Ich finde es auch grundsätzlich sinnvoll Unterverteilungen trennbar mit
der Hauptverteilung zu verbinden - man kann eine Verteilung gezielt
trennen ohne das das ganze Haus ohne Strom dasteht.
Mit der Selektivität hat man wenn die Einspeisesicherung recht klein ist
dann gerne mal so seine Probleme.
Im Zweifel geht halt der Leitungs- und Kurzschlussschutz vor.
Wichtig ist das die Sicherung im Endstromkreis möglichst selektiv zur
Sicherung davor ist, das nicht beide Auslösen.
Wann nun letztendlich der SLS oder die Sicherung zur UVT auslösen hängt
auch stark vom Strom ab, den die Sicherungen im Moment des Kurzschlusses
zusätzlich gerade tragen.
Ich habe auch schon von Fällen gehört, da ist mit dem Auslösen eines
B16-Autonmatens zusätzlich die 80A Sicherung im Ausanschluss gekommen.
Da man heute oft vor dem Zähler nur noch 35A hat, hat man nicht mehr den
großen Spielraum, was Selektivität zur UVT angeht.
Die 63A, die der TO beschreibt sind mit den oft verwendeten 10mm² oft
die innerhalb der Verteilung verwendet werden sowieso eher nicht für den
Dauerbetrieb gedacht.
Mit der Neufassung der VDE AR-N 4100 wird man diese 10mm² künftig nur
noch mit 35A absichern dürfen, für 50A dann 16mm² und nur im
Aussetzbetrieb, alles ab ich glaube 44A Dauerstrom soll künftig als
Wandlermessung ausgeführt werden.
Wobei sich immer wieder mal die Frage stellt, wo braucht man im Haushalt
so große Ströme.
Durchlauferhitzer sind bei eine der größten Verbraucher. E-Mobilität ist
ein Thema für sich, da wird man eventuell einen eigenen Zählerplatz
vorsehen.
Ansonsten wurde ja schon gesagt, der Querschnitt der Leitung zur UVT
bestimmt die Absicherung.