Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Transisitor Rechnen/Dimensionierungsaufgabe


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von O. A. (sokrates1989)


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Hallo Elektroniker,

ich habe eine Klausuraufgabe berechnet und wollte meine Lösung 
vorstellen.

Ich verstehe die Aufgabe so, dass der Transistor in der Mitte die 
Verstärkung realisiert, so dass R5= RC und R4= RE entspricht.

Ich habe bei der Berechnung die Basisströme vernachlässigt, habe es 
einmal mit und ohne gerechnet, da ändern sich die Widerstände nur sehr 
geringfügig.



Aufgabe a) Berechne alle Widerstände so dass die Verstärkung a= 10 ist.

Meine Werte dazu:

R1= 1,985M
R2= 13M

R3= 66,75k
R4= 3,425k
R5= 34,25k

R6= 3k




Aufgabe b) Berechne den differentiellen Ausgangswiderstand.



a konnte ich ohne Probleme (hoffentlich richtig) lösen. (Siehe Anhang)

b weiß ich nicht wie man da vorgeht. Ich hätte jetzt einfach eine Formel 
aus unserer Vorlesung genommen.

rce= UT/IC (für Kollektorschaltung, UT=Temperaturspannung)

Das wäre dann rce= 26mV/2,5mA = 10,4 Ohm

Da zum Abschluss die Schaltung in Kollektorschaltung geführt ist, könnte 
das doch passen??

: Bearbeitet durch User
von ArnoR (Gast)


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Deine Rechnungen sind alle für die Tonne.

Der mittlere Transistor macht zwar die Verstärkung in der Schaltung, 
aber die ist nicht einfach nur Rc/Re, sondern da spielen noch etliche 
andere Dinge mit rein.

In die Verstärkung der Schaltung geht der Quellwiderstand ein den der T2 
sieht (also der Ausgangswiderstand des T1), weiterhin der 
Diffusionswiderstand und der Ausgangswiderstand des T2, der 
Lastwiderstand am T2 (also der Eingangswiderstand des T3) und die 
Dämpfungsfaktoren der Emitterfolger T1 und T3. Nichts davon taucht in 
deiner Rechnung auf.

von Sebastian S. (amateur)


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Der Ansatz: IR1 = IR2 erzeugt bei mir stumpfe Zähne.

Es sei denn, der erste (linke) Transistor hat eine unendliche 
Verstärkung.

Bei einem FET könnte man den Steuerstrom ja noch vernachlässigen, 
aber...

: Bearbeitet durch User
von ArnoR (Gast)


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O. A. schrieb:
> b weiß ich nicht wie man da vorgeht. Ich hätte jetzt einfach eine Formel
> aus unserer Vorlesung genommen.
>
> rce= UT/IC (für Kollektorschaltung, UT=Temperaturspannung)
>
> Das wäre dann rce= 26mV/2,5mA = 10,4 Ohm
>
> Da zum Abschluss die Schaltung in Kollektorschaltung geführt ist, könnte
> das doch passen??

Das ist übrigens auch total falsch.

von O. A. (sokrates1989)


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ArnoR schrieb:
> O. A. schrieb:

> Das ist übrigens auch total falsch.

Diese Aussage hilft mir sehr weiter. Danke.

von O. A. (sokrates1989)


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Sebastian S. schrieb:
> Der Ansatz: IR1 = IR2 erzeugt bei mir stumpfe Zähne.
>
> Es sei denn, der erste (linke) Transistor hat eine unendliche
> Verstärkung.
>
> Bei einem FET könnte man den Steuerstrom ja noch vernachlässigen,
> aber...

Ist nicht mein Ansatz sondern in der Aufgabe so vorgegeben. Schade um 
deine Zähne!

von nachtmix (Gast)


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O. A. schrieb:
> Ich verstehe die Aufgabe so, dass der Transistor in der Mitte die
> Verstärkung realisiert,

Verstärken tun sie alle. Der mittlere macht die Spannungsverstärkung.

von O. A. (sokrates1989)


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ArnoR schrieb:
> Deine Rechnungen sind alle für die Tonne.
> In die Verstärkung der Schaltung geht der Quellwiderstand ein den der T2
> sieht (also der Ausgangswiderstand des T1), weiterhin der
> Diffusionswiderstand und der Ausgangswiderstand des T2, der
> Lastwiderstand am T2 (also der Eingangswiderstand des T3) und die
> Dämpfungsfaktoren der Emitterfolger T1 und T3. Nichts davon taucht in
> deiner Rechnung auf.

Hmm ok. Das ist eine Teilaufgabe aus einer Klausur welche 8 weitere 
Aufgaben beeinhaltet. Ich frage wie man die restlichen Aufgaben zeitlich 
lösen sollte, wenn man nach deiner Vorstellung, diese aufgabe so 
detailliert lösen soll.
Wahrscheinlich gar nicht...

von ArnoR (Gast)


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O. A. schrieb:
>> Das ist übrigens auch total falsch.
>
> Diese Aussage hilft mir sehr weiter. Danke.

Bitte.

Was willst du? Hier alles vorgekaut bekommen? Derartiges "Wissen" ist 
aber von kurzer Dauer, das hast du sehr schnell wieder vergessen. Damit 
das "hängenbleibt" musst du dir das quasi selbst erarbeiten. Und da kann 
der Hinweis, auf dem falschen Weg zu sein, schon mal sehr hilfreich 
sein.

von ArnoR (Gast)


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O. A. schrieb:
> Das ist eine Teilaufgabe aus einer Klausur welche 8 weitere
> Aufgaben beeinhaltet. Ich frage wie man die restlichen Aufgaben zeitlich
> lösen sollte, wenn man nach deiner Vorstellung, diese aufgabe so
> detailliert lösen soll.
> Wahrscheinlich gar nicht...

Deine Rechnung oben ergibt eine Schaltung mit Vu=9, vielleicht ist man 
ja damit schon zufrieden...

Prof. "Schnauz" in Feuerzangenbowle:
Sehen Sie, Pfeiffer, es ist nichts mit Ihnen. Sie werden immer dümmer!

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