Gast
#5714245
Servus, ich bin auf einen aktuellen Artikel aus dem Bereich Radioastronomie gestoßen, in dem behauptet wird, das bestimmte Signale aus einem grossen Datensatz (400 TByte) mit einem KI-basierenden Algorithmus besser gefunden werden als mit herkömmlichen. Unter Herkömmlich verstehe ich bekannte DSP-Algos wie Spectralanalyse, die gesuchten Signal sind sogennante "Fast Radio Burst" also Amplitudenstarke und breitbandige Elektromagnetische Bursts mit Dauer im Milisekundenbereich, deren Ursprung aufgrund der Dispersion in einer entfernten Nachbargalaxie vermutet wird. Der Artikel: https://www.heise.de/newsticker/meldung/Raetselhafte-Radioblitze-KI-findet-72-Fast-Radio-Bursts-4161960.html Ich kann dem nicht folgen, mir scheint eher das: -der konventionelle Algorithmus "zu eng parametrisiert war" -die KI-Hardware unabhängig von der Trainingsphase besser geeignet ist grossen Datensatze durchzumustern (Vectorrechner, höherer Speicherdurchsatz) also nicht wirklich durch KI-Training ein passender Signalfilter "gefunden" werden muß. Andere Meinungen? Wie sollte ein KI Netzwerk ausschauen das passende Burts/Glitches findet, die ein herkömmlicher Glitchdetector nicht erfasst? Mehr Hintergrundinfo: https://de.wikipedia.org/wiki/Fast_Radio_Burst https://news.berkeley.edu/2018/09/10/ai-helps-track-down-mysterious-cosmic-radio-bursts/ https://chime-experiment.ca/instrument https://www.weltderphysik.de/gebiet/universum/news/2019/sieben-radioblitze-aus-einer-quelle/ https://www.nature.com/articles/d41586-019-00049-5