A. B. schrieb:
> Jetzt habe ich überlegt dass es evtl. klug wäre die Flächen mit etwas
> einzuschmieren damit da kein Kontaktrost, Passungsrost (k.a wie man das
> nennt) entsteht.
Ja, ist natürlich ratsam, die blanken Flächen zu schützen.
Möglichst dauerhaft.
> Gleichzeitig sollte das aber auch kein Fett o.ä sein da
> der Balken nur durch die Reibkraft der Kontaktflächen und der
> Verschraubung in Position gehalten wird.
Was macht Dich denn so sicher, daß nach dem Anschrauben und
Zusammenschrauben der beiden Portalständer mit dem Joch alles zueinander
stimmt?
Alles winkelig ist und v.a. die Joch-Laufbahn parallel zur Grundplatte
läuft.
Müßte doch so sein, daß Du all das erst mal zu einander "einrichten"
mußt, damit es wirklich stimmt. ;)
Insoweit ist m.E. Dein Argument, daß die Kontaktflächen durch die
Verschraubungen in Position gehalten werden, nicht ganz stichhaltig.
Denn im ordentlichen Maschinenbau dienen Schrauben nur zum
Zusammenzurren von Flächen.
Nicht jedoch zum Positionieren von Flächen zueinander.
D.h. die "Aufgaben" werden strikt getrennt, wodurch auch (in/nach
Reparaturfällen) nach der Zerlegung von Maschinen beim Zusammenschrauben
von ihnen wieder die exakte Positionierung von Flächen zueinander
erreicht werden kann, die beabsichtigt ist.
Das Ganze funktioniert an sich recht einfach.
Zunächst schraubt man eine Maschine erst mal "lose" zusammen.
Kontrolliert dabei grob die Zuordnungen zu einander.
Korrigiert sie und zieht dann die Schrauben etwas fester an.
Usw. usw. bis alles stimmt.
Wenn die richtige Positionierung erreicht ist, setzt man
Positionierungs-Stifte, die auch wieder entfernbar/herausziehbar sein
müssen.
Je zu orientierenden Flächenpaaren müssen das zwei davon sein, und wo
man sie in den Flächen setzt, spielt keine Rolle:
Wo halt Platz dafür ist oder vorgesehen wurde. ;)
Das können Paßstifte sein oder (viel besser) Kegelstifte 1:50.
https://de.wikipedia.org/wiki/Kegelstif
Vorbohren und die Positionierungslöcher aufreiben muß man bei beiden
Arten von Positionierungs-Stiften.
>
> Gibts irgendwas für solche Anwendungen?
Da kannst Du von Bettbahnöl über (KFZ-)Hohlraum-Versiegelungen bis hin
zu Vaseline so ziemlich alles verwenden, was Du sowieso hast. :D
Denn es geht ja nur darum, einen Spalt so "abschotten" zu können, daß
möglichst keine Feuchtigkeit (incl. Wasserdampf) in ihn eindringen kann.
Daß dies (auf Dauer) so gut wie unmöglich ist, weiß jeder, der mit
präzisen Maschinen zu tun hat/hatte.
Denn beides gleichzeitig ist nicht machbar:
Bei präzisen Maschinen sind Passungs-Flächen geschliffen bis
nachgeschabt.
Folglich blank.
Man braucht dabei keine "Glaubenskriege" zu führen, was nun ein "blaues
Wundermittel" bringen könnte oder auch nicht.
Ich kenne bisher nichts, das in Maschinen nicht auch von Korrosion
"unterwandert" werden könnte.
Damit muß man "leben" können.
Bzw. die schädliche Einwirkung von Korrosion so gut als möglich
"eindämmen".
Unterbinden kann man sie todsicher nicht.
Grüße