maximum stellst. dann ergibt 
sich ein mittlerer Strom von 230V/4,7k = knapp 50mA den du dauerhaft 
durch den Diac und das Gate jagst, das sind bei je ca. 1V an Diac und 
Gate nur 50mW, am Widerstand aber 230V^2/4.7k = 11.25W (DB3 hat fast 
genau 1V, Tic206 ca. 0.9-1.5V am Gate bei 10-100mA)

auf Minimum hast du ca. 25k, 230V/25k = 9.2mA, sind 400mW am Widerstand 
und
1,7W am Poti.
da anscheinend nichts brennt frage ich mich ob dein Schaltplan so stimmt 
oder ob ich heute abend nen heftigen Denkfehler habe.

wenn du den Widerstand hinter der Last anschließt, fällt nur noch 1-2V 
ab sobald der Triac zündet und du brauchst keinen 15W Widerstand mit 2W 
Poti mehr.
#5701565
Lesenswert?

Markus L. schrieb:
> Kann es sein das sich der 270nF Kondensator durch den kleinen Widerstand
> viel zu schnell aufläd?

Natürlich.

Markus L. schrieb:
> Könnte ich dann nicht auch rein theoretisch einfach einen größeren
> Kondensator nehmen? So ca 1/2/3 yF?

Die Befürchtung ist, daß dann DIAC und TRIAC ableben, K.S. versucht es 
sogar auszurechnen.

Markus L. schrieb:
> Dabei würde aber der Lernfaktor fehlen

Tja.
#5701848
Lesenswert?

Erstmal vielen, vielen Dank für eure Hilfe!

Also angeschlossen ist es genau so wie auf dem Schaltplan und gebrannt 
hat bis jetzt NOCH nichts, habs allerdings auch nie länger als ne Minute 
angehabt um Temperaturen und die Sinuswelle zu messen.

Heißt ich besorg mir mal einen 500k Poti und versuch das ganze nochmal 
mit dem vorhandenen 270nF Kondensator.

Nur warum fällt sobald der Triac zündet und das RC Glied nach der Last 
angeschlossen ist kaum noch Spannung ab?

Die Widerstände und das Poti sind allesamt auf 2W ausgelegt.

Besonderen dank nochmal an K. S., hab mir den Post jetzt schon einige 
male durchgelesen und versucht nachzuvollziehen und zu verstehen.

Lg
Markus

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren