Hersteller Elektronikbaukasten aus den 80er

OP #5731847
Lesenswert?

Als Kind hatte mein Vater immer so Elektronikbaukasten gekauft. Ich 
möchte wissen ob es die noch gibt.

Ich habe in den frühen 80er damit meine ersten Schaltungen gemacht. Es 
war so ein schwarzer Kasten, Aufbau ähnlich einem Plattenspieler. 
Darüber gab es ein braun getöntes Plexiglas als Klappdeckel.

Die elektronischen Bauteile waren auf weisse, rechteckige 
Kunststoffteile gelötet, mit einer Niete an den Anschlüssen. Mit einem 
Plastikstopfen und dünnen Draht hat man die Verbindungen gemacht.

Es gab damals nur Transistoren, Widerstände, Kondensatoren, Elkos, 
maximal rote LEDs, Lautsprecher und so. Also sehr primitiv im Vergleich 
zu heute.

Kennt jemand den Hersteller dieser Kästen?
Gast #5731922
Lesenswert?

Cool!
Ich hatte nur Kosmos und Schuco Modul mit Drähten zum Stecken.

Waren denn diese Stöpsel/Niten-Verbinder zuverlässig?

Die aktuellen Electronic-Kästen haben ja alle durchweg nur noch 
Druckknöpfe oder Magnetflächen. Da bin ich bisschen skeptisch.
#5731984
Lesenswert?

Philipp G. schrieb:
> Es gab damals nur Transistoren, Widerstände, Kondensatoren, Elkos,
> maximal rote LEDs, Lautsprecher und so. Also sehr primitiv im Vergleich
> zu heute.

Von wegen. Zum einen gabs noch ein Modul mit dem ZN414 für AM-Empfänger 
bzw. als Verstärker. Und dann war da noch ein System mit ganzer CPU:

http://www.computersammler.de/sammlung/einplatinen-und-lerncomputer/busch-microtronic-2090/
OP #5732103
Lesenswert?

Marek N. schrieb:
> Waren denn diese Stöpsel/Niten-Verbinder zuverlässig?

Zu dieser Zeit war die beste Verbindungstechnik die ich kannte die 
folgende: Kabel abisolieren, zusammenzwirbeln und eine Klebeband drum. 
Erst als mir dann mit 12 Jahren auf dem See ein Modell Uboot abgefackelt 
ist, habe ich gerlent diese Verbindungstechnik in Frage zu stellen.

Jens G. schrieb:
> 1981 vorgestellter Lerncomputer
> CPU: TMS 1600, eine 4-Bit CPU, 500Hz
> RAM: 512 Byte Ram + 64 Byte Ram in der CPU
> 4096 Byte Rom
> sechsstelliges Display
>
> 500Hz - da ging schon ganz schon was ab ;-)

Weiss einer wie teuer das damals war?
Gast #5732299
Lesenswert?

Georg A. schrieb:
> Von wegen. Zum einen gabs noch ein Modul mit dem ZN414 für AM-Empfänger
> bzw. als Verstärker.

Cool, das kenne ich auch noch aus meiner Kindheit. Es gab auch einen 
4-fach OP (LM324) und ein komplettes UKW Modul mit dem TDA7000, den ich 
damals kennen- und schätzen lernte.

Nur für's Taschengeld waren die Ersatzteile schon teuer.
Gast #5732316
Lesenswert?

Philipp G. schrieb:
> Weiss einer wie teuer das damals war?

Der Kasten System 7000 in Vollausstattung etwa 170.- DM, der 
Computerkasten alleine über 220.- DM (aus der Erinnerung, hab keinen 
Katalog da).

Immerhin gab es das Einstiegssystem 4000 für etwa 55.- DM und man konnte 
sich Stück für Stück die Erweiterungskits kaufen.

Offlinepreise eines Spielwarenladens um 1990
#5733536
Lesenswert?

Philipp G. schrieb:
> Es gab damals nur Transistoren, Widerstände, Kondensatoren, Elkos,
> maximal rote LEDs, Lautsprecher und so. Also sehr primitiv im Vergleich
> zu heute.

Alles was heute komplexer scheint, besteht im Inneren auch nur aus den 
oben genannten Teilen.
Damals wurden Anfänger noch anhand der Grundlagen zu Wissenden gemacht.

Mein Einstieg waren ähnliche Baukästen von Philips / Quelle.
Das waren die mit den blauen, gelochten Grundplatten.

https://www.radiomuseum.org/r/philips_elektronik_erstkontakt_ee.html
#5734847
Lesenswert?

Philipp G. schrieb:
> Zu dieser Zeit war die beste Verbindungstechnik die ich kannte die
> folgende: Kabel abisolieren, zusammenzwirbeln und eine Klebeband drum.
> Erst als mir dann mit 12 Jahren auf dem See ein Modell Uboot abgefackelt
> ist, habe ich gerlent diese Verbindungstechnik in Frage zu stellen.

Aha, Deines hat gebrannt? Meines ist sang und klanglos untergegangen und 
nie wieder aufgetaucht :-0
OP #5734955
Lesenswert?

Michael O. schrieb:
> Philipp G. schrieb:
>> Zu dieser Zeit war die beste Verbindungstechnik die ich kannte die
>> folgende: Kabel abisolieren, zusammenzwirbeln und eine Klebeband drum.
>> Erst als mir dann mit 12 Jahren auf dem See ein Modell Uboot abgefackelt
>> ist, habe ich gerlent diese Verbindungstechnik in Frage zu stellen.
>
> Aha, Deines hat gebrannt? Meines ist sang und klanglos untergegangen und
> nie wieder aufgetaucht :-0

Meines war zu fett um abzusaufen, es war zwar als U-Boot konzipiert mit 
Tiefenruder und allem nur ca. 95% zu leicht, dass es hätte tauchen 
können. Tanks zum Fluten mit Pumpen war damals für mich finanziell nicht 
erreichbar.
#5735777
Lesenswert?

Philipp G. schrieb:
> Michael O. schrieb:
>> Philipp G. schrieb:
>>> Zu dieser Zeit war die beste Verbindungstechnik die ich kannte die
>>> folgende: Kabel abisolieren, zusammenzwirbeln und eine Klebeband drum.
>>> Erst als mir dann mit 12 Jahren auf dem See ein Modell Uboot abgefackelt
>>> ist, habe ich gerlent diese Verbindungstechnik in Frage zu stellen.
>>
>> Aha, Deines hat gebrannt? Meines ist sang und klanglos untergegangen und
>> nie wieder aufgetaucht :-0
>
> Meines war zu fett um abzusaufen, es war zwar als U-Boot konzipiert mit
> Tiefenruder und allem nur ca. 95% zu leicht, dass es hätte tauchen
> können. Tanks zum Fluten mit Pumpen war damals für mich finanziell nicht
> erreichbar.

Meines ist durch schlecht verstaute Ladung (Loser Akku) stilecht im 
"Sturm" gesunken.
Ich hab es als Wracktaucher wieder geborgen.

Am Ende des Tages hatte ich außerdem noch 5 weitere Wracks gehoben.
;-)
OP #5735832
Lesenswert?

Winne Z. schrieb:
>> Meines war zu fett um abzusaufen, es war zwar als U-Boot konzipiert mit
>> Tiefenruder und allem nur ca. 95% zu leicht, dass es hätte tauchen
>> können. Tanks zum Fluten mit Pumpen war damals für mich finanziell nicht
>> erreichbar.
>
> Meines ist durch schlecht verstaute Ladung (Loser Akku) stilecht im
> "Sturm" gesunken.
> Ich hab es als Wracktaucher wieder geborgen.
>
> Am Ende des Tages hatte ich außerdem noch 5 weitere Wracks gehoben.
> ;-)

Das war bestimmt Michael seines.

Aber man sieht schon, wir haben alle gleich angefangen.
#5735941
Lesenswert?

Harald W. schrieb:
> Ooh, ein Schiffsfriedhof. Hast Du auch Gold in den Wracks gefunden?

Für mich waren die Empfänger und Akkus das "Gold".
Manches war noch zu gebrauchen, anderes war zu Rostklumpen mutiert.

Ja, es war auch ein U-Boot dabei.

Meine Fischkutter hatte ich wieder augebaut. Der steht jetzt irgendwo 
auf dem Dachboden.

Die Fernsteuerung war damals ne Variophon von Graupner erst nur ne 4 
kanälige und später die Variophon S mit 10 Kanälen. Die Kanäle waren 
rein digital Ein/Aus. Servos wie heute gab es da noch nicht.
http://wiki.rc-network.de/index.php/Graupner_Fernsteuersender_%C3%9Cbersicht#Variophon_4_.2F_8
#5735989
Lesenswert?

Harald W. schrieb:
> Winne Z. schrieb:
>
>> Servos wie heute gab es da noch nicht.
>
> Servos (damals sagte man Rudermaschinen) für Schiffe
> gabs damals schon. Es gab sogar welche, die sowohl
> Richtung wie Motor mit einem Kanal steuern konnten.

Ja klar ich schrieb ja auch "wie heute".
Aber danke.

Faszinierend waren die Rudermaschinen z.B. BellamaticII mit 
Glockenanker.

Gibt es als Rarität auf ebay für 57,-€

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren