Auktion der 5G-Frequenzen in Deutschland mit 4 Bietern

OP #5717104
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1und1 bietet mit.

https://www.heise.de/newsticker/meldung/5G-Frequenzauktion-Vier-Bieter-gehen-ins-Rennen-4288448.html

Hier
https://www.teltarif.de/5g-dommermuth-netzausbau-national-roaming/news/75464.html
sagt 1und1: "natür­lich werden wir nicht mit einem Messer zu einer 
Schie­ßerei gehen" . Diesen Vergleich finde ich echt heftig.
#5717161
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Gästchen schrieb:
> Ein Funkloch könnte man auch mit alten Technologien abdecken: bei 5G
> geht es in der ersten Linie möglichst viel Gewinn abzuzocken, dort liegt
> die Priorität

Irgendein Regierungs-Fuzzi hat dazu doch gesagt, dass man ausnahmsweise 
mal drauf achten wolle, dass es bei der Versteigerung der Lizenzen um 
ein flächendeckendes Netz geht und mal nicht um den größten Gewinn.
Gast #5717255
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Sebastian R. schrieb:
> Irgendein Regierungs-Fuzzi hat dazu doch gesagt, dass man ausnahmsweise
> mal drauf achten wolle, dass es bei der Versteigerung der Lizenzen um
> ein flächendeckendes Netz geht und mal nicht um den größten Gewinn.

Die Lippenbekenntnisse gibt es da immer sehr viel, wie "mit mir keine 
Maut" usw. So etwas braucht man auch nicht zu erwähnen.
Gast #5717320
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Martin L. schrieb:
> Ich glaube nicht an den
> Weihnachtsmann.

So denke ich auch. Wenn seitens Politik etwsa "mündlich" versprochen 
wird, dann kann man von einer Wahrscheinlichkeit von 99% ausgehen, dass 
es nicht so kommt. Wenn man jetzt als Beispiel die "flächendeckende 
Verfügbarkeit" von Breitbandinternet vor Augen führt, die schon seit 
vielen Jahren versprochen wird, dann wird nicht so viel Optimismus übrig 
bleiben. Es gibt Länder in Europa, die wirtschaftlich deutlisch 
schwächer da stehen als Schland, und sie haben überall 
Breitbandinternet.
Ich glaube übrigens dass wir 5G genau so brauchen wie Industrie 4.0: 
einfacher gesagt, wie ein Hund eine Handbremse braucht. 5G wird 
natürlich dringend auf der Seite der Betreiber, Lizensenverkäufer und 
sonstiger Lobbyisten gebraucht.
Gast #5718035
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Gästchen schrieb:
> Wenn seitens Politik etwsa "mündlich" versprochen
> wird, dann kann man von einer Wahrscheinlichkeit von 99% ausgehen, dass
> es nicht so kommt.

Eher zu 100%.
Eine flächendeckene 5G Versorgung ist realistisch gar nicht machbar.
Schau dir mal den Frequenzbereich an.
Es ist geplant bis 86Ghz als 5G Band zu nutzen.
Das ist quasi reine Sichtverbindung.
Gast #5718050
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Hier legt man seit einem 1/2 Jahr die gute Glasfaser.

Aber nur jede Woche einen Tag.

Dafuer aber auch bei Frost.


Bei 5G koennte die Flaechendeckung schon kommen.
Allein um die Bevoelkerung weiter auszuschnueffeln.
Nicht umsonst hat jedes neue Auto sowas.
#5718176
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Tja,

Die Flächendeckung ist schon bei 4G durch die unsägliche Geldgier des 
Staates vergeigt worden. Die gleichen Politiker, die damals nach 
Wettbewerb schrieen und den Hals an Auktionserlösen nicht voll kriegen 
konnten, jammern jetzt über die unzulängliche Versorgung in den wenig 
lukrativen Gebieten.

Hätte man die Frequenzpakete den Bewerbern, die eine technische 
Machbarkeit nachweisen konnten, für einen einheitlichen, niedrigen 
Sockelbetrag, der die Administration durch die BNetzA deckt, überlassen, 
dafür unter der Prämisse, in den nächsten 5 Jahren damit eine 
flächendeckende 4G Versorgung aufzubauen, wären wir in punkto 
flächendeckende Versorgung heute längst weiter.

So wurden zwar immense Erlöse aus der Versteigerung der Frequenzpakete 
eingestrichen, aber die Netzbetreiber waren nun gezwungen, mit dem 
bevorzugten Ausbau der lukrativen, städtischen Bereiche diese Kosten 
wieder hereinzuholen. Daß unter solchem Kostendruck der uninteressante 
ländliche Raum wie auch der Ausbau entlang der Verkehrswege leidet, ist 
doch jedem offensichtlich, leider aber nicht den verantwortlichen 
Politikern.


Gruß... Bert
Gast #5719498
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> Daß unter solchem Kostendruck der uninteressante
> ländliche Raum wie auch der Ausbau entlang der Verkehrswege leidet,
> ist doch jedem offensichtlich, leider aber nicht den
> verantwortlichen Politikern.

Natürlich ist denen das klar.
Auch wenn sie so tun, blöd sind die nicht.

1) Es geht NUR um Profit, wie bei jeder Privatisierung.
   (Unabhängig davon, dass inzwischen bald jedes staatliche Handeln
   durch die exponentiell wachsende Bürokratie NOCH teurer wäre/ist ...)
2) Nicht nur Vitamine der B-Gruppe, auch etwas Schmieröl sowie
   zweckgebundene Aufwandsentschädigungn haben sich gut bewährt.
3) Wenn mal nebenbei für die sog. "Verbraucher" ein paar Nettigkeiten
   abfallen, dann nur, um 1) noch besser hinzubekommen.
#5727638
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Bert 0. schrieb:
> Tja,
>
> Die Flächendeckung ist schon bei 4G durch die unsägliche Geldgier des
> Staates vergeigt worden. Die gleichen Politiker, die damals nach
> Wettbewerb schrieen und den Hals an Auktionserlösen nicht voll kriegen
> konnten, jammern jetzt über die unzulängliche Versorgung in den wenig
> lukrativen Gebieten.

Bei einer Auktion wird niemand gezwungen, so hoch zu bieten. Abgesehen 
davon, das die Einnahmen der Auktion in der Summe betrachtet bereits 
komplett als Fördermittel für Breitbandinternet (Kommunen, Bundesländer, 
Bund) ausgeschüttet wurden bzw. nochwas draufgelegt wurde.

> So wurden zwar immense Erlöse aus der Versteigerung der Frequenzpakete
> eingestrichen, aber die Netzbetreiber waren nun gezwungen, mit dem
> bevorzugten Ausbau der lukrativen, städtischen Bereiche diese Kosten
> wieder hereinzuholen.

Es gab auch bei 4G bereits Ausbauverpflichtungen fürs Land. Natürlich 
nicht flächendeckend.

Du glaubst doch nicht ernsthaft, das selbst ohne "Kostendruck" 
uninteressante Gebiete ausgebaut werden? Dann müsste man ja im 
FTTH-Ausbau schon viel weiter sein.

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