Hallo zusammen,
ich suche einen PNP-Transistor mit den folgenden Specs:
1. Bauform SOT-23
2. |Uce| >= 350V
3. |Ube_max| >= 10V
Während die ersten beiden Anforderungen noch leicht zu erfüllen sind tue
ich mich bei der dritten schwer, ich finde nur Transistoren mit einem
maximalen |Ube| von 6 bis 7V...
Kann mir jemand einen geeigneten Transistor empfehlen?
Vielen Dank!
Max schrieb:> ich finde nur Transistoren mit einem maximalen |Ube| von 6 bis 7V...
Das liegt in der Natur des Siliziums...
1. Warum muss dein Transistor eine solch hohe Rückwärtsspannung
aushalten?
2. Warum geht der kaputt, wenn er rückwärts leitet?
3. Du könntest einfach eine normale Diode in Reihe zur Basis schalten,
dann hast du rückwärts deren Sperrspannung und vorwärts eine Ube'
von ca 1,2V.
Zu 1,2 und 3: zeig doch mal die Schaltung, in der der Transistor
eingesetzt wird.
Lothar M. schrieb:>> ich finde nur Transistoren mit einem maximalen |Ube| von 6 bis 7V...> Das liegt in der Natur des Siliziums...
Wohl eher in der Natur des sog. Planartransistors. Andere werden
allerdings m.W. nicht mehr gebaut. Es gibt auch nur wenige Schaltungen,
bei denen dieses Problem stört (z.B. TTL-Schaltungen).
> 3. Du könntest einfach eine normale Diode in Reihe zur Basis schalten,> dann hast du rückwärts deren Sperrspannung und vorwärts eine Ube'> von ca 1,2V.
ACK
Supertransistor schrieb:> Hegel schrieb:>>> 3. |Ube_max| >= 10V>>>> Warum?>> Denk- oder Schaltungs- oder Dimensionierungsfehler... durch> Phantasiebauteile kompensieren.
Solche Schaltungen sieht man übrigens auch tausendfach im Internet.
Standard-2-Transistor RC-Oszillator mit 9V Batterie für die
Betriebsspannung. Nur selten ist da noch jeweils eine Diode in der
Basiszuleitung.
Allerdings hat der Fragesteller wohl eine andere Schaltung im Visier da
er geschätze 300V Betriebsspannung hat.
Marek N. schrieb:> r c schrieb:>> Nicht dass ich wüsste, warum auch? Diode in Reihe und gut>> Besser: Diode antiparallel zur EB-Strecke.
Ansichtssache, wir wissen ja nicht, wie die Schaltung jenseits der Basis
auf einen Strom in die "falsche" Richtung reagiert.
Zugegebenermaßen wissen wir natürlich auch nicht, ob die ganze Schaltung
mit eff. 1,2V Vorwärtsspannung durch die Seriendiode klarkommt.
Gefühlt ist zweiteres aber weniger Rauchaffin :)
r c schrieb:> Ansichtssache, wir wissen ja nicht, wie die Schaltung jenseits der Basis> auf einen Strom in die "falsche" Richtung reagiert.>> Zugegebenermaßen wissen wir natürlich auch nicht, ob die ganze Schaltung> mit eff. 1,2V Vorwärtsspannung durch die Seriendiode klarkommt.
... und wir wissen nicht, ob die Diode in Reihe nicht ein schnelles
Sperren verhindert.
Arno schrieb:> Die 350V UCE hatte ich übersehen, das dürfte echt schwierig werden.
Der TE sollte endlich mal einen Schaltplan zeigen. Für >90%
aller Schaltungen ist eine Ube-Spannung >7V nicht nötig.
Harald W. schrieb:> Für >90%> aller Schaltungen ist eine Ube-Spannung >7V nicht nötig
Offenkundig für 99.999999% denn es werden Milliarden an Transistoren
verbaut die nicht mehr können.
Arno schrieb:> Suche mal nach Muting Transistor
Na super. Das ist ganz simpel Inversbetrieb. Das geht mit jedem
Transistor. Dafür braucht man keinen neuen Namen.
Für den TO paßt es natürlich trotzdem nicht. Hast du mittlerweile ja
selber gemerkt.
wow, kurz Mittagessen gegangen und bereits so viele Rückmeldungen.
Harald W. schrieb:> Der TE sollte endlich mal einen Schaltplan zeigen. Für >90%> aller Schaltungen ist eine Ube-Spannung >7V nicht nötig.
Hallo Harald, den Schaltplan darf ich hier leider nicht zeigen. Es
handelt sich um eine analoge Schaltung, bei der der Transistor sperren
soll, wenn am Emitter <10V anliegen. Falls es dafür eine andere,
einfache Möglichkeit gibt bin ich auch offen.
Und bezüglich der Kommentare:
Supertransistor schrieb:> Denk- oder Schaltungs- oder Dimensionierungsfehler... durch> Phantasiebauteile kompensieren.
kann ich nur den Kopf schütteln. Eine Antwort wie die von Harald:
Harald W. schrieb:>> Das liegt in der Natur des Siliziums...> Wohl eher in der Natur des sog. Planartransistors
ist da wesentlich informations- und hilfreicher.
Max schrieb:> ..... Es> handelt sich um eine analoge Schaltung,
ach
> bei der der Transistor sperren> soll, wenn am Emitter <10V anliegen.
wo kommen die her und warum liegt an der Basis nicht passendes?
wer speist denn einen Transistor rückwärts?
Max schrieb:> Und bezüglich der Kommentare:> Supertransistor schrieb:>> Denk- oder Schaltungs- oder Dimensionierungsfehler... durch>> Phantasiebauteile kompensieren.>> kann ich nur den Kopf schütteln.
Und ich kann über deine Funktionsbeschreibung:
> Es> handelt sich um eine analoge Schaltung, bei der der Transistor sperren> soll, wenn am Emitter <10V anliegen.
nur lachen.
Ja, so jemand wie du braucht tatsächlich solche Transistoren.
Max schrieb:> Hallo Harald, den Schaltplan darf ich hier leider nicht zeigen.
Dann ist eine Hilfe nicht möglich.
> Es handelt sich um eine analoge Schaltung, bei der der Transistor sperren> soll, wenn am Emitter <10V anliegen. Falls es dafür eine andere,> einfache Möglichkeit gibt bin ich auch offen.
Die gibt es sicherlich. Zumal vermutlich folgendes vorliegt:
>> Denk- oder Schaltungs- oder Dimensionierungsfehler... durch>> Phantasiebauteile kompensieren.
"Geheime" Schaltungen sind meistens Standardschaltungen, die schon
seit Jahrzehnten allgemein bekannt und benutzt werden.
Max schrieb:>... den Schaltplan darf ich hier leider nicht zeigen. Es> handelt sich um eine analoge Schaltung, bei der der Transistor sperren> soll, wenn am Emitter <10V anliegen. Falls es dafür eine andere,> einfache Möglichkeit gibt bin ich auch offen.
Mußt Du zeigen -und wenn es nur ein relevanter Ausschnitt um den
bewußten Transistor herum ist. Eventuell ist es nur ein Scheinproblem,
weil man die falschen Potentiale gegen die falschen Punkte betrachtet
und sich damit selbst zum Narren hält.
Ich verstehe, daß Du eine komplette Schaltung (mit der Du eventuell Geld
verdienen mußt) nicht offenlegen kannst. Aber ganz ohne können sich
andere Leute nicht in die Situation hineindenken.
Max schrieb:> Es> handelt sich um eine analoge Schaltung, bei der der Transistor sperren> soll, wenn am Emitter <10V anliegen. Falls es dafür eine andere,> einfache Möglichkeit gibt bin ich auch offen.
Dann verhindere mit einer Diode in Reihe oder antiparallel zu BE-Strecke
oder mit einer Z-Diode an der Stelle, dass die Sperrspannung in den
gefährlichen Bereich kommt.
Ehrbeck schrieb:> Mußt Du zeigen -und wenn es nur ein relevanter Ausschnitt um den> bewußten Transistor herum ist ...
Ich kann Ehrbeck nur zustimmen.
Max schrieb:>> den Schaltplan darf ich hier leider nicht zeigen.
Dann hättest du dir die Frage auch gleich sparen können.
Keine Arme, keine Kekse!
> Es handelt sich um eine analoge Schaltung
Ach!
> bei der der Transistor sperren soll, wenn am Emitter <10V anliegen.
Wohl nicht. Die Anforderung wird wohl sein, daß ein Transistor sperren
soll, wenn an einem bestimmten Punkt der Schaltung 10V anliegen. Daß
dieser Punkt dann mit dem Emitter des Transistors verbunden ist, war
eine Entscheidung des Schaltungsentwicklers. Und zwar eine eher dumme
Entscheidung, wie man jetzt sieht.
Insofern lag der "Supertransistor" goldrichtig mit seinem Kommentar:
Supertransistor schrieb:> Denk- oder Schaltungs- oder Dimensionierungsfehler... durch> Phantasiebauteile kompensieren.> Falls es dafür eine andere,> einfache Möglichkeit gibt bin ich auch offen.
Dafür müßtest du das Problem beschreiben. Dann würde dir vielleicht
jemand eine passende Schaltung malen. Also wenn du ganz lieb "Bitte"
sagst und sich das Gefühl einstellt, du hättest Hilfe auch verdient. Die
bisher von dir gezeigte Einstellung motiviert mich zumindest nicht
dazu, dir meine Zeit zu schenken.
Noch besser zeigst du deine Schaltung, dann können wir dir sagen, was du
falsch gemacht hast und mit etwas Glück lernst du noch was dabei.
@Max: Versuch doch eine Art Ersatzschaltbild der den T umgebenden
Schaltung zu erstellen - mit sauberer, eindeutiger Beschreibung
der Eigenschaften der I und U Quellen (gepulst, variabel, etc.).
Es kann doch nicht so schwer sein, Anforderungen an ein 3poliges
Bauteil irgendwie sicher und verständlich darzulegen, ohne dabei
irgendwelches (bestimmt eh nur vermeintliches, neue Schaltungen
gibt es schon länger nicht mehr) "Geheimwissen" preiszugeben.
Erst recht nicht für das Mitglied eines genialen Erfinderteams.
Und lasst mich raten: der TE will den Transistor im Linearbetrieb mit
einem Kollektorstrom von mindestens 100mA über den ganzen
Spannungsbereich betreiben.
Und falls er den passenden Transistor im SOT-23-Gehäuse tatsächlich
finden sollte, folgt ein paar Tage später der nächste Thread: "Mimimi...
mein Transistor wird zu heiß, aber ich darf nichts über die Schaltung
verraten."
Max (Gast)
>ich suche einen PNP-Transistor mit den folgenden Specs:>1. Bauform SOT-23>2. |Uce| >= 350V>3. |Ube_max| >= 10V
Bis auf Punkt 0 und 1 erfüllt ein SU189/190, "Made in GDR", alle
Kriterien ;-)
>Hallo Harald, den Schaltplan darf ich hier leider nicht zeigen. Es
Sehr schlecht. Denn einen T mit den genannten Kriterien wirste sehr
schlecht bis gar nicht bekommen. Und die Einschränkung auf SOT-23 sagt
mir irgendwie, daß Du bereits eine fertig bestückte Platine hast, wo
sich im Nachhinein der unglückliche Inversbetrieb herausgestellt hat.
Nun soll wohl ein exotischer T das Mißgeschick ausbügeln.
>handelt sich um eine analoge Schaltung, bei der der Transistor sperren>soll, wenn am Emitter <10V anliegen.
Und was liegt in dem Falle an der B? Es ist ja unwichtig, was am E
anliegt, denn es kommt auf Ube (bzw. Ueb) an - also eine Diff zw. B und
E.
>Falls es dafür eine andere,>einfache Möglichkeit gibt bin ich auch offen.
Da wir Deine Schaltung nicht kennen, können wir natürlich bis auf die
üblichen Diodentricks keine andere Möglichkeiten nennen.
Wenn Du Dich aber von bipolaren Transistoren lösen kannst, bzw. die
Schaltung das hergibt, dann wäre vielleicht ein P-Kanal-Mosfet möglich,
denn die können üblicherweise eine Ugs von 15-20V in beide Richtungen.
O.T.
Axel S. schrieb:> Also wenn du ganz lieb "Bitte"> sagst und sich das Gefühl einstellt, du hättest Hilfe auch verdient.
Bei aller Liebe: Das ist eine hodenlose Frechheit! Du bist nicht der
Dompteur im Flohzirkus.
> Die> bisher von dir gezeigte Einstellung motiviert mich zumindest nicht> dazu, dir meine Zeit zu schenken.
Dann lass das "schenken" doch einfach. Vergiftete Geschenke nützen
niemandem.