Vom 3D Druck zur Spritzgusform

Gast #5739527
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Hallo
Ich habe ein Projekt mittlerweile soweit das es Marktreif ist. Gewerbe 
Anmeldung ist durch und etwas Geld ist auch schon in der Kasse...
Die Ersten 50 Teile habe ich mit meinem 3D Drucker gemacht und ich hätte 
schon jetzt anfragen für noch mindestens 100 Teile.
So aber wie kommt man ohne Erfahrung und ohne Ahnung an ein ein 
Spritzgussteil?
Gibt es Firmen die meine cad Dateien Prüfen und mir sagen was ich anders 
machen müsste damit es Produzierbar wird? Wie sieht das aus mit 
Schrumpfung?
Ich habe einige Löcher in dem Gehäuse welche möglichst Passen sollten.

Ich habe in dem Gehäuse Löcher an mehreren Seiten. Ich habe aber gelesen 
das man dazu Spritzgussformen mit spezieller Mechanik braucht, Was ja 
irgendwie auch Logisch ist da man die Teile sonst wohl nicht aus der 
Form bekäme...
Ich denke Diese Formen sind um ein Vielfaches Teurer?
Ich habe eine Cnc Fräse wäre es also Klüger auf diese Löcher zu 
verzichten und die nachträglich selber einzufräsen?
#5739595
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Reiner schrieb:
> Die Ersten 50 Teile habe ich mit meinem 3D Drucker gemacht und ich hätte
> schon jetzt anfragen für noch mindestens 100 Teile.

Kauf Dir am besten noch einen weiteren Drucker, und wenn Du mit 2 
Druckern die Nachfrage nicht abdecken kannst, noch einen dritten usw. ;)

Natürlich kann man auch komplizierte Formen im Spritzguß-Verfahren 
anfertigen.
Aber:
Die Werkzeuge kosten auch entspr. und das wird erst dann interessant, 
wenn entspr. Stückzahlen produziert werden sollen.

Grüße
#5739632
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Reiner schrieb:
> So aber wie kommt man ohne Erfahrung und ohne Ahnung an ein ein
> Spritzgussteil?

Achte erst mal selbst drauf, daß und wie man die Spritzgussteile 
ausformen kann. Es sollten also keine Hinterschneidungen vorhanden sein 
und die Wände sollten ein paar Grad schräg sein. Überall dieselbe 
Materialdicke. Für ein einfaches Gehäuse reicht das, falls du was 
komplexen konstruiert hast bei dem Schieber von der Seite kommen müssen, 
willst du sicher nochmal umkonstruieren. Dann überlegen, welche 
Oberfläche, poliert, fräsrauh oder matt geätzt, welches Material (für 
elektronische Schaltungen an Netzspannung UL-zertifiziert unbrennbar und 
sicher isolierend).

Hier stehen Grundlagen: 
https://www.protolabs.de/media/751808/dfm-volume-1-wp-de.pdf

Dann schick deine CAD-Datei an protolabs.de, da bekommst du einen Preis 
genannt. Du musst dir keine Gedanken um Anformungen und Schrumpfung 
machen, das rechnen die ein. Mit den Infos kannst du dann zu jedem 
anderen Spritzguss(formen)hersteller gehen (es gibt hunderte alleine in 
Deutschland) dessen Angebot darf nicht teurer sein als Protolabs, denn 
sonst lässt du das eben Prototools machen.

Hier gibt es eine Ausarbeitung des ganzes Prozesses (also was vor allem 
die machen müssen):
https://www.grundig-akademie.de/cms/uploads/pdf%20download/fs_technik_nuernberg/sj_2010_12_getraenkebecher.pdf
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