Bitzel schrieb:
> Guten Abend!
>
> Nachdem ich das youtube-Video vom EEVBlog über "Spark Gaps" sah frage
> ich mich ob man mit dieser Lösung einen brauchbaren ESD-Schutz hat.
>
> Ich stelle mir da eine 1 bis 2 Millimeter Spark Gap vor, die einen
> möglichen Funken von einer Handberührung kurzschliesst. Müsste man da
> noch irgendwo ein zusätzliches Bauteil einfügen um die Energie
> abzuleiten oder zu dämpfen (Kondensator/Spule/Widerstand usw.)?
als erste, unspezifische Maßnahme geht das schon.
Aber: Fertigungstoleranzen, Verschmutzung, Alterung bei Überschlägen,
Materialunterschiede, Luftfeuchte, Materialfeuchte (FR4 zieht neigt zur
Wasseraufnahme) etc.... machen aus dem ein Lotteriespiel, das vielleicht
oder auch nicht, auf jeden Fall jedoch nciht reproduzierbar
funktioniert.
Abgesehen davon ist die Ansprechzeit sehr behäbig, der ESD ist schon
wieder vorbei wenn die Strecke zu reagieren beginnt.
Daher: wenn es mitgehen kann - ja, warum nicht. doch als einzige
Maßnahme, die den sonst üblichen Zirkus ersetzt taugt es auf keinen
Fall.
Wenn es Bandbreitenmäßig machbar ist: nimm einen 10n oder 100n Kerko,
der nimmt die typische ESD-Ladung auf ohne das es irgendwer bemerkt,
denn die Ladung in einem 150pF-C, der auf zB. 8kV geladen ist werden in
einem 10n zu 120V... und nach einem 0805-Widerstand mit zB 1k und noch
einem 100nKerko bleibt davon am Controller nix übrig das ihm wehtunt
könnte...
Das ist reproduzierbar, billig und vor allem sehr genau spezifiziert,
egal wie heiß, kalt oder feucht die Baugruppe ist.