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Forum: PC Hard- und Software Kopierprogramm mit Fortsetzen bei Zielplatte voll?


Autor: Matthias L. (limbachnet)
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Hallo zusammen,

kennt jemand ein Daten-Kopierprogramm für Windows 10 und/oder 
DebianLinux, was es ermöglicht, das Kopieren mit der nächsten externen 
Platte fortzusetzen, wenn die vorher benutzte voll ist?

Hintergrund:
Damals, als Disketten die vorherrschenden externen Datenträger waren, 
war es verbreitet, größere Mengen von Daten von einer Quellfestplatte 
auf mehrere Zieldisketten zu verteilen. Selbst die ansonsten strunzdumme 
Windows-Explorer-Kopierroutine warf bei vollem Zieldatenträger eine 
Fehlermeldung, kopierte nach dem Einlegen der nächsten Diskette aber 
munter weiter. Sowas suche ich, natürlich nicht mehr für Disketten als 
Zieldatenträger, sondern für externe Festplatten.

Heute sind die externen Festplatten genausogroß oder größer als die 
internen. Dazu passend verweigern Kopierroutinen entweder komplett die 
Arbeit, wenn sie schon vor dem Kopieren den ungenügenden Platz auf dem 
Zieldatenträger bemerken oder sie brechen das Kopieren stumpf ab, wenn 
die Zielplatte voll ist.

Nun gibt's aber NAS. Da sind mehrere Platten im RAID, dessen 
Gesamtkapazität größer als eine übliche externe Festplatte ist. Und vom 
NAS möchte ich gerne halbwegs komfortabel eine Datensicherung machen...

Edit: Der Windows10-Explorer auf dem Haupt-Client hat ebensowenig 
mitgespielt wie der Midnight Commander unter Linux auf dem NAS.

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Autor: 50c (Gast)
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wenn linux, dann (vielleicht):

man tar

Autor: Matthias L. (limbachnet)
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Hmja, Container mag ich für Daten(!)sicherung nicht soooo sehr, 
EInzeldateien sind mir lieber - hätte ich oben dazuschreiben sollen, 
sorry!

Hintergrund: Wenn bei einer 4TB gro0en Datei auf der ext. Festplatte 
sich ein paar Bits davongestohlen haben, dann ist der komplette 
Container kaputt. Wenn das bei Einzeldateien auf der ext. Festplatte 
passiert, dann sind eben nur wenige Einzeldateien betroffen...

Autor: Jens M. (schuchkleisser)
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Alles ne Frage der Wiederherstellungsdaten z.B. bei RAR. ;)
Damit kannst du die Daten auch ohne Kompression in handliche Teile 
teilen und wenn du magst ja sogar "Füllarchive" erstellen, die ein 
beliebiges fehlendes Teil ersetzen können.
Zumindest früher ging das, als man noch ZIP-Disketten hatte, da hab 
ich's nämlich so gemacht. Mit 5% Wiederherstellung und ca. 2-5 
Zusatzfiles war jede DS problemlos.

Heutzutage:
Teracopy sagt Bescheid, wenn voll, und zwar bevor man anfängt.
Man kann das dann ignorieren und wenn dann wirklich voll ist hält es an 
mit "soundosviel GB freimachen!".
Ob man dann den Datenträger auswerfen und einen neuen mit gleichem 
Buchstaben  wieder andocken kann ohne das der Vorgang abspackt kannst du 
ja testen.

Mir persönlich gefällt die 2.3 besser als die 3.x, weil sie speziell für 
solche Fälle mehr kann, die neue braucht dafür eine Lizenz.

Autor: Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Matthias L. schrieb:
> Wenn bei einer 4TB gro0en Datei auf der ext. Festplatte sich ein paar
> Bits davongestohlen haben, dann ist der komplette Container kaputt.

Nicht bei tar. Das ist ein eher einfacher strukturiertes 
Containerformat, das aus der vorderen Altsteinzeit stammt, so kurz nach 
Erfindung des aufrechten Ganges. Ursprünglich wurde es verwendet, um 
Daten auf Bändern unterzubringen - dafür steht das "t" in tar.

Autor: 50c (Gast)
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Rufus Τ. F. schrieb:
> das aus der vorderen Altsteinzeit stammt, so kurz nach
> Erfindung des aufrechten Ganges.

...aber noch immer seine Daseinsberechtigung hat und eigentlich genau 
für den geschilderten Anwendungsfall gemacht wurde. Sei es nun 
(altsteinzeitlich) auf Bandlaufwerken oder (modern) auf Festplatten...

Autor: Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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50c schrieb:
> .aber noch immer seine Daseinsberechtigung

Warum wohl werde ich es erwähnt haben?

Autor: 50c (Gast)
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Rufus Τ. F. schrieb:
> 50c schrieb:
>> .aber noch immer seine Daseinsberechtigung
>
> Warum wohl werde ich es erwähnt haben?

...ich bin davon ausgegangen, dass du der gleichen Meinung bist wie 
ich..., also alles gut! Ich wollte nur sicher gehen, dass Matthias deine 
"überspitzten" Formulierungen nicht falsch versteht...;-)

Autor: Matthias L. (limbachnet)
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Jens M. schrieb:
> Ob man dann den Datenträger auswerfen und einen neuen mit gleichem
> Buchstaben  wieder andocken kann ohne das der Vorgang abspackt kannst du
> ja testen.

Hmja, da richtig kleine Zieldatenträger selten geworden sind, geht das 
Testen nicht so einfach, deshalb frag' ich ja...

Da fällt mir gerade ein - ich könnte ja einen USB-Stick partitionieren 
und eine kleine Partition zum Testen hernehmen. Die ist dann etwas 
schneller voll als der ganze Stick.

Autor: Jens M. (schuchkleisser)
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Der Testdatenträger muss ja nur "Fast voll" sein, als Datei ein großes 
Verzeichnis in ein Testverzeichnis.
Das sollte recht einfach gehen, und dann siehst du auch wie es sich für 
dich bedient.

Den USB-Stick kannst du auch mit h2testw fast voll machen.

Autor: oszi40 (Gast)
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Es kommt auch auf das Dateisystem an!  Bei FAT32 sind schon 4GB eine 
magische Größen-Grenze.

Autor: 16:33 (Gast)
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Matthias L. schrieb:
> Jens M. schrieb:
>> Ob man dann den Datenträger auswerfen und einen neuen mit gleichem
>> Buchstaben  wieder andocken kann ohne das der Vorgang abspackt kannst du
>> ja testen.
>
> Hmja, da richtig kleine Zieldatenträger selten geworden sind, geht das
> Testen nicht so einfach, deshalb frag' ich ja...
>
> Da fällt mir gerade ein - ich könnte ja einen USB-Stick partitionieren
> und eine kleine Partition zum Testen hernehmen. Die ist dann etwas
> schneller voll als der ganze Stick.

Nimm doch ggf. zwei und probiere es mit LVM.

Autor: Jens M. (schuchkleisser)
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oszi40 schrieb:
> Es kommt auch auf das Dateisystem an!  Bei FAT32 sind schon 4GB eine
> magische Größen-Grenze.

Das ist allerdings richtig. Ein Grund mehr für Tar oder RAR.
Man könnte den Datenträger allerdings auch einfach mit exFAT 
formatieren.
Große Festplatten werden aber glaub ich schon lange ncht mehr mit FAT32 
formatiert.

Autor: Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Jens M. schrieb:
> Große Festplatten werden aber glaub ich schon lange ncht mehr mit FAT32
> formatiert.

Wenn man den windows-eigenen Formatter nimmt, nicht, der weigert sich ab 
32 GB Kapazität. Mit anderen Formattern aber ist es problemlos möglich, 
auch Platten im Terabyte-Bereich mit Fat32 zu formatieren, und die 
lassen sich dann auch mit Windows verwenden.

Ob das sinnvoll ist, hängt vom Anwendungszweck ab. Große Dateien sind 
ein Problem, aber nicht jedes andere Rechnersystem, mit dem man Dateien 
austauschen will, versteht exFAT.

Autor: Matthias L. (limbachnet)
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NTFS verstehen doch mittlerweile fast alle, oder?
Hmmm - gibt's zuverlässige Windows-Treiber für ext3 oder 4? Dann wäre 
das doch auch was für plattformübergreifenden Datenaustausch...

: Bearbeitet durch User
Autor: Peter M. (r2d3)
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Hallo Matthias L.,

Matthias L. schrieb:
> kennt jemand ein Daten-Kopierprogramm für Windows 10 und/oder
> DebianLinux, was es ermöglicht, das Kopieren mit der nächsten externen
> Platte fortzusetzen, wenn die vorher benutzte voll ist?

Leider nein, aber diese intelligente, nützliche Eigenschaft würde ich an 
Deiner Stelle mal dem Autor der Copy-Handler-Software Teracopy 
vorschlagen.

Autor: c-hater (Gast)
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Peter M. schrieb:

> Leider nein, aber diese intelligente, nützliche Eigenschaft

Die wäre schon nützlich, aber die "Intelligenz" würde dem User 
abgefordert werden müssen. Und damit ist so ein Programm in >>99% der 
Fälle zum Scheitern verurteilt, weil ungefähr dieser Anteil prasseldoof 
ist und nicht mal einfachste abstrakte Konzepte verstehen kann. Was die 
die entsprechenden User natürlich wiederum dem Programm anlasten würden 
und eben nicht ihrer eigenen Inkompetenz.

Das Problem ist rein logischer Natur: Du kannst nicht aus EINEM 
Verzeichnisbaum mehrere machen. Weil halt das Ergebnis dann kein Baum 
mehr ist, sondern ein Wald. Genau das wäre aber nötig, um das Ziel zu 
erreichen.

Machbar ist das natürlich, aber bringe mal einem DAU bei, das Ergebnis 
dann auch entsprechend zu behandeln. Das erste, was der tut, wenn er 
nach dem Backup auf zwei der Backup-Platten im Rootverzeichnis das 
gleiche Verzeichnis vorfindet: er löscht eins davon. Natürlich getreu 
Murphies Law genau das, in dem sich 99% seiner Daten aus dem Verzeichnis 
der Quelle befinden...

Kein Entwickler setzt sich freiwillig diesem vorprogrammierten Stress 
aus...

Autor: Matthias L. (limbachnet)
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Naja, zu Disketten-Zeiten ging's ja auch, es GAB ja solche 
Kopierroutinen. Und da gab's auch genug DAU, die Disketten gelocht und 
abgeheftet oder an die Magnetwand gepinnt haben...

Autor: oszi40 (Gast)
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Wenn der Platz auf der HD zu knapp wird, gibt es noch die kitzlige 
Variante neue "Partition als Ordner einbinden". Das sollte man aber mit 
sehr spitzen Finger erst mal üben, da auch viel Ärger mit den Backups 
möglich ist.

Autor: Matthias L. (limbachnet)
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oszi40 schrieb:
> Wenn der Platz auf der HD zu knapp wird

Darum geht's allerdings grad gar nicht?!

Autor: Peter M. (r2d3)
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Hallo oszi40,

oszi40 schrieb:
> Wenn der Platz auf der HD zu knapp wird, gibt es noch die kitzlige
> Variante neue "Partition als Ordner einbinden". Das sollte man aber mit
> sehr spitzen Finger erst mal üben, da auch viel Ärger mit den Backups
> möglich ist.

das sind doch "mount points" oder "reparse points" oder so ähnlich.
Die Idee ist ja genial, aber wie setzt Du die um?
Dann müsstest Du ja denn Zielordner umbennen und dann die Umleitung 
einrichten.

Wenn aber der Dateikopierer noch ein Handle auf hat, was in den Ordner 
hereinzeigt, ist das Umbenennen nicht möglich.

Wie löst Du das Problem?

Autor: oszi40 (Gast)
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Peter M. schrieb:
> Wie löst Du das Problem?

Der kluge Mann schaut vorher ob der Platz reicht, wenn das Programm zu 
doof dafür ist. Den Rest findest Du im Netz unter M$ "Partition als 
Ordner einbinden" oder man "Mount Points". Aber Vorsicht, man könnte 
viel verkehrt machen.

Autor: Peter M. (r2d3)
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Hallo oszi40,

oszi40 schrieb:
> Peter M. schrieb:
>> Wie löst Du das Problem?
>
> Der kluge Mann schaut vorher ob der Platz reicht, wenn das Programm zu
> doof dafür ist. Den Rest findest Du im Netz unter M$ "Partition als
> Ordner einbinden" oder man "Mount Points". Aber Vorsicht, man könnte
> viel verkehrt machen.

ich würde nicht auf Verdacht einen Ordner einbinden - dann landen die 
Inhalte ja auf der zweiten Platte. Und wenn das Kind in den Brunnen 
gefallen ist, kann ich die Umleitung nicht mehr einrichten.

Und ja, ich habe schon mit Shell-Erweiterungen Hardlinks eingerichtet 
und nutze auch Mount Points.

: Bearbeitet durch User
Autor: Matthias L. (limbachnet)
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Sieht so aus, als ob schon mal jemand das selbe Problem gehabt und mit 
eigenem Programmieraufwand gelöst hätte; das Ergebnis heißt wohl 
"anybackup":
http://anybackup.sourceforge.net/

Ich teste mal

anybackup,
Teracopy und den
unstoppable copier

aus, vielleicht lassen sich Teracopy und der unstoppable irgendwie 
überlisten, aber nach Aussage des Autors läuft bei ihm anybackup auch 
ausreichend stabil.

Das ist allerdings alles rein Windows, sodass das NAS-Backup über das 
Netzwerk und den Haupt-Client läuft. Ist ein bisschen um die Ecke, 
direkt am NAS wäre schöner, aber bleibt dann anscheinend wirklich nur 
tar, was bei mir (!) mangels Praxis wahrscheinlich anfällig für 
Fehlbedienungen ist. Bin über die Jahre doch ziemlich stark zum 
Mausschubser degeneriert...

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