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Forum: PC Hard- und Software Betriebsüberwachung Kameras


Autor: Wegstaben V. (wegstabenverbuchsler)
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für einen Omnibus-Betrieb wird eine preiswerte Kamera-Überwachung des 
Parkplatzes und des Büros benötigt.

es sind 3 Innen-Kameras und 3 Aussen-Kameras vorgesehen. An allen 
Positionen liegen 230V~ vor. Es bietet sich also eine Datenübertragung 
via WLAN oder über Stromleitung an.


Wichtig sind die Zusatz-Anforderung:
a) Bewegungserkennung (mit Alarmierung)
b) Kamera-Fernzugriff

Ein seperater kleiner PC könnte irgendwo hingestellt werden.

Kennt jemand eine preisgünstige Lösung, mit dem man das genannte machen 
könnte?

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Autor: Überwachungsstaat (Gast)
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Verstehe das Problem nicht. Entweder wurden hier ein paar Anforderungen 
vergessen oder es tut so ziemlich jede Überwachungskamera mit Wifi. Die 
haben heute nahezu alle irgendein App-Gedöns für den Fernzugriff und 
Bewegungserkennung.

Oder ist "preisgünstig" hier im Sinn von "Bastelprojekt aus der 
Restekiste mit endlosem Zeit- aber ohne Materialeinsatz" zu verstehen?

Autor: Wegstaben V. (wegstabenverbuchsler)
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Überwachungsstaat schrieb:
> Verstehe das Problem nicht. Entweder wurden hier ein paar Anforderungen
> vergessen oder es tut so ziemlich jede Überwachungskamera mit Wifi.

Der "Use Case" ist recht einfach:

Das Betriebsgelände soll halt überwacht werden. Tag und Nacht mit einer 
permanenten Aufzeichnung aller 6 Kameras auf einen separaten PC, der auf 
dem Betreibsgelände steht. Eine Aufzeichnungskapazität von 3-4 Tagen ist 
ausreichend.

Optional: Ältere Aufzeichnungen können automatisch gelöscht werden, 
ausser es lag zu dem Zeitpunkt ein Alarm an, dann sollten eine gewisse 
Zeit vor und nach dem Alarm die Aufzeichnung eine Lösch-Sperre (vor 
automatischen löschen) bekommen.

"ausserhalb der Betriebszeiten" (so ca. 20:00-07:00) soll bei Bewegung 
vor den Kameras eine Alarmierung "an den Chef" erfolgen. Der bekommt auf 
seinem Smartphone ein deutlichen Hinweis (via Whatsapp, SMS oder 
sonstewie), das sich da was auf dem Gelände tut. Er kann dann mit seinem 
Smartphone oder PC auf die Kameras aufschalten (gerne zuerst auf die 
alarmierende Kamera) und sich durch alle 6 Kameras zappen.

---

ich wollte halt ein paar Erfahrungsberichte einsammeln.

Vermutlich tut es "iSpy" als Software. Hab ich noch nie gehabt und 
ausprobiert.  Vielleicht gibt es andere Lösungen? Ich hab nur das beim 
schnellern recherchieren gefunden.

öglicherweise tut es als Hardware "jede beliebige" China-WLAN-Kamera. 
Oder vielleicht doch nur manche, in Verbindung mit iSpy?

Bild-Wiederholrate und Bildauflösung? Keine Ahnung, (noch) nicht 
gegengerechnet (Speicher-Kapazität)  oder irgendwie geprüft (wenige 
Pixel der Cam müssen ja nicht zwangsläufig ein schlechtes Bild bedeuten)

--

"auf Verdacht" irgendwas wie das "Komplett-Paket mit 6 Kameras und 
Software" bei Aliexpress aus China für 250 EUR zu kaufen, was dann nur 
Müll  ist, bringt ja auch nix.

Ein komplette Video-Überwachung für 5000 EUR von Abus oder ähnlichen ist 
im Budget eher nicht drin.

: Bearbeitet durch User
Autor: Überwachungsstaat (Gast)
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Und schon kommen noch ein paar Anforderungen dazu ...

Wegstaben V. schrieb:
> Tag und Nacht mit einer
> permanenten Aufzeichnung aller 6 Kameras auf einen separaten PC, der auf
> dem Betreibsgelände steht.

Das könnten nach wie vor einige China-Kracher erledigen, z.B.
https://www.amazon.de/%C3%9Cberwachungskamera-recorder-Video%C3%BCberwachung-drahtlosen-Nachtsicht-Funktion/dp/B076MX1TPV/
 (erträgliche Bewertungen ...)


Wegstaben V. schrieb:
> Vermutlich tut es "iSpy" als Software.

Wenn man selber eine Software-Lösung aufsetzt, hängt da halt immer der 
ganze administrative Aufwand dran, der mit einem exposed host 
einhergeht, falls man nicht Russisch Roulette mit dem lokalen Netzwerk 
spielen möchte. Eigentlich gehört so ein System in eine DMZ. Ob das den 
Aufwand wert ist?

Über eine fertige Box (s.o.) hat man weniger Kontrolle, dafür aber auch 
weniger Pflegeaufwand.

Oder man exponiert das Ding gar nicht und nutzt VPN, z.B. aus einer 
FritzBox. Je nach Technikaffinität des Chefs ist das aber schon nicht 
mehr benutzerfreundlich.


Wegstaben V. schrieb:
> Bild-Wiederholrate und Bildauflösung?

Irgendwo zwischen egal und völlig egal. Eine anständige Beleuchtung ist 
wichtiger als das "HD", mit dem heute sowieso alle werben.

Autor: Andreas B. (bitverdreher)
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Ich werfe mal Zoneminder ins Rennen. Muß halt erst eingerichtet werden, 
aber ansonsten super Überwachungs SW.
Kameras: Beliebig.
Alternativ gibt es bei Ali&Co mehrkanalige Videorecorder für <200€.

Autor: Martin (Gast)
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Ich würde folgendes einsetzen:
1x Synology mit Surveillance station (inkl. 2 Kameralizenzen) ca. 
200-400€
4x zusätzliche Lizenzen ca. 160€

3x Außenkamera z.B. von HikVision je ca. 100-150€
3x Innenkamera z.B. von Foscam   je ca. 100€

Alles super einfach einzustellen. Vielfältige 
Benachrichtigungseinstellungen.

Nur meine Meinung. Bin mit dieser Konfiguration selbst sehr zufrieden.
Schau mal im Alarmforum.de nach. Da gibt es auch einiges zur 
Surveillance Station zu lesen.

Autor: Andreas B. (bitverdreher)
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Martin schrieb:
> 1x Synology mit Surveillance station (inkl. 2 Kameralizenzen) ca.
> 200-400€
> 4x zusätzliche Lizenzen ca. 160€

Sag mir mal einen Grund warum man dafür so viel bezahlen sollte, wenn 
man das mit Zoneminder umsonst bekommt.
Wer hat, der hat oder wie?

Autor: Da D. (dieter)
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Wegstaben V. schrieb:
> Vermutlich tut es "iSpy" als Software.

Das Programm habe ich hier zur Zeit für 2 Kameras im Einsatz. Ich bin 
damit allerdings nicht recht zufrieden. Die eingebaute 
"Bewegungserkennung" ist sehr simpel. Es werden einfach 2 Frames 
verglichen, und geschaut wie groß die Differenz des Bildinhalts ist. 
Dadurch hat man sehr häufig Fehlalarme wegen Rauschen, Änderung der 
Beleuchtung (Sonne, Schatten), etc.

Es gibt noch ein kostenpflichtiges Plugin, was ein richtiges 
Objekt-Tracking zur Bewegungserkennung macht. Damit ist die 
Fehlalarmqoute nahezu null. Leider stürzt das Programm damit bei mir 
nach ein paar Stunden regelmäßig ab.

Autor: michael_ (Gast)
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Auf alle Fälle einen seperaten Recorder.
Keinen PC. Das ist Spielerei und unsicher.

Sowas:

https://www.reichelt.de/netzwerk-videorekorder-8-kanal-me-dvr-3008-p227518.html?&trstct=pos_5

Dazu noch eine HD und Kameras nach Wunsch.
Man kann da alles über Netzwerk abrufen.
W-Lan Kameras, ist Geschmackssache.

Billig über Fernost würde ich nicht einsetzen.

Autor: M. P. (matze7779)
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Martin schrieb:
> Ich würde folgendes einsetzen:
> 1x Synology mit Surveillance station (inkl. 2 Kameralizenzen) ca.
> 200-400€
> 4x zusätzliche Lizenzen ca. 160€
>
> 3x Außenkamera z.B. von HikVision je ca. 100-150€
> 3x Innenkamera z.B. von Foscam   je ca. 100€
>
> Alles super einfach einzustellen. Vielfältige
> Benachrichtigungseinstellungen.
>
> Nur meine Meinung. Bin mit dieser Konfiguration selbst sehr zufrieden.
> Schau mal im Alarmforum.de nach. Da gibt es auch einiges zur
> Surveillance Station zu lesen.

Genau diese Kombination läuft hier an zwei Standorten seit ca. 6 Jahren 
fehlerfrei.

Autor: M. P. (matze7779)
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michael_ schrieb:
> Auf alle Fälle einen seperaten Recorder.
> Keinen PC. Das ist Spielerei und unsicher.
>
> Sowas:
>
> 
https://www.reichelt.de/netzwerk-videorekorder-8-kanal-me-dvr-3008-p227518.html?&trstct=pos_5
>
> Dazu noch eine HD und Kameras nach Wunsch.
> Man kann da alles über Netzwerk abrufen.
> W-Lan Kameras, ist Geschmackssache.
>
> Billig über Fernost würde ich nicht einsetzen.

Das IST Fernost. Außerdem nur mit Kameras vom gleichen "Hersteller" zu 
benutzen.

Autor: 35c3 (Gast)
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Toll, aber mach es Vernünftig, sonst wird die Kamera genau hier Landen:
www.insecam.org

Autor: Martin (Gast)
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M. P. schrieb:
> Genau diese Kombination läuft hier an zwei Standorten seit ca. 6 Jahren
> fehlerfrei.

Freut mich, dies zu hören.

Habe aktuell eine Synoloy 412+ für Daten und eine 215 für die 
Videoüberwachung am Laufen. Auf die Surveillance Station der 215 kann 
ich von extern zugreifen.

Fall ich die Lizenzen nicht mehr brauche, kann man diese fast ohne 
Verlust weiter verkaufen.

>Toll, aber mach es Vernünftig, sonst wird die Kamera genau hier Landen:
> www.insecam.org

Alle meine Kameras haben feste IPs. Diesen wurde in der Fritzbox der 
Zugriff nach außen komplett verboten.

Für mich war wichtig: Keinen Rechner zusammenbasteln und dann ewig 
rumprobieren bis es läuft, sondern: Aufstellen, anschließen, 
funktioniert!

Autor: michael_ (Gast)
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M. P. schrieb:
>> Billig über Fernost würde ich nicht einsetzen.
>
> Das IST Fernost. Außerdem nur mit Kameras vom gleichen "Hersteller" zu
> benutzen.

Ist nur ein Beispiel für die Preislage.
Und die kommen im Grunde alle aus Fernost, aber mehr oder weniger 
geprüft mit ordentlicher Garantie.
Außerdem kannst du dir ja eine andere Variante auswählen.

Das Gesamtpaket wird so bis 500EUR kosten.
Mehr will der TO auch bei Selbstinstallation nicht augeben wollen.

Autor: Einhart P. (einhart)
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Zwei Kameras am Synology habe ich auch laufen. Funktioniert soweit gut 
aber die Bewegungserkennung draussen und nachts gibt häufig Fehlalarme.

Das liegt überwiegend an den hellen IR Strahlern. In deren Schein löst 
jede Motte, Regen und Nebelschawaden die Bewegungserkennung aus. Das ist 
kein großes Problem bei der Videoaufzeichnung aber eine Alarmierung 
könnte ich mir damit nicht vorstellen.

Das einzig Sichere für die Alarmierung ist eine Doppellichtschranke. 
Damit habe ich sogut wie keine Fehlalarme.

Autor: Nano (Gast)
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Wegstaben V. schrieb:
> Das Betriebsgelände soll halt überwacht werden. Tag und Nacht mit einer
> permanenten Aufzeichnung aller 6 Kameras auf einen separaten PC, der auf
> dem Betreibsgelände steht. Eine Aufzeichnungskapazität von 3-4 Tagen ist
> ausreichend.

Wozu das?
Wenn die Kamera ein Bewegungserkennungssystem hat, dann genügt es doch 
nur das mit Zeitangabe aufzuzeichnen, was sich bewegt.
Damit spart man Platz, den man dann in eine höhere Auflösung investieren 
kann.

Außerdem sollte der PC nicht auf dem Betriebsgelände stehen.
Denn ein professioneller Einbrecher würde sicherlich die Aufzeichnungen 
gleich mit nehmen.
Insofern sollte man sich überlegen die Daten auf eine Cloud in Echtzeit 
wegsichern zu können.
Oder noch besser, ihr schließt mit der Nachbarfirma einen Vertrag ab, 
damit ihr eure Überwachungsrechner gegenseitig im anderen Firmengebäude 
platzieren und betreiben könnt. Die Verbindung könnte über WLAN 
erfolgen. Aber da kommt's auf die Firma und den Chef an, eventuell 
sollte man noch einen Juristen zu Rate ziehen. Mit Verschlüsselung, bei 
dem die andere Firma keinen Zugriff auf den Schlüssel hat, sollte das 
aber machbar sein.

> "ausserhalb der Betriebszeiten" (so ca. 20:00-07:00) soll bei Bewegung
> vor den Kameras eine Alarmierung "an den Chef" erfolgen. Der bekommt auf
> seinem Smartphone ein deutlichen Hinweis (via Whatsapp, SMS oder
> sonstewie), das sich da was auf dem Gelände tut.

Ich finde, das Bewegungserkennungssystem sollte auch eine Katze von 
einem Menschen oder Auto unterscheiden können, denn man wird wegen so 
ner Katze, die übers Betriebsgelände spaziert, wohl kaum jedes mal 
alarmiert werden.
Denn wenn das häufig vorkommt, dann werden die Alarmierungen irgendwann 
ignoriert, weil es ja wieder die vermeintliche Katze sind, aber dann 
könnten es Einbrecher sein, die mit dem Auto mit Wucht durch die 
Glastüren fahren.


> öglicherweise tut es als Hardware "jede beliebige" China-WLAN-Kamera.
> Oder vielleicht doch nur manche, in Verbindung mit iSpy?
>
> Bild-Wiederholrate und Bildauflösung? Keine Ahnung, (noch) nicht
> gegengerechnet (Speicher-Kapazität)  oder irgendwie geprüft (wenige
> Pixel der Cam müssen ja nicht zwangsläufig ein schlechtes Bild bedeuten)

Also wenn ich mir die meist miserablen Videoaufzeichnungen ansehe, die 
man oftmals in Aktenzeichen XY als Zuschauer gezeigt kriegt, dann würde 
ich auf  eine ordentliche 4K Kamera wert legen die auch bei schlechten 
Lichtverhältnissen noch gute Bilder macht.

Zwar könnt man das Betriebsgelände auch mit viel Licht ausleuchten, aber 
das kostet sehr viel Strom und außerdem zeigt man damit als Firma und 
Firmenchef seine Feindlichkeit gegenüber der Wissenschaft. Das Stichwort 
lautet hier nämlich Lichtverschmutzung. Die Wissenschaft hat für 
unnötige Lichtverschmutzung zu Recht Verachtung übrig und ich sehe das 
auch so. Nichts ist in einem Teleskop schlimmer, als Streulicht von der 
wissenschaftsfeindlichen Nachbarfirma.

Deswegen braucht die Kamera meiner Meinung nach eine ordentliche Optik 
mit großer Öffnung, damit sie auch bei schlechten Lichtverhältnissen 
noch gute Bilder macht.
Der CCD Chip sollte daher auch nicht zu klein sein.


Eine hohe Bildwiederholrate finde ich auch wichtig, da man nicht bei 
jedem Bild eine gute Aufnahme der Täter oder das was sie gerade in der 
Hand halten und tun hat. Mehr Bilder helfen hier das richtige Bild im 
richtigen Moment zu haben und das wiederum hilft bei der Identifizierung 
und Erkennung.
Deswegen würde ich hier nichts unter 30 fps nehmen. Besser wären 60 fps.


Natürlich bedeuten 4k und 60 fps eine sehr hohe Datenmenge, Einsparen 
könnte man lediglich die Farbe, die ist nicht wirklich erforderlich und 
Nachts wird's mit Farbe eh schwierig, aber diese Datenmenge muss man 
selbst bei schwarz weiß Aufnahmen noch wegsichern können.

Insofern bietet sich hier an, nur das Aufzuzeichen, wo auch wirklich 
Bewegung drin ist. Siehe oben. Stillbilder sind eher von geringem 
Nutzen.

Ebenso sollte man an einen HEVC bzw. h.265 Hardware Encoder nachdenken, 
der in der Lage ist, die Videotreams in Echtzeit zu kodieren.
Ich weiß nicht, ob es so etwas schon gibt und wie hoch dann der 
Stromverbrauch von so etwas ist, günstig ist das aber sicherlich nicht.
Ansonsten muss man eben h.264 nehmen und in mehr Speicherplatz 
investieren.

Autor: Nano (Gast)
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Überwachungsstaat schrieb:
> Irgendwo zwischen egal und völlig egal. Eine anständige Beleuchtung ist
> wichtiger als das "HD", mit dem heute sowieso alle werben.

Nein, Lichtflutung ist wissenschaftsfeindlich.

Hier sollte man auch mal daran denken, wo soll der Nachwuchs an 
Ingenieuren, Technikern und Wissenschaftler für die Firma später 
herkommen, wenn man als Firma Feindlichkeit gegenüber der Wissenschaft 
zeigt?

Siehe dazu auch folgende Links:
http://www.sterne-ohne-grenzen.de/

http://www.lichtverschmutzung.de/

https://www.darksky.org/

Autor: oszi40 (Gast)
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Nano schrieb:
> Lichtflutung ist wissenschaftsfeindlich.

Mag sein, aber seit Scheinwerfer mit Bewegungsmelder mehr Licht machen, 
ist bei Nachbarn die Zahl der unerwünschten Besucher weniger.

Autor: Nano (Gast)
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Einhart P. schrieb:
> Zwei Kameras am Synology habe ich auch laufen. Funktioniert soweit gut
> aber die Bewegungserkennung draussen und nachts gibt häufig Fehlalarme.
>
> Das liegt überwiegend an den hellen IR Strahlern. In deren Schein löst
> jede Motte, Regen und Nebelschawaden die Bewegungserkennung aus. Das ist
> kein großes Problem bei der Videoaufzeichnung aber eine Alarmierung
> könnte ich mir damit nicht vorstellen.
>
> Das einzig Sichere für die Alarmierung ist eine Doppellichtschranke.
> Damit habe ich sogut wie keine Fehlalarme.

Eine zusätzliche Wärmebildkamera filtert die Motten aus und erkennt die 
Einbrecher und die warme Motorhaube eines Autos zuverlässig und 
funktioniert übrigens auch bei Nacht.

Beim Auslösen kann man dann das Gebäude für die Zeit der Aufnahme auf 
Flutlicht schalten und schützt so die Wissenschaft vor 
Lichtverschmutzung für die Zeit, in der keine Einbrecher auf dem Gelände 
sind.

Autor: Wollvieh W. (wollvieh)
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Nano schrieb:

> Also wenn ich mir die meist miserablen Videoaufzeichnungen ansehe, die
> man oftmals in Aktenzeichen XY als Zuschauer gezeigt kriegt, dann würde
> ich auf  eine ordentliche 4K Kamera wert legen die auch bei schlechten
> Lichtverhältnissen noch gute Bilder macht.


Ich habe auch mal den Aufzeichnungsstandard einer Siemens-Kameraanlage 
von ca. 2007 (mehrere Schränke mit Analogumschaltern und mehrere 
"Videoserver" zur Aufzeichnung, einfach Siemens-PCs mit Grabberkarten) 
für ein Ministerium gesehen: Nichtmal auf der dedizierten Haupttorkamera 
konnte man Kennzeichen erkennen. Von den Überblickskameras ganz zu 
schweigen. Die Anlage war 2012 noch in Betrieb.


Mit modernen Kameras dagegen hat man hinterher wunderbare Fotos und 
Filme von einer maskierten Diebesbande in gestohlenen Autos. Da ist es 
fast egal, ob gerade einige der Kameras wegen Firmwarefehlern außer 
Betrieb waren oder die Platte gerade in jener Nacht überlief.

Vor einigen Jahren gabs von Edimax unschlagbar günstige (um die 50 Euro) 
IP-Kameras mit hoher Auflösung (glaube 1280x768). Ich nehme aber an, 
mittlerweile haben viele Hersteller nachgezogen. Die hatte ich für so 
eine billige Bastellösung eingesetzt. PoE-Stromversorgung, die Kameras 
schicken bei Bewegungserkennung Standbilder auf einen FTP-Server (zuerst 
auf einem Windows-Server, dann auf einem Synology. Mit dem Synology auch 
noch die 2 Lizenzen für Videoströmen genutzt.) Meine Erfahrung mit 
diesem "System": Bewegungserkennung etc. kann man vergessen. Wenns da 
wirklich einen Einbruch gegeben hätte, hätte man in Hunderttausenden 
Bildern (wo schon der Windows-Explorer nur mit halbstündigen Wartezeiten 
ins Verzeichnis kam) wühlen müssen. Weil es glaubt ja wohl niemand, daß 
die Kameras trotz NTP-Synchronisierung alle dieselbe Uhrzeit hatten oder 
die Bewegungserkennung vernünftig oder wenigstens überhaupt gearbeitet 
hätte.

Ich hatte schon die Idee, die gespeicherten doppelten und zigfach 
gleichen Einzelbilder durch Skripte zu jagen, die bei geringem Delta 
wieder löschen (also das, was die Kameras eben nicht hingekriegt haben.) 
Aber da ist man dann wohl bei nötigen Rechenleistungen wie beim 
Bitcoinschürfen.

Die Kameras wirken abschreckend, dafür wurden ihre Blinkelämpchen extra 
angelassen. Und es besteht eine gewisse Chance, daß man einen 
anderweitig erwischten Ladendieb oder Diebesbande noch nachträglich die 
Tat beweisen kann. Aber mehr auch nicht.

Nicht ohne Grund sind professionelle Überwachungssysteme (Atomkraftwerk, 
Konzernzentrale) eigentlich nur Zusatzwerkzeug für einen Wachdienst vor 
Ort. Diese kleinwagenteuren PTZ-Kameras, die von Rüttelgeräuschen im 
detektorverkabelten Zaun metergenau auf die richtige Stelle schwenken 
und dem Pförtner die Fußballübertragung vom Hauptschirm wegschalten. 
Gibt ergänzend auch schöne Lichtvorhänge mit zig Metern Reichweite. 
Vermutlich wird LIDAR-Vermessung im Kommen sein, wenn nicht schon im 
Einsatz.

Aktuelle Systeme erkennen und klassifizieren optisch bei der Bewegung 
die Objekte (Auto, Mensch, Tier) und die Bewegungsrichtung. 
Spaziergänger längs des Zaunes bekommen einen grünen Rahmen. Quer zum 
Zaun sofort einen roten, bei Überschreiten einer definierten Grenze 
gibts Alarm. Kann man sich im Prinzip mit jedem Raspberry selber bauen.

Überwachungsstaat schrieb:
> Wenn man selber eine Software-Lösung aufsetzt, hängt da halt immer der
> ganze administrative Aufwand dran, der mit einem exposed host
> einhergeht, falls man nicht Russisch Roulette mit dem lokalen Netzwerk
> spielen möchte. Eigentlich gehört so ein System in eine DMZ. Ob das den
> Aufwand wert ist

Ich hatte die Idee, beim Alarm einer ebenfalls vorhandenen (echten) 
Alarmanlage eine Email mit Bildanhängen zu schicken, z.B. die letzten 3 
Bilder von jeder Kamera. Aber durch die ständige Nachlieferung sinnloser 
Bilder wäre das wie ein Treffer im Lotto, gerade das Bild mit dem Täter 
dabei zu haben.

Heut würde man wohl eine Cloud als den sicheren Zwischenspeicher nutzen, 
der von beiden Seiten zugänglich ist.

Übrigens ist es auch gefährlich, eine IP-Kamera außen am Zaun 
aufzuhängen. Kommt man wunderbar ins Netzwerk, ohne eine Scheibe 
einwerfen zu müssen...

: Bearbeitet durch User
Autor: A. K. (prx)
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Nano schrieb:
> Wenn die Kamera ein Bewegungserkennungssystem hat, dann genügt es doch
> nur das mit Zeitangabe aufzuzeichnen, was sich bewegt.
> Damit spart man Platz, den man dann in eine höhere Auflösung investieren
> kann.

Yep. Allerdings klingt das einfacher als es ist, wenn man zwischen 
aufzeichnungsrelevanter Bewegung einerseits und Wetter, Vegetation im 
Wind, Füchsen und Spinnen vor der Kamera andererseits unterscheiden 
will.

> Ich finde, das Bewegungserkennungssystem sollte auch eine Katze von
> einem Menschen oder Auto unterscheiden können, denn man wird wegen so
> ner Katze, die übers Betriebsgelände spaziert, wohl kaum jedes mal
> alarmiert werden.

Hübsche KI-Anforderung. Die Grösse allein machts nicht, um die Spinne 
vom Gauner zu unterscheiden. Auch Schneefall machts interessant.

Autor: A. K. (prx)
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Bei allem Interesse an technischen Fiesematentchen kann es auch wichtig 
sein, sich ein wenig den rechtlichen Grundlagen zu widmen.

So könnte es wichtig sein, ausschliesslich Betriebsgelände aufs Korn zu 
nehmen, die Erfassung frei zugänglicher Bereiche ausserhalb der 
Absperrung aber sorgfältig zu vermeiden. Gehört ein erfasster Parkplatz 
zum klar abgesperrten Betriebsgelände, oder spazieren da auch Fremde als 
Abkürzung zu Fuss durch?

Auch die Mitarbeiter des Unternehmens haben ein Wörtchen mitzureden. 
Wenn eine Kamera aufgrund Platzierung und Erfassungsbereich denen über 
die Schulter schaut, oder durchs Fenster beim Büroschlaf zusieht, kann 
es sein, dass die Anlage schneller wieder ab- als aufgebaut ist. Ein 
Betriebsrat darf mitreden.

Wollvieh W. schrieb:
> Mit modernen Kameras dagegen hat man hinterher wunderbare Fotos und
> Filme von einer maskierten Diebesbande in gestohlenen Autos.

... und die Pin von deinem Handy.

Kann ganz interessant sein, den Perspektivenwechsel vom Überwachten zum 
Überwacher mitzumachen. Also zur Abwechslung mal selbst Big Brother zu 
spielen, statt sich über die Überwacheritis anderer zu beklagen. Könnte, 
bewusst mitgemacht, ein wenig vom beliebten Schwarz-Weiss-Denken 
ablenken.

: Bearbeitet durch User

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