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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Wäre es sinnvoll Akkus überwacht zu lagern?


Autor: Nano (Gast)
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NiMH Akkus soll man ja genau wie auch die älteren NiCD Akkus nicht unter 
ca. 1 V (bei NiCd waren es glaube ich 0,9 V) entladen.

Wenn man nun plant, mehrere Akkus längere Zeit zu lagern, aber nicht 
jedes mal nachprüfen möchte, wie weit die Spannung jetzt schon 
abgefallen ist, wäre es dann sinnvoll, die Akkus überwacht zu lagern?

Also in dem man sie dauerhaft an einem hochohmigen Messkreis 
angeschlossen lagert, der ab und zu mal die Spannung prüft und dann für 
den jeweiligen Akku mit einer LED anzeigt, dass der Ladezustand bald 
unter 1 V fällt?

Ich dachte dabei eine Vielzahl von Akkus so zu überwachen, ein Teil der 
Ladung wird für die Messungen natürlich über die Dauer verloren gehen, 
aber hat das ansonsten irgendwelche anderen Nachteile auf den Akku, 
dessen Lebensdauer und dessen Akkuchemie und wie sieht es hier bezüglich 
dem Thema  Korrosion an den Metallkontakten aus?

Von NiCD Akkus kenne ich das jedenfalls so, dass die Dinger meistens 
dann ausgelaufen sind, wenn man sie im Gerät längere Zeit unbenutzt 
stecken gelassen hat.
Wie sieht es hier bei NiMH Akkus aus?

Autor: Andy R. (andy_r)
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NiCD Akkus verkraften Tiefentladung wersentlich besser als NiMH Akkus.

Ich habe Panasonic NiCD Akkus die 30 Jahre alt sind,
die Kapazität ist noch zu ca.75% vorhanden der Innenwiderstand ist 
gering.

Bei NiMH Akkus steigt nach Tiefentladung
der Innenwiderstand mit der Zeit an.
Ausnahme sind die echten Sanyo Eneloop, verhalten sich hier besser.
Eine Tiefentladung durch Lagerung ist aufgrund geringer Selbstentladung
nahezu ausgeschlossen.

Autor: Thomas M. (thomasmopunkt)
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NICD werde kurzgeschlossen gelagert, dann sind sie faktisch trocken und 
KÖNNEN nicht auslaufen!
Nur wenn Du sie vollgeladen einlagert, laufen sie womöglich aus..denn 
dann ist die Lauge frei flüssig.
NIMH darf keinefalls kurzgeschlossen gelagert werden..auch nicht leer 
aber auch nicht voll..also alles Kacke...eigentlich darf NIMH nur 
halbgeladen rumliegen.
Normale NIMh verleiren aber innerhalb weniger Tage 20% ihrer 
Ladung..somit erledigt sich das Problem da von selbst...anders sieht es 
bei unky LSD NIMH aus..die verleiren unter 5% im ersten Monat oder so 
und danach immer weniger
Daher sollte man die etwas entladen bevor man sie einalger und die 
Zersetzung zu minimieren

Autor: Dieter (Gast)
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Für NiMH nehme man viele 1N4148 in Reihenschaltung und viele Widerstände 
1K, schicke einen kleinen Strom hindurch (so dass ungefähr 1V abfällt) 
und schalte die Akkus parallel zu jeweils zwei Dioden über einen 
Widerstand. Sowas kann auch für NiCd gebaut werden.
Ab und zu bei Gelegenheit messe man mit einem Digitalmultimeter die 
Spannungen der Akkus zur Kontrolle nach.

Autor: Manfred (Gast)
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Thomas M. schrieb:
> NICD werde kurzgeschlossen gelagert

Einen derartigen Schwachsinn habe ich schon lange nicht mehr gelesen.

Als noch NiCd-Massezellen üblich waren, konnte man als Gerätehersteller 
diese ungeladen bekommen, damit sie in der Lötwelle keinen Schaden 
nehmen. Einen einmal geladenen Akku auf Null-Volt zu zwingen, ist in 
jedem Fall dessen Tod, unabhängig von dessen Chemie.

Nano schrieb:
> NiMH Akkus soll man ja genau wie auch die älteren NiCD Akkus nicht unter
> ca. 1 V (bei NiCd waren es glaube ich 0,9 V) entladen.

Ein NiCd wird bei beliebig langer Lagerung niemals unter 0,8 Volt kommen 
- falls doch, ist er kaputt.

Andy R. schrieb:
> Ich habe Panasonic NiCD Akkus die 30 Jahre alt sind,
> die Kapazität ist noch zu ca.75% vorhanden der Innenwiderstand ist
> gering.

Die Panasonics aus den 80er-Jahren haben nun langsam angefangen, 
Ausblühungen zu zeigen, ich habe sie inzwischen entsorgt. Nach meiner 
Erfahrung der Ausnahmehersteller, so lange konnte kein anderer.

Andere Fabrikate, insbesondere Varta, fingen zum Teil schon nach 
einstelligen Jahren das Gesabbere an oder kamen schon undicht aus dem 
Lager. Ich weiß nicht, wieviel tausende Batteriekontakte der Kollege im 
Service für Schnurlostelefone getauscht hat.

Richtig übel wurde das mit der NiMH-Technologie, das Zeug hat nicht 
annähernd so gut wie NiCd funktioniert und in Summe erhebliche 
wirtschaftlichen Schäden verursacht.

Autor: ideengeber (Gast)
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Manfred schrieb:
> Richtig übel wurde das mit der NiMH-Technologie, das Zeug hat nicht
> annähernd so gut wie NiCd funktioniert und in Summe erhebliche
> wirtschaftlichen Schäden verursacht.

Ich denke, man hat die Primärbatterien noch lange nicht ausgereizt. Sind 
zur Zeit nicht in Mode, abgesehen von Taschenlampen - aber es wäre mal 
ein neuer Ansatz, Autos und Kleingeräte mit günstigen, ungiftigen, und 
zuverlässigen Wegwerf-batterien zu betreiben, incl. Recycling..

Autor: Nano (Gast)
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Manfred schrieb:
> Ein NiCd wird bei beliebig langer Lagerung niemals unter 0,8 Volt kommen
> - falls doch, ist er kaputt.

Wie das? Gibt es bei NiCd keine Selbstentladung?


> Richtig übel wurde das mit der NiMH-Technologie, das Zeug hat nicht
> annähernd so gut wie NiCd funktioniert und in Summe erhebliche
> wirtschaftlichen Schäden verursacht.

Das dürften wahrscheinlich die Anfangsjahre gewesen sein, bis dann ca. 
10-20 Jahre später die Sanyo Eneloops bzw. NiMH Akkus mit geringer 
Selbstentladung rausgekommen sind.

Ich benutze nur diese und bin von denen begeistert. Die haben bei mir 
schon jede Menge Primärzellen und somit Geld eingespart.
Trotzdem würde ich sie gerne besser pflegen, daher meine Eingangsfrage.

Hochstromfähig sind sie natürlich nicht, da waren die NiCd wirklich 
besser, aber heute würde man dann eh Lithium Akkus für solche 
Anwendungsfälle verwenden. Die NiMH Akkus benutze ich hauptsächlich für 
meine Taschenlampen, das Wireless Gamepad, die Wireless Maus und 
Tastatur und als mobile Stromquelle für kleine elektronische Schaltungen 
und Bastelprojekte ohne großen Strombedarf und dafür sind sie ideal.
Wenn die Spannung zu gering ist, kommen sie ins Ladegerät und ich sie 
nach kurzer Zeit wiederverwenden.
Wenn ich daran denke, wie viele Primärzellen ansonsten meine 
Taschenlampen und mein Gamepad schon verbraucht hätten, dann waren die 
NiMH Akkus eine sehr gute Investition. Lediglich bei der Wireless Maus 
und Tastatur würden die Primärzellen nicht all so schlecht abschneiden, 
aber auch da musste ich die Akkus schon ein paar mal neu laden.

Autor: Axel S. (a-za-z0-9)
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Nano schrieb:
> NiMH Akkus soll man ja genau wie auch die älteren NiCD Akkus nicht unter
> ca. 1 V (bei NiCd waren es glaube ich 0,9 V) entladen.

Ja. Wobei die Betonung hier auf entladen liegt.

> Wenn man nun plant, mehrere Akkus längere Zeit zu lagern, aber nicht
> jedes mal nachprüfen möchte, wie weit die Spannung jetzt schon
> abgefallen ist, wäre es dann sinnvoll, die Akkus überwacht zu lagern?

Nein. Die Selbstentladung ist gerade keine Entladung im obigen Sinn.

> Also in dem man sie dauerhaft an einem hochohmigen Messkreis
> angeschlossen lagert, der ab und zu mal die Spannung prüft und dann für
> den jeweiligen Akku mit einer LED anzeigt, dass der Ladezustand bald
> unter 1 V fällt?

Das ist gleich zweimal eine blöde Idee<tm>. Zum einen ist selbst ein 
"hochohmiger Meßkreis" immer noch ein Strompfad, über den Strom aus dem 
Akku gezogen wird. Zum zweiten stellt sich die Frage, woher du den Strom 
für die LED zu beziehen gedenkst? Aus dem Akku, der gerade in Gefahr 
steht, tiefentladen zu werden?

Autor: Philipp G. (geiserp01)
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Geht es Dir um Sicherheit oder um die Akkus selber? Bezüglich Lagerung 
sind nur LIPOs kritisch.

Autor: Abklatscher (Gast)
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Einfach einen monatlichen Termin setzen, bei dem die Restspannung 
manuell überprüft wird?!

So wie Opa damals, regelmäßig eine Lagerinventur ansetzen um 
Lagerschäden rechtzeitig zu erkennen.

Oder die Autowerkstatt die beim Winterscheck kurz die Batteriespannung 
misst.


"Überwacht" muss nicht bedeuten, das man permanent automatisch Messwerte 
zieht.

Autor: Manfred (Gast)
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Nano schrieb:
> Manfred schrieb:
>> Ein NiCd wird bei beliebig langer Lagerung niemals unter 0,8 Volt kommen
>> - falls doch, ist er kaputt.
> Wie das? Gibt es bei NiCd keine Selbstentladung?

Sie haben Selbstentladung. Die Aussage treffe ich aus langjähriger 
Erfahrung und vermute, dass diese mit abnehmender Spannung geringer 
wird.

>> Richtig übel wurde das mit der NiMH-Technologie, das Zeug hat nicht
>> annähernd so gut wie NiCd funktioniert und in Summe erhebliche
>> wirtschaftlichen Schäden verursacht.
> Das dürften wahrscheinlich die Anfangsjahre gewesen sein, bis dann ca.
> 10-20 Jahre später die Sanyo Eneloops bzw. NiMH Akkus mit geringer
> Selbstentladung rausgekommen sind.

Es gibt viele Geräte, die nicht mit Standardzellen AA oder AAA bestückt 
sind, sondern z.B. mit prismatischen Zellen. Da stehen eneloop & Co 
nicht zur Verfügung.

Autor: Thomas M. (thomasmopunkt)
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@Manfred keine Ahnung aber andere belehren wollen?
Lies dir einfach dei Wartungsorschriften der Firma Saft herunter!!
Ich habe mit sehr viel größeren BAtterein Erfahrung als Du wohl jemals 
gesehen hast.
Such z.B. mal nach offenen SAFt STM 100 oder STM140Ah Blöcken..und für 
die fidnest Du wartungspläne.es gibt auch 1,2V 40Ah Einzelzellen..mit 
denen werden Boings etc Ggestatrte..die müssen für einige Sekungen 1000A 
liefern können...dort bekommst Du extra für den Luftfahrbereich 
auchentsprechende Wartungspläne..wenn Du die Zellen im alger bei Saft 
leigen sieht, haben die dor Kurzschlussbrücken montiert..wie es im 
manual steht.

Aber das -2 bei meinem Kommentar zeigt wieder die geistife Höhe in 
diesem Forum

Autor: Thomas M. (thomasmopunkt)
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Autor: Thomas M. (thomasmopunkt)
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für kleine Rundzellen im Heimbereich fidne ich leider keine 
Professionellen Dokus..evtl bei saft direkt anfragen oder jemanden 
fragen

Autor: Thomas M. (thomasmopunkt)
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ach ja..und ich bin hier raus..wenn wieder alle alles besser wissen..bye

Autor: Thomas M. (thomasmopunkt)
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ach ja,..das mit Kurzschluss lagern gilt für EINZELZELLEN!! nicht die 
STM Blöcke..

Und doch..wenn Du NICD versuchen willst zu retten, macht man diese leer 
und schließt sie mehrere tage kurz!
Beschäftige dich mit der Chemie und vielleicht verstehst Du dann wieso 
man das tut!

: Bearbeitet durch User
Autor: Nano (Gast)
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Axel S. schrieb:
> Nano schrieb:
>> Also in dem man sie dauerhaft an einem hochohmigen Messkreis
>> angeschlossen lagert, der ab und zu mal die Spannung prüft und dann für
>> den jeweiligen Akku mit einer LED anzeigt, dass der Ladezustand bald
>> unter 1 V fällt?
>
> Das ist gleich zweimal eine blöde Idee<tm>. Zum einen ist selbst ein
> "hochohmiger Meßkreis" immer noch ein Strompfad, über den Strom aus dem
> Akku gezogen wird. Zum zweiten stellt sich die Frage, woher du den Strom
> für die LED zu beziehen gedenkst? Aus dem Akku, der gerade in Gefahr
> steht, tiefentladen zu werden?

Ja, das ist mir schon klar, dass der Akku immer etwas Energie verliert.
Aber anderseits ist das über die Dauer ja nicht viel und wenn man da ne 
Sicherheitsspanne mit einplant, z.b. ab unter 1,1 V geht die LED an,
dann ist bis zum erreichen der 1 V immer noch genug Zeit, den Akku 
wieder zu laden.

Den Strom würde ich aus einer anderen Stromquelle beziehen. Im 
einfachsten Fall zwei Akkus.
Man könnte das auch so machen, dass man eine Taste kurz drücken muss und 
dann einem die Akkus per LED erst angezeigt werden, die unter diese 1,1 
V gefallen sind.
Die LED würde dann so nur beim Drücken der Taste für eine kurze Zeit 
leuchten, ansonsten nicht.

Autor: Nano (Gast)
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Philipp G. schrieb:
> Geht es Dir um Sicherheit oder um die Akkus selber? Bezüglich Lagerung
> sind nur LIPOs kritisch.

Nur um den Akku.
NiMH sollen halt kaputt gehen, wenn sie Spannung zu weit abfällt.
Deswegen brauchen die eine Pflege, die derart ist, dass man sie wieder 
etwas lädt.
Ich stimme aber zu, dass es keine gute Idee ist, sie voll geladen zu 
lagern.

Autor: Nano (Gast)
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Abklatscher schrieb:
> Einfach einen monatlichen Termin setzen, bei dem die Restspannung
> manuell überprüft wird?!
>

Dafür bin ich zu faul. Deswegen dachte ich da an eine bequemere Lösung.

Autor: Thomas M. (thomasmopunkt)
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einfach durch LSD Akkus ersetzen und die alten verkaufen?!
Dann brauchst Du dir darüber keine Gedanken machen, die haben auch nach 
5 Jahren noch Ladung

Autor: Sand (Gast)
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Akkus in einen Keramiktopf, auf den Top Hasendraht legen und auf den 
Hasendraht eine Plastiktüte mit Sand gefüllt.

Brennt der Akku, schmilzt die Platiktüte und der Sand bedeckt den 
brennenden Akku.

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