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Forum: Fahrzeugelektronik Sitzmemory nachbauen


Autor: Markus B. (mbj1703)
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Hallo Zusammen,

ich habe in meinem Auto elektrische Sitze und würde diese gerne mit 
einem Memory ausstatten.

Die Idee ist, den ganzen Lauf (vor-zurück, rauf-runter, lehne) 
"einzulesen", also die Laufzeit zu speichern und dann darüber nach Zeit 
jeden Punkt zu speichern und anzufahren.

Bin ich auf dem richtigen Weg?

Vielen Dank und Gruß
Markus

Autor: Franziska N. (bastler2004)
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Markus B. schrieb:
> die Laufzeit zu speichern

Die Laufzeit ist erheblich unterschiedlich je nach Sitzbelastung, 
Spannung im Bordnetz, Temperatur etc.
Du müsstest die Wege oder die Umdrehungen der Motoren aufnehmen.

Meint Franziska

Autor: Der Andere (Gast)
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Da geb ich der Franziska recht.

Zusätzlich eine kleine Kopfnuss für Markus:

Hat dein Sitz einen Seitenairbag eingebaut? Falls ja: lass besser die 
Finger von der Sitzelektrik.

Autor: digitalWrite (Gast)
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Kann mir vorstellen, dass da Schrittmotoren verbaut sind. Dann wäre eine 
Möglichkeit, die Schritte abzufragen (scannen) und diese Werte zu 
speichern.

Autor: Matthias S. (da_user)
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digitalWrite schrieb:
> Kann mir vorstellen, dass da Schrittmotoren verbaut sind.

Und warum sollte sich ein Hersteller den Aufwand mit Schrittmotoren 
antun, wenn er einfache DC-Motoren mit einem einfachen Schalter 
ansteuern kann?

Autor: Markus B. (mbj1703)
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Danke schonmal für die Antworten.

1. das Memory soll immer nur unbelastet benutzt werden, dann passt das 
auch ca.
2. keine Airbags im Sitz
3. normale DC Motoren

Autor: Thomas R. (r3tr0)
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Ne Möglichkeit wäre, die gegen EMK auszufiltern per Shunt + OPVs und 
somit die Pulse bzw die Umpolungen des Motors zu zählen. Aber wer weiß 
wie tief dieser Eingriff in die ganze Elektronik wäre.

Autor: Matthias B. (turboholics)
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VW/Audi erfasst das Ganze per Poti am Stellmotor. Die Motoren sind ganz 
normale DC Dinger.

Falls es dein Auto auch mit Memory gibt, besorg dir die Stellmotoren 
oder gleich komplette Sitze und tausch ggf die Bezüge.

VG

Autor: Markus B. (mbj1703)
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Leider gibt es für den Wagen kein Memory, somit kein Poti.

Meine Idee war, ich habe so etwas auch mit Rollos gemacht, einfach die 
Laufzeit zu speichern, auch wenn das nicht perfekt ist.

Wäre kein großer Eingriff in die Autoelektrik.

Autor: Der Andere (Gast)
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Dann versuche es.
Dur wirst dann aber ein Referenzlauf zu je einem Anschlag brauchen, denn 
wie willst du sonst einen definierten Punkt für deine Laufzeitsteuerung 
haben.
Das bedeutet daß bei jedem Respositioneren alle Motore in den Anschlag 
fahren müssen und von da aus dann deine Zeitsteuerung abläuft.

Ganz ehrlich? So viel Geduld hätte ich nicht, da würde ich mich lieber 
reinsetzen und das Teil einfach von hand einstellen.

Autor: Matthias S. (da_user)
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Ich würde trotzdem versuchen die Umdrehungen zu zählen. Laufzeit läuft 
dir irgendwann davon, insbesondere wenn du keinen Refernzschalter hast, 
den du regelmässig anfährst.

Gibt es irgendwo eine Welle, an die du einigermaßen rankommst? Dann kleb 
doch ein Zebrastreifenmuster einmal außenrum. Alternativ schwarz 
abkleben und einen weißen Streifen.
Dann mit einer Art Reflexlichttaster (lässt sich ja auch selbst basteln) 
Impulse zählen. Fertig ist der Inkrementalgeber. Laufrichtung bekommst 
du über die Polarität.

Autor: Markus B. (mbj1703)
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sehr schöne Idee, vielen Dank.

Werde mir das am WE mal ansehen, denke aber schon, dass da Wellen sind.

Autor: Harald W. (wilhelms)
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digitalWrite schrieb:

> Kann mir vorstellen, dass da Schrittmotoren verbaut sind.

Möglicherweise werden die aber nur in Autos verbaut,
die standardmäßig ein "Sitzmemory" haben.

Autor: Stefan L. (stefan_l134)
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Üblicherweise sind es normale DC-Motoren, mit Poti als Positionssensor.

Autor: Wollvieh W. (wollvieh)
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In den Spiegeln hat es Potis. In Spiegeln ohne Memory vom selben 
Hersteller ist statt dem Poti ein Stück Plastik als Blindstopfen, der 
Rest der Mechanik ist gleich. Man kann also mit etwas Bastelei selber 
ein Poti einbauen. Dabei ist bei bestimmten Baujahren die eigentliche 
Spiegelmechanik von z.B. Opel, BMW, Ford, Renault vom selben Zulieferer. 
Könnte mir vorstellen, daß das bei den Sitzen auch so ist. Soviele 
verschiedene Sitzhersteller wirds auch nicht geben.

Also mal ordentlich die Polster aufschlitzen und reinschauen! Oder 
vielleicht etwas systematischer Fotos und Herstellerbezeichnungen im 
Netz suchen. ;)

Autor: Thomas P. (topla)
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Bei den BMW-Baureihen E32/E34 stammten die Motore (und auch die 
Potentiometer) von Bosch oder Brose.
Aber hier wird ja um den eigentlichen Fahrzeugtyp und die Details zum 
Sitz/der Verstellung wieder ein Geheimnis gemacht - es könnte sich ja 
aus Versehen jemand mit passenden Informationen zu möglichen 
Austauschteilen melden und das lustige Ratespiel vorzeitig abbrechen.

Thomas

Autor: Rotho (Gast)
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Matthias S. schrieb:
> digitalWrite schrieb:
>> Kann mir vorstellen, dass da Schrittmotoren verbaut sind.
>
> Und warum sollte sich ein Hersteller den Aufwand mit Schrittmotoren
> antun, wenn er einfache DC-Motoren mit einem einfachen Schalter
> ansteuern kann?

Vielleicht, weil derselbe Hersteller auch Steuerungen mit Memory 
anbietet?

Autor: michael_ (Gast)
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Der Andere schrieb:
> Zusätzlich eine kleine Kopfnuss für Markus:
>
> Hat dein Sitz einen Seitenairbag eingebaut? Falls ja: lass besser die
> Finger von der Sitzelektrik.

Ein Auto mit Sitzhöhenverstellung ohne Seitenairbag, ich glaub auch 
nicht dran.

Autor: Markus B. (mbj1703)
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So, hier noch ein paar Infos:

1. es ist ein Mitsubishi Outlander PHEV (Modell 2019)
2. er hat Airbags im Sitz (aber das stört ja nicht)
3. werde ich am WE mal sehen, wo und welche Motoren verbaut sind

Autor: Armin X. (werweiswas)
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Hi

Bei Mercedes waren die Sitzverstellermotoren(Zulieferteil von Brose) 
früher so weich ausgelegt, dass es denen nicht viel ausgemacht hat mal 
eine Weile blockiert zu werden. Da wirst Du nicht glücklich mit 
laufzeitbasierender Memory.
Die Memorysteuerung war auch immer per Poti ausgeführt.

Autor: Frank O. (fop)
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Referenzieren, durch Fahren in die Endposition ? Kommt uncool, wenn Du 
schon sitzt und der Sitz bis Anschlag nach vorne fährt und noch die 
Lehne ganz nach vorne schraubt.
Beliebter Witz von Kollegen, wenn das Sitzmemory auf den verwendeten 
Zündschlüssel reagiert, so eine Murkseinstellung für einen Schlüssel 
abzulegen...

Autor: Matthias S. (da_user)
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Frank O. schrieb:
> Kommt uncool, wenn Du
> schon sitzt und der Sitz bis Anschlag nach vorne fährt und noch die
> Lehne ganz nach vorne schraubt.

Naja, wenn man ein gaaanz klein wenig Hirnschmalz reinsteckt, fährt man 
eine Anlage für die Referenzfahrt "frei" und nicht so, dass was kaputt 
gehen kann.

Autor: Paul (Gast)
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Matthias S. schrieb:
> Naja, wenn man ein gaaanz klein wenig Hirnschmalz reinsteckt, fährt man
> eine Anlage für die Referenzfahrt "frei" und nicht so, dass was kaputt
> gehen kann.

Und bei einem Autositz währe das?
Ganz nach hinten um den dort sitzenden und das Material, daß dort im 
Fußraum liegt zu quetschen oder ganz nach vorne um den Fahrer zu falten?
Und Nein, die Idee, das würde nur bei leerem Auto benutzt funktioniert 
nicht wennn es nicht überwacht wird.

Autor: Matthias S. (da_user)
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Hmm... stimmt, da hätte ICH wohl ein bisschen mehr Hirnschmalz 
reinstecken sollen ;-)

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