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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Konzernbeamter vs Staatsbeamter


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Autor: M.Sc. Absolvent (Gast)
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Hallo Forum

ich stehe vor der Entscheidung meines ersten Jobs nach dem Studium und 
würde gerne ein paar Meinungen einholen.
Ich habe Elektrotechnik mit Schwerpunkt 
Nachrichten-/Kommunikationstechnik studiert und werde einen guten Master 
Abschluss (Uni) erhalten.
Da ich mich rechtzeitig beworben habe, habe ich nun drei verschiedene 
Angebote vorliegen, wobei ich mich bis Ende diesen Monats entscheiden 
muss.

Angebot 1: Bundesbehörde Berlin, Einstieg E13 Bund + Zulage (39h), 
Verbeamtung so gut wie sicher, die meisten tummeln sich dann auf A14 und 
A15 (41h) rum
Angebot 2: Konzern BaWü, Einstieg mit EG12 BaWü mit Ziel-EG 13 (35h), 
gute Benefits
Angebot 3: Mittelständer NRW, Einstieg mit EG12 NRW ohne Ziel-EG (35h), 
kaum Benefits

Mir ist klar, dass die Arbeit bei der Behörde sich komplett von der 
Arbeit in der Industrie unterscheidet. Ich kann mir aber beides gut 
vorstellen, aber leider kann ich nicht in die Zukunft blicken.
Zurzeit denke ich, dass die Industrie besser ist.
Mehr Geld, weniger Arbeitsstunden auf dem Papier, steilere Karriere 
möglich.
Man ist nicht irgendwo gebunden, kann jederzeit die Firma wechseln und 
dadurch das Gehalt steigern.
Nach Recherche ist wohl irgendwann bei 75-100k Schluss.
Zudem bestünde noch die Möglichkeit auszuwandern, auch mit Hilfe der 
jeweiligen Firma vielleicht.

Doch was ist in 20 Jahren?
Wenn ich vielleicht Familie habe und nicht mehr so abenteuerlustig bin.
Würde ich dann dem Beamtenjob hinterhertrauern?
Ich meine, wenn man alles durchzieht und irgendwann auf A15 sitzt, 
verdient man schließlich auch verdammt gut, vergleichbar mit einer hohen 
IGM Position.
Doch ich bin ständig an den selben Arbeitgeber gebunden.
Bin auf ewig an den Standort gebunden oder kann zwangsversetzt werden.
Ich kann nie in die Industrie wechseln.
Wird es in 40 Jahren noch gute Pensionen geben?
Was passiert bei einer linken Regierung, die das Beamtentum 
zurechtstutzt und alles streicht?
Was ist bei einem Wirtschaftswunder und jeder verdient sich dann dumm 
und dämmlich außer der Staatsdiener?

Das andere dunkle Szenario ist natürlich:
Alle Tarifverträge werden aufgelöst.
Totales Outsourcing und/oder Wegrationalisierung aufgrund der 
Digitalisierung/Roboter.
Zusammenbruch des Automotive Bereichs in Deutschland.
Steuererhöhungen, verschärfter Spitzensteuersatz und man bekommt noch 
weniger vom Brutto wegen unseren neuen bunten Freunden.

Was würdet ihr erfahrenen Recken sagen?
IGM Wunderland oder Beamtentum?

PS:
Reich werden kann ich sowieso vergessen.
Da hätte ich Medizin studieren und mich mit einer Privatpraxis 
niederlassen sollen oder erben müssen :/

Autor: Hau Wech (Gast)
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In Deutschland gilt generell so etwas wie "Bestandsrecht" im Allgemeinen 
Recht ,
und wahrscheinlich auch im Öffentlichen Dienst .

Die Post und Bahn-Beamten sind in den 1990ern von der Kohl-CDU-Regierung 
privatisiert worden .

Wer kurz dabei war , verlor Beamtenstatus , aber die Alten Hasen nicht .




SPD-Schröder hatte den CDU-Schlamassel übernehmen müssen ,
und ich hätte ihn damals nicht wählen dürfen , damit die CDU ihren Kot 
und Scherbenhaufen
hätte alleine auslöffeln dürfen , mit meiner Stimme Mehrheit ...

Aber Schröder hätte transparenter kommunizieren müssen , und nicht 
kritische Stimmen
als Kakophonie abtun dürfen .




Und es gibt nicht nur Bundesbeamte , sondern auch Landesbeamte .

Autor: nur so (Gast)
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Hallo,

wenn du meinst auf eine A15 Stelle kommen zu können dann leg mal los.

Autor: Hau Wech (Gast)
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Wirschaftswunder dauern niemals 45 Jahre Rentenbeitragszeit , sondern in 
der Regel nur
5 bis 15 Jahre , mit ähnlich langen Flauten , und ab dem Alter 40+ wird 
es schwieriger ,
außer , man hätte ständig Visionen , und wäre selbstständig .

So gesehen , könnte Dir in der Freien Wirtschaft jetzt 15 Jahre Kohle 
winken , und dann Frührente , weil Flaute , und wegen Alter nach der 
Flaute dann nicht mehr Fachkraft genug ..

Autor: Hau Wech (Gast)
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Sehr wohl können Beamte in die Industrie wechseln :

Die SPD-Regierung gründet ein Staatsunternehmen , welches sie nach 
einigen Jahren dann privatisiert , und Beamte wechseln dann als 
Geschäftsleitung in dieses Privatisierte Unternehmen .

Szenario : Strombörse EEX wird unter Schwarz-Grün verstaatlicht, und 
dann 8 Jahre später von Gelb-Schwarz privatisiert .

Autor: IT G. (it-guy)
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Geht es rein um Sicherheit nimm den Beamten Job.
Mit Frau und Kind sind A14 dann auch leicht vergleichbare 100.000 
brutto.
Berlin ist ja auch noch nicht so teuer.
Aber halt Berlin. Würde ich nicht hin wollen.

Autor: GanBei (Gast)
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M.Sc. Absolvent schrieb:
> Angebot 1: Bundesbehörde Berlin, Einstieg E13 Bund + Zulage (39h),
> Verbeamtung so gut wie sicher, die meisten tummeln sich dann auf A14 und
> A15 (41h) rum
> Angebot 2: Konzern BaWü, Einstieg mit EG12 BaWü mit Ziel-EG 13 (35h),
> gute Benefits
> Angebot 3: Mittelständer NRW, Einstieg mit EG12 NRW ohne Ziel-EG (35h),
> kaum Benefits

Was sind denn die Aufgabengebiete der Jobs? Was findest du 
interessanter?

Wenn du in der Privatwirtschaft entwickeln lernst, kannst du auch nach 
einem Ausflug ins Beamtentum zurück in die Industrie. Umgekehrt eher 
nicht. Bei der Bundesbehörde gelernt besiegelt in den allermeisten 
Fällen dein Schicksal.

M.Sc. Absolvent schrieb:
> Bin auf ewig an den Standort gebunden oder kann zwangsversetzt werden.

Kann dir im Konzern auch passieren. Siehe VW Emden.

M.Sc. Absolvent schrieb:
> Wird es in 40 Jahren noch gute Pensionen geben?
> Was passiert bei einer linken Regierung, die das Beamtentum
> zurechtstutzt und alles streicht?

Unwahrscheinlich. Wenn die Babyboomer Generation bis 2030 in Rente ist, 
zahlen viel weniger Arbeitnehmer die immer älter werdenden Rentner. 
Aktuell wird die Entscheidung auf nach 2025 verschoben, da die AfD sonst 
noch mehr Zulauf hätte, aber auch die CDU wird die Pensionen dann stark 
beschneiden oder gar eine Bürgerversicherung für alle einführen. Das ist 
alternativlos. Irgendwoher muss das Geld kommen.

M.Sc. Absolvent schrieb:
> Alle Tarifverträge werden aufgelöst.
> Totales Outsourcing und/oder Wegrationalisierung aufgrund der
> Digitalisierung/Roboter.

Nun dann gibt es von Konzernen auch Abfindungen von 200k bis 300k Euro. 
Das Geld sollte man sofort gut anlegen und dann örtlich flexibel einen 
neuen Job suchen. Man muss halt einen Job haben, wo man etwas sinnvolles 
lernt. Ich könnte aktuell sofort etwas Neues finden, selbst in den 
Staaten oder Asien.

Autor: Tocqueville (Gast)
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M.Sc. Absolvent schrieb:
> Das andere dunkle Szenario ist natürlich:
> Alle Tarifverträge werden aufgelöst.
> Totales Outsourcing und/oder Wegrationalisierung aufgrund der
> Digitalisierung/Roboter.
> Zusammenbruch des Automotive Bereichs in Deutschland.

Es wird eine Zeit nach dem grenzenlosen Wachstum kommen, dann wird der 
Kapitalismus keine Antworten mehr auf die Fragen unserer Zeit liefern 
können. Stell dich darauf ein. Am Ende frisst der Kapitalismus auf, was 
er geschaffen hat.

Autor: GanBei (Gast)
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Tocqueville schrieb:
> Es wird eine Zeit nach dem grenzenlosen Wachstum kommen

Noch sind wir davon weit entfernt, wenn man bedenkt wie viele Menschen 
weder fließend Wasser noch Strom haben. Er muss sich also nicht 
unbedingt darauf einstellen.

Autor: Fettleber (Gast)
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GanBei schrieb:
> Tocqueville schrieb:
> Es wird eine Zeit nach dem grenzenlosen Wachstum kommen
>
> Noch sind wir davon weit entfernt, wenn man bedenkt wie viele Menschen
> weder fließend Wasser noch Strom haben. Er muss sich also nicht
> unbedingt darauf einstellen.

Wobei weniger die Bedürfnisse des Menschen die Grenzen bestimmen, eher 
wann die Lebensbedingungen und das Ökosystem auf der blauen Kugel durch 
das stetige Beackern zum Nachteil des Homo sapiens umkippen.

Autor: EX-Ing (Gast)
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Also:

A14 entspricht mit 55 Jahren (Höchste Altersstufe, verheiratet, 2 
Kinder) je nach Bundesland bzw. als Bundesbeamter etwa 75.000 bis 85.000 
Brutto in der freien Wirtschaft. Wobei die Bundesbeamten und die Bayern 
am besten bezahlt werden.

Bei A15 kann man etwa 10.000 Euro beim Vergleich draufrechnen.

Ich habe mit 40 Jahren von einem DAX-Konzern in den Landesdienst 
gewechselt und bin jetzt, fast 20 Jahre später, ganz zufrieden mit 
meiner Entscheidung.

Erlebe gerade wie ehemalige Kommilitonen mit Mitte 50 entlassen werden 
und neue Jobs suchen. Das funktioniert sogar, aber mit 50 Stunden-Woche 
plus mehr oder weniger irrsinniger Fahrerei.


Nachteil des Beamtentums ist einmal die Politik, die hat nämlich das 
Sagen. Und da nimmt der Anteil der Inkompetenz dramatisch zu. Man hat es 
mit Entscheidungen von Politikern zu tun, die ohne ihr Mandat von Hartz 
IV leben müssten, weil sie nichts können.


Zweiter Nachteil sind die Quoten. Nicht weiblich, nicht behindert, 
keinen Migrationshintergrund? Beförderung schwierig bis unmöglich. Und 
ich erlebe es jeden Tag. Hochqualifizierte Männer mit Familie haben 
gegen die ledige, alleinstehende und unfähige Kollegin keine Chance beim 
Aufstieg.


Fazit: Arbeitsplatz- und Planungssicherheit auf der einen, politische 
Inkompetenz und Diskriminierung von Männern auf der anderen Seite.

Muss jeder selber wissen.

Autor: Tocqueville (Gast)
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EX-Ing schrieb:
> Hochqualifizierte Männer mit Familie haben gegen die ledige,
> alleinstehende und unfähige Kollegin keine Chance beim Aufstieg.

1. Je gerechter eine Gesellschaft wird, um so mehr wächst das 
Bewusstsein für jede noch so kleine Ungerechtigkeit.
2. Es ist die Krux einer Gesellschaft, die jedem Individuum theoretisch 
die Möglichkeit zum grenzenlosen Aufstieg ermöglicht, dies implizit auch 
von jedem fordert. Gelingt ihm dies nicht, so wird es als sein 
persönliches Versagen gewertet. Die scheinbar unbegrenzten Möglichkeiten 
werden zur Tyrannei, Erfolg wird zur Selbstreferenz (erfolgreich ist 
nicht, wer gut in seiner Tätigkeit zB als Postbote ist, sondern wer 
aufgestiegen ist, egal wie sinnlos sein Manager-Posten ist), der 
Angestellte entfremdet sich von seiner Arbeit.

Gefahren einer jeden Demokratie:

https://www.deutschlandfunkkultur.de/ueber-die-gefaehrdung-der-freiheit-in-der-demokratie.984.de.html?dram:article_id=153281

Einfach im Hinterkopf behalten: "Karriere" und "Erfolg" sind nicht das, 
was sich der Mensch als soziales Wesen wirklich wünscht.

Autor: Marcus (Gast)
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Pro als Beamter:

- Vernünftige Altersvorsorge ( A15 entspreicht ca. 100 Euro Anwartschaft 
pro Jahr, A16 ca 120 Euro. Gesetzlich maximal 62 Euro pro Jahr )
- Viele direkte Vergünstigungen ( Finanzierung Haus )
- Viele indirekte Vergünstigungen durch geringeren Brutto Lohn ( bei 
hohem Netto ): Ggf noch anrecht auf Baukinderkeld, geringere Kita 
Beiträge als angestellter mir gleichem Netto. Eben bei allem im Vorteil 
wo man gegen dass Brutto rechnet.
- Doppeltes Kindergeld
- Generell besser abgesichert, auch bei Krankheit
- Unkündbar

Kontra:

- Als Landesbeamter ganz schwer Deutschland vor der Pensionierung zu 
verlassen, da man seine Pension verliert ( Bundesbeamter bekommt 
zumindest rückwirkend AN/AG Anteil GRV )
- Beförderung für "den weißen Mann" nahezu unmöglich

Ich denke für jemanden den Karriere nicht wirklich interessiert und 
Familie möchte ist die Beamtenlaufbahn genau richtig. Von langweiliger 
und stupider Arbeit habe ich jetzt mal nichts in den Kontras 
geschrieben. Es gibt eh nur die Alternative KMU (Armut bei interessanter 
Arbeit) oder Grosskonzern (langweilig).

Autor: Ingenieur (Gast)
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EX-Ing schrieb:
> A14 entspricht mit 55 Jahren (Höchste Altersstufe, verheiratet, 2
> Kinder) je nach Bundesland bzw. als Bundesbeamter etwa 75.000 bis 85.000
> Brutto in der freien Wirtschaft.

Das ist dann ja eher mau. Über 100k habe ich jetzt schon im Konzern, bin 
aber noch unter 40 Jahre jung. Es gibt dort übrigens auch einen 
besonderen Kündigungsschutz für ältere Arbeitnehmer:
https://www.igmetall.de/view_tarifglossar-alterssicherung-10737.htm

"Danach darf älteren Beschäftigten in der Metallindustrie (ab dem 
vollendeten 53. Lebensjahr) nicht mehr gekündigt werden. Ihr Entgelt 
darf ab dem vollendeten 54. Lebensjahr nicht gemindert werden."

Autor: Jo S. (Gast)
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M.Sc. Absolvent schrieb:

> ich stehe vor der Entscheidung meines ersten Jobs nach dem Studium und
> würde gerne ein paar Meinungen einholen.
> Ich habe Elektrotechnik mit Schwerpunkt
> Nachrichten-/Kommunikationstechnik studiert und werde einen guten Master
> Abschluss (Uni) erhalten.

> Angebot 1: Bundesbehörde Berlin, Einstieg E13 Bund + Zulage (39h),
> Verbeamtung so gut wie sicher, die meisten tummeln sich dann auf A14 und
> A15 (41h) rum
> Angebot 2: Konzern BaWü, Einstieg mit EG12 BaWü mit Ziel-EG 13 (35h),
> gute Benefits
> Angebot 3: Mittelständer NRW, Einstieg mit EG12 NRW ohne Ziel-EG (35h),
> kaum Benefits
>
> Doch was ist in 20 Jahren?
:)
> Wenn ich vielleicht Familie habe und nicht mehr so abenteuerlustig bin.
> Würde ich dann dem Beamtenjob hinterhertrauern?
> Ich meine, wenn man alles durchzieht und irgendwann auf A15 sitzt,
> verdient man schließlich auch gut,
richtig
> Bin auf ewig an den Standort gebunden oder kann zwangsversetzt werden.
Du kannst dich woanders bewerben: andere Aufgaben, andere Vorgesetzte, 
anderen Standort, ...
auch in der "freien Wildnis" kann man (zwangs-) versetzt werden
> Ich kann nie in die Industrie wechseln.
sehr wahrscheinlich nicht
> Wird es in 40 Jahren noch gute Pensionen geben?
vermutlich schon

Fazit: du bist überbesorgt (ängstlich) und überdurchschnittlich 
sicherheitsbedürftig --> die Antwort ist eigentlich klar!  ;)

Bekommst du eine Dienstwohnung in Berlin?    :)

Gruss   Jo S.

Autor: Jo S. (Gast)
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Ingenieur schrieb:
> Über 100k habe ich jetzt schon im Konzern

Er kann´s nicht lassen :)

Du hast jetzt schon 105k - hast es doch schon hundertemale geschrieben 
;)

Autor: Thomas B. (thomas1112)
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Der TO schreibt und denkt wie ein Beamter (leistungsfeindlich, 
ängstlich, trotzdem anspruchsvoll).
Der TO äußerst sich negativ über die Kosten für Nicht-Weiße, obwohl das 
Beamtentum die größte Steuerverschwendung überhaupt ist.

Kurz: Der TO wird mit Sicherheit ein unproduktiver Beamter. Ist auch gut 
so, denn für eine private Firma würde er zu einer großen Belastung.

Autor: IT G. (it-guy)
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Ingenieur schrieb:
> Das ist dann ja eher mau.

Aber auch nur die halbe Wahrheit.
Vom reinen netto passt es ca., PKV natürlich schon weg.
Allerdings gibt es dann dicke Pension. Und die müsste der normale AN 
erstmal weglegen. Daher sind es eher über 100.000

Autor: Igenieur (Gast)
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IT G. schrieb:
> Ingenieur schrieb:
>> Das ist dann ja eher mau.
>
> Aber auch nur die halbe Wahrheit.
> Vom reinen netto passt es ca., PKV natürlich schon weg.
> Allerdings gibt es dann dicke Pension. Und die müsste der normale AN
> erstmal weglegen. Daher sind es eher über 100.000

Das ist doch eine Milchmädchenrechnung. Dafür verdient man im Konzern 
bereits über viele Jahre wesentlich mehr, das macht den höheren 
Pensionsanspruch mehr als wett. Das von EX-Ing oben genannte Beispiel 
mit A14 als Beamter ist natürlich auch extra so gewählt, dass beim 
Nettogehalt am meisten herauskommt: 55 Jahre alt = höchste Altersstufe, 
Steuerklasse III, 2 Kinder. Mit 55 Jahren kann der Konzerningenieur 
dagegen schon finanziell frei sein.

Autor: IT G. (it-guy)
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Vergleichen wir doch mal Einstieg (SK ist btw relativ egal, wir gucken 
ja aufs brutto, es sollten nur beide im Vergleich die gleiche haben.)

A13 zum Einstieg VS EG10 zum Einstieg in Bayern (SK4, 1 Ehepartner, 
keine Kinder - also weder best case oder worst case).

EG10 Bayern sind zu Anfang bei 40h (ich inkludiere sogar mal 5% LZ): ca. 
72000 brutto, das sind netto  40.148. Ob man das im ersten Jahr bekommt? 
Eher nicht. Ich rechne es trotzdem mal nicht an.

A13 sind netto im Jahr 41.152, sieht man noch 2400 PKV ab sind wir bei 
38752, macht also gut 100 netto im Monat Differenz.

Wie man sieht ist der Einstieg relativ gleich, mal davon abgesehen dass 
keiner frisch von der Uni mit 72.000 einsteigt, idR bekommt man 1-2 EG 
Spielraum zum entwickeln, sodass man ca. bei 55.000-65.000 landet.

Dann wird es natürlich schnell von einem persönlich abhängig wie man 
aufstiegt. Wer gut reinhaut, glück hat und Vitamin B wird ggf schnell in 
EG12 kommen, wer keins hat kann auch in EG10 bleiben, denn das ist eine 
valide EG für Ing mit Master. Gerade auf den eher ländlichen Gebieten 
von bayern auch nicht selten mal eine EG weniger zu geben als in 
Speckgürteln.

Gucken wir uns doch mal an, nach 8 Jahren hat der Ing eine LZ von 10% 
(Deckel wegen Altkollegen) und mit wechsel EG11 erreicht, was verdient 
er nun?

Brutto: knapp 90.000, also netto (gleiches gilt wie oben) 48.964

Der Beamte ist jetzt in 14/6, macht netto 45676. Minus PKV 45676
Also ein minus im Jahr von -5688
pro Monat also 474 Euro. Das reicht gerade so um die Pension 
auszugleichen.
Auf der Höhe seiner Zeit.
Der Ing nimmt ggf nach weiteren 10 Jahren nochmal eine LZ Erhöhung von 
5% mit, das war es dann, während der Beamte an im vorbeizieht.
Ggf. Kinder bekommt, mit Zulage. Dank niedrigem brutto Baukindergeld 
bekommt. Und Eigenheimzulage in Bayern.

Klar, die Antwort wird sein: EG11? LOL ich doch nicht. EG12 hatte ich 2 
Wochen nach Studienende und die 16% LZ 3 Wochen darauf.

Autor: GanBei (Gast)
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Igenieur schrieb:
> Das von EX-Ing oben genannte Beispiel mit A14 als Beamter ist natürlich
> auch extra so gewählt, dass beim Nettogehalt am meisten herauskommt: 55
> Jahre alt = höchste Altersstufe, Steuerklasse III, 2 Kinder. Mit 55
> Jahren kann der Konzerningenieur dagegen schon finanziell frei sein.

Korrekt. Ich bin da schon lange im selbst eingeleiteten Ruhestand. Ich 
bin noch keine 40, habe aber bereits 1800 EUR monatlich aus Dividenden 
und Mieten. Konzernjob sei Dank.

Die deutsche Rente betrachte ich dann nur als Trinkgeld, falls überhaupt 
was kommt.

Autor: GanBei (Gast)
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IT G. schrieb:
> Wie man sieht ist der Einstieg relativ gleich, mal davon abgesehen dass
> keiner frisch von der Uni mit 72.000 einsteigt, idR bekommt man 1-2 EG
> Spielraum zum entwickeln, sodass man ca. bei 55.000-65.000 landet.

idR vermeidet der Staat heute Beamte, wo es geht oder steckt sie in den 
TV-L. Darum ist deine Rechnung immer noch best case. Ich kenne zwei 
Bauingenieure mit FH-Master, die nach TV-L 11 bezahlt werden. Das ist 
worst case.

Autor: IT G. (it-guy)
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Worst case ist man nennt sich GanBei bezieht H4 und trollt auf uC

Autor: HG Dicht (Gast)
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Zu beachten gilt noch das du als Beamter nicht nur als "weißer Mann" 
benachteiligt wirst sondern auch aufgrund deiner Ausbildung.
Eine technische Laufbahn geht schwer bis A15 und sehr selten bis A16.

Autor: pampa (Gast)
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Beamter vs. Konzern mag viellecht eine gute frage sein....die meisten 
arbeiten aber beim Mittelständer in der Pampa. Da sieht die 
Rechnung.......Außerdem werden beim Konzern viele rausgeworfen weil zu 
alt, zu teuer, Geschäftsbereich macht zu...... Oder, und das ist der 
häufigste Grund, weil ein Alpha Männchen sein Revier markieren 
will....Mittlerweile ist der Kündigungsschutz ein Witz, Spezialanwälte 
kriegen jeden raus, und, das ist die Kunst, so, dass es kaum einer 
merkt!

Autor: pampa (Gast)
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Thomas B. schrieb:
> Der TO schreibt und denkt wie ein Beamter (leistungsfeindlich,
> ängstlich, trotzdem anspruchsvoll).
> Der TO äußerst sich negativ über die Kosten für Nicht-Weiße

Hol die Keule raus!!!!!!!!!!!

Autor: Dr. Hase (Gast)
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Bedenke die folgenden Sachen:

Weniger Geld für mehr Arbeit (sollte aber trotzdem entspannter sein).
Karriere evtl. nur mit Parteibuch und (sehr guten) Kontakten.
Du bist für immer an einem Ort gebunden (außer du wirst/beantragst eine 
Versetzung, die nicht so einfach ist).
Du kannst nie mehr auswandern, du bist verbrannt und kannst keinen Fuß 
mehr in der Industrie fassen.
Selbständigkeit kaum/überhaupt nicht mehr möglich.
Bist du zu eifrig, kriegste Ärger mit den deinen Beamtenkollegen.

Auf der anderen Seite:

Komm erst einmal in einem Konzern/Top DAX Unternehmen unter.
Kommt die nächste Krise, musst du zittern.
Bedenke Outsourcing und Globalisierung. AI ist nicht so die Gefahr IMHO.
Ab AT wird es stressiger, sonst kommt man kaum auf >= 90-100k.
BWL Fritzen haben das höhere Ansehen im Unternehmen.
Du solltest alle paar Jahre dich intern oder extern Umorientieren um 
gute Lohnsteigerungen zu erzielen.
Der Absturz vom Konzern zu KMUs/Sklavenbuden/Verleihern und dann dem Amt 
kann sehr schnell gehen.
Was hat Deutschland sonst so zu bieten, außer Automotive und bisschen 
Sondermaschinenbau?

Karriere kannste bei beiden machen.
Reich wirst du eher nicht, doch es besteht die Möglichkeit beim Konzern 
richtig zu malochen und druch Patente/Selbstständigkeit/Gründung mit 
anderen Kollegen seine Ziele zu erreichen.

Wenn du richtig was drauf hast und abenteurlustig bist, fang bei einem 
US Konzern an (IBM, Intel...) und versuche in die USA zu kommen.
Auch wenn hier wieder alle sagen werden, buh aber kein soziales Netz, 
buh aber alles ist so böse wegen Trumo dort - in den USA kannst du immer 
noch vom Tellerwäscher/Entwickler zum Millonär werden.

Was trauerst du in 20-30 Jahren am Ende mehr hinterher?
Dass du zu wenig, oder dass du zu viel riskiert hast?

BTW,
du scheinst noch sehr grün hinter den Ohren zu sein.
Wie wäre es mit einer Patentanwaltsausbildung oder einem Medizinstudium 
hinterher?
Damit kannst du auch in Deutschland noch ordentlich Asche machen.

Autor: Trollpolizei (Gast)
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Trollalarm.
Wo bitteschön kriegt ein Ingenieur der Elektrotechnik eine A13-A15 
Stelle?
Die sind alle bei A10-A12. Und das auch erst kurz vor der Rente.

Außerdem hat sich der Troll bereits mit den EG-Stufen verraten.
Niemals erhält ein Absolvent in NRW mehr als 50k. Dort sind 40k maximal 
Usus.
Im Ländle steigt man auch mit EG10 oder maximal EG11 ein.

Die fetten Jahre sind vorbei!

Autor: LebendesBeispiel (Gast)
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Trollpolizei schrieb:
> Im Ländle steigt man auch mit EG10 oder maximal EG11 ein.

In ländlichen Gegenden vielleicht. Große Unternehmen wie ZF zahlen die 
12 zum Einstieg. Als Entwickler landet man dann in der 14 und als 
Softwareprojektleiter in der 15 als Ziel-EG. Das sind aktuelle Zahlen, 
die bereits nach 5 Jahren im Job erreicht wurden.

In Bayern zahlen manche Firmen wie Siemens oder Valeo die 10 zum 
Einstieg, während kleinere Firmen wie Preh mittlerweile Anfängern nur 
noch die 8 geben.

Trollpolizei schrieb:
> Wo bitteschön kriegt ein Ingenieur der Elektrotechnik eine A13-A15
> Stelle?
> Die sind alle bei A10-A12. Und das auch erst kurz vor der Rente.

Höchstens mit einem Uni-Master oder Doktor kriegt man bei einigen 
wenigen Stellen A13. Die Mehrheit der Ingenieure kriegt dort aber A10 
oder noch schlimmer TV-L 10.

Autor: German Angst (Gast)
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Hier meine Meinung:

> Angebot 1: Bundesbehörde Berlin, Einstieg E13 Bund + Zulage (39h),
> Verbeamtung so gut wie sicher, die meisten tummeln sich dann auf A14 und
>A15 (41h) rum

Wenn du ne ruhige Kugel schieben willst, dann nimm dieses Angebot. ABER. 
Wie gut kommst du in einer Großstadt denn klar? Hast du darauf überhaupt 
Lust? Wenn man nicht mit verbundenen Augen durch die Gegend wandert, 
dann sieht man schon viel Armut und Elend. Ist nicht für jeden etwas. 
Mieten sind teuer, den Hauskauf kannst du eh vergessen, auch wenn du 
verbeamtet bist. Entweder zahlst du dich dumm und dämlich oder du 
pendelst von Brandenburg rein zur Arbeit. Ist dir das die Lebenszeit 
wert?

>Angebot 2: Konzern BaWü, Einstieg mit EG12 BaWü mit Ziel-EG 13 (35h),
>gute Benefits

Die 35h stehen auf dem Blatt Papier. Nicht jeder ist so 'hart' und zieht 
das auch durch, wenn du verstehst was ich meine. Klingt verlockend, aber 
man muss auch Eier haben sich zu trauen nach 7h zu gehen...
Und auch hier, sind denn die BaWü'ler etwas für dich? Kommst du aus der 
Gegend?

>Angebot 3: Mittelständer NRW, Einstieg mit EG12 NRW ohne Ziel-EG (35h),
>kaum Benefits

Welche Benefits erwartest du denn? Die 35h Woche hast du erst einmal 
laut Papierlage, aber siehe oben. NRW? Dazu kann ich nicht viel sagen.

Autor: Skeptiker (Gast)
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Die Entscheidung ob Industrie oder ÖD kann man nur selber treffen.
Spiel doch ein kleines Spiel.
Wo siehst du dich in 3 Jahren und dann in 30 Jahren?
Bist du ein Familienmensch?
Dann sollte es doch klar sein, solange dich Berlin nicht stört (ich 
würde für alles Geld der Welt dort nicht leben wollen).
Sicherer Job, Familienfreundlicher und sicherer ÖD und du kannst dir ein 
Haus bauen oder kaufen.

Ach und zum Thema ruhige Kugel schieben.
Hat man weniger Sorgen? Ja.
Hat man weniger Stress? Kommt darauf an.
Ich glaube kaum, dass man in A15-A16 keine Verantwortung trägt und wenig 
Arbeitsaufwand hat.
Die Zeiten des sich dumm und dämmlich verdienenden Sachbearbeiter im ÖD 
sind vorbei.

Autor: Sane (Gast)
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Igenieur schrieb im Beitrag #5703574
>
> Das ist doch eine Milchmädchenrechnung. Dafür verdient man im Konzern
> bereits über viele Jahre wesentlich mehr, das macht den höheren
> Pensionsanspruch mehr als wett. Das von EX-Ing oben genannte Beispiel
> mit A14 als Beamter ist natürlich auch extra so gewählt, dass beim
> Nettogehalt am meisten herauskommt: 55 Jahre alt = höchste Altersstufe,
> Steuerklasse III, 2 Kinder. Mit 55 Jahren kann der Konzerningenieur
> dagegen schon finanziell frei sein.

100k beim Konzern sind schwierig zu erreichen und noch schwieriger ist 
es, sie auf Dauer zu bealten. In der heutigen Zeit ist die Sicherheit 
des Job unbezahlbar. Beim Konzern braucht nur jemand mit genug Einfluss 
einen quersitzenden Furz zu haben und Du bist raus.

Autor: Kritischer Skeptiker (Gast)
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IT G. schrieb:
> Geht es rein um Sicherheit nimm den Beamten Job.
> Mit Frau und Kind sind A14 dann auch leicht vergleichbare 100.000
> brutto.
> Berlin ist ja auch noch nicht so teuer.

Das ist wohl wahr, auch wenn Berlin deutlich teurer wurde in den letzen 
Jahren. Die Jobsicherheit im Beamtentum + die fast doppelt so hohe 
Pension im Vergleich zum Angestellten mit gleichem Gehalt ist schon sehr 
viel wert. Auch kann man als Beamter viel einfacher Eigentum erwerben. 
Oft sehen das Banken auch so mit der Jobsicherheit und fordern von 
Beamten weniger Eigenkapital, so dass man viel früher aus aus der Miete 
kann und nicht mehr den Vermieter reich macht.

Zurzeit mag Konzern toll sein, wenn aber mal eine richtige und länger 
andauernde Wirtschaftskrise kommt wie Anfang der 90er bei den 
Autobauern, sieht es zappenduster aus. Dann werden die Jungen zuerst 
gegangen.
Bevor ein Beamter in Deutschland aus wirtschaftlichen Gründen seinen Job 
verliert, muss es schon zur kompletten Staatskrise kommen. Wenn es dazu 
käme, wäre der Job in der freien Wirtschaft längst vorher schon weg. Ist 
man dagegen ein hyperaktiver High Performer, der am liebsten super viel 
arbeitet, Netzwerke knüpft und Karriere macht, der wird in der freien 
Wirtschaft seinen Weg machen und ist da besser aufgehoben. Wer ein 
gemütliches Arbeitsleben will, geht lieber zum Staat.

Autor: Jogi (Gast)
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Was bei dem Vergleich Konzernbeamter vs Staatsbeamter an dieser Stelle 
unterschlagen wird, ist das Arbeitgeberimage.

Genießen im Freundeskreis Ingenieure bei Konzernen wie Airbus, Audi oder 
Siemens ein hohen ansehen ist dies bei vielen Arbeitgebern für 
Ingenieuren im öffentlichen Dienst wie der Bundeswehr, BND, 
Verfassungsschutz, Zentrale Stelle für Informationssicherheit ect. oft 
nicht der Fall.

Autor: LebendesBeispiel (Gast)
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Sane schrieb:
> Beim Konzern braucht nur jemand mit genug Einfluss einen quersitzenden
> Furz zu haben und Du bist raus.

Mit 300k Abfindung.

Autor: Jo S. (Gast)
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Jogi schrieb:
> Arbeitgeberimage.

Aber von diesem Image kann man sich nichts kaufen.   ;)

Autor: Kritischer Skeptiker (Gast)
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Jo S. schrieb:
> ogi schrieb:
>> Arbeitgeberimage.
>
> Aber von diesem Image kann man sich nichts kaufen.   ;)

Richtig und außerdem kommt das Image stark darauf an, wie der eigene 
Freundes- und Bekanntenkreis aussieht. Bei manchen ist eine Karriere als 
Beamter nämlich das Maß aller Dinge.

LebendesBeispiel schrieb:
> Sane schrieb:
>> Beim Konzern braucht nur jemand mit genug Einfluss einen quersitzenden
>> Furz zu haben und Du bist raus.
>
> Mit 300k Abfindung.

Soviel gibt es auch nicht immer. Wenn es ganz mies läuft, wird 
betriebsbedingt gekündigt, mit wenig oder gar keiner Abfindung. Manche 
bekommen dann mit über 50 vielleicht ein Bruttojahresgehalt und finden 
kaum noch einen neuen Job. Das Geld ist schnell weg und nach einem Jahr 
droht Hartz4, wo bis zum Schonvermögen alles verbraucht werden muss, 
bevor es Geld vom Staat gibt. Solche Sorgen hat der Beamte nicht.

Autor: LebendesBeispiel (Gast)
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Kritischer Skeptiker schrieb:
> Manche bekommen dann mit über 50 vielleicht ein Bruttojahresgehalt und
> finden kaum noch einen neuen Job. Das Geld ist schnell weg und nach
> einem Jahr droht Hartz4, wo bis zum Schonvermögen alles verbraucht
> werden muss, bevor es Geld vom Staat gibt.

Wer als Konzerningenieur mit über 50 überhaupt noch Arbeiten muss, der 
hat 20 Jahre lang extrem viel falsch gemacht. Man muss nur das halbe 
Gehalt anlegen, eine Mischung aus Gold, Aktien und Immobilien, und kann 
theoretisch mit Mitte 40 in Rente. Alles danach ist Spielgeld.

Autor: Ingenieur (Gast)
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LebendesBeispiel schrieb:
> Wer als Konzerningenieur mit über 50 überhaupt noch Arbeiten muss, der
> hat 20 Jahre lang extrem viel falsch gemacht. Man muss nur das halbe
> Gehalt anlegen, eine Mischung aus Gold, Aktien und Immobilien, und kann
> theoretisch mit Mitte 40 in Rente. Alles danach ist Spielgeld.

Da muss ich dir tatsächlich recht geben, so sieht's aus. Daher habe ich 
auch gar keine Angst davor, eventuell mal mit ü50 arbeitslos zu werden. 
Glaube ich zwar nicht, aber falls es doch so kommt, habe ich meine 
Schäfchen bereits im Trockenen. Wobei ich nicht in Gold und Immobilien 
investiere, diese Anlageklassen haben meiner Meinung nach zu viele 
Nachteile; ich setze lieber langfristig auf Aktien.

Autor: Dr.Physik (Gast)
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Ich glaube ihr seit Studenten und habt keine Ahnung vom Leben. Kein 
normaler Angestellter mit Familie kann mit Mitte 40 aufhören zu 
arbeiten, auch nicht im IGMetall Betrieb. Vermutlich sitzt ihr noch in 
eurer Studentenbude, seid gerade in den Beruf eingestiegen und träumt 
vom großen Geld am Aktie-/Immobilienmarkt. Wir sprechen uns in 10 Jahren 
nochmal.

Autor: Kritischer Skeptiker (Gast)
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Dr.Physik schrieb:
> Ich glaube ihr seit Studenten und habt keine Ahnung vom Leben. Kein
> normaler Angestellter mit Familie kann mit Mitte 40 aufhören zu
> arbeiten, auch nicht im IGMetall Betrieb. Vermutlich sitzt ihr noch in
> eurer Studentenbude, seid gerade in den Beruf eingestiegen und träumt
> vom großen Geld am Aktie-/Immobilienmarkt. Wir sprechen uns in 10 Jahren
> nochmal.

Da muss ich ziemlich zustimmen. Wahrscheinlich ist es möglich, wenn man 
wie ein Frugalist lebt, mit einem Konzerngehalt mit 50 oder gar früher, 
nicht mehr arbeiten zu müssen. Besonders wenn man wirklich so 
minimalistisch lebt, wie einige Frugalisten und nur ein Privatierleben 
auf niedrigem Niveau anstrebt.

Wenn man natürlich mit Investments viel Glück hat, kann es auch mit 
normalem Lebenstil klappen. Genauso gut kann man auch Pech damit haben 
und man muss vielleicht mit über 70 noch arbeiten.

Autor: LebendesBeispiel (Gast)
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Kritischer Skeptiker schrieb:
> Wahrscheinlich ist es möglich, wenn man wie ein Frugalist lebt, mit
> einem Konzerngehalt mit 50 oder gar früher, nicht mehr arbeiten zu
> müssen.

Ich gebe monatlich ca. 1500 Euro aus (im Dezember und Januar mehr, sonst 
weniger). Nur weil ich neben den Dividenden und Mieten noch 2500 vom 
Gehalt für Investments nutze , bin ich kein Frugalist.
Man muss nur den Zinseszins verstehen, dann ist es auch ohne Studium 
möglich lange vor 60 in Rente zu gehen. Bei niedrigeren Gehältern ist 
Risikostreuung natürlich umso wichtiger. Rechne es doch mal durch, wenn 
ihr nur 800 EUR monatlich vom 27 bis 50ten Lebensjahr investiert 
(meinetwegen in einen ETF mit dividendenstarken Unternehmen). Nehmt 5% 
jährlich an. Das schafft man auch mit Eigentumswohnungen (nicht in 
teuren Städten).

Autor: IT G. (it-guy)
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LebendesBeispiel schrieb:
> Ich gebe monatlich ca. 1500 Euro aus

Keine Kinder halt. Dann geht sowas locker.
2 Kinder sind halt schnell 500.000 an Kosten bis sie ausziehen.
Die muss man erstmal reinholen.

Autor: Dr. Eiernacken a.D. (Gast)
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LebendesBeispiel schrieb:
Bei niedrigeren Gehältern ist
> Risikostreuung natürlich umso wichtiger. Rechne es doch mal durch, wenn
> ihr nur 800 EUR monatlich vom 27 bis 50ten Lebensjahr investiert
> (meinetwegen in einen ETF mit dividendenstarken Unternehmen). Nehmt 5%
> jährlich an. Das schafft man auch mit Eigentumswohnungen (nicht in
> teuren Städten).

Und wenn es dann kurz vor deinem 50. Lebensjahr einen Crash gibt und die 
Aktienmärkte +10 Jahre brauchen, um sich zu erholen?

Doch schön weiterarbeiten?

Rechtzeitig austeigen? Wie früh? Mit 40?

Autor: ETFler (Gast)
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Dr. Eiernacken a.D. schrieb:
> LebendesBeispiel schrieb:
> Bei niedrigeren Gehältern ist
>> Risikostreuung natürlich umso wichtiger. Rechne es doch mal durch, wenn
>> ihr nur 800 EUR monatlich vom 27 bis 50ten Lebensjahr investiert
>> (meinetwegen in einen ETF mit dividendenstarken Unternehmen). Nehmt 5%
>> jährlich an. Das schafft man auch mit Eigentumswohnungen (nicht in
>> teuren Städten).
>
> Und wenn es dann kurz vor deinem 50. Lebensjahr einen Crash gibt und die
> Aktienmärkte +10 Jahre brauchen, um sich zu erholen?
>
> Doch schön weiterarbeiten?
>
> Rechtzeitig austeigen? Wie früh? Mit 40?

https://de.wikipedia.org/wiki/MSCI_World

Gib mir einen 15|20|25-Jahresbereich in dem man verlustig gegangen ist, 
danke.

Autor: Ingenieur (Gast)
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ETFler schrieb:
> Gib mir einen 15|20|25-Jahresbereich in dem man verlustig gegangen ist,
> danke.

Das ist vollkommen irrelevant. Die Entwicklung in der Vergangenheit 
lässt keine Rückschlüsse auf die Zukunft zu.

Ich bin mir dessen wenigstens bewusst, auch wenn ich selbst massiv auf 
Aktienfonds setze (Berserker-Sparen).

Autor: ETFler (Gast)
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Ingenieur schrieb:
> Das ist vollkommen irrelevant. Die Entwicklung in der Vergangenheit
> lässt keine Rückschlüsse auf die Zukunft zu.

Darum geht es mir nicht, es ging mir um das dümmliche "Was ist wenn 
Crash ist wenn ich aussteige"-Argument.

So, angenommen ich habe in den letzten 20 Jahren meine 300% Rendite 
gemacht, wären das ca. 7% annualisiert.

Wenn JETZT der große Crash kommt, der mein Depot halbiert, bin ich immer 
noch bei 150% Rendite in 20 Jahren, oder annualisiert ~4,6% wenn ich zu 
diesem Zeitpunkt komplett auflöse.

Also, was genau habe ich jetzt im Crash verloren?

Autor: LebendesBeispiel (Gast)
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Dr. Eiernacken a.D. schrieb:
> Und wenn es dann kurz vor deinem 50. Lebensjahr einen Crash gibt und die
> Aktienmärkte +10 Jahre brauchen, um sich zu erholen?

Wie bereits erwähnt: Risikostreuung. Zwischendurch auch mal Umschichten. 
Einen Teil in bei Schweizer Banken physisch hinterlegte Gold ETFs. Einen 
anderen Teil in Eigentumswohnungen (durch den Verwalter kaum Arbeit und 
durch Gebäudeversicherung kaum Risiko). Selbst Großstädte wie Bielefeld 
oder Braunschweig haben noch Eigentumswohnungen für 80k EUR mit einer 
Rendite von 4-6%.

Autor: Cyblord -. (cyblord)
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LebendesBeispiel schrieb:
> Selbst Großstädte wie Bielefeld
> oder Braunschweig haben noch Eigentumswohnungen für 80k EUR

Ich hätte fast geschrieben dass ich die gerne mal sehen würde. Aber 
falls es die wirklich gibt, will ich sie NICHT sehen.

> mit einer
> Rendite von 4-6%.

Die Wohnungen müssen so mies sein, das man eigentlich nur noch 
Mietnomaden und Junkies als Mieter erwarten kann. Da glaube ich an so 
eine Rendite nicht.

Autor: LebendesBeispiel (Gast)
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Cyblord -. schrieb:
> Ich hätte fast geschrieben dass ich die gerne mal sehen würde.

Hier z.B. https://www.immobilienscout24.de/expose/103327609

Du musst da nicht selbst wohnen, sondern das Hausgeld überweisen, die 
Miete kassieren, zwei Seiten Steuererklärung und eine Seite 
Nebenkostenabrechnung pro Jahr ausfüllen (pro Wohnung).
Streichen, Tapete und Laminat kosten ca. 2000 EUR, wenn man es nicht 
selbst erledigen will, und eine Einbauküche 1500 EUR. Bei einer Wohnung 
hat mir ein befreundeter Fliesenleger das Bad für 3500 mit Hängeklo und 
Geberit Spülkasten sowie neuer Badewanne gemacht. Dann hatte ich bisher 
bei allen Wohnungen immer lange Ruhe und pünktlich die Miete.

Cyblord -. schrieb:
> Die Wohnungen müssen so mies sein, das man eigentlich nur noch
> Mietnomaden und Junkies als Mieter erwarten kann. Da glaube ich an so
> eine Rendite nicht.

Ein gerichtlicher Mahnbescheid und Gerichtsvollzieher kosten weniger als 
100 EUR. Der Gerichtsvollzieher pfändet auch den Lohn, das Bankkonto 
oder Auto. Wer das Risiko nicht eingehen will, kann auch eine 
Rechtschutz abschließen. Mir hat bisher Schufa und 3 Monatsmieten 
Kaution als Sicherheit gereicht.

2 Monate keine Miete und man darf eine außerordentliche Kündigung 
aussprechen und Räumen lassen. Das ist über 20 Jahre gesehen nichts, 
wenn mal 1000 oder 2000 Euro von einer Mietnomade verbrannt wurden.

Autor: ETFler (Gast)
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https://vermietertagebuch.com/

Wer sich mit dem Thema näher beschäftigen will.

Autor: Cyblord -. (cyblord)
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LebendesBeispiel schrieb:
> 2 Monate keine Miete und man darf eine außerordentliche Kündigung
> aussprechen und Räumen lassen. Das ist über 20 Jahre gesehen nichts,
> wenn mal 1000 oder 2000 Euro von einer Mietnomade verbrannt wurden.

Du hast anscheinend noch NIE Mietnomaden erlebt.

Ich kenne aus nächster Bekanntschaft einen Fall, da hat der Mieter noch 
nicht mal EINE Miete jemals gezahlt. Und es dauerte am Ende zwei Jahre 
bis die Wohnung endlich geräumt war. Inklusive 5 stelligem Schaden in 
der Wohnung. Ach ja und sein Zeug einlagern muss man auch noch.

Aber egal, On Topic:

Und da steht Mieteinnahmen von 330 Euro. Das sind 18 Jahre bis die 75k 
abbezahlt sind. Exklusive aller Reparaturen. Wie komme ich da auf die 
fette Rendite?

: Bearbeitet durch User
Autor: ETFler (Gast)
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Cyblord -. schrieb:
> Und da steht Mieteinnahmen von 330 Euro. Das sind 18 Jahre bis die 75k
> abbezahlt sind. Exklusive aller Reparaturen. Wie komme ich da auf die
> fette Rendite?

Eigen- vs. Fremdkapitalanteil, niedrige/gar keine Tilgung, 
Weiterverkauf. Das Thema ist komplexer als 
Miete-Rate-Instandhaltung=Gewinn

Faktor 18 ist jetzt kein Mörderbringer, aber auch noch kein Geldgrab.

Autor: ETFler (Gast)
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Letztendlich erzeugt Vermietung einen weiteren Income-Stream, den du nur 
mit Arbeit+Aktien nicht so leicht erzeugen kannst.

Autor: ETFler (Gast)
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ETFler schrieb:
> Letztendlich erzeugt Vermietung einen weiteren Income-Stream, den
> du nur
> mit Arbeit+Aktien nicht so leicht erzeugen kannst.

Und auch da ist Verteilung wichtig, ich empfehle dir einen Blick ins 
gelinkte Blog. Sobald man mal 10-20 Wohnungen im Portfolio hat, ist ein 
stänkernder Mieter mal ein Ärgernis, das übergibt man seinem Anwalt und 
gut. Nicht anders als ne schlecht laufende Aktie im Depot.

Autor: Cyblord -. (cyblord)
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ETFler schrieb:
> Letztendlich erzeugt Vermietung einen weiteren Income-Stream,

Wohl eher ein Rinnsal. Aber ich seh schon, das ist mir zu komplex. Da 
muss man sich schon selbst ein Vesper in die Tasche reden können um 
damit Plus zu machen.

Autor: ETFler (Gast)
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Cyblord -. schrieb:
> Aber ich seh schon, das ist mir zu komplex.

Wenn es einfach wäre, würde es ja jeder machen :-) Hängt auch viel davon 
ab, wieviel man selbst macht und wieviel man auslagert.

90%/100%/110%-Finanzierungen sind kein Problem bei vermieteten Objekten 
und der Zinssatz besser als bei Eigennutzung und nach 10 Jahren kann man 
ja evaluieren ob mans weiter laufen lässt oder veräußert.

Autor: Dr. Eiernacken a.D. (Gast)
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SAP-Fricker mit Dorf-FH Jodeldiplom Heiner macht wieder einen auf 
Investor. :D

Wie läuft es mit den Frauen?

Autor: LebendesBeispiel (Gast)
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Cyblord -. schrieb:
> Du hast anscheinend noch NIE Mietnomaden erlebt.

Korrekt, weil die Wahrscheinlichkeit dafür in DE extrem niedrig ist, 
wenn man vorher den Schufaeintrag checkt und eine Familie einziehen 
lässt.

Cyblord -. schrieb:
> Ich kenne aus nächster Bekanntschaft einen Fall, da hat der Mieter noch
> nicht mal EINE Miete jemals gezahlt. Und es dauerte am Ende zwei Jahre
> bis die Wohnung endlich geräumt war. Inklusive 5 stelligem Schaden in
> der Wohnung. Ach ja und sein Zeug einlagern muss man auch noch.

2 Jahre? Dann haben deine Bekannten gepennt. Nach 2 Monaten kann eine 
außerordentliche Kündigung ausgesprochen werden.

Cyblord -. schrieb:
> Und da steht Mieteinnahmen von 330 Euro. Das sind 18 Jahre bis die 75k
> abbezahlt sind. Exklusive aller Reparaturen. Wie komme ich da auf die
> fette Rendite?

1. Sprach ich von 4-6% Rendite. 75.000 x 1,10 = 82.500 
Anschaffungskosten. Davon 4% sind 3300 EUR pro Jahr. Du bekommst hier 
eine Kaltmiete von 3960 EUR monatlich.
Zudem wurde die Kaltmiete oft über lange Zeiträume nicht der Inflation 
angepasst und kann dann erhöht werden.

2. Zusätzlich zu den 75k bekommst du den bereits in der 
Instandhaltungsrücklage eingezahlten Betrag. Das sind bei solchen 
Häusern oft genug um die ganze Fassade dämmen zu können. Ein Hausmeister 
ist ohnehin vor Ort.

3. Es können auch ETFs, Edelmetalle oder z.B. Aktien auf 
Immobilienunternehmen wie Vonovia sein. Die zahlen auch 3 bis 4% 
Dividende. Die Eigentumswohnung war eine Möglichkeit von vielen.

Ich könnte selbst dann in Frührente, wenn ich 20 Jahre mein halbes 
Gehalt in der Matratze verstecke und mir dann monatlich auszahlen lasse. 
Es tut mir nicht mal weh, weil ich mir alles leiste, was mir wichtig 
ist. Ich tendiere aber ohnehin dann noch z.B. 28h zu Arbeiten und 3 oder 
4 Tage Wochenende zu haben, weil mein Job mir Spaß macht, nur die 
Überstunden nicht.

Autor: Cyblord -. (cyblord)
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LebendesBeispiel schrieb:
> 2 Jahre? Dann haben deine Bekannten gepennt. Nach 2 Monaten kann eine
> außerordentliche Kündigung ausgesprochen werden.

Und dann? Lösen sich die Mieter in Luft auf?

Da hat niemand gepennt, aber es dauert bis du jemanden aus der Wohnung 
hast der sich mit Händen und Füßen dagegen wehrt.

Autor: LebendesBeispiel (Gast)
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Cyblord -. schrieb:
> Und dann? Lösen sich die Mieter in Luft auf?
>
> Da hat niemand gepennt, aber es dauert bis du jemanden aus der Wohnung
> hast der sich mit Händen und Füßen dagegen wehrt.

Wann der Vermieter Räumungsklage einreichen darf, hängt laut Grimm vom 
Kündigungsgrund ab. Schon bei Kündigung sei dies möglich, wenn der 
Mieter sich im Zahlungsverzug befindet oder ein Fortsetzen des 
Mietverhältnisses nicht zumutbar ist, etwa weil der Vermieter vom Mieter 
tätlich angegriffen wurde. „Bei Mietrückständen empfehle ich, die 
Räumungsklage sofort einzureichen, da das Verfahren meist eine gewisse 
Vorlaufzeit braucht.“

Der Weg von der Räumungsklage bis zur Zwangsräumung kann unterschiedlich 
lange dauern. „Wenn es schnell geht, drei Monate. Bei einfachen Fällen 
sind es meist fünf bis sechs Monate“, sagt Grimm.

Bei einer Mietnomade dauert es also 6 Monate. Über 20 Jahre sind 6 
Monate Mietausfall nichts, oder wieviele Mietnomanden erwartest du?
Bei jemand sehr krankes kann es auch länger dauern, aber selbst dann ist 
man deswegen ja nicht pleite. Man verliert die Wohnung auch nicht. Man 
kriegt nur im worst case 2 Jahre keine Miete, setzt die Verluste 
steuerlich ab und vermietet dann wieder. Das große Ganze wird dadurch 
überhaupt nicht gefährdet. Man spart trotzdem weiter, hat Aktien mit 
Dividenden und vielleicht auch noch mehr Wohnungen.

Autor: Axel L. (axel_5)
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LebendesBeispiel schrieb:
> Cyblord -. schrieb:
>> Du hast anscheinend noch NIE Mietnomaden erlebt.
>
> Korrekt, weil die Wahrscheinlichkeit dafür in DE extrem niedrig ist,
> wenn man vorher den Schufaeintrag checkt und eine Familie einziehen
> lässt.
>
> Cyblord -. schrieb:
>> Ich kenne aus nächster Bekanntschaft einen Fall, da hat der Mieter noch
>> nicht mal EINE Miete jemals gezahlt. Und es dauerte am Ende zwei Jahre
>> bis die Wohnung endlich geräumt war. Inklusive 5 stelligem Schaden in
>> der Wohnung. Ach ja und sein Zeug einlagern muss man auch noch.
>
> 2 Jahre? Dann haben deine Bekannten gepennt. Nach 2 Monaten kann eine
> außerordentliche Kündigung ausgesprochen werden.

Ja, die muss man aber dann zustellen können. Bei einem Bekannten war der 
Mieter einfach ausgezogen, ohne eine Adresse zu hinterlassen. Dann 
kannst du die Kündigung nicht zustellen und die ist damit nicht gültig. 
Der Mieter kann dann jederzeit wieder zurückkommen und die Fortsetzung 
des Mietvertrages verlangen. Dann musst du erstmal versuchen, eine 
Adresse rauszufinden, was dauern kann.

Gruß
Axel

Autor: LebendesBeispiel (Gast)
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Axel L. schrieb:
> Ja, die muss man aber dann zustellen können.

Warum verbreitest du solche Lügen? Du kannst einen Arbeitskollegen oder 
Kumpel bitten die ausserordentliche Kündigung zu lesen und dann in den 
Briefkasten zu schmeißen, wenn 2 Monatsmieten nich überwiesen wurden. 
Danach sofort die Räumungsklage beginnen und 3-6 Monate später ist die 
Bude wieder deine. Die entstandenen Kosten können von der Steuer 
abgesetzt werden, wodurch zumindest ein Teil wieder in der Tasche 
landet.

Benutze eine Suchmaschine deines Vertrauens, wenn du mir nicht glaubst. 
Alles andere wäre auch schwachsinnig. Sonst würde man bei Auswanderern 
die Wohnung ja nie wieder kriegen. Die könnten ja 30 Jahre später wieder 
kommen, ihr Experten xD

Autor: Axel L. (axel_5)
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LebendesBeispiel schrieb:
> Axel L. schrieb:
>> Ja, die muss man aber dann zustellen können.
>
> Warum verbreitest du solche Lügen? Du kannst einen Arbeitskollegen oder
> Kumpel bitten die ausserordentliche Kündigung zu lesen und dann in den
> Briefkasten zu schmeißen, wenn 2 Monatsmieten nich überwiesen wurden.
> Danach sofort die Räumungsklage beginnen und 3-6 Monate später ist die
> Bude wieder deine. Die entstandenen Kosten können von der Steuer
> abgesetzt werden, wodurch zumindest ein Teil wieder in der Tasche
> landet.
>
> Benutze eine Suchmaschine deines Vertrauens, wenn du mir nicht glaubst.
> Alles andere wäre auch schwachsinnig. Sonst würde man bei Auswanderern
> die Wohnung ja nie wieder kriegen. Die könnten ja 30 Jahre später wieder
> kommen, ihr Experten xD

Das hättest Du mal tun sollen, bevor Du andere der Lügerei bezichtigst.

Hier ist das erklärt:
https://www.mietrecht.org/mietschulden/mieter-verschwunden/

Wenn der Mieter nicht (mehr) in der Wohnung gemeldet ist, kannst Du da 
Kündigungen einwerfen, bis Du schwarz wirst. Jedenfalls nicht so, dass 
die auch wirksam ist.

Gruß
Axel

Autor: Cyblord -. (cyblord)
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LebendesBeispiel schrieb:
> Warum verbreitest du solche Lügen? Du kannst einen Arbeitskollegen oder
> Kumpel bitten die ausserordentliche Kündigung zu lesen und dann in den
> Briefkasten zu schmeißen, wenn 2 Monatsmieten nich überwiesen wurden.
> Danach sofort die Räumungsklage beginnen und 3-6 Monate später ist die
> Bude wieder deine. Die entstandenen Kosten können von der Steuer
> abgesetzt werden, wodurch zumindest ein Teil wieder in der Tasche
> landet.

Kennst du das nur aus der Theorie oder schon mal mit gemacht? Grau ist 
nämlich alle Theorie. Und in der Praxis sitzt der Mieter nach 12 Monaten 
immer noch in der Wohnung und prozessiert gegen dich. Natürlich mit 
Gerichtskostenhilfe. Weil der hat ja nix.
Während dein Sparschweinchen immer klammer wird und deine Nerven am 
Arsch sind.

: Bearbeitet durch User
Autor: Ingenieur (Gast)
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Dr. Eiernacken a.D. schrieb:
> SAP-Fricker mit Dorf-FH Jodeldiplom Heiner macht wieder einen auf
> Investor. :D

Langsam glaube ich, das stimmt sogar. So penetrant wie sich 
"LebendesBeispiel" hier zeigt, kann es sich durchaus um Heiner handeln. 
Große Güte.

Autor: ÖD = für Weicheier (Gast)
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Schonmal dran gedacht, dass du bei vernünftigen Unternehmen Boni 
bekommst, die unter Umständen drastisch ausfallen können?
An die variable Leistungszulage?
An den offenen blauen Himmel namens AT gedacht?

Beamte kriegen davon nichts und müssen ständig ihre 41h oder wieviele es 
da waren berappen.
IGM hat 35H und optional 40h, da gibt es deutlich mehr Asche als so ein 
popeliger Staatsdiener.
Pension wird durch Betriebsrente ausgeglichen.
Benefits sollten bei beiden gleich gut sein, je nach Konzern.
Außerdem kann die PKV im Alter zur Krux werden.

Ich kann jedem nur raten, der etwas drauf hat, nicht im ÖD zu 
verkümmern.

Wie war das nochmal, Lehrer beschweren/sagen ja ständig, dass sie in der 
Industrie mehr verdienen würden und die ganzen Zuhörer können nur 
darüber lachen.
Theoretisch haben sie ja recht, bis auf die ganzen Sesselfurzer aus dem 
Geisteswissenschaften.
Doch eins haben die Lehrer etwas, das andere Berufe nicht haben.
ZEIT.
Jemand der es drauf hat, seinen Unerricht gut organisiert und selbst gut 
im Fach ist, hat wohl das beste Stundengehalt in Deutschland, neben 
Ärzten vielleicht. Da hast du im Prinzip nach einigen Jahren nur noch 
den Unterricht ansich, paar Konferenzen/Elternabende/Veranstaltungen.
Die Klausuren werden in den Pausen/Aufsichten/im Unterricht korrigiert.
Wenn dann noch die Schule stimmt (Gymnasium und dazu 
katholisch/ländlich/gute Gegend) würde ich nicht zögern, dann auf jeden 
Fall Beamter.

Sonst --> INDUSTRIE!

Autor: Arno (Gast)
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ÖD = für Weicheier schrieb:
> Wie war das nochmal, Lehrer beschweren/sagen ja ständig, dass sie in der
> Industrie mehr verdienen würden und die ganzen Zuhörer können nur
> darüber lachen.

Kommt halt darauf an, in welchem Teil von Deutschland. Was in Köln, 
Stuttgart oder München wenig Geld ist, davon kann man in Leer, in 
Schleswig, in Schwerin oder in Chemnitz sehr gut leben. Darauf nehmen 
die Tarifverträge des ÖD ebenso wie die Gehälter der Beamten viel 
weniger Rücksicht als die Gehälter in der "freien" Wirtschaft.

Aber mit deinem Nickname und mit deiner ÖD == PKV-Verallgemeinerung 
wirst du mit diesen Nuancen nichts anfangen können.

MfG, Arno

Autor: Herr Oberlehrer (Gast)
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Elektroingenieure oder Informatiker im ÖD sind zumindestens meiner 
Erfahrung nach ziemlich selten.
Und die, die ich kenne hängen alle im mittleren oder gehobenen Dienst 
mit sehr schlechtem Gehalt rum und verbeamtet wird da auch nicht.
Dafür scheinen die alle ziemlich entspannt zu sein, wenn man sich sieht.

Es gibt ja im Internet genügend Gehaltsrechner:

https://metall-tarif.info/
http://oeffentlicher-dienst.info/

Egal welches Szenario ich durchgehe, bei IGM kriege ich jedes Mal 5-10k 
mehr im jährlichen Netto raus.

Wie würde denn deine Zukunft aussehen @TE?
Karriere/Aufstiegsmöglichkeit in Berlin?
Oder für immer und ewig auf A13 und Sachbearbeiter?

Immerhin ist A13 soviel wie ein einfacher Lehrer es auch bekommt.

Ich persönlich fände ja die deutsche NSA spannend und würde gerne Mal 
für eine Zeit lang beim BND mitarbeiten.

Autor: Gerd (Gast)
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M.Sc. Absolvent schrieb:
> Da ich mich rechtzeitig beworben habe, habe ich nun drei verschiedene
> Angebote vorliegen, wobei ich mich bis Ende diesen Monats entscheiden
> muss.

Wie ist die Entscheidung nun ausgefallen?

Autor: Raus aus der PW (Gast)
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Bin zufällig auf diesen Thread hier gestolpert.
Ich persönlich würde eine o.g. Stelle sofort mit Kusshand nehmen, wo 
findet man denn solche?
Für Ingenieure fallen mir als erstes Behörden wie BND, BSI, BKA und die 
Bundeswehr ein.

Kann wer die oben genanten Angaben bestätigen?
Ich kann mir schwer vorstellen, dass es als Ingenieur möglich wäre auf 
eine A15 oder A16 Beamtenstelle zu kommen bzw. überhaupt Beamter zu 
werden.

Dachte immer Beamte sind Juristen, VWL Leute und die Eigenzucht.

Autor: Ingenieur (Gast)
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Raus aus der PW schrieb:
> Ich persönlich würde eine o.g. Stelle sofort mit Kusshand nehmen

Warum das denn? Beamtenmentalität und Freitags um 12 Uhr den Stift 
fallen lassen? Das klappt aber nur in den gehaltsmäßig unteren 
A-Besoldungen.
Ingenieur im Konzern zu sein ist aus meiner Sicht wesentlich angenehmer 
und finanziell lukrativer.

Autor: Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)
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M.Sc. Absolvent schrieb:
> Angebot 1: Bundesbehörde Berlin, Einstieg E13 Bund + Zulage (39h),
> Verbeamtung so gut wie sicher, die meisten tummeln sich dann auf A14 und
> A15 (41h) rum
> Angebot 2: Konzern BaWü, Einstieg mit EG12 BaWü mit Ziel-EG 13 (35h),
> gute Benefits
> Angebot 3: Mittelständer NRW, Einstieg mit EG12 NRW ohne Ziel-EG (35h),
> kaum Benefits

Ohne die Randbedingungen zur persönlichen Lage kann hier keine 
vernüftige Antwort gegeben werden!

Autor: Nummer7 (Gast)
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Raus aus der PW schrieb:
> Bin zufällig auf diesen Thread hier gestolpert.
> Ich persönlich würde eine o.g. Stelle sofort mit Kusshand nehmen, wo
> findet man denn solche?
> Für Ingenieure fallen mir als erstes Behörden wie BND, BSI, BKA und die
> Bundeswehr ein.
>
> Kann wer die oben genanten Angaben bestätigen?
> Ich kann mir schwer vorstellen, dass es als Ingenieur möglich wäre auf
> eine A15 oder A16 Beamtenstelle zu kommen bzw. überhaupt Beamter zu
> werden.
>
> Dachte immer Beamte sind Juristen, VWL Leute und die Eigenzucht.


https://www.service.bund.de/Content/DE/Stellen/Suche/Formular.html?nn=4642046&gtp=4642266_list%253D2&type=0&searchResult=true&submit=Finden&cl2Categories_Laufbahn=laufbahn-hoehererdienst&templateQueryString=ingenieur

Autor: Nikki (Gast)
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Mach mich im Moment im Netz schlau und würde mich übere weitere 
Einsichten insbesondere von Beamten freuen.

Schiebt ihr auch ständig Überstunden wie im oben genannten Fall?
Trifft das Gefühl des goldenen Käfigs auf euch zu? (Unkündbar, Pension, 
sicheres (gutes) Einkommen vs. für immer an Deutschland gebunden, 
eingeschränkte unternehmerische Freiheit, evtl. keine Karriereaussichten 
da kein Geld von oben genehmigt etc.)
Wie seht ihr eure Zukunft, die ja leider von den jeweiligen Politikern 
bestimmt wird?
Mögliche Aufhebung des Beamtenstatus, Zusammenlegung der PKV und GKV 
bzw. Streichung der 50% Unterstützung für die PKV, Streichung der 
Pension, extremster Sparkurs (keine Beförderungen mehr, keine Gehalt- 
bzw. Solderhöhungen mehr, ersatzlose Streichung diverser 
Zuschläge(Ministerial Zulage, Sicherheitszulage, Kinderzulage etc)).
Habt ihr Zukunftängste wegen möglicher Standortversetzungen?

Oben wurde schon erwähnt, dass Beamte schwierig einer Nebentätigkeit 
nachgehen dürfen.
Wie sieht es aus mit Immobilien (dank Beamtenkredit Wohnungen kaufen und 
vermieten) oder Aktienhandel? Sollte doch alles privat sein und dem 
Dienstherrn (Staat) nichts angehen, oder?

Wie sieht es in Bezug auf Genderwahn/Gleichstellungsmuss aus?
Werden mit aller Macht höhere Positionen bevorzugt mit Frauen, 
Ausländern, LBGT besetzt um irgendeiner Quote gerecht zu werden, obwohl 
von diesen Personen selber kein Interesse daran besteht bzw. die 
Qualifikationen im Vergleich zu anderen Kandiaten deutlich schlechter 
sind?

Kann man von null sich ein Netzwerk aufbauen und vielleicht später auf 
die politische Bühne wechseln oder "tief" in ein Ministerium? Oder 
herrscht da nur Stallgeruch, Partei und der richtige Schützenverein?

Autor: Realistischer (Gast)
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Nikki schrieb:
> Zusammenlegung der PKV und GKV

Wenn die wirtschaftliche Lage irgendwann schlechter wird bzw sobald 2028 
auch  der letzte Babyboomer-Jahrgang in Rente ist und deswegen die 
Steuereinnahmen sinken, dann wird man solche bereits heute diskutierten 
Entscheidungen durchsetzen.

Nikki schrieb:
> Streichung der Pension

Siehe oben.

Nikki schrieb:
> Habt ihr Zukunftängste wegen möglicher Standortversetzungen?

Das kommt bei Beamten zwar seltener vor als bei Soldaten, aber kann auch 
passieren. Wenn beispielsweise im ländlichen Raum die Ämter von zwei 
Landkreisen zusammengelegt werden.

Nikki schrieb:
> Wie sieht es aus mit Immobilien (dank Beamtenkredit Wohnungen kaufen und
> vermieten) oder Aktienhandel?

Das sind keine Nebentätigkeiten in dem Sinne. Du darfst keine Einkünfte 
von einem anderen Arbeitgeber haben und dich nicht selbständig machen. 
Du darfst aber Einkünfte aus Vermietung oder Kapitaleinkünfte haben.

Nikki schrieb:
> Werden mit aller Macht höhere Positionen bevorzugt mit Frauen,
> Ausländern, LBGT besetzt um irgendeiner Quote gerecht zu werden

Korrekt.

Nikki schrieb:
> Kann man von null sich ein Netzwerk aufbauen und vielleicht später auf
> die politische Bühne wechseln oder "tief" in ein Ministerium? Oder
> herrscht da nur Stallgeruch, Partei und der richtige Schützenverein?

Nachträglich wird man in der Politik nicht gross, wenn man sich nicht 
bereits mit 16 dort engagiert hat. Ausnahmen bestätigen die Regel. Ein 
Ministerium hingegen sollte möglich sein.

Autor: Geesy (Gast)
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Realistischer schrieb:
> Nachträglich wird man in der Politik nicht gross, wenn man sich nicht
> bereits mit 16 dort engagiert hat. Ausnahmen bestätigen die Regel. Ein
> Ministerium hingegen sollte möglich sein.

Das würde ich so nicht sagen wollen, denn ein Blick hin zur AfD zeigt 
doch recht deutlich, dass auch Menschen ohne jahrelange Erfahrung in 
politischen Kreisen es hin zu einer guten Position schaffen können. Zum 
Beispiel sei hier Dr. Dirk Spaniel genannt. Jahrelange hat dieser bei 
Daimler gearbeitet und ist erst 2016 in die Politik gewechselt.

@Nikki,
Im politischen Deutschland wird es in den kommenden Jahren einen enormen 
Wandel geben. Ich werde das jetzt hier nicht werten, da sonst der 
Beitrag schneller gelöscht wird als das "Amen" in der Kirche 
ausgesprochen wird.

Du solltest dir darüber Gedanken machen, in wie weit das für dich zu 
einem Problem werden könnte, oder aber ob es sich für dich eher als 
Chance darstellt.

Meine Meinung ist: Wenn du ganz oben in einem Ministerium o. ä. 
mitspielen möchtest, dann ist das Fenster um den Einstieg zu schaffen 
jetzt noch ein Stück weit geöffnet.

Autor: zilber (Gast)
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Ich interessiere mich auch für die Möglichkeit als Beamter tätig zu 
werden.
Nikki hat einige Fragen in den Raum geworfen die so das wichtigste 
Eingrenzen.

Würde mich über Kommentare von Beamen dazu freuen.
-Wie wahrscheinlich ist eine Versetzung als technischer 
Mitarbeiter/Beamter
-Gibt es neben dem Sold Zulagen, man findet möglich Zulagen aber sind 
diese Real?
-Arbeitsalltag, ist es extrem langweilig und man weiß nicht welche Seite 
man im Internet noch an surfen soll?
-Weiterbildungen und Co. sind zum größten Teil hinfällig?
-Man sollte direkt eine passende Stelle annehmen, eine "Einstiegsstelle" 
ist im behördlichen Umfeld keine gute Idee?

Autor: Assetmanager (Gast)
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LebendesBeispiel schrieb:
> durch Gebäudeversicherung kaum Risiko). Selbst Großstädte wie Bielefeld
> oder Braunschweig haben noch Eigentumswohnungen für 80k EUR mit einer
> Rendite von 4-6%.
Wo hast du denn die Phantasiezahlen her?


Mein Nachbar ist auch so Vermietungsnaivling. Hat ein Stück Reihenhaus 
hier gekauft damit dort keine Assis einziehen, jetzt hat er das Ding 
endlich fertig saniert viel Zeit selber dort reingesteckt (ich hätte 
besseres zu tun als im Baudreck rumzurutschen). Der erste Mieter ist 
gleich nach einem Jahr ausgezogen, Laminat am Arsch. Nächster Mieter 
auch nicht lange drinn, Dachfenster kaputt, hat wohl der Mieter 
geschafft, kannste aber nicht nachweisen, also neues Fenster fällig. 
Küche sieht auch aus wie Sau. Ständig was anderes: Ablauf im Keller für 
Waschmaschinen verstopft weil die faulen Weiber alles unkontrolliert 
reinwerfen.
Flur am Eingang schon verschrammt, wenn der sowas sieht bekommt der nen 
Herzinfarkt, der ist sehr pingelig. Türe schliesst auch nicht mehr 
richtig seit Sylvester, in der einen Wohnung ziehst durchs Dach, Mieter 
zahlt weniger, dabei wurde das Dach vorher abgedichtet, am 
Mültonnenhäuschen oder wie man das nennt hängt auch schon eine Türe weg, 
ist gerade mal 1.5 Jahre alt und schon demoliert, wer wars? Keiner. 
Lauter so Kleinkram mit dem keiner rechnet nur Ärger macht und letztlich 
Zeit und Geld kostet. Wenn ich mich daurnd mit so einem Scheiss 
rumärgern müsste....
Was hat er geschwärmt: Seine Mieter sucht er sich genau aus, da kommt 
kein Pack rein, naja aber so pingelig wie der ist wird er nie den 
passenden Mieter finden und irgendwas ist immer.

Bei anderen Vermietern siehts noch schlimmer aus. Ich kenne zwei Fälle 
wo die Kinder ein Mehrfamilienhaus geerbt hatten und das Ding nicht 
haben wollten, weil sie den Ärger schon kannten den der Vater/Onkel 
damit hatte.

Hör mir auf mit Vermieten, da kannste einen Hausverwalter einstellen, 
plus Anwalt, deine 6-8% sind schöngerechnete Phantasiezahlen.

Autor: Realistischer (Gast)
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Assetmanager schrieb:
> Hat ein Stück Reihenhaus hier gekauft damit dort keine Assis einziehen,
> jetzt hat er das Ding endlich fertig saniert viel Zeit selber dort
> reingesteckt

Tja hier hast du den Fehler. Wann bist du mal in eine makellos 
renovierte Mietwohnung gezogen? Ich war zu Mietzeiten schon froh, wenn 
Überstreichen reicht und ich nicht neue Tapete anbringen muss. Niemand 
erwartet eine perfekte Mietwohnung. Besonders in Großstädten ist man 
froh überhaupt etwas zu finden.

Ich hatte mit meinen Eigentumswohnungen noch nie grosse Probleme. Ab und 
zu eine Kleinigkeit, aber seit Jahren sichere 6% Rendite.

Autor: Assetmanager (Gast)
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Realistischer schrieb:
> Tja hier hast du den Fehler.

> Wann bist du mal in eine makellos renovierte Mietwohnung gezogen?
> Ich war zu Mietzeiten schon froh, wenn
Der hat das Haus gekauft und erst mal so umgebaut dass mehrere Wohnungen 
daraus wurden. Das Haus komplett vermieten wollte wer nicht, einzelne 
kleine Wohnungen bringen angeblich mehr ein und sind auch schneller an 
den Mann zu bringen als ein ganzes Reihenhaus.

Autor: Realist (Gast)
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Assetmanager schrieb:
> Der hat das Haus gekauft und erst mal so umgebaut dass mehrere Wohnungen
> daraus wurden. Das Haus komplett vermieten wollte wer nicht, einzelne
> kleine Wohnungen bringen angeblich mehr ein und sind auch schneller an
> den Mann zu bringen als ein ganzes Reihenhaus.

Schau dir an was Tapete oder Laminat kostet und rechne das gegen die 8 
EUR monatliche Kaltmiete pro Quadratmeter. Normalerweise kann man das 
ohnehin auf neue Mieter abwälzen.
Jemand der wirklich Eigentumswohnungen vermietet, der hat nie im Leben 
die gleichen Ansprüche an die Mietwohnungen wie an seine selbstbewohnte. 
Mietwohnungen müssen Rendite bringen, nicht perfekt sein.

Autor: zilber (Gast)
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Bekannter hat in seiner Mietwohnung so mehr oder weniger das billigste 
Laminat aus dem Baumarkt, selbe bei den Fliesen, der Wandfarbe und den 
Sockelleisten.
So schlecht sieht es nicht mal aus. Für das Eigentum nicht das wahre 
aber sonst absolut ok.
Die Fliesen sehen ehrlich gesagt richtig gut aus.

Autor: Realist (Gast)
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zilber schrieb:
> Die Fliesen sehen ehrlich gesagt richtig gut aus.

Große Fliesen sehen immer gut aus, egal ob sie 8 EUR im Baumarkt oder 35 
EUR sonstwo gekostet haben. Auch das 4 EUR Laminat sieht nach dem 
zweiten Mieter noch ausreichend aus. Wem es nicht gut genug ist, der 
legt sich beim Einzug eben selbst was besseres. Teilweise kann man dem 
Mieter dafür auch ein oder zwei Monatskaltmieten erlassen.

Autor: Ingeniuer (Gast)
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Realistischer schrieb:
> Assetmanager schrieb:
> Ich hatte mit meinen Eigentumswohnungen noch nie grosse Probleme. Ab und
> zu eine Kleinigkeit, aber seit Jahren sichere 6% Rendite.
Die 6% hätte man auch einfacher haben können...

Autor: Realist (Gast)
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Ingeniuer schrieb:
> Die 6% hätte man auch einfacher haben können...

Mag sein, aber ich streue das Risiko lieber breit. Zudem ist die 
Wertsteigerung der letzten Jahre in den 6% noch nicht enthalten. Nach 10 
Jahren kann man sie dann wieder verkaufen.

Eine Besichtigung, den Notartermin, ein paar Inserate und jährlich etwa 
30 Minuten für die Nebenkostenabrechnung und 30 Minuten für die 
Steuererklärung würde ich nicht als viel Arbeit bezeichnen. Die 
Eigentümerversammlung besuche ich nur bei Wohnungen wo die 
Instandhaltungsrücklage nicht mehr so viel hergibt. Wenn eine 
Renovierung nötig ist, drückt das den Preis und mittlerweile bezahle ich 
von dem gesparten lieber jemanden als Fliesen und Laminat zu schleppen.

Autor: Glück Auf Der Steiger kommt (Gast)
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Finger weg vom öffentlichen Dienst!
Als Nicht-Jurist besetzt du dort nur eine Nische und deine 
Karrieremöglichkeiten gehen Richtung Null.

Um überhaupt zur Privatwirtschaft annähernd konkurrenzfähig zu sein, 
musst auf mindestens A16 kommen.
Da in obersten Bundesbehörden keine Ingenieure gebraucht werden, bleiben 
dir nur obere Bundesbehörden wie z.B. das BSI oder der BND.
Da wird schon eine A15 Stelle als 6er im Lotto angesehen und die 
Zuschläge fallen auch deutlich geringer aus.
Und der größte Nachteil: Berlin.
Niemals würde ich freiwillig in diesem versifften Moloch leben wollen.

Autor: Rolf (Gast)
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Glück Auf Der Steiger kommt schrieb:
> Und der größte Nachteil: Berlin.

Bonn und München sind doch ganz OK...

Autor: Bald alles in Berlin (Gast)
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