Hallo zusammen,
Da ich eine Ferienwohnung an Urlaubsgäste vermieten möchte und ich noch
einen PC ohne wirklichen Nutzen hier stehen habe, möchte ich diesen für
die Gäste zur Verfügung stellen.
Damit diese den PC nicht frühzeitig "lahmlegen" oder sich daraus
womöglich noch einen Spaß daraus machen, suche ich eine
Linux-Distribution, die tatsächlich nur
- surfen im Netz (über WLAN) und
- Internet-TV
bieten soll. Nicht mehr und nicht weniger!
Das Ganze stelle ich mir so vor wie z.B. xbmc.
Die Kriterien sind: kostenfrei, sicher, unkompliziert in der Bedienung.
Könnt ihr mir da weiterhelfen?
Danke!
Porteus Kiosk sieht ganz gut aus. Man kann das System mit einem Wizard (
https://porteus-kiosk.org/wizard.html) konfigurieren und auf einen USB
Stick schreiben, der ein Live-Filesystem enthält (d.h. es speichert
nichts auf den Stick).
Man kann den Kiosk auch per PXE booten, falls man mehrere Terminals hat
und zentral administrieren will.
peg schrieb:> Live-Version eines Linux von CD auf HD kopieren und diese mit>> sudo chmod -R a-w /*>> als readonly zunageln.
Wozu?
HD einfach ausbauen. Oder einfach ein z.B. ein Slax auf einen USB-Stick
ziehen, den kann man auch verschenken oder für einen Zehner verkaufen,
den können sie dann auch mitnehmen falls man Speicher zur verfügung
stellen will.
Und wers zerschießt hat dann eben Pech gehabt oder muss sich einen Neuen
zulegen ;) Wird sich auch kaum verhindern lassen das jmd. etwas eigenes
mitbringt ohne die USB Anschlüsse stillzulegen.
Hauptsache es wird nichts hinterlassen.
/tmp bei Linux sollte immer rwx 1777 sein , und /var wahrscheinlich
größtenteils auch.
/dev müsste man schauen , ob statisch , dann auch rw , oder ob tmpfs .
/proc und /sys Ordner müssen vorhanden sein .
/etc rw beim Einrichten der passwd , X11 xorg.conf .
Also : Einmal so eben read-only setzen , ist nicht so angesagt .
Puppy-Linux wäre als CD-ROM eine alternative Live-CD , ohne Festplatte ,
wenn RAM 1+ GB ,
und keine SWAP partition benötigt wird .
Festplatte 'raus , 2 GB RAM , CD-Drive , Internet mit USB-Datenstick .
Hau Wech schrieb:> chattr --help>> wäre noch einmal eine Möglichkeit bei ext[2-4] formattiertem Dateiformat> auf einer Festplatte .
Das ist Quatsch bei einem konventionell Konfiguriertem System auf diesem
Wege etwas machen zu wollen. Wenn dann machs richtig schliesslich sind
das von Haus aus Mehrbenutzersysteme. Und wenn du ein Filesystem ro
stellen möchtest dann mounte das einfach entsprechend. Du musst unter
anderem dafür sorgen das es keinem möglich wird im single user mode zu
starten denn sonst is eh alles für die Katz.
Und niemals nie, setze ein immutable Flag ohne dir genau zu überlegen
welche Stolperfallen man sich damit setzt, falls du das in Sinn hattest
;)
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steht grad zufällig heute bei distrowatch oben auf dem Menu:
2019-01-21 NEW • Distribution Release: Porteus Kiosk 4.8.0
https://porteus-kiosk.org/
Puppy Linux ist eine Root-Distro .
Da kann ich machen , wie ich lustig bin .
Es ist nur nervig, beim Installieren von Dateien , die Ordner vorher
wieder mit chattr gängig zu machen .
In einer Abgeschotteten Distro , in der Downloads auf Externe Speicher
geleitet werden ,
kann man sehr wohl chattr einsetzen .
Ich nutze chattr in /etc/rc.d/rc.sysinit oder /sbin/init beim
Systemstart als traditionelle Festplatten Voll-Instalation .
Multi-User gäbe es bei Puppy als Spot oder Fido , die aber nicht sehr
gepflegt sind ...
Aber es wäre egal, denn von CD booten, die 100-300 MB in weniger als 1
Minute .
Wenn der nächste Nutzer ran will : PC ausschalten, neu starten .
Das ist ähnlich lang, wie ausloggen , und wieder einloggen .
Und man ist sicher , daß das vertrauensunwürdige Familienmitglied nichts
mehr im RAM findet .
Puppy hat jede Menge an Derivaten : murga-linux.com/puppy ist das Forum
, wo man sich
alle Möglichen Abkömmlinge besorgen kann .
Für Multi-Media wäre Lighthouse Puppy eine Möglichkeit .
Porteus ist gar nicht unter deren Ersten 100 , bei distrowatch.com ,
und ich sehe den Balten Austrumi, den ich mal vor 8 Jahren probiert
hatte ,
der aber an meiner Graphikkarte irgendwie den Xserver gekillt hatte ,
und über init.conf
ständig respawnt hatte ....
distrowatch.com sagt, Puppy ist momentan auf Platz 32 , war vor ca. 6
Jahren auf deren 10. Platz .
Wer eine Linux Distribution schreibschützen will, sollte das nicht über
chmod tun sondern besser die Platte so aufteilen, dass die relevanten
Volumes mit der RO Option gemountet werden. Das Stichwort hier ist LVM
statt Partitionierung.
Für den beschriebenen Einsatz ist allerdings sicher eine Kiosk- oder
Mediacenter-Edition besser geeignet.
Es gibt externe SSDs mit Schreibschutz. Damit kann man Knoppix booten.
Ich habe eine Knoppix 8.2 remastered. Die liegt auf einer SD-Card im
USB-Kartenleser mit Schreibschutz aktiviert. Sowas kann man auch
unsichtbar einbauen.
Vorher kann man das BIOS mit "flashrom" sichern, falls es einer
zerschiessen sollte. Jedenfalls sollte man flashrom irgendwie löschen.
No.### schrieb:> Wird sich auch kaum verhindern lassen das jmd. etwas eigenes> mitbringt ohne die USB Anschlüsse stillzulegen.
Doch. Man muss nur eine PS/2 Tastatur und Maus oder eine serielle Maus
anschließen, dann kann man USB abschalten und komplett verbieten.
Das BIOS/UEFI sollte dann auch mit einem PW gesichert sein.
Viel bringen tut es aber nichts, denn es gibt Masterpasswörter für die
diversen BIOS Versionen.
Beim Starten von Xorg kann man dafür sorgen, dass darin direkt nur der
Browser ausgeführt wird, dann kann der Nutzer nur wenig machen.
Alternative dazu gibt es noch den Kiosk Mode von KDE wenn man KDE
verwendet, was hier ratsam wäre.
Das Abschotten der Internetverbindung sollte über einen umfangreich
konfigurierbaren Router erfolgen und dieser sollte natürlich
verschlossen und für dritte nicht zugänglich sein. Auf genug Luftzufuhr
sollte aber geachtet werden.
Ebenso sollte auf die Privatsphäre geachtet werden.
Wenn die Gäste wechseln, dann soll der neue Gast ja nicht sehen können,
was der alte Gast gemacht hat.
Also muss die Browserhistory und alles was sonst noch so hinterlassen
wird, gelöscht oder erst gar nicht zugelassen werden.
Eine Möglichkeit wäre übrigens auch, das System einfach per
Netzwerklaufwerk zu booten.
Dann kann man einen nicht zugänglichen Server hinstellen und auf dem
automatisiert die Images austauschen bzw. immer ein frisches dem Rechner
zur Verfügung stellen.
Siehe dazu auch:
https://de.wikipedia.org/wiki/Preboot_Execution_Environment
Nano schrieb:> No.### schrieb:>> Wird sich auch kaum verhindern lassen das jmd. etwas eigenes>> mitbringt ohne die USB Anschlüsse stillzulegen.>> Doch. Man muss nur eine PS/2 Tastatur und Maus oder eine serielle Maus> anschließen, dann kann man USB abschalten und komplett verbieten.>
Klasse als ob in dem zitierten Satz etwas anderes stünde.
Die Frage ist nur weshalb man das sollen wollte.
keiner fährt in Urlaub um dort mit dem Computer der Vermieters zu
spielen. Nützlich wäre ggf. einer dann wenn es z.B. die Mgklt böte
eigene Photos und Videos durchzusehen ggf. zu bearbeiten und zu
versenden.
Irgendwas im Netz nachsehen kriegt heute jeder mit dem eigenen Telefon
gebacken, Fernsehen werden die wenigsten wollen und wenn so ein Teil auf
dem Zimmer steht sollte es auch einen Mehrwert bieten sonst kommt ggf.
die Frage auf weshalb man für den Quatsch mitbezahlt. Und als reines
Infosystem müßte man dann schon auch für den passenden aufbereiteten
Inhalt sorgen.
Den Rest deiner Meinungen und Vorschläge bitte richtig addressieren.
Ich würde eine Live-Dist (z.B. Porteus, Knoppix) bootfähig auf CD UND
auf Stick hinlegen und Festplatte ausbauen. So kann man auf dem Stick
Einstellungen sichern, Updates, Plugins u.a. Pakete installieren. Zur
Not kann man immer mit der Live-CD booten.
Rudolph schrieb:> Damit diese den PC nicht frühzeitig "lahmlegen" oder sich daraus> womöglich noch einen Spaß daraus machen, suche ich eine> Linux-Distribution,
Du wirst vermutlich viele Fragen ernten. Gib den Leuten WLAN und fertig.
Rudolph schrieb:>> Die Kriterien sind:> kostenfrei,
geht. s.o.
> sicher,
geht so, Ein Schraubendreher und die Kiste ist auf.
> unkompliziert in der Bedienung.
VERGISS ES.
Die Leute finden weder den EIN/AUS Schalter noch den "any key". Das gibt
Telefonsupport ohne Ende.
"Charge your phone here" und "free wifi" - mehr braucht keiner.
Ausserdem: Manche Gäste würde es nerven in einer FeWo einen PC stehen zu
sehen.
Nano schrieb:> Das BIOS/UEFI sollte dann auch mit einem PW gesichert sein.> Viel bringen tut es aber nichts, denn es gibt Masterpasswörter für die> diversen BIOS Versionen.
Das war einmal anno t-30 Jahre...
Es ist sehr wohl eine Angebotsmöglichkeit , einen PC bereitzustellen ,
um bei Dauerregenwetter den Tourismus-Gästen etwas den Aufenthalt
erträglicher zu machen .
Insbesondere , wenn quengelnde Kinder dabei sind .
Aber für Spiele wäre Linux wohl nicht die richtige
Betriebssystem-Umgebung .
Ansonsten, so denke ich auch, würden die Leute Laptops mitbringen.
Obwohl das Angebot an einem Betriebssystem für den Tourismusbereich
eine neue temporäre ( 5 Jahre ) Einkommensquelle darstellen könnte .
Wer ein remastertes OS für Urlaubsgäste vertreiben würde , könnte
sich etwas Taschengeld dazuverdienen , insbesondere als Rentner .
Und dann gäbe es wahrscheinlich ganz schnell ½ Dutzend an derlei
Betriebssystemen ,
die auf diesen Markt aufspringen würden .
Szenario : Ferienurlaubswohnungsbetreiber mit 3 Ferienwohnungen stellte
3 gebrauchte Marken-PCs aus Leasing-Rückläufer bereit zu à 200,- € .
Dann stellte er ein dutzend Live-CDs dazu : 6 € .
Tastatur und Mouse : 30 € .
Monitor : 100 € .
Gesamtinvestition : 363 * 3 ≈ 1000,- € .
Mehrwertsteuer und Abschreibungen als FerienhausGmbH mit Photovoltaik
möglich .
Abschreibung jährlich : 333 € für "abhanden" gekommene Teile ;
grob : einen kompletten Satz jährlich an Hardware .
Kosten für ein Zugeschnittenes Betriebssystem, welches ständige Bugfixe
und
notwendige Updates enthielte : 200,- € jährlich , bei 50 Abonnenten ≈
10.000,- Jahreseinnahmen für den Hersteller , bei 500 Abonnenten ≈
€100'000,-
Ich nutz grad nur Porteus. Aber nicht Kiosk. Kann man super für seine
Zwecke anpassen. (Porteus 4.0 --> Slackware 14.2)
Allerdings fängt USM an zu spinnen (geht irgendwie nicht mehr) wenn
einbuchstabige? symlinks/dateien?
im home-verzeichnis liegen.
hab mir ne porteus virtualbox vm gemacht um ne frische bau-umgebung zu
haben...
porteus mit .xzm modulen und rootcopy-ordner anpassen find ich einfacher
als "mal eben" sowas wie knoppix remastern...
schlankes system ---> boot to RAM, super schnell
brauch ich aber trotzdem "bloatiges" buch ich die passenden
.xzm module die auf der festplatte liegen dazu...
symlink .mozilla auf festplatte damit dies persistent ist.
ja, Persistenz geht auch von hause aus aber ich mag lieber boot to ram
um mein system vermüllen zu können und nach boot iss alles wieder
vergessen was nicht auf permanent getrimmt/gesymlinkt wurde...
Ohne SSD im Laptop zu haben bin ich mit boot to RAM flott unterwegs.
(8GB RAM)