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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Arbeitgeber schummelt bei meinem Profil


Autor: Mathias (Gast)
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Hallo zusammen,

mein Chef übertreibt mit meinen Fähigkeiten vor Kunden.

Mein aktueller Arbeitgeber macht zum Teil auch Arbeitnehmerüberlassung 
und auch interne Projekte und Produkte.
Wie das Funktioniert?
Auf eine Anfrage schickt die Vertriebsabteilung ein Angebot mit dem Ppdf 
von dem Mitarbeiter den die verleihen wollen.
Normalerweise bekommen wir diese Dokumente nicht zu sehen.
Zufällig habe ich letzte Woche 2 Profile zu gesicht bekommen (sie waren 
(versehentlich im Anhang von einer längeren "Ping-Pong" Mail)

Das Jahr, dass ich bei der Firma war, war ich an einen Kunden verliehen.
Da das Projekt vor 2 Monaten zu ende warbin ich seit dem wieder intern 
bei meinem Arbeitgeber. Anscheinend mach ich extern mehr Kohle, also 
will mein Chef mich unbedingt wieder "rausschicken". Ach so der Firma 
gehts aktuell wirtschaftlich nicht so gut.

Das anonyme Profil von meinen Erfahrungen und Fähigkeiten ist ein 
bisschen übertrieben worden.
Beispiele:
1.
In meinem Bachelorstudium (vor >10 Jahren) habe ich 2 
Datenbankzertifikate gemacht. Hören sich gut an, aber die mußten wir im 
Studiengang machen, die hat jeder Informatiker von dort. Datenbanken 2 
war z.B. meine schlechteste Note (3,3)

-> Sie haben versucht mich als erfahrenen Datenbankexperten zu 
verkaufen.

2. c# Web Applications

Der Kunde hat einen Entwickler mit guten Kenntnissen und Erfahrung 
gesucht.

Was ich so ähnlich gemacht habe: Ein paar Android Apps in Java im Master 
Studium und nebenher 2-3 kleiner Apps geschrieben.

Zur Info:Eigentlich habe ich bis jetzt Embedded und automotive 
(autosar)gemacht.

Ich hab Angst, bin sauer und fühle mich von meinem Chef verarscht.
In beiden Jobs währe ich grandios gescheitert. Und mein! Name wäre beim 
Kunden unten durch gewesen.

Habt ihr sowas schon mal erlebt?

Beitrag #5704302 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Mathias (Gast)
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Entschuldigt bitte die Tippfehler oben. Hab zu früh gepostet.
Bin müde und sitz gerade gequetscht und müde im ICE.

Beitrag #5704306 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Mathias (Gast)
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Um es klar zu stellen:
Dieses Schummeln kam nicht von mir und auf die beiden Stellen hätte ich 
mich "so" nie beworben. Ich wusste auch nicht von beiden Angeboten.

Was ich weiß: sie wollen mich wieder verleihen.
Ich will nicht mehr Schein als Sein!

Beitrag #5704312 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5704314 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5704353 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: EX-Ing (Gast)
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Hallo,

das ist üblich.

Wir haben des Öfteren Leih-Ings gebraucht und ein entsprechendes 
Wunschprofil an die Sklavenhändler geschickt.

Die vermittelten Ings passten angeblich zu 100%. In Wirklichkeit lag die 
Brauchbarkeitsquote bei einem Drittel, in Zeiten guter Konjunktur sogar 
darunter.

Dein Chef hübscht nur ein wenig auf, oft aber werden Kompetenzen frei 
erfunden.

Alles noch im grünen Bereich.

Gruß

Autor: Fabian F. (fabian_f55)
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Wenn dich tröstet. Meine Erwartungshaltung bei Dienstleistern ist sehr 
niedrig. Ich gehe immer zunächst von einem Kenntnisstand von nahe 0 aus, 
egal wie blumig die ausführungen in den Beschreibungen sind. Wenn du 
nicht ganz auf den Kopf gefallen bist, findest du dich schon in eine 
neue Aufgabe rein.

Autor: Leistungszulage (Gast)
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Such dir einen neuen Job und zwar schnell!

Autor: Berufsrevolutionär (Gast)
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>Ich hab Angst, bin sauer und fühle mich von meinem Chef verarscht.
>In beiden Jobs währe ich grandios gescheitert. Und mein! Name wäre beim
>Kunden unten durch gewesen.


Also für einen Ingenieur ist diese Angst und die gezeigte 
Grundeinstellung unverständlich.
Ein Inschenör weiss das der Hammer bei ihm hängt und das für ihn nichts 
zu schwer ist ;-)

-Du kannst immer "Nein" sagen wenn Cheffe dich irgendwohin schickt was 
nicht im Arbeitsvertrag steht. Lies mal das 
Arbeitnehmerüberlassungsgesetz 
https://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitnehmer%C3%BCberlassungsgesetz

-Wenn Cheffe "für Dich Bewerbungen schreibst" dann stehen die Chancen 
für nen Branchenwechsel besser - der nächste Schweinezyklus trifft 
sicher auch die Autobranche Und wenn Cheffe besser im "Lebenslauf 
aufhübschen" ist, dann lass ihn das doch machen. Wenn er übertrieben 
hat, dann ist er der Betrüger.

-Wenn Cheffe mit ANÜ mehr verdient, dann ist das für Dich die 
Gelegenheit auch ein Mehr in der Lohntüte zu verlangen. Und sei es nur 
temporär als Projektzulage.

-Mal im Studium was gehört zu haben, ist doch ne gute Grundlage sich mal 
Buch (als werbekosten absetzbar) oder HowTo zu besorgen und sich in ein 
paar Wochen in das Thema anhand OpenSource einzufuchsen! Oder bei Cheffe 
ne Schulung diesbezüglich einzufordern.

-Nach dem ANÜ kannst du mit ruhigen Gewissen 
"UptoDatePraxisKnowHow-Datenbanken" in den CV aufnehmen, das eröffnet 
dir x-Tausend neue Jobmöglichkeiten in weiteren Branchen.

-Schon mal daran gedacht, das zu benutzen um zum Sprung in Richtung 
"Home Office" anzusetzen?


Aber vielleicht ticken ja Informatiker diesbezüglich anders als 
Ingenieure: Wenig Selbstbewusstsein bezüglich des eigenem 
Leistungsvernögen und hat sich bezüglich der eigenen Karriereentwicklung 
freiwillig dem Arbeitgeber komplett ausgeliefert.

Autor: mimimi (Gast)
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Mathias schrieb:
> Ich hab Angst, bin sauer und fühle mich von meinem Chef verarscht.

Warum? Stellst Du fest dass du dich hättest besser verkaufen können und 
jetzt unter Wert arbeitest?

Du bist Ware, das Auto an der Ecke und die Chipstüte sind auch 
Aufgehübscht.

Generation Schneeflocke bei den Ing. angekommen?

Autor: Volker S. (vloki)
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Mathias schrieb:
> Und mein! Name wäre beim
> Kunden unten durch gewesen.

Habe zuerst auch Matthis gelesen...

Autor: Berbog (Gast)
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In den Profilen der Zeitarbeiter die mir vorgestellt werden steht auch 
das blaue vom Himmel.
Die Praxis straft diese Schreiben immer als Lüge.
Was sich die Vermittler damit versprechen weiß ich nicht.

Autor: Markus (Gast)
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Ich empfinde das jetzt nicht als unverhältnismäßig aufgehübscht:
"Ein paar Android Apps in Java im Master Studium und nebenher 2-3 
kleiner Apps geschrieben" ist nicht so wenig und von jemandem mit diesen 
Kenntnissen würde ich erwarten, daß er sich in angemessener Zeit in C# 
einarbeiten kann.

Autor: Steffen K. (Firma: Opaya Technologies GmbH) (botnico)
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Berbog schrieb:
> Was sich die Vermittler damit versprechen weiß ich nicht.

Saftige Provision beim ZoCkEn.

Da der TE anscheinend schonmal verliehen worden ist, ist für ihn jetzt 
der richtige Zeitpunkt, sich selbständig zu machen und die Provision 
selbst einzusacken. Und dabei noch weitere Verbesserungen der eigenen 
Situation anstreben, wie z.B. das schon erwähnte Homeoffice oder die 3- 
oder 4-Tage Woche.

Autor: Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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Michael B. schrieb im Beitrag #5704314:
> Da werde ich auch schon mal zum "Engineer" wenns dem Chef grade passt.
Das ist in englischsprachigen Ländern (also fast überall auf der Welt) 
einfach die Bezeichnung für einen, der weiß, wie man einen 
Schraubendreher oder den Lötkolben hält, ohne sich großartig zu 
verletzen. Wenn du aber als "graduate engineer" verkauft wirst, dann 
solltest du studiert haben.

Mathias schrieb:
> Ich hab Angst, bin sauer und fühle mich von meinem Chef verarscht. In
> beiden Jobs währe ich grandios gescheitert. Und mein! Name wäre beim
> Kunden unten durch gewesen.
Der Kunde hätte sich die Arbeit, deinen Namen zu merken, nicht gemacht. 
Sondern er hätte sich den den deines Chefs gemerkt, um von ihm keinen 
solchen "Spezialisten" mehr zu kaufen.

[…]

: Bearbeitet durch Moderator
Beitrag #5705026 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5705036 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5705045 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5705141 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Ich mal wieder (Gast)
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Abklatscher schrieb im Beitrag #5705141:
> Auch wenns den Mod nicht passt hier nochmal Klartext:
> Deine Ängste sind völlig unbegründet, dein Name steht nicht im Angebot.

Das ist richtig!

Nur wenn man den tollen Kandidaten kennenlernen will, fällt der Name.
Wenn der tolle Kandidat das nicht liefern kann, was im Profil steht, 
fällt das eher auf den Kandidaten zurück, als auf den Vermittler.

Autor: Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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Abklatscher schrieb im Beitrag #5705141:
> Du hast Dir gerade einen neuen Gegner gemacht
Ich habe deine Posts nicht gelöscht. Und ich hätte auch deine unflätige 
Reaktion auf meine Aussage abgekonnt. Diese Posts wurden aber von 
anderen Usern gemeldet und von einem Kollegen als nicht sachdienlich 
eingestuft.

> Du hast Dir gerade einen neuen Gegner gemacht
Kann ich jetzt leider auch nicht ändern...

: Bearbeitet durch Moderator
Autor: Zocker_54 (Gast)
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> Autor: Ich mal wieder (Gast)
> Datum: 22.01.2019 10:59

> fällt das eher auf den Kandidaten zurück, als auf den Vermittler.

Ach was, fällt auf die Leihbude zurück frei nach dem Motto : Was haben 
sie uns denn da für eine Flasche gebracht.

Autor: Ich mal wieder (Gast)
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Zocker_54 schrieb:
> Ach was, fällt auf die Leihbude zurück frei nach dem Motto : Was haben
> sie uns denn da für eine Flasche gebracht.

Es reicht mir, wenn so was auch bei mir hängen bliebe, der Rest wäre mir 
egal.

Autor: Hau Wech (Gast)
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Die Befürchtungen des Strangerstellers sind , so denke ich , begründet :

* Der weitere Lebenslauf könnte mit "Versager" -Beurkundungen gespickt 
werden , was sich bei zukünftigen Bewerbungen wahrscheinlich nicht "sehr 
gut" macht .

* Man selber wird demotiviert, und bringt keine "Leistung" , welches 
einen Teufelskreis in Gang setzen könnte , bis hin zu physischer 
und/oder psychischer "Krankheit" des Strangerstellers ( Unterforderung / 
Überforderung ) .



Arbeitnehmer sind wie im Antiken Rom ein Wirtschaftsgut geworden , 
dessen Verkauf auch auf "Betrug" beruht .


Eventuell hättest Du jene Qualifikationen bei der Einstellung in der 
Leihbude nicht angeben dürfen , von denen Du selber nicht überzeugt bist 
:
Was der Haupt- "Kunde" Deiner Arbeitskraft nicht von Dir wissen tut , 
kann er auch nur bedingt "bewerben" .





Was vielleicht wichtig sein könnte :  Eigene Projekte entwickeln , und 
die Ressourcen der Firma nutzen , und nicht nur die Firma Deine 
Ressourcen nutzen zu "überlassen" ...

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