Zerbröselndes Abstimm-C-Dielektrikum bei Küchenradio (80er/90er Jahre)

#5720341
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Es gibt in diesen Analog-Radios doch oft diese würfelförmigen 
Abstimm-C-Blöcke (Kantenlänge ca 25mm), 4 Abstimm-C auf Drehachse für 
die versch. Bänder, obendrauf einige (4) Trimmer-C zum Abgleichen. Sehr 
kompakte Bauweise.

Jetzt habe ich hier ein Panasonic RX-FS440, wo kleine Bruchstücke der 
Dieelektrikumschicht aus diesem Block rausbröseln. Es sieht für mich so 
aus, wie wenn das keine Folien wären, sondern die C-Metallplättchen 
selbst mit dem Dielektrikum beschichtet seien.
Beim Radiohören äußert sich das so, dass die obere Hälfte des UKW-Bandes 
einwandfrei durchzustimmen ist, in der unteren Bandhälfte aber plötzlich 
Rauschen und beim Durchstimmen Knacksen/Prasseln zu hören ist.
Ich nehme an, dass einige C-Platten sich durch das teilw. fehlende 
Dielektrikum berühren und dabei der Oszillator aussetzt.
Dass ich sowas als Originalersatzteil bekomme, glaube ich nicht, ich 
habe aber auch keine Panasonic-Ersatzteilummer dafür.

Jetzt meine Fragen:
Wie heißen diese C-Abstimm-Blöcke korrekt, auch auf englisch (dann 
könnte ich vielleicht besser nach Ersatz suchen)?
Kann man diese Blöcke gut auseinander- und wieder zusammenbauen (hab ich 
noch nie gemacht), um fremde C-Blöcke auf die benötigten Werte 
umzubauen?
Hat schonmal jemand versucht, sowas zu reparieren (C-Platten 
nachbeschichten)?
Könnte man versuchen, einen Tropfen dickflüssiges Silikonöl reinzugeben, 
um die C-Plattenisolation wieder herzustellen, oder gibt das dem ganzen 
Teil den Rest (abgesehen vom unpassenden ∊_r)?
Gast #5720531
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ham schrieb:
> 
https://www.ebay.de/itm/1x-Mitsumi-PVC-2FX-Multi-Dreh-Kondensator-fur-Taschen-Radio-im-AM-FM-v-1704/264147445992?hash=item3d806a28e8:g:YYUAAOSwYd5cGhM0:rk:6:pf:0

Sowas werd ich mal ordern, ich hoffe nur, dass der mechanisch reinpasst.

Gerald B. schrieb:
> Drehkondensator mit dem Zusatz "Quetscher" suchen,

Der Begriff "Quetscher" ist mir nicht unbekannt, aber ich kenn die eher 
als kompakte stehende Einfach-C (mit Folie zw. den Platten) komplett mit 
horizontaler Abstimmachse. Hat es früher mal bei Conrad gegeben.
#5720977
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APW schrieb:
> Sowas werd ich mal ordern, ich hoffe nur, dass der mechanisch reinpasst.

Es gibt nicht DEN Würfel. Welche Werte sinds denn, wie ist der 
Lochabstand und das Beinschema?

Bild?

d.h. entweder nach Bestückungsliste ordern bzw. intakte Sektion messen, 
sonst artets in Lotterie aus und es wird nichts.

A.P. W. schrieb:
> Wie heißen diese C-Abstimm-Blöcke korrekt, auch auf englisch (dann
> könnte ich vielleicht besser nach Ersatz suchen)?

Englisch: variable capacitor abgekürzt VC.

Pläne gibts nicht immer für Endverbraucher - mit etwas Glück landest Du 
auf einem Panasonic- ftp-server (file-zilla oder ähnliche Software 
vorausgesetzt) oder die schickens Dir per Mail nach Anfrage.

GFGF hat nur Schaltplan ohne Liste, Werte sind spärlich:

http://www.gfgf.org/GFGF-Schaltplandienst/Panasonic_RXFS440_sch.pdf

Da im Plan für UKW=F(für FM) VC1-2 und VC 1-1 (die anderen Sektionen 
sind inaktiv - aber welche von den vieren das sind ist ohne Lageplan 
Kaffeesatzraten, also messen, große Werte sind AM, UKW sind kleiner.

Ich habe sowas aus Neugier zerlegt, da ist nichts mit Reparatur bei 
zerbröselten Platten. Mach mal Fotos, vllt hab wer was Passendes.
#5720984
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Gerald B. schrieb:
> Drehkondensator mit dem Zusatz "Quetscher" suchen,

Nein, solch eine Suche bringt gar nichts. In der Radiopaläontolobgie um 
1920 war der Quetscher oder Vernier-Kondensator ein einfachster 
Ungekapselter für ein Einfachkreis, bei dem eine Schraube zwei Platten 
aufeinander quetschte.

https://de.wikipedia.org/wiki/Variabler_Kondensator#Die_ersten_Jahrzehnte

Die Würfel sind gekapselte (mehrfach) Folienkondensatoren für Superhets.
#5721156
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Max M. schrieb:
> Nein, solch eine Suche bringt gar nichts.

Soso... und warum habe ich mit eben jener Suche dann ganz rechts das 
Bild des "Würfels" gefunden?
https://www.google.com/search?ei=J81WXMq3ErqYjLsP95q6-Ag&q=drehkondensator+quetscher&oq=drehkondensator+qu&gs_l=psy-ab.1.0.0i22i30.2946.5327..7199...0.0..0.130.262.2j1......0....1..gws-wiz.......0i71j0i67j0.A23fVCcw0mo
Ich bin kein Funker, oder radioaffiner Bastler, aber ich hatte diese 
Bezeichnung irgendwoher noch ganz dunkel im Hinterkopf und habe das mit 
der Googlesuche verifiziert.
Wenn man auf der 1. Seite mindestens einen brauchbaren Treffer hat, dann 
ist das doch ok? Ich hatte schon schlechtere Suchergebnisse.
Persönliche Seite #5721202
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Max M. schrieb:
> Nein, solch eine Suche bringt gar nichts. In der Radiopaläontolobgie um
> 1920 war der Quetscher oder Vernier-Kondensator ein einfachster
> Ungekapselter für ein Einfachkreis, bei dem eine Schraube zwei Platten
> aufeinander quetschte.
>
> https://de.wikipedia.org/wiki/Variabler_Kondensator#Die_ersten_Jahrzehnte

Klingt eigentlich auch plausibel, aber in meiner Kindheit war mir auch 
diese Ausführung als "Quetscher" geläufig:
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/87/Frontplattenquetscher1.png
wohl weil dort die Aluminium/Messingfolien und die als Dielektrikum 
dienenden Hartpapierscheiben zusammengedrückt wurden.
Gast #5721223
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Gerald B. schrieb:
> Soso... und warum habe ich mit eben jener Suche dann ganz rechts das
> Bild des "Würfels" gefunden?
> 
https://www.google.com/search?ei=J81WXMq3ErqYjLsP95q6-Ag&q=drehkondensator+quetscher&oq=drehkondensator+qu&gs_l=psy-ab.1.0.0i22i30.2946.5327..7199...0.0..0.130.262.2j1......0....1..gws-wiz.......0i71j0i67j0.A23fVCcw0mo

Was da so die Händler alles schreiben um gefunden zu werden.
Fehlt ja nur noch der in Mode gekommene Begriff Stasi.

In meiner Bastelzeit so 1965 war der Begriff schon altmodisch.
Weil sie nicht mehr hergestellt wurden.
Heute vielleicht wieder als Nostalgie.

Auf jeden Fall sollten die Werte der vier Kondensatoren stimmen und es 
muß auf jeden Fall neu abgeglichen werden.
Gast #5721462
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Hallo,
ich wollte ja erstmal wissen ob so ein Teil überhaupt irgendwie 
reparabel ist, da es nicht so aussieht, dass ich ein Original-Ersatzteil 
bekomme, zumal ich dafür keine Panasonic-Teilenummer habe.
Hab mir aber schon gedacht, dass eine Reparatur des C-Moduls 
aussichtslos ist. Das war auch die wichtigste Frage, die ich hatte. 
Damit weiß ich nun, wie ich weiter vorgehe.
Vielen Dank dafür.

Ursprünglich hatte das Kassettenlaufwerk ein kleines Problem, das ich 
gelöst habe und bei der Gelegenheit sollte ich gleich nach dem Radio 
schauen. Da der Besitzer vorwiegend Kassetten hört und das Gerät 
kurzfristig zurückhaben wollte, habe ich es gestern bereits wieder 
zugeschraubt. Es sind wohl jetzt weitere 3MHz Abstimmbereich 
rausgebröselt.

Für den hier vorliegenden 440er habe ich einen Minimalschaltplan (2 
Seiten), keine Teileliste, und für den C-Abstimmblock sind darin auch 
keine Kapazitätswerte angegeben.

Ich werde jetzt aber nicht blind irgendwelche C-Einstellblöcke kaufen! 
Falls ich die Gelegenheit bekomme, werde ich das Teil nochmal 
aufschrauben, den C-Block mechanisch und elektrisch ausmessen, und mich 
dann auf die Suche nach einem möglichst ähnlichen Ersatzteil machen.
Dass danach ein Neuabgleich und vielleicht sogar Einbau/Tausch weiterer 
Parallel-Korrektur-Cs fällig ist, ist mir völlig klar, das bekomme ich 
aber hin.

2 Dinge interessieren mich jetzt noch:
-Wie lautet die Original Panasonic-Erstzteilnummer für dieses Teil "VC1" 
(nur um sicherzugehen, dass es wirklich keine Erstzteile mehr gibt)

-Wenn ich ggf. einen C-Block kaufe, ist der doch sicher bestenfalls NOS, 
wenn nicht gar gebraucht ausgelötet, also mit gealtertem Dielektrikum, 
was möglicherweise auch bald zerbröselt. Kann man da prophylaktisch, in 
lebensdauerverlängernder Absicht etwas Sprühvaseline reingeben?

Übrigens, falls Unklarheiten über die Bauweise bestehen sollten, das 
Teil sieht äußerlich so aus, wie bereits im 2. Beitrag verlinkt:
https://www.ebay.de/itm/264147445992

Früher hätte ich wegen dem Teil ja mal im Internet "Andys Funkladen" 
angesteuert. Gibt es noch Händler (außer bei Ebay), die solche Teile im 
Programm haben?
Ham-Radio? Funk-Flohmärkte im südwestdeutschen Raum?

Dankeschön schon mal an alle!
Gast #5721495
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Gerald B. schrieb:
> und warum habe ich mit eben jener Suche dann ganz rechts das
> Bild des "Würfels" gefunden?

assoziativer Suchalgorhythmus. Google merkt sich Assoziationsfehler.

Ingo W. schrieb:
> aber in meiner Kindheit war mir auch
> diese Ausführung als "Quetscher" geläufig:
> https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/87/Frontplattenquetscher1.png
> wohl weil dort die Aluminium/Messingfolien und die als Dielektrikum
> dienenden Hartpapierscheiben zusammengedrückt wurden.

Da wird nichts gequetscht, sondern eingedreht, korrekt Drehkondensator. 
Nur weils der Nachfolger des Quetschers war. Wohl aus Trägheit. 
Gewohnheit ist die zweite Natur.

herbert schrieb:
> Der zweite von oben ist ein "Quetscher".

Dann ignorier ich mal jeden Fortschritt und sag zum Sessel "Hocker" und 
zur Kloschüssel "Plumpsklo" ;-)

APW schrieb:
> da es nicht so aussieht, dass ich ein Original-Ersatzteil
> bekomme,

Wenn Du kein Foto machst, keine Abmessungen angibst und keine Messung an 
der intakten Sektion vornimmst wird Dir auch niemand etwas passendes 
zuschicken können. Oder was meinst Du warum ich schrieb, vlt. hat wer 
was passendes da? Beratungsresistenz?
Gast #5721580
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Literat schrieb:
> Wenn Du kein Foto machst, keine Abmessungen angibst und keine Messung an
> der intakten Sektion vornimmst wird Dir auch niemand etwas passendes
> zuschicken können. Oder was meinst Du warum ich schrieb, vlt. hat wer
> was passendes da? Beratungsresistenz?

Du weisst, was ein Original-Erstzteil ist?
Eines von Panasonic, das, ohne alles ausmessen zu müssen, 100%ig passt!
Und du glaubst, sowas hat jemand zu Hause im Schrank liegen? Herzlichen 
Glückwunsch für so viel Optimismus!
Außerdem habe ich hier überhaupt noch niemanden gefragt, ob er ein 
passendes Teil zuhause hat! Das würde ich, wenn überhaupt, erst in 
Betracht ziehen, wenn andere Möglichkeiten ausscheiden. Und du kannst 
davon ausgehen, dass ich in dem Fall auch alle Daten ausgemessen haben 
werde.

Du hast auch gelesen, dass ich das Radio bereits zugeschraubt und dem 
Besitzer zurückgegeben habe?
Meine Hauptfrage bezog sich auf die Reparierbarket dieser Teile, nicht 
auf die Suche nach Ersatz.

> Beratungsresistenz?
Du brauchst nicht Fragen beantworten wollen, die so noch gar nicht 
gestellt wurden.
Gast #5721652
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Literat schrieb:
> Dann ignorier ich mal jeden Fortschritt und sag zum Sessel "Hocker" und
> zur Kloschüssel "Plumpsklo" ;-)

Hat schon mal so einen Drehko zerlegt? Das Dielektrikum besteht beim 
Quetscher aus Folie. Damit das alles spielfrei läuft und der elektrische 
Wert auch bezogen auf Temperaturänderungen stabil bleibt werden die 
Pakete mit Hilfe von Distanzhülsen vernietet und zwar so, dass alles 
genau berechnet zusammengepresst wird. Daher auch der Name "Quetscher". 
Du kannst das Teil aber benennen wie du willst, nur mit dem richtigen 
Name findet man das leichter im Internet...
Gast #5722020
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APW schrieb:
> Du weisst, was ein Original-Erstzteil ist?

Ich nehme an, Du wirst mich gleich aufklären. Mir reichts, daß ich noch 
etwa 20 von der gesuchten Sorte von diversen Herstellern im Sortiment 
habe. Manchmal treff ich auch auf den Elektroschrott von Panasonic und 
dann ists besser, nicht lange zu suchen.

APW schrieb:
> Meine Hauptfrage bezog sich auf die Reparierbarket dieser Teile.
Zerbröselte Platten? Nun das wurde bereits hinreichend beantwortet.

Ein Öl ist ein Isolator = Dielektrikum und verändert die 
Eigenschaften.Eine zerstörte Folie bedeutet partieller Kurzschluß = die 
Platten berühren sich.

Du darfst gerne die Folien tauschen, wenn Du Ersatzfolie hast, aber das 
bezweifle ich. Ist eine knifflige Pinzettengeschichte mit Okular.

>nicht auf die Suche nach Ersatz.

Aber sicher war das auch Deine Absicht, zur Erinnerung:

APW schrieb:
> Sowas werd ich mal ordern.

APW schrieb:
> habe ich es gestern bereits wieder
> zugeschraubt. Es sind wohl jetzt weitere 3MHz Abstimmbereich
> rausgebröselt.

Japp.
> Für den hier vorliegenden 440er habe ich einen Minimalschaltplan (2
> Seiten), keine Teileliste, und für den C-Abstimmblock sind darin auch
> keine Kapazitätswerte angegeben.

Japp, das ist der Plan von GFGF ohne Liste, aber was nutzt die 
Wiederholung?

> Ich werde jetzt aber nicht blind irgendwelche C-Einstellblöcke kaufen!

Genau das nicht.
> Falls ich die Gelegenheit bekomme, werde ich das Teil nochmal
> aufschrauben, den C-Block mechanisch und elektrisch ausmessen, und mich
> dann auf die Suche nach einem möglichst ähnlichen Ersatzteil machen.

Japp, das las ich, nur weshalb soll ichs diesmal glauben wenn Dus bisher 
nicht getan hast?

herbert schrieb:
> Hat schon mal so einen Drehko zerlegt?

Nicht nur einmal. Ich habe mehrere Bauarten repariert, auch 
altertümlichere Hartpapierdrehkos zerlegt und wieder zusammengebaut, die 
Du Quetscher nennst, doch das ist nicht die richtige Etymologie.

Der Quetscher ist ein Vernier-Kondensator.

herbert schrieb:
> Das Dielektrikum besteht beim
> Quetscher aus Folie. Damit das alles spielfrei läuft und der elektrische
> Wert auch bezogen auf Temperaturänderungen stabil bleibt werden die
> Pakete mit Hilfe von Distanzhülsen vernietet und zwar so, dass alles
> genau berechnet zusammengepresst wird. Daher auch der Name "Quetscher".

Unsinn. Der Quetscher ist ein Quetschtrimmer = Vernier-Kondensator. Eine 
Platte die unter Spannung steht wird mit einer Schraube gegen eine 
andere gepresst wird. Guckstdu hier:

http://www.jogis-roehrenbude.de/Leserbriefe/Edelmann-Ko/Ko2/Vernier-Ko.htm

Ich schrieb aber nur von modernen Folienddrehkowürfel und da sind die 
Platten in den Ecken auch meist verschraubt und nicht genietet. Die 
Gewinde sind winzig und es ist eine ziemliche Fummelei. Eben Nichts für 
sehschwache Tattergreise die von Quetscher träumen.
Gast #5725011
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Literat schrieb:
> Eben Nichts für
> sehschwache Tattergreise die von Quetscher träumen.

Warum nur sind sind manche Menschen so unhöflich?
Wollen sie damit ihr Unwissen kaschieren?

Da hilft es auch nicht, wenn sie für einen Trimmer das mindestens ebenso 
unrichtige Wort "Vernier" bemühen, welches eigenlich einen Nonius oder 
eine Feineinstellung bezeichnet.

Solchen Möchtegern-Germanisten haben wir es wohl auch zu verdanken, dass 
aus dem allgemein bekannten  Schraubenzieher (engl. Screwdriver) der 
selten benutzte Schraubendreher wurde.

Das Bild zeigt eine Kleinanzeige aus der Funkschau 1943.



Hier noch eine Erläuterung der Firma Amidon:
Folien-Drehkondensatoren sind Einstellkondensatoren zum manuellen 
Einstellen von Sendern in Funkempfängern. Sie sind ähnlich wie 
Luft-Drehkondensatoren aufgebaut, jedoch wird die 
Stator-Rotor-Konstruktion mit Abstandshaltern zwischen zwei 
Pertinaxplatten bzw. Kunststoffplatten gehalten und sie haben 
ursprünglich ein Schichtdielektrikum aus Luft und Hartpapier. Später 
wurde das Hartpapier durch eine Kunststofffolie ersetzt. Durch die damit 
verbundene höhere Spannungsfestigkeit gegenüber einem reinen 
Luftdielektrikum konnten die Elektrodenplatten deutlich dichter 
zusammengebracht werden, sie wurden sozusagen zusammengequetscht. Der 
Begriff "Quetscher", der sich fälschlicherweise für die 
Folien-Drehkondensatoren durchgesetzt hat, stammt ursprünglich von den 
weiter unten beschriebenen "Ardenne-Trimmkondensatoren", bei denen der 
Abstand zwischen den Kondensatorplatten tatsächlich durch "quetschen" 
verändert wird.

Einfachquetscher, also Drehkondensatoren mit nur einem 
Stator-Rotor-Paket, wurden in kostengünstigen Einkreisern zur Abstimmung 
und für die Einstellung der Rückkopplung verwendet. Es gab auch 
Mehrfachquetscher, die einen oder mehrere Statoren mit drehbaren Rotoren 
besaßen. Bei diesen ist ein Fiedern weder möglich noch aufgrund der 
größeren Toleranzen sinnvoll. Mehrfachquetscher hatten deshalb einen 
oder mehrere schwenkbare Statoren.

Mit der Entwicklung von Kunststoffen in der organischen Chemie zu Beginn 
der 1950er Jahre wurde das Hartpapier-Dielektrikum in den Quetschern 
durch geeignete Kunststoffe wie z. B. Polyester (PET), Polypropylen (PP) 
und Polycarbonat (PC) ersetzt. Damit änderte sich auch die Namensgebung 
dieser Drehko-Bauart. Sie wurden dann "Folien-Drehkondensatoren" 
genannt. Diese wurden, zum Teil zusammen mit Trimmkondensatoren, in 
einem Gehäuse zu Kombinations-Drehkondensatoren zusammengefügt. Sie 
waren einfach zu montieren und sicher in der Handhabung.

Hier: http://www.amidon.de/contents/de/d369.html

Vermutlich entstammt die seinerzeit gebräuchliche Bezeichnung 
"Quetscher" aber auch einfach der Tatsache, dass dies ein räumlich sehr 
kleiner "zusammengequetschter" Drehko war.
Angehängte Dateien:
Beitrag #5726360 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5726393 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #5727785
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herbert schrieb:
> Hatto schrieb:
>> nachtmix schrieb:
>>> Der
>>> Begriff "Quetscher", der sich fälschlicherweise für die
>>> Folien-Drehkondensatoren durchgesetzt hat
>>
>> ist trotzdem ausgestorben.
>
> Falsch, es gibt ihn immer noch zu kaufen. Leider ist er mittlerweile
> teuer geworden...

Du wirst uns 0815- Sterblichen nicht verraten wo es ihn gibt - ausser 
auf Deiner Webeite?

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